Hilfe EQ6

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paul01

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Hallo zusammen,

vor ein paar Monaten hat meine EQ6 komische Geräusche gemacht, die sie sonst nie ge-macht hat, sie lief aber tadellos.
Präventiv habe ich sie aber zur Reperatur eingeschickt.
Die Montierung habe ich gebraucht erworben und sie lief hervorragend - hauptsächlich für die Fotografie.
Der Reperateur bemerkte, dass es sich um eine im SRG getunte Montierung handelte. Die Schneckenlager in RA und DE konnten daher nicht gewechselt werden. Die Spannschaube die dem Schneckenlager in DE vorspannt ist, sei so massiv verklebt worden, dass sie sich auch durch erwärmen nicht lösen ließ.
Trotzdem liefen die Schnecken einwandfrei.
Leider konnte ich die Montierung nicht wie geplant einsetzen (Wetter, Ferien, private Ab-senzen). Erst vor einem Monat konnte ich den Mond und Planeten beobachten und bis auf komische Geräusche lief die Montierung gut. Gestern war der fotografische Einsatz geplant: doch dann der Schock, knirschende Geräusche beim Goto, dann beim Nachführen klick - klick, als ob das Getriebe stehen bleibt. Tatsache ist, dass die Montierung in einer Achse hängt und das Geräusch „klick – klick“ regelmässig alle ein-zwei Sekunden.
Hilfe, was kann ich tun? Ich bin handwerklich nicht sehr begabt, trotz habe ich gelsen, dass man mit einer kleinen Schraube das Spiel einstellen könne.
Nützt das was? Wer kann mir aber professionell helfen?

Gruss Paul
 
Hallo Paul,

das Einstellen des Getriebespiels wird vermutlich helfen, allerdings muß man üblicherweise an mehreren Schrauben drehen.

Bei vielen Montierungen dreht man Kopfschrauben etwas heraus und kann dann durch eine Spur gleichmäßigen Eindrehens der Madenschrauben das Spiel vergrößern. Danach zieht man die Zylinderkopfschrauben wieder an.

Der Vorgang wird auch bei der EQ-6 so ähnlich sein; für den genauen Ablauf wäre eine Suche mit Tante Google hilfreich ("feinjustierung eq-6", erster Link).

Grüße

fquadrat
 
Hallo Paul,

nun ich kenne die EQ-6 nur vom hörensagen, aber nach dem Schildern
deines Problems denke ich, dass da zwei Ursachen für in Frage kommen könnten.

Als erstes würde ich auch, sowie f^2 auf eine Verspannung von Schnecke und
Zahnrad tippen. Hier ist einfach die Schnecke unter hohem Druck an das
Ritzel gepresst worden und die Flächen, welche sich da berühren
knirschen dabei.
Wenn dieser Anpressdruck für lange Zeit zu hoch war, kann meine Vermutung
zwei auch zum Tragen kommen, dass durch diesen hohen Druck irgendetwas
an Schnecke oder Zahnrad ausgebrochen ist und sich zwischen diese
beiden Bauteile gelegt hat und diese somit blockiert.
Das klicken des Antriebs, ohne Vorwärts zu kommen, kommt dann daher,
dass die Schrittmotoren Schrittverluste haben (ich denke mal, die EQ-6 hat
Schrittmotore). Die wollen also drehen und durch das Blockieren des
Paares Schnecke-Zahnrad ist das Drehen nicht möglich. Die Steuerung gibt die
Impulse für die Motoren, zwecks Bewegung selbiger raus und der Motor "tickt"
einen Schritt vor, klemmt dann aber und springt wieder in die Ausgangsstellung
zurück.
In diesem zweiten Fall wäre dann Schnecke und/oder Zahnrad kaputt und
müsste eventuell sogar erneuert werden (hängt davon ab, wie stark da
"was" beschädigt ist).

Aber wir wollen mal hoffen, dass es nur zu wenig Spiel war und Du das
wieder eingestellt bekommst :-) ...

