Hilfe beim Teleskop Kauf.

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AstroCap_14

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Hi Leute!

Ich zerbreche mir seit Wochen schon den Kopf über die Endscheidung für den Kauf eines Teleskopes. Ich wollte euch mal fragen wo so eure Top favoriten liegen.
So jetzt meine Info: Bin 14 daher sollte das ganze Transportabel sein da ich Nachts aufs Feld möchte und meine Eltern keine Lust haben mich dort hin zu fahren. Ich wohne in Frankfurt/Main.
Meine favoriten liegen bei Dobsons doch die sind riesig und somit nicht so transportabel. Aber der Preis und die Leistung der Optik überzeugt. Fotografie muss nicht sein.

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :D

Lg
Emrah
 
Hi Emrah,

das ist jetzt Deine dritte Anfrage nach einem geeigneten Teleskop für Dich.

Neben Deinem Alter (14 Jahre) sollten wir noch mehr wissen.

Was möchtest Du beobachten?

a) eher Sonnensystemonjekte (Sonne, Mond, Planeten, helle Kometen)

b) oder Deepsky-Objekte (Sternhaufen, Nebel und Galaxien)

Wie möchtest Du das Teleskop zum "Feld" transportieren und wie viele km ist das weg?

- S-Bahn (wann fährt die letzte zurück?)
- Fahrrad, Gepäckträgertaschen, Anhänger?
- zu Fuß (Rucksack, Einkaufstrolli, Bollerwagen?)

a) geht auch von Eurem Balkon aus, sofern Du von dort aus nach Osten, Süden oder Westen gucken kannst...

für b) wäre ein dunkles Feld besser

Falls es auf b) hinausläuft, wäre z.B. ein Reisedobson in 8" eine Alternative.

Dazu dann noch nen 8" Spiegel f=5 und den Fangspiegel sowie einen passenden Okularauszug ranschrauben (lassen) und schon hättest ein schuckeliges, äußerst transportables Teleskop, mit dem Du Deepsky-Beobachtungen machen kannst.

Den Spiegelkasten für 8" bekommst noch in einen solchen Einkaufstrolli, das Gestänge steckst seitlich rein.

Link zur Grafik: http://www.koffer-boerse.de/xanario/images/products/gross/ER1_colorblocking13.jpg

Eventuell solltest Du Dein Vorhaben aber auf Dein Lebensalter abstimmen - mit 14 Jahren darfst laut unseren Gesetzen nach 22 Uhr nicht mehr ohne Begleitung von Deinen Eltern unterwegs sein. Für Astronomie ist das sehr hinderlich, wenn sie Deine Begeisterung für die Sterne nicht teilen.

Es wäre daher eventuell sinnvoller, zuerst (bis Du mindestens 16 Jahre alt bist) vom Balkon aus auf Sonnensystemobjekte, Sternhaufen und Doppelsterne zu setzen.

 
Hi Sternenfee,

Deine Anmerkung:

>>Eventuell solltest Du Dein Vorhaben aber auf Dein Lebensalter abstimmen - mit 14 Jahren darfst laut unseren Gesetzen nach 22 Uhr nicht mehr ohne Begleitung von Deinen Eltern unterwegs sein<<

ist nicht richtig. Entgegen der allgemeinen Meinung regeln weder das JugendSchutzGesetz noch andere Gesetze, zu welchen Zeiten sich Jugendliche und Kinder in der Öffentlichkeit, z.B. auf Straßen, Wiesen usw. aufhalten dürfen.

Emrah möchte zum beobachten "auf den Acker gehen". D.h. auf die Straße, auf eine Wiese oder auf den örtlichen Marktplatz usw. Ist für Kinder und Jugendliche alles erlaubt. Auch ohne begleitenden Erwachsenen. Mag zwar eine Lücke in unserer sonst alles regelnden Gesetzgebung sein, ist aber so.

Reglementiert werden allerdings Besuche von Kneipen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen. Aber da will Emrah ja nicht hin :-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Thommy,

Du beziehst Dich auf "Sex, Drogs & Rock´n Roll", ich mich auf die allgemeine Aufsichtspflicht von Eltern.

