Hilfe beim Einstieg in die Astronomie

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Telnyashka

Neues Mitglied
Hallo,
mein Name ist Arkadiy und ich bin 21 Jahre alt. Ich bin ein völliger Neuling und verstehe noch nicht viel von Teleskopen und Astronomie (deswegen könnten einige Fragen vllt. dumm vorkommen ;) ). Jedoch konnte ich mich dafür begeistern und möchte mein erstes Teleskop kaufen.
Zwei habe ich mir schon ausgesucht:
1. http://www.astroshop.de/celestron-teleskop-ac-80-900-powerseeker-80-eq/p,7941 bzw. http://www.teleskop-express.de/shop...rnrohr-80-900mm---komplett---ab-8-Jahren.html

2. http://www.teleskop-express.de/shop...-FlexTube-Dobson---Parabol-Optik---ab-6J.html

Beobachten möchte ich vorallem Planeten und den Mond. Deswegen auch der Refraktor.
Den Dobson habe ich ausgesucht, weil ich hier im Forum gutes über ihn gelesen habe. Außerdem denke ich, dass der Dobson für einen Neuling sehr gut ist, weil er so einfach zu bedienen ist. Jedoch scheint er nicht so toll für Planeten zu sein (oder irre ich mich da?).
Gucken werde ich vom Balkon aus. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob sich mein Balkon gut dafür eignet, wenn nicht, dann werde ich wahrscheinlich auf eine Wiese fahren. Ich denke, dass der Dobson da nicht gut für geeigenet ist, weil ich dann einen hocker oder kleinen Tisch mitnhemen müsste und auf einer Wiese wird er dann sehr unstabil stehen.
Da wird der Refraktor wahrscheinlich besser für geeignet sein, oder? Ist der oben genannte Refraktor überhaupt gut zu transportieren?
Bin auch sonst für alle weiteren Vorschläge offen. Da ich aber ein Anfänger bin und klein anfangen möchte, sollten die Teleskope nicht teuerer als 120 (in ausnahmefällen 150) euro kosten.
Als letztes: Könntet ihr mir einen guten Shop empfehlen? Anscheinend gehen die Preise doch sehr weit auseinander ( siehe Celestron Teleskop AC 80/900 Powerseeker 80 EQ - erste Links)

Danke! :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Arkadiy,

willkommen im Forum!

Den Dobson habe ich ausgesucht, weil ich hier im Forum gutes über ihn gelesen habe.

Dieser Satz von dir sol Anlaß sein dir einaml ganz deutlich zu sagen:

Du kannst dich nicht kritiklos auf das verlassen was in einem Forum geschrieben wird.

Du must das hinterfragen, must schauen von wem es kommt, ob das Gesagte
in Widerspruch zu den Gesetzen der Physik steht, und so weiter.

Hier schreiben Leute die gerade angefangen sind und Leute
die schon seit Jahren beobachten. Bei den letzteren gibt es Leute
die beobachten können und das beobachtete in einen Zusammenhang
bringen können, und es gibt solche die es nie lernen werden.

Darüberhinaus gibt es Händler sowie deren Mitarbeiter die gerne
nette Dinge über die von ohnen vetriebenen Teleskope schreiben.
Manchmal tun sie das leider auch incognito.

Dann gibt es auch Händler, deren Mitarbeiter, deren Speichellecker
etc die einen Anfänger per PM (persönliche Mitteilung) Teleskope
zum Kauf empfehlen.

Nicht falsch verstehen, auch Händler sowie deren Mitarbeiter
können und sollen sich zum Thema äußern dürfen, sie sind zum Teil
sehr erfahren und kennen die Teleskope, aber es besteht die Gefahr
daß sie ihre eigenen Produkte "etwas sehr positiv empfehlen".

Soviel nur als kleine Warnung zum Einstieg in die Welt der Astronomieforen.
Hier in Deutschland haben wir das Glück daß die Foren zwar
auf Werbung durch Händler angewiesen sind (um den Betrieb
des Forums zu finanzieren (Traffic-Kosten) sowie um darüberhinaus
auch Gewinn zu machen), aber die Foren sind nicht direkt abhängig
von einem Händler, oder werden gar von einem Händler betrieben.


Nach diesem unerfreulichen Einstieg zu deinem Einstieg.
Empfehlenswert ist Einsteigerliteratur bzw Webseiten:

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

http://www.deepsky-brothers.de/

Diese Seiten kann ich dir empfehlen, es gibt aber auch noch
weitere gute Seiten. Lies dir da mal etwas Wisen an.