Gruss, Jürgen
 
Danke für Deine Hilfe, Jürgen.
Gestern abend bei Tageslicht konnte ich weitere Tests anstellen. Es handelt sich definitv um die RA Achse. Wenn ich die Achse mit dem Motor drehe, so läuft diese etwa eine halbe Umdrehung um die eigene Achse, dann stockt Sie und bei stopp und weiter, ruckelt sie dann und bewegt sich langsam ruckelnd weiter. Bei der langsamen Nachführgeschwindigkeit hört man im Moment nichts und alles scheint in Ordnung zu sein. Nur dann wenn man beschleunigt, dann zeigt sie die oben genannten Symptome. Was für eine Zicke! Trotzdem stimmt was nicht und ich werde sie wohl oder übel sezieren müssen. Ausserdem habe ich eine modifizierte Montierung mit Alu-Block?

Gruss Paul
 
Hallo Paul,

die Montierung hast du ja gebraucht gekauft. Vielleicht ist die Kiste beim Transport blöd geworfen worden, so dass die EQ6 einen Schlag abbekommen hat und sich die Schneckenjustierung leicht verschoben hat ... alles nur Vermutung, würde aber erklären warum es nach einer halben Umdrehung klemmt. Da geht's um Verstellung im Bereich von wenigen 1/10mm.

Original sind die meisten EQ6er wohl schon etwas "eierig", da muss dann das Spiel einfach gemittelt werden. Man merkt das deutlich wenn man die Schnecke etwas zu stramm eingestellt hat und von Hand die Achse einmal rumkurbelt - es gibt einfach Stellen, die dann etwas schwerer laufen. Zu stramm klemmt dann schnell.

An Verunreinigungen glaube ich nicht so recht. Hier mal ein 3D-pdf der Kuh ... http://perso.magic.fr/marc.patry/Instruments/eq6_mount_complete.asm.2.pdf

Da ist deutlich zu sehen, dass das Schneckengetriebe durch die Kugellager mit Dichtscheiben gegen alles abgeschottet ist, was von unten kommt. Da müsste also schon Dreck am beschrifteten Aluring durchgekrochen sein.
 
Hallo Paul,
das ist eben so bei den Teilen. Man muss die Schnecke ggfs. nachstellen, wenn sich der Temperaturbereich verschiebt, in dem die Monti betrieben wird.

Schrittmotoren verlieren mit zunehmender Drehzahl an "Durchzugskraft" - die Folge ist das, was Du hörst.
Im normalen Trackingmode läuft es, gehst Du auf "FAST", verliert der Motor Schritte und kann die Schnecke nicht mehr drehen.

Ursache dürfte wirklich eine zu eng eingestellte Schnecke sein.
Löse die 4 großen Inbusschrauben am entspr. SRG etwas.
Vorne und hinten am SRG findest Du je eine Madenschraube - mit denen kannst Du das SRG verschieben und damit den Abstand der Schnecke zum Schneckenrad einstellen.
Die Madenschrauben drücken innen gegen Blöcke an der Monti. Drehst Du also eine Made rein, ziehst Du damit das SRG in Richtung dieser Made - vorher natürlich die gegenüberliegende um den gleichen Betrag lösen.
Das ist ein Spiel von 1/16 bis 1/8 Umdrehung zwischen "passt" und "klemmt". Drehen - prüfen - drehen - prüfen...
Am Ende die 4 Inbusschrauben wieder etwas anziehen und erneut prüfen.

Das ALU-SRG war mal ein Upgrade mit verbesserter Schneckenlagerung, das ist schon O.K..

Wenn Du Hilfe brauchst, schreib mir eine PN.
Oder wir machen hier im Thread weiter...


Kleine Anekdote: ich habe auch schon erlebt, dass eine EQ-6 ohne die obere Polsucherbadeckung betrieben wurde. Da war nach ein paar Jahren ein wildes Sammelsurium aus Staub, Samen, Pflanzenresten, Insekten etc. in der Monti und damit auch zw. den Zahnrädern.
 