Tagsüber wird weder das Jugendamt noch ein Richter was dagegen haben, wenn 14 Jahre junge Kinder ohne Begleitung ihrer Eltern mit anderen Freunden zusammen irgendwo spielen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Aber nach Einbruch der Dunkelheit schaut das anderst aus.

Emrah schrieb explizit er möchte "aufs Feld". Er wohnt in Frankfurt. Also Großstadt. "Feld" ist für mein Verständnis eine landwirtschaftlich genutzte Fläche außerhalb der Stadt.

Da stellt sich für mich die Frage, wie weit ist das weg, wie kommt Emrah da hin und vor allem, wie kommt er zurück.
Und was halten seine Eltern von derartigen nächtlichen Ausflügen?

@ Emraah:

Älter wirst von ganz alleine, :Trost:

Ich halte es momentan für besser, wenn Du das "Sternegucken" vorerst vom Balkon/Terasse machen würdest.

- Du kannst so tagsüber Dein Teleskop aufbauen (Übungssache!)
- es unbeaufsichtigt auskühlen lassen (gibt nachher ein besseres Bild im Okular)
- kannst in die Wohnung gehen wenn Du Hunger kriegst, aufs Klo mußt, Dir kalt wird...
- Deine Eltern sind beruhigt, weil Du zu Hause bist
- kannst fürs Auseinanderbauen das Teleskop in die (beleuchtete) Wohnung tragen

Egal, für welches Teleskop Du Dich letztendlich entscheiden wirst, Du wirst auf alle Fälle mehrere Monate brauchen, bis der Aufbau alleine auch im Dunkeln klappt, bis Du Dich am Himmel zurechtfindest (Sternbilder auswendig lernen) und die ersten Objekte außer dem Mond am Himmel selber findest. :)

Zudem kannst Du im kommenden Herbst/Winter schon mal nachmittags/am frühen Abend die nähere Umgebung Deines Wohnortes erkunden, ob es irgendwo einen Platz gibt, der nachts nicht von Straßenlampen erhellt wird, den Du zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichst und von dem aus Du auch wieder gut nach Hause kommst.

Und Du kannst in Deinem Freundeskreis rumfragen, ob jemand mit Dir zusammen Sterne gucken möchte. Dann wird das später mit dem Transport einfacher, zu zweit oder mit mehreren Freunden macht das Spechteln auch deutlich mehr Spaß...
 
Hi Fee,

Zitat von Sternenfee123:
Du beziehst Dich auf "Sex, Drogs & Rock´n Roll"

Ich meine, in meinem Beitrag ist deutlich zu lesen, daß ich mich eben nicht auf Sex, Drugs and Rock 'n' Roll beziehe. Es geht darum deine Aussage über unsere Gesetzgebung richtig zu stellen.

Wie Emrahs Eltern zu der Sache stehen, ist bisher nicht erklärt worden. Nur das sie keine Lust haben, ihn raus zu fahren.
 
Hallo,

die Diskussion über den nächtlichen Aufenthalt im Feld ohne Eltern mag ja sinnvoll sein, hilft Emrah aber kein Stück weiter. Außer, dass er sein Vorhaben ggf. ganz aufgibt.

Meine Ideen:

Suche dir einen oder mehrere Hobbyastronomen aus der Gegend, mit denen du zusammen beobachten kannst. Vielleicht löst sich dann auch das Transportproblem, da dich jemand abholen kann.

Wenn der Transport wirklich ohne Hilfsmittel geschehen soll, ist bei einem Dobson nur eine Reisevariante möglich. Diese sind allerdings nicht so günstig wie die Standard Volltuben. Andernfalls könnte man auch ein kleineres Teleskop wie einen 4"-5" Mak oder einen 80 mm-100 mm Halbapo auf einer kleinen Reisemontierung wählen. Diese haben zwar weniger Öffnung, passen aber in einen größeren Rucksack.

Eine weitere Alternative wäre, sich vorerst auf ein größeres Fernglas, z.B. ein 10x50, ggf. mit einem passenden Stativ, zu beschränken. Dies wäre die mobilste Lösung von allen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo,

Andernfalls könnte man auch ein kleineres Teleskop wie einen 4"-5" Mak oder einen 80 mm-100 mm Halbapo auf einer kleinen Reisemontierung wählen. Diese haben zwar weniger Öffnung, passen aber in einen größeren Rucksack.