Zu deinen verlinkten Teleskopen möchte ich mich auch noch äußern:

Den kleinen Dobson kann ich dir nicht empfehlen.
Ich rate zu einem Volltubusdobson. Gründe:
1) der Gitterrohrdobs leidet an Streulichtproblemen
2) diese Art von Gitterbauweise neigt zu Dejustage.
Dejustage ist aber bei lichtstarken Newtons die Hauptursache
für eine schlechte Abbildung. Weitere Ursachen können sein:
Streulicht, schlechte Optik, verspannte Optik, fehlende Temperatur-
anpassung, untaugliche Okulare.

Es gibt bessere Kleindobsons, suche beim gleichen Händler mal
unter Newton oder Bobson.

Der Refraktor ist ein Achromat, der zwar einen Farbfehler hat,
dieser ist bei 80mm Öffnung und f/11.25 relativ moderat.
Die Optik ist also durchaus brauchbar, aber die kleine Öffnung
von 80mm kann natürlich keine Wunder vollbringen.
Öffnung ist die Grundlage für Auflösungsvermögen sowie Lichtsammelvermögen.
Beides ist wichtig. aber wie gesagt, der Achromat ist durchaus
in der Lage hellere Deep Sky Objekte sowie etliche Details
(Krater, Rillen, etc) auf dem Mond zu zeigen, sowie den Saturnring,
die Hauptbänder sowie die gallileischen Monde des Jupiter,
die Phasengestalt der Venus,...

Leider ist die Montierung unterdimensioniert.
Bei Wind wird das Teleskop wackeln, und alles was du im Okular
siehst wird umso stärker zittern je höher die Vergrößerung ist.
Scharstellen wird da zum Problem (am Fokussiererad drehen, zittern,
warten, oh noch etwas unscharf, drehen, zittern, warten,
ja, aber etwas besser geht noch, drehen zittern, warten,
mist etwas zu weit, drehen, zittern warten).

Ein Freund hatte einen 70/900mm Achromaten auf der Montierung
und das war schon grausam. Der 80/900mm ist etwas schwerer,
es wird auf der gleichen Montierung also noch schlechter sein.

Du kannst das abe nicht wisen, da dir die praktische Erfahrung fehlt.
Mein Rat lautet deshalb:
Geh hin und beobachte zusammen mit Sternguckern aus deiner Nähe.
Da hast du viel Auswahl, kannst mit verschiedenen Teleskopen beobachten,
dir einen Eindruck verschafen, auch Teleskope vergleichen,
Okulare ausprobieren. Da bekommst du an einem abend viel Praxis,
und nach kurzer Zeit weis du was du wirklich willst.

Noch eine Sache:
Sternfreunde neigen, wie die Anhänger anderer technischer Hobbies auch,
dazu zum Teil sehr viel Geld für ihr Equipment auszugeben.

Man kann aber auch mit geringem finanziellen Aufwand ein sehr
brauchbares Teleskop bekommen. Man muß nur wissen wo man sparen
darf und wo nicht. Außerdem hängt vieles davon ab was
man beobachten will.

Dies alles nur als kleinen Denkanstoß,

Gruß, Karsten
 
Hallo Arkadiy,

willkommen im Forum. Schön, dass du dich mit diesem Hobby beschäftigen möchtest.
Du hast neben deinen Gerätevorstellungen auch noch ein paar wertvolle Angaben zu deinen aktuell angestrebten Objekten und deiner Umgebung gemacht.
Mit Mond und Planeten als Ziel hast du auch bei hellerem Himmel keine größeren Probleme. Auf einem Balkon könnte neben nicht sichtbaren Himmelsbereichen auch ein warmes Gebäude für 'schlechte Luft' sorgen.
Solltest du auf eine Wiese gehen wollen, so ist der Transport zu berücksichtigen, sowie das Zusammenbauen und Abbauen. Mehr nicht, das geht mit etwas Übung in Minuten.

Kurz zu deiner Auswahl:
Der Refraktor ist nicht besser für die Planetenbeobachtung geeignet, als ein Newtonspiegel-Teleskop (der Dobson ist ja ein Newton auf einer Rockerbox). Intuitiv gehen viele Einsteiger in Richtung Linse, aber in deinem Fall ist es nicht zwingend notwendig.
Es wurde schon von Karsten angesprochen, dass ein Einsteigergerät häufig mit gering dimensionierten Montierungen ausgestattet sind. Das stört sehr bei hohen Vrgrößerungen, denn bei diesen ist besonders viel GEfühl beim Scharfstellen notwendig und wenn es gerade dann zittert wird es frustrierend. Wenn der Sucher dann wirklich nur für das Finden von Mond und Planeten taugt, dann trägt das nicht zur Freude am Hobby bei.
Ich hatte mal einen Newton 114/900 ( so einen). Der Spaß am Hobby wuchs und mit einem neuen Sucher, mehr Okularen, sowie einem Justierlaser konnte ich langsam ausbauen.
Die Öffnung von 114mm erlaubte auch DeepSky-Ausflüge, was nur förderlich ist.

