Hallo Emrah,
es wurden zwar schon viele Tipps gegeben, aber hier mal meine Sicht als "Fußgänger" ;-)
Ich habe ein 10" Sumerianoptics Teleskop, das wiegt 9kg ohne Zubehör, ist aber mit rund 1000€ nicht ganz billig, und im Rucksack mit Zubehör schon recht schwer.
Öfter gehe ich mit dem Heritage 130p Beobachten, auch wenn man weniger Details an Deepsky-Objekten ausmachen kann, ist viel damit zu sehen. Mit 175€ und 6kg ist es sowohl bezahlbar als auch transportabel. Im Gegensatz zu den Großen passt dieser kleine Dobson in einen großen Rucksack, oder man steckt das Teleskop in einen kleinen und trägt die Rockerboxmontierung in der Hand- Ein Tragegriff ist schon vorhanden.
Lediglich der Niedrige Einblick ist etwas problematisch, Abhilfe schafft hier ein Dreibeincampinghocker und ein Sitzpad für den Boden- Oder eine Transportkiste die als Tisch fungiert.
Dafür ist das Heritage kompakt und findet auch auf einem kleinen Balkon/Balkontisch Platz, ist in einer Minute aufgebaut (das Sumerian dauert Ca. 15min) und hält die Justierung ertaunlich gut. Hexenwerk ist diese im übrigen auch nicht...
Planeten gehen auch aus Frankfurt heraus, habe ich schon selbst dort probiert, und Nachführen ist auch bei 200x kein Problem (Bspw. 3,2mm HR Planetary oder 6mm Goldkante + Barlow, Beide Lösungen kosten Ca.45€).
Ich habe eine Kraxe/Lastentrage die sich zum "Hackenporsche" (Einkaufstrolley) zusammenklappen lässt, aber für lange Strecken ist das naturlich nichts. Insbesondere für Deepsky muss man ja Leider oft ein Stückchen weiter raus.
In 8" oder gar 10" sieht man naturlich mehr als in 5", unter guten Bedingungen ist das näherungsweise hier gut zu sehen;
http://clarkvision.com/visastro/m51-apert/
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_deepsky.htm (Hinweise zum Betrachten und Beobachtungsdauer berücksichtigen).
Schnelle, unspektakuläre Skizze aus meinem Beobachtungstagebuch, mit dem Heritage im Frühjahr am Kieler Stadtrand (der glücklicherweise nicht so aufgehellt wie Frankfurt ist)
http://ringohr.de/tmp6//2013-05-05_invertDoodle_crop-galaxies.jpg
Es sind also Formen und unter dunklerem Himmel mit viel Geduld vage Strukturen zu sehen, aber eben keine wirbelnden Spiralarme oder bunte Gaswolken ;-)
Für etwa 50 bis 80 Euro gibt es Fahrradanhänger mit dritem Rad und Jogger-Schiebestange, da passen statt Wie vorgesehen statt Kinder auch Teleskope und Zubehör bis etwa 20kg hinein, und gefedert ist der Anhänger ebenfalls.
Für Bus und Bahn ist - mein Anhänger jedenfalls - zu Sperrig, aber es gibt auch schmälere.
Das mit dem Fernglas ist eine gute Idee, selbst mit dem Teleskop zusammen. Unter Himmel mit Lichtverschmutzung sind ja manchmal nichtmal die helleren Sternbilder komplett zu sehen, ein Fernglas kann hier bei der Orientierung enorm helfen. Mein billiges 17€ Lidlfernglas habe ich eigentlich immer im Rucksack, da muss man sich keine Sorgen machen bei dem Preis, aber solltest Du ein Fernglas als Hauptgerät wählen, würde ich natürlich etwas besseres nehmen.
Viel Erfolg bei deiner Teleskopsuche!