Hilfe! Fernglas 20x80Triplet innen beschlagen.

Newtonuser

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Servus beisammen,
wollte gestern endlich mal Kometen beobachten. Dann der Schock.
Die linke Seite meines 20x80 Triplet ist innen beschlagen. Das Objektiv könnte man zum trocknen ausbauen. Aber das Okular?
So wie es scheint, ist es innen oder sogar zwischen den Linsen beschlagen. Evtl. kann man es auf den Bildern erkennen.
Gibt es da eine praktikable Lösung?
Bin für jeden Tipp dankbar.
Schöne (hoffnungsvolle) Grüße
Wolfi
 

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Kannst Du noch mal aussagefähigere Bilder machen? Möglichst scharf und vor dunklem Hintergrund.
Die Ursache der Beläge könnte auch Glaspilz sein.
 
Hi,
Glaspilz würde ich mal ausschließen, der Beschlag ist zu gleichmäßig. Das Glas ist nicht abgedichtet, also kann Wasserdampf eindringen bzw. Luftfeuchtigkeit kondensieren. Die Wetterlage ist im Herbst oft so, dass die Temperatur unter den Taupunkt sinkt. Ich würde einfach mal 24 h warten und schauen ob sich der Beschlag von alleine auflöst. Falls nicht, die Augenmuschel abziehen und versuchen das Okular abzuschrauben, so kompliziert wird die Konstruktion bei dem einfachen Glas nicht sein. Und dann nochmal trocknen lassen. Mutige packen ihr Zeug bei 50° in den Ofen.

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Wolfi,

für den Backofen muss man, erst recht bei einem Gummi armierten Glas, schon sehr mutig sein, ich wäre es nicht.

Bei meinem alten Geraffel habe ich viele Gläser, die nicht abgedichtet sind. Die lasse ich nach dem Beobachten immer in Ruhe austrocknen; feucht in einem Etui verstauen ist das schlimmste was man machen kann.

Hör auf Andreas. Falls du tatsächlich die Okulare ausbauen musst, findest du Anleitungen im Netz.

CS Gerhard
 
Hallo Wolfi,

Geh doch mal auf die Seite "Zitronentour" ist kein Witz . Zitronentour eingeben, dann kommst du rein. Da ist eine sehr ausführliche Anleitung für das Problem.

Vlel Glück

Jürgen
 
Servus beisammen,
vielen Dank für die schnellen Antworte und Tipps.
@wurmwichtel
Glaspilz kenne ich. Das ist sehr sicher Beschlag.
@Andreas / Gerhard
Tipps für eine Trockentechnik sind immer gut.
Backofen ist nicht gut. Bestabdteile des verwendeten Fett im Inneren kann verdampfen und sich auf der Optik anlegen.
@Jürgen
Nette Seite und gute Anleitung. Ein gutes altes Fernglas kann man ja gut zerlegen weil es eigentlich nur aus Alu/Metall und Glas besteht.
"Billig" Geräte, wie mein 20x80 von TS, sind aus Alu /Kunststoff und verklebt?.

Schöne Grüße
Wolfi
 
Vielleicht erst den Koffer im Freien öffnen, das Fernglas hinein, Trockenmittel, vor allem im Bereich des Okulars beigeben, Koffer zu und an einen warmen, trockenen Platz.
Hier würde sich der Heizungskeller anbieten, da dort durch die Heizung die Luft ausgetauscht wird.
Allerdings nicht wenn dort Wäsche getrocknet wird.
Felix
 
Hi Wolfi,
falls nicht bereits behoben, mit einem Föhn vorsichtig lauwarm aufs Okular halten zum Anwärmen, dann dampft der Beschlag weg. Aber nicht wärmer als man es auf der Hand auch aushalten würde und nicht zu schnell oder ungleichmäßig erwärmen, sonst könnte das Glas im schlimmsten Fall springen.
CS Nik
 
Nik, vielen Dank.

Ein Kolege entarnte sich als Fernglas-Fetisch.
Die feuchte Luft muss aus dem Fernglastubus raus. Also die Objektive müssen raus.
Er gab mir den Tipp mit der Stickstoff-Abblasverdunstung . In einen Plastiksack die Teile vom Feldstecher einpacken und mit reinen u. trockenen N 5.0 (Stickstoff) spülen. Im aufgablasenen Zustand und im warmen Raum lagern.
Den gleichen Effekt würde warscheinlich auch frisches Trocknungsmittel, offener Tubus und ein geschlossener Koffer bringen.

Schöne Grüße
Wolfi
 
Naja, ob die Objektive wirklich raus müssen möchte ich bezweifeln, auch wenn es den Prozess sicherlich beschleunigen kann, dafür birgt es aber auch Risiken.
Die Feuchtigkeit kam irgendwie hinein und auf dem selben Weg bekommt man sie auch wieder heraus, aber das braucht Zeit, Geduld und auch etwas Wärme.