Zu Anfang halte ich persönlich es für wichtig, dass man nicht ein Gerät erwirbt, welches den Spaß an der Sache nimmt. Oder man ist sich bewusst, dass ein preiswerter Einstieg auch Verzicht bedeutet und weiß dieses zu erkennen.

Apropos erkennen: Es sollte dem Beobachter bewusst sein, was er sehen wird. Die Erwartungshaltung sollte realistisch sein und nicht an Fotografien, schon gar nicht von Hubble und Co, orientiert sein. Auf dieser Site gibt es einen ersten Eindruck.
Link
noch ein Link2

So, jetzt wünsche ich einen gelungenen Einstieg und viel Spaß, sowie natürlich allzeit 'clear skies',
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Arkadij,

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/712814

dieser 110mm Tal Newton ist zum Beispiel ausreichend stabil montiert.
Der Newtontubus selbst hat ebenfalls eine gute Qualität.
Mit so einem Teleskop kann man problemlos anfangen.
Oder man nimmt einen brauchbaren Dobson, kostet in 6" Öffnung
aber etwas mehr und ist auch nicht entscheidend breiswerter
als ein 8" Dobson. Nur wenn du den NEwton später auf eine
parallaktische Montierung packen möchtest klappt das mit einem
6"f/6 wesentlich leichter als mit einem 8"f/6.

Abwer wie gesagt:
Am besten mal selbst durchschauen, erst dann kaufen.

MfG,Karsten
 
Hallo Kastern!
Du lässt ja an dem Heritage kein gutes Haar d:-).
Ich wollte mal wissen ob du denn schonmal durchgeschaut hast, oder die justieranfälligkeit überprüft hast?
Ich habe mir das Ding gekauft und bin recht zufrieden damit. Klar hab ich auch n Justierlaser, um vorm losspechteln zu knotrollieren, aber bisher war es eigentlich nur am beim ersten Mal nötig.
Ich benutze es teilweise auch um mal aus dem Fenster zu schauen richtung Saturn als Beispiel. Das mit dem Streulich stimmt allerdings. Ich glaub auf jedenfall, dass du nirgends mehr Öffnung für das Geld bekommst.


Gruß Deadlock
 
Danke für die Antworten!
Deadlock hat mir nun doch bisschen Hoffnung gegeben :D.
Mir wurde auch empfohlen für das Geld lieber ein gutes Fernglas zu kaufen und damit erstmal den Himmelbeobachten, weil man für mein Budget kein ordentliches Teleskop bekäme. Was ist Euere Meinung dazu?
 
Hallo Arkadiy,

ich bin selbst eher Einsteiger/Anfänger und habe vor meinem 8" Dobson mit einem 10x25 Fernglas angefangen. Und das war nicht verkehrt, da lernte ich Orientierung am Himmel und auch heute ist es immer dabei. Die Vergrößerung (10fach) ist dabei für mich noch gut mit der Hand zu halten. Bei 15fach hätte ich ein Stativ gebraucht.
Es macht auf jeden Fall Spaß mit einem Fernglas anzufangen. Die Gefahr, dass aufgrund des begrenzten Budget Frust mit dem ersten Teleskop auftritt, ist wohl auch ein Grund, warum Dir unter anderem ein Fernglas nahegelegt wurde.
Wenn man allerdings weiß, was die Teleskope in der Preisklasse können (und dass man mit Bastelei auch noch mehr rausholen kann, wie ich hier schon lesen konnte), dann ist es für den Anfang wohl auch ok.