Ein 80-100mm ED kostet mit brauchbarer Montierung und der notwendigen Grundausstattung wie Transportkoffer, gutem Zenitspiegel, ein paar brauchbaren Okularen und eventuell einem guten Nebelfilter allerdings schon um die 700-1100€, für die allermeisten 14-Jährigen dürfte das finanziell vollkommen unmöglich sein (In dem Alter hatte ich monatlich 30€ Taschengeld).

CS,
Fabian
 
Hallo Emrah,

ich benutze unter anderem für das beobachten des Sternen-Nachthimmels,
ein 15x70 Fernglas von Teleskop-Service.
Oder ein 10x50 Fernglas, dies wäre für dich noch leichter im Händling.
Selbst die Andromeda Galaxie kannst du noch beobachten.
Den berühmten Orion-Nebel (Hersbt/Winter), kann man mit dem 15x70 Fernglas auch beobachten.

Wenn Jupiter wieder sichtbar wird, kannst du auch ganz gut die Monde damit erkennen.
Alles in der richtigen Reihenfolge (nicht seitenverkehrt wie mit dem Newton Teleskop und Refraktor).

Ein gebrauchtes Fotostativ mit Halterung für das Fernglas
macht das beobachten des Sternenhimmel und des Mondes erfolgreicher!
Für das Kennenlernen der Sternbilder, Sternen-Nachthimmel und den Mond.
Es gibt z.B. auch Bücher für Anwendung des beobachten mit dem Fernglas, aus dem Oculum Verlag ->Skyscout und Fern-Seher von Lambert Spix.

Grüße & CS.
Thomas ;)
 
Hallo Carsten,

zu
Zitat von AstroCarsten:
Andernfalls könnte man auch ein kleineres Teleskop wie einen 4"-5" Mak oder einen 80 mm-100 mm Halbapo auf einer kleinen Reisemontierung wählen. Diese haben zwar weniger Öffnung, passen aber in einen größeren Rucksack.
hätte ich anzumerken, daß man sich auch einen Mak und einen Refraktor anschaffen kann. Bei mir gibt es für Reisezwecke einen 90/1250er Mak und einen 80/400er "Achromaten", welche je nach Bedarf in einen Fotorucksack gelegt werden, in dem das andere Geraffel bereits liegt. Kommt eher billiger als ein Halbapo.

Zwei Bilder sind im Thread "Firstlight mit dem Travelmak 102" im Forum "Beobachtungen visuell" zu finden.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
servus herr astrocap..

sicherlich bist du dir nach wie vor unsicher.. kein wunder bei so vielen unterschiedlichen ratschlägen deiner threads.


-gib am anfang nicht so [zensiert] viel geld aus.. taste dich erstmal lässig rein.. ohne druck.. fernglas hattest/hast ja schon.. das ist auch wichtig. Ich persönl.schaue auch gern mit dem id.himmel.


TO START empfehle ich dir ein praktisches linsenteleskop.. da siehst das bild richtig rum & es ist einfach zu bedienen bzw.zu transportieren.

beispiel ein 90/900 ...gibts so um die 200.-- mit stativ..

oder ein 102/1300 maksutov ist sogar noch praktischer..

wenn du aber lieber ein spiegelteleskop willst, dann rat ich dir zum 150/750 sky-watcher,, hatte ich auch mal, ist echt ok. noch größer finde ich als 14jähiger quatsch.

3-4 schicke ts-planetary-okulare dazu.. fertig..

in google gibts den okularrechner.. da kannst dir deine vergrößerungen rausrechen lassen..

grüßleeeeaa..
 