Hallo Ralf und Lothar,
ich danke euch zwei - im Forum wird wirklich geholfen. Ich komme erst am Wochenende wieder dazu, die notwendigen Schritte, wie Sie Ralf bechrieben hat, durchzuführen. Ich habe einiges im Google gefunden, aber dank deiner Beschreibung traue ich mich an die Einstellung heran.
Ansonsten gibt es eine PN - super !!
Jetzt fängt ja die Fotozeit an und ich möchte endlich mal den Equinox testen.

Gruss Paul
 
Hallo Paul

Ich lese gerade deine Probleme mit der EQ6.
Deinen letzten Test musst Du genauer beschreiben.Ich vermute jetzt einfach mal das Du den Kopf einfach ohne Teleskop und Gegengewicht fahren hast lassen?!
Dies funktioniert in dem Bereich welchen Du beschrieben hast aber danach sicherlich nicht mehr da das System nicht ausbalanciert ist. Hier solltest Du nochmals mit ausgewogenen Kopf den Sachverhalt testen da bei dem von Dir beschriebenen Schwenkbereich dein Fehler längst hätte auftreten müssen.

Normalerweise kannst Du den Anpressdruck der Schnecke ans Rad mit zwei Madenschrauben bewerkstelligen wenn zuvor die vier Arretierschrauben des RA-Lagergehäuses gelöst wurden.

Wenn alles nichts hilft sollte man an eine Zerlegung der RA-Welle in Erwägung ziehen um das Rad und die Schnecke genauer begutachten zu können.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg.?

CS, Tom
 
Ja, in der Tat, Tom, der Test war ohne Teleskop und Gegengewicht. Am Wochenende habe ich irgendwann mal Zeit und werde das mit den Madenschrauben ausprobieren. Ich melde mich dann wieder.

Gruss Paul
 
Hallo Tom,
da frage ich mal nach: Du erwartest Probleme beim schnellen verfahren der EQ-6, wenn weder Teleskop noch GG aufgesattelt sind? Dann ist doch lediglich der Montierungskopf zu bewegen, der wiegt doch nix.
Das muss die EQ-6 in meinen Augen völlig unbeeindruckt packen!
 
Hallo Ralf

Bei meiner EQ ist es jedenfalls so. Kann also nur von mir und meinen Erfahrungen reden. Die EQ läuft bei mir übrigens mit einer FS2 in größter Version mit den üblichen Escape-Motren (ich glaube 350 irgendwas ☺). In dieser Konstellation zieht der RA-Motor ab einer gewissen Stellung nicht mehr zurück wohin gegen bei einer balancierten Montierung alles wunderbar funktioniert.

CS und ein schönes WE,

Tom ( zur Zeit auf Malle)
 
Hallo zusamen,

also am Sonntag hatte ich mal ein bisschen Zeit. Habe den 8 Zoll Fotonewton mit samt Gegengewichten draufgeschnallt und beim goto war immer nach ca. einer halben Umdrehung das Geratter. Dann aber im Nachführmodus keine Geräusche mehr. Tadellos, M13 oder Andromeda, über eine halbe Stunde je, mit dem 8mm visuell nachgeführt. Also kein klick-klick mehr wie vor einer Woche. Das Problem scheint im im Moment behoben zu sein. Das Spiel mit den Madenschrauben lass ich vorerst (wird aber wahrscheinlich irgendwann notwendig sein). Danke den Erklärungen im Forum!!
Allerdings ist meine EQ mit diesem "Alublock" ziemlich modifiziert: ich habe die Montierung als Wiedernstieger und Anfänger in der Astrofotgrafie gebraucht erworben und dachte eigentlich, die sei so Original.
Nächstens gibt dann wieder Fotozeit, dann werden wir sehen.
Nochmals danke an alle!

Gruss Paul
 
Hallo Paul,
na dann viel Spaß damit.
Mach Dir keine Sorgen wegen dem Alu-SRG, das ist echt eine Aufwertung für dieses Stück fernasiatischer Ingenieurskunst.
 
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