Gruß
Ina
 
Hallo

Ich stehe mit dieser Meinung sicher total alleine da. Aber lieber ein total klappriges Mistteleskop als überhaupt keins!
Ich bin damals von einem 60mm billigrefraktor auf ein nicht justierbares Quelle Newton umgestiegen, von dem mir später die Premium Müllklasse besstätigt wurde.
Aber ich bin immernoch dabei. Man konnte durch beide Teleskope etwas sehen und ich konnte mich zum Beispiel mit der pralaktischen Montierung beschäftigen (Bis mir dann in einer Beobachtungsnacht die Montierung
zerbrochen ist).
Das Dobson hat den Vorteil, dass es leicht zu handhaben ist und der Verlust nicht zu hoch sein wird solltest du doch nicht so das Ineresse an der Beobachtung bekommen. Weiterhin hab ich es eben genau zum schnellspechteln als zweitteleskop vorgesehen und werde es auch in den Urlaub mitnehmen. Ich denke dafür wirst du es immer benutzen können.
Ich würd gern mal ne Meinung von anderen zu diesem Dobson hören. Bei höheren Vergrößerungen fällt mir auf dass die Box leichtgängiger sein könnte und wenn man mit schweren Okularen spechtelt die Achse an der das Teleskop montiert wird sehr fest drehn muss. Hab aber auch schon das Speers zoom plus digiknipse dran gehabt und Fotos damit gemacht.

Gruß Deadlock
 
Hallo Arkadiy,

worauf ich mit dem Hinweis auf die Einsteigerteleskop und das nachträglich Aufrüsten/Basteln hinauswollte ist der Punkt, welcher in Deadlocks erstem Satz steht.
Beginne, sei dir bewusst, dass du lernst und die Fortschritte kommen.

Ein Fernglas ist für mich nicht die Erfüllung. Die Vergrößerung zu gering für Mond und Planeten, sowie einige DS-Objekte und Nebelfilter gehen auch nicht.
Einzig das beidäugige Sehen ist schön und das große Feld vereinfacht das Finden.

Ein Newton (TAL, TS oder wie sie heißen) ist gut für den Anfang und lässt sich gut aufrüsten, wenn einem danach ist. Die mehr als 100mm Öffnung reichen schon für viele Objekte.

CS,
Stefan
 
Naja, also ein richtiges Teleskop auf einer Montierung werde ich mir wohl nicht kaufen. Konnte doch überzeugt werden, dass eine billige Montierung nur schadet.
Aber beim Dobson gebe ich dir eigentlich recht. Vorallem ist er leicht zu bedienen, was für einen Anfänger nur von Vorteil ist.
Mit der Montierung gibts wohl auch keine Probleme, da er im Grunde ja keine hat.
Ich bin mir auch im Klaren, dass ich da keine großen Leistung erwarten sollte.
Ich habe mir noch sowas rausgesucht : http://www.teleskop-express.de/shop...-LE-Serie---Weitwinkel---hohe-Aufloesung.html

Vllt. ist das auch ein guter Einstieg.
 
Also so wie ich es verstanden habe, hat das Teil echt Mängel. Aber dennoch soll es gut für den Einsteiger sein: "In Summe kein hochwertiges aber dennoch brauchbares leicht zu bedienendes Gerät für den kleinen Geldbeutel, das schöne Einblicke in die praktische Astronomie ermöglichen kann. Ist die Leidenschaft und Basteltrieb einmal geweckt, sollte man einige Nachbesserungen selbst vornehmen können. Die optische Qualität erfüllt die beworbene Spezifikation nicht, andere Eigenschaften halte ich für Einsteiger jedoch für wichtiger. "

Außerdem habe die Bilder aus Australien auf Seite 2 schon beeindruckt.
 
Hallo Sternfreunde,

dies ist wieder einmal ein abstruser Einsteigerthread.
Warum bin ich der Ansicht daß dies so ist? Na denn mal los.

Telnyashka schreibt immersten posting er sei "ein völliger Neuling".
Er bekommt daraufhin ein etwas ungewöhnliches Antwortposting (von mir)
in welchem ich zum einen die Nachteile der von ihm verlinkten Teleskope
aufzeige, und ihm zum anderen rate vorsichtig mit den in Foren
geäußerten Meinungen zu sein.

Ein User des kleinen Dobsons, Deadlock, meint daß ich an dem Teil
"kein gutes Haar lasse". Er sei "recht zufrieden damit".
Das ist schön. Freut mich. Ich schau mal was Deadlock denn
sonst so geschrieben hat:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/userposts/id/16659

Ui fein, da ist ein Thread wo es um da Teleskop von Deadlock geht:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/708828

Da kommt das Teil bei Deadlock nicht gerade gut weg.

Erstjustage des Teleskopes per Laser? Und was ist mit dem Fangspiegel?
Winnie rät "Du solltest an die Justage wirklich mit System herangehen."

Das ist ein weiser Rat eines Sternfreundes der seit Jahren beobachtet.