Wenn es Dir um Deep-sky Beobachtung (Galaxien, Nebel, Sternhaufen etc.) geht, würde ich einen Dobson empfehlen, aufgrund der Transportabilität 8". Je größer desto mehr Licht, desto mehr siehst Du.
Die Rockerbox sollte zerlegbar sein oder so umgebaut werden, dann kann sie in/an den Rucksack und das Kanonenrohr kommt über die Schulter. Oder du holst Dir so einen Hackenporsche wie oben vorgeschlagen.
Refraktor würde ich nicht anfangen, da ist brauchbare Öffnung zu teuer für Dich.
Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo Emrah,
es wurden zwar schon viele Tipps gegeben, aber hier mal meine Sicht als "Fußgänger" ;-)
Ich habe ein 10" Sumerianoptics Teleskop, das wiegt 9kg ohne Zubehör, ist aber mit rund 1000€ nicht ganz billig, und im Rucksack mit Zubehör schon recht schwer.
Öfter gehe ich mit dem Heritage 130p Beobachten, auch wenn man weniger Details an Deepsky-Objekten ausmachen kann, ist viel damit zu sehen. Mit 175€ und 6kg ist es sowohl bezahlbar als auch transportabel. Im Gegensatz zu den Großen passt dieser kleine Dobson in einen großen Rucksack, oder man steckt das Teleskop in einen kleinen und trägt die Rockerboxmontierung in der Hand- Ein Tragegriff ist schon vorhanden.
Lediglich der Niedrige Einblick ist etwas problematisch, Abhilfe schafft hier ein Dreibeincampinghocker und ein Sitzpad für den Boden- Oder eine Transportkiste die als Tisch fungiert.
Dafür ist das Heritage kompakt und findet auch auf einem kleinen Balkon/Balkontisch Platz, ist in einer Minute aufgebaut (das Sumerian dauert Ca. 15min) und hält die Justierung ertaunlich gut. Hexenwerk ist diese im übrigen auch nicht...
Planeten gehen auch aus Frankfurt heraus, habe ich schon selbst dort probiert, und Nachführen ist auch bei 200x kein Problem (Bspw. 3,2mm HR Planetary oder 6mm Goldkante + Barlow, Beide Lösungen kosten Ca.45€).

Ich habe eine Kraxe/Lastentrage die sich zum "Hackenporsche" (Einkaufstrolley) zusammenklappen lässt, aber für lange Strecken ist das naturlich nichts. Insbesondere für Deepsky muss man ja Leider oft ein Stückchen weiter raus.

In 8" oder gar 10" sieht man naturlich mehr als in 5", unter guten Bedingungen ist das näherungsweise hier gut zu sehen;
http://clarkvision.com/visastro/m51-apert/
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_deepsky.htm (Hinweise zum Betrachten und Beobachtungsdauer berücksichtigen).

Schnelle, unspektakuläre Skizze aus meinem Beobachtungstagebuch, mit dem Heritage im Frühjahr am Kieler Stadtrand (der glücklicherweise nicht so aufgehellt wie Frankfurt ist)
http://ringohr.de/tmp6//2013-05-05_invertDoodle_crop-galaxies.jpg
Es sind also Formen und unter dunklerem Himmel mit viel Geduld vage Strukturen zu sehen, aber eben keine wirbelnden Spiralarme oder bunte Gaswolken ;-)

Für etwa 50 bis 80 Euro gibt es Fahrradanhänger mit dritem Rad und Jogger-Schiebestange, da passen statt Wie vorgesehen statt Kinder auch Teleskope und Zubehör bis etwa 20kg hinein, und gefedert ist der Anhänger ebenfalls.
Für Bus und Bahn ist - mein Anhänger jedenfalls - zu Sperrig, aber es gibt auch schmälere.
Das mit dem Fernglas ist eine gute Idee, selbst mit dem Teleskop zusammen. Unter Himmel mit Lichtverschmutzung sind ja manchmal nichtmal die helleren Sternbilder komplett zu sehen, ein Fernglas kann hier bei der Orientierung enorm helfen. Mein billiges 17€ Lidlfernglas habe ich eigentlich immer im Rucksack, da muss man sich keine Sorgen machen bei dem Preis, aber solltest Du ein Fernglas als Hauptgerät wählen, würde ich natürlich etwas besseres nehmen.

Viel Erfolg bei deiner Teleskopsuche!
 
Hallo zusammen,

viele Tipps werden in den Raum geworfen, aber wieviel will und kann der junge Herr den ausgeben?
Da helfen alle Ratschläge nichts wenn er sich nicht dazu äußert.
Aber mit einem Fahrradhänger wie schon erwähnt passt sicher auch ein 200/1200 DOB sammt Rockerbox rein.
Gut polstern und angurten mit nicht zuviel Druck.
Zubehör in einen Rucksack und die mobile Sternwarte lebt.

LG Silvio
 
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