Dort gibt es einen Bericht zum Teleskop, veraßt von einem der
besten deutschen Spiegelschleifer:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=102171

Das zweite was ich an diesem Thread erstaunlich finde ist daß
Telnyashka zwar oben schreibt er sei "ein völliger Neuling",
unten aber schreibt:
Naja, also ein richtiges Teleskop auf einer Montierung werde ich mir wohl nicht kaufen. Konnte doch überzeugt werden, dass eine billige Montierung nur schadet.
Woher weis er das? Er hat noch nie durchgeschaut.
Wäre es nicht sinvoll einmal bei anderen Sternfreunden mitzubeobachten
und sich das selbst anzuschauen?

Wenn ein Teleskop auf einer Montierung zu sehr wackelt dann
liegt das nicht daran daß eine Montierung billig ist.

Es liegt daran daß die Montierung unterdimensioniert ist.
Zu schwach für das Teleskop was da drauf sitzt.

So habe ich oben einen TAL 110mm Newton verlinkt, der auch billig ist,
dessen Montierung aber ausreichend stark dimensioniert ist.
Und ja, ich habe schon damit beobachtet und ja, diese Montierung
trägt den Newton und man kann auch bei 150x gut fokussieren.

Ob dies ein brauchbares Teleskop für Telnyashka ist steht auf
einem andern Blatt. Stationär? Transport? Wo, welche Himelsqualität?
Ohne genaue Vorgaben kann kan niemand passend beraten.

Aber beim Dobson gebe ich dir eigentlich recht. Vorallem ist er leicht zu bedienen, was für einen Anfänger nur von Vorteil ist.

Hast du das ausprobiert? Nein?
Es gibt 2 Sorten Anfänger:
Die Einen kommen nicht mit einem Dobson zurecht.
Die Anderen sind begeistert vom Dobson.

Mit der Montierung gibts wohl auch keine Probleme, da er im Grunde ja keine hat.

Beim Dobson ist die "Halzkiste" die Montierung und das Stativ.
Damit der Sternfreund mit dem Dobson einem Objekt am Sternhimmel
folgen kann muß er das Teleskop in beiden Achsen, in Azimut
und Altitud, nachführen. Das muß weich und ruckelfrei möglich sein,
sonst wird das verfolgen des Objektes zur lästigen Arbeit.

Das prinzip "Dobson" macht dann sinn, wenn das Teleskop groß ist.
Schon an einem 8"f/6 Dobson kann ein normalgroßer Beobachter
auf einem höhenverstellbaren Höckerchen sitzend beqzem Objekte
beobachten welche mindestens etwa 30° über dem Horizont sind
und bis in Zenitnähe.

Das 130mm Heritage ist aber so kurz daß man die Rockerbox
zum beobachten nicht auf den Boden stellen kann, man müßte dann im Gras sitzen und die Beine falten.
Vielleicht klappt es ja im Schneidersitz?!

Ansonsten muß man das Teleskop auf einen niedrigen Tisch,
einen Sockel, Baumstumpf, 2 Bierkisten etc stellen.
Dann wird der Okularauszug in eine Höhe kommen bei der
ein sitzender Beobachter bequem beobachten kann.

Wenn ich aber ein "Stativ" in form eines Tisches, Baumstumpfes etc
zusätzlich zur Dobsonmontierung brauche, stellt sich da nicht
die Sinnfrage? Wäre eine Montierung auf einem höhenverstellbarem Stativ
da nicht die bessere Lösung? Auch da kann man eine alt-az Montierung
wählen, zum Beispiel eine Giro:

http://www.tele-optic-tecnica.de/pageID_3071550.html

Weiter im Text:
Ich bin mir auch im Klaren, dass ich da keine großen Leistung erwarten sollte.

Warum denn nicht?
Mit einem geeigneten 110 (Tal) oder 114mm (Fernost) Spiegelteleskop
kann man eine großartige Leistung bekommen. Bei ausnahmsweise
mal erstklasigem Seeing konnte ich als Jugendlicher mit meinem
114/900mm Spiegelteleskop 5 Bänder auf Jupiter sehen,
den großen roten Fleck mit Umrahmung, helle ovale Flecke
sowie verschiedenfarbige Girlanden in den Bändern. Bei 180x.

Bevor nun Sternfreunde aus dem Raum Düsseldorf an heftig steigendem Blutdruck
wegen angeblich einseitiger Bevorzugung von Spiegelteleskopen leiden:
Mit dem 80mm f/15 Achromat aus Japan eines befreundeten Sternguckers
konnte man das Gleiche etwas dukler ebenfalls sehen.

Arkadiy meint nun daß der Einstieg mit einem 15x70 Feldstecher
eine gute Alternative sei. Frage:
Hst du schon einmal mit 15x freihändig beobachtet?
Wackelte das nicht zu stark?
Und wie war das wenn du ein Objekt am Himmel beobachten wolltest?
Schmerzte es nicht schon nach kurzer Zeit im Nacken, ganz abgesehen
von der nun noch stärkeren Wackelei?

Du brauchst also zusätzlich:
1) ein Feldstecherstativ. Aber bei geradem Einblick nutzt
auch das wenig, du must dann unter dem Feldstecher liegen.

Also eine Liege mit verstellbaren Oberteil, dazu ein Fernglasstativ
das es ermöglicht unter den Feldstecher zu kommen. Mit deinem Budget
ist das nicht zu machen.

Beachte wie TS oben schreibt:

Sie sind hier : Home » Produkte » Sportschützen » Ferngläser und Spektive für Jäger » TS1570LE

Für Sportschützen und Jäger, nicht für Sterngucker.
Die einen gucken mehr oder weniger geradeaus, die anderen etwas
bis stark nach oben.

Damit nun nicht jemand meint ich würde TS den Umsatz nicht gönnen:
Dort gibt es viele viele für einen guten Einstieg geeignete Teleskope.
Du must dir nur ein geeignetes herussuchen und gegebenenfalls
etwas mehr Geld ausgeben um eine "geeignete Montierung" zur Optik
zu bekommen.

Nochmal mein Rat:
Sieh zu daß du etws praktische Erfahrung bekommst, bevor du
dir ein Teleskop kaufst!

Leider ist es auch meiner Sicht so daß gerade in der letzten Zeit
vermehrt Teleskope auf den Markt kommen die scheinbar von Designern
und/oder Marketigleuten konzipiert wurden, aber nicht von Optikern
und/oder Ingenieuren.

Resignierte Grüße, Karsten
 
1. Gerade weil ich keine praktische Erfahrung habe, verlasse ich mich ertsmal auf das was ich lese.

2.Genaue Vorgaben habe ich gemacht: Gucken werde ich vom Balkon aus. Kann aber hin und wieder auch auf eine Wiese fahren. Das Teleskop sollte also schon transportfähig sein. Da ich mitten in Bremen wohne, ist die Himmelsqualität sicher nicht allzu berauschend.

3. Da wären wir auch bei deinem Rat. Ich stimme dir da völlig zu. Nur ist Bremen keine Astronomenstadt anscheinend. Ich habe hier gestern nur einen Verein gefunden und da muss ich mich auch näher informieren und dort mal anrufen.

4. Da meine Freunde sich nicht für Astronomie interessieren, kann es länger dauern bis ich praktische Erfahrung bekomme.

5. Mein Problem ist, dass ich mich wenig auskenne und echt keine praktische Erfahrung habe und erstmal nicht viel investieren will.
Ich kann hier tausende Geräte posten und an jedem wird jemand was auszusetzen haben. Die einen sagen mir, ich soll lieber mit einem Fernglas anfangen, die anderen sagen, ich solle lieber das oder das holen. Ah, wie wärs damit..... mhm neee, da ist das und das, son quatsch. Hier ist was gutes. Ah ne ist auch nicht gut, weil dort dieses und jenes ist.
Verstehst du?
Ich als Neuling brauche kein Teleskop, dass keine Mängel hat und alles perfekt kann. Ich brauche eins, dass leicht zu bedienen ist, nicht gleich kaputt geht und mir die Welt da oben öffnet.

Edit: So auch der Dobson. Im Bericht steht, dass der Dobson für Einsteiger ganz nett sei. Und wenn die Montierung das Problem ist für dich (Rasen, Bierkasten etc.), dann bin ich froh, denn dieses Problem ist echt das kleinste (wenn man auf jedes kleine Problem achten soll, dann komme ich nie zum kauf). Vorallem zu hause habe ich auch einen kleinen Tisch, den ich auf meinen Balkon stellen kann und somit im Sitzen auf den Himmelgucken kann.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Arkadiy,

wo kommst Du denn her? Vielleicht kannst Du Dich mal für 'ne Nacht mit ein paar Leuten treffen, und Du schaust Dir erstmal ein paar Teleskope aus der Nähe an... und durch.

Ich denke das würde die Auswahl Deines Wunschteleskops enorm verfeinern.

Du kannst ja mal in der GAD-Liste kucken, was auf Deinen Umkreis zutrifft. Eine Anfrage im Treffpunkt könnte ebenfalls hilfreich sein.

Einen Händlertip wirst du so wohl nicht kriegen, Du kannst Dir sicher vorstellen, was das dann für eine Litanei an Beiträgen auslöst, bis da jeder seine Dealer genannt hat... und hinterher bist Du auch nicht schlauer. Zudem, vielleicht in Dein bester Händler der Welt der, zudem Du auch leicht mal hinfahren kannst.
 
Danke! Den Treffpunkt hier habe ich gar nicht beachtet! :)
Edit: Achja, habs schon geschrieben oben- ich wohne in Bremen ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Arkadiy,

im Raum Bremen gibt es mehrere Sternfreunde und auch ein Astronomiegeschäft.
Die GAD Liste sollte dir helfen Leute zu finden.

Beobachten vom Balkon aus:
Das ist meist nicht so prickelnd. Thermische Probleme durch die
von der Sonne aufgeheizten Hauswände, eingeschränktes Gesichtsfeld,
man muß das Teleskop vernünftig stellen können und ans Okular kommen
ohne über das Balkongeläbder zu stürzen...

Dazu kommt daß Bremen eine Stadt ist in der die Lichtverschmutzung
sehr professionell betrieben wird. Objekte mit geringer Flächenhelligkeit
kannst du da vergessen, solche Galaxien sind unerreichbar.
Bei entsprechenden Linienstrahlern hilft ein O-III Filter.

Außerhalb beobachten:
Viel besser. Aber du must da Teleskop transportieren können.
Auto vorhanden, oder die Möglichkeit eins auszuleihen?

Per Bus und Bahn wirst du wohl nicht oft transportieren,
zumal du dann nachts noch nach Hause must.

Ich weis also nicht wie das bei dir ausschaut.

Hier noch einmal warum ich den kleinen Heritage nicht empfehle:
1) Stahis bescheinigt der Optik eine lausige Qualität.
2) Die Zweistangenbauweise ist dejustageanfälig.
Dejustage ist bei einem lichtstarken Newton aber tödlich für die Bildqualität.
3) mangelhafte Streulichtunterdrückung
4) Okulare die bei f/5 nicht gut sind
5) laut Stathis mit Teppichband geklebter Fangspiegel

Hier nun möglichst preiswerte Teleskope die ich für gut halte:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/712814

Für den 110/800mm stabile Montierung, sehr stabile Säule,
gut verarbeiteter Newtontubus mit Kugelspiegel, der bei 800mm Brennweite
gerade noch beugungsbegrezt abbilden kann, sofern er keinen
andern Fehler als die Systembedingte sphärische Aberration hat.
Transportieren ohne auto kannst du vergessen.


http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p2493

Ein Dobson, aber mit einem 150mm f/8 Parabolspiegel der beugungsbegrenzt
abbilden soll. Der Tubus funktioniert gut, die Rockerbox ist brauchbar,
die Bewegung in den Achsen aber meist noch etwas getunt werden.
Für nur 50 Euro mehr als den 130/650 Zweistangendobs etwas
richtig brauchbares. Transportieren ohne Auto kannst du aber vergessen.
Die Okulare, die bei f/5 noch mau sind, funktionieren bei f/8 leidlich.
Der Tubus ist so lang und der Einblick ist so hoch wie beim 200/1200mm Modell.

Beide Teleskope überschreiten dein Budget von 120 Euro,
(aber das tut ja auch der Heritage schon)
aber beide ermöglichen einen guten Einstieg für noch unter 200 Euro
(ohne Versandkosten). Ob sie auf deinem Balkon einsetzbar sind
(größe des Balkons, höhe des Geländers) must du selbst sehen.


Im Refraktorbereich habe ich auf Anhieb bei TS nur diesen gefunden,
der aus meiner Sicht einen guten Einstieg ermöglicht:

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p794

Die Skyview Montierung ist nach meiner Erfahrung ein wenig steifer
als die EQ3 und das Stativ der Skyview war es vor Jahren auch
weil am Übergang der Alubeine zum Stativkopf bei der Skyview
im Gegensatz zur EQ3 kein Plastik verbaut worden war
(keine Ahnung ob das immer noch so ist).

Der 90/1000mm FH kann sich in etwa mit den 110 und 114mm Newtons messen.
Vorteil ist daß du dahinter sitzen kannst, alo nicht so leicht
über die Reling gehst, daß der FH, wenn er richtig justiert
bei dir ankommt, keine Justage braucht, daß er mit f/11 keine
Ansprüche an die Okulare stellt. Der Auszug hat eine Untersetzung
und er akzeptiert 2" Okulare.


http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1021

Die Montierung dieses Achromaten kenne ich nicht, von daher
kann ich dir nicht sagen ob sie für den 90/1000mm was taugt.
Der Auszug kann nur 1,25" Okulare aufnehmen.


Meiner Ansicht nach haben die beiden von mir verlinkten Newtons
ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Beim Refraktor wird es immer etwa teurer. Den GSR 901 kann ich
aber auch empfehlen, wenn man eben mehr zum Refraktor tendiert.

MfG,Karsten
 
Hallo Karsten!

Ein Auto habe ich, jedoch weiss ich nicht ob ich in der Zukunft genug Zeit haben werde um rauszufahren. Deswegen werde ich meistens vom Balkon aus gucken und hin und wieder rausfahren.

Den Skywatcher Skyliner-150P / Parabol Dobson 150/1200mm für 199 und den Celestron Refraktor 90/1000mm für 188 werde ich mir merken. Wenn es sein muss, kann ich auch noch bis auf max. 200 gehen. Wobei mir der Dobson vllt. mehr zu spricht, weil ich genau weiss, dass ich ihn auf dem Balkon aufstellen kann.
Ein Tisch lässt sich sicher finden.

Ich habe in Bremen nur so eine Olbersarbeitsgemeinschaft gefunden.
Du meinst diesen Shop oder: http://www.astronomie-bremen.de/ ?
Habe den nicht gefunden zu erst, war aber auch nicht so schlau "astronomie bremen" in google einzugeben. Danke!
Werde in den nächsten Tagen da mal hinfahren und mich mal informieren und mich dort umschauen.
Zumal wie Raziel28 schon sagte. Am besten ist ein Shop in der nähe. Wenn er eine gute Auswahl hat, könnte ich dort was finden und falls dort irgendwelche Probleme auftreten immer hinfahren und das Gerät umtauschen oder zurükgeben.

Danke Dir für die beiden konkreten Teleskopvorschläge! :)

Ich schaue mich mal im Shop hier bisschen um und wenn es nichts wird kann ich immer noch hier auf die Vorschläge zurückgreifen.

 
Hallo Arkadiy,

nein, ich meinte den Shop:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/users/78/VTSB

Aber wenn es mehrere Geschäfte gibt umso besser für dich.

Also der Celestron für 188 war keine Empfehlung von mir,
(ich wollte nur einen Refraktor unter 200 Euro aufführen)
denn wie gesgt ich kenne das Teil nicht, es ist recht neu.
Keine Ahnung ob Montierung und Stativ ausreichend dimensioniert sind.
Es sieht so aus als könnte das der Fall sein.
Der Auszug ist jedenfalls weit weniger empfehlenswert als der
des 299 Euro Refraktors.

Ja, schau dich mal um, sieh dir die Sachen an, entscheide in Ruhe.

CS,Karsten
 
Hi.
Also was die Justierung angeht, empfehle ich bei dem Dobson ein Justierlaser, is wirklich am einfachsten und wenn man mal durchgestiegen ist gar nicht so schwer. (Man sollte blos Fangspiegel nicht mit Hauptspiegel verwechseln und sich wundern d:-) ).
Ansonsten kann ich den Astrotreff beitrag zum Dobson nur unterstreichen. Für mich stimmt das Preis Leistungsverhältnis absolut!
@Kastern:
Ich find es toll das du dir die Zeit nimmst alle meine Beiträge zu lesen, wobei ich nicht glaube, dass du von mir Neuling noch was lernen kannst d:-)
Was den Thread der Justierung angeht, kann ich mich bei allen bedanken die mir geholfen haben, jetzt funktioniert es reibungslos. Allerdings sollte man jetzt nicht den Fehler machen und mein Unvermögen dem armen Dobson zuzuschreiben.

Gruß Deadlock
 
Hilfe bei der Justage

Hallo Sternfreunde,

der Justierlaser eignet sich gut für die Justage eines Hauptspiegels
mit einer Mittenmarkierung. Der Justierlaser eignet sich aber
überhaupt nicht zur Erstjustage eines Fangspiegels!
Erst wenn der Fangspiegel präszise unter dem Auszug positioniert worden ist
kann man den Fangspiegel zukünftig per Justierlaser justieren.

http://www.pteng.de/astro/justage/justage.htm

CS, Karsten
 
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