Ich erinnere mich noch an meine von Innen beschlagene angeblich wasserdichte Armbanduhr früher beim Skifahren.
Große Temperaturunterschiede und hohe Luftfeuchtigkeit führten dazu, dass das Uhrglas nach 2 Tagen von innen komplett beschlagen war.
Eine Woche nach dem Skiurlaub war der Spuk wieder vorbei und die Feuchtigkeit wieder draussen.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,
wir haben auch darüber diskutiert.
Die Trocknung würde sehr lange dauern.
Wenn kein austausch mit einem trockenen Medium stattfindet, bleibt in einem geschlossenen Tubus immer etwas Restfeuchtigkeit. Wenn es zu lange dauert,
kann sich Glaspilz bilden . Erst nicht sichtbar, aber er ist anwesend .
Das verschwinden von Beschlag auf der Innenseite von Linsen ist oft mit einer Erwärmung verbunden. Wie beim Hareföhnen .
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Aber wenn sie nicht weggeblasen wird, lässt die Luft beim nächsten Temp-sturz
die Feuchtigkeit wieder aus. Kalte Teile beschlagen.
Durch Erwärmung steigt der Druck im Innenraum und es entweicht etwas von der stehenden Luft, aber ein richtiger Austausch findet nicht statt.
So wurde es mir erklärt.
Schonen Gruß
Wolfi
 
Servus Thomas,
der Backofen hat kein Problem.
Fast jeder Optiker gibt dir den Rat ?" lass deine Brille im Sommer nicht im Auto" . Und warum? Auch das "Display abnehmen ", ist schon eine indirekte Warnung. Wenn die Linsen vom Objektiv oder Okular verkittet sind?
Oder deren Plasikfassungen? Ich möchte nach der Trocknung nichts abnehmen können?.
 
Eigentlich schon und es sollte einen verkitteten Triplet nichts ausmachen.
Optimal ist es für das Material nicht.
Auf extreme Temp.-unterschiede werden diese Asien- Produkte (auch mein Fernglas) sicher nicht konstruiert u. getestet.
Hast schon mal eine Verkittung gesehen, die sich gelöst hat. Beginnt auch erst nicht sichtbar usw .. Ich glaube hier im Forum hat es sogar schon einen Beitrag über ein geplatztes 90mm Triplet- Objektiv gegeben. Stand auch nur in der Sonne.
Unterschiede gibt's sicher auch beim Durchmesser.30/40mm oder 80/90 oder sogar 100mm
Es geht da um die Fügung oder Fassung der Linsen.
Luftspalt , gekittet.... Metall, Alu, Kunststoff.
Meine Hand würde ich dafür nicht ins Feuer legen. Eigene Entscheidung und eigenes Risiko.
 
einfach in der Wohnung ohne Abdeckung liegen lassen bitte die Linsen wieder langsam abgetrocknet sind, die Betonung liegt hier auf langsam
 
Hallo Wolfi,
ist Dir bekannt, an welcher Stelle man das Fernglas kollimiert?
Und siehst Du Dich in der Lage, erst einmal nur das Objektiv auszubauen? Also auch mit dem entsprechenden Werkzeug, um Kratzer zu vermeiden?

Wo lagerte das Fernglas, bevor Du es benutzen wolltest?

CS Frank
 
Servus Frank,
es stand auf dem Stativ montiert in meiner Sternwarte.
Kollimieren kann ich.
Die Objektive sind ausgebaut, die Teile sind im
Plasiksack im Stickstoff 5.0 , unter druck gebadet. Die Füllung N 5.0 wird immer wieder erneuert.
Schönen Gruß
Wolfi
 
Ok, Du erkennst dann ja ob es Feuchtigkeit oder ein Belag ist. Einseitigen "Dunst" kenne ich eigentlich nur von einseitiger Sonneneinstrahlung. Da waren es Schmierstoffe die sich auf den Glasflächen abgesetzt hatten.

Viel Erfolg
Frank
 
Servus Frank,
der Beschlag ist im Bereich hinter der Augenlinse. Da ja das Fehrnglas- Okular (Bauart nicht bekannt) aus bis zu 5 Linsen in 3 Gruppen bestehen kann, ist es nicht so leicht
festzustellen wie viel betroffenen ist.
Grüße
Wolfi
 
Hallo Wolfi,
und an den Objekten? Die sind ja bereits ausgebaut und dort müsste die Feuchtigkeit mittlerweile verschwunden sein.

CS Frank
 
Servus Frank,

Alles bestens. nur boch Tropfenränder auf'm Glas. Da heißt es reinigen .
Die Okulare sehen auch schon besser aus.

Grüße
Wolfi
 
Hallo,
mein Vorschlag wäre auch ein Haartrockner/Föhn, selbst in der Praxis ausprobiert. Immer wieder zwischendurch nachsehen, wie die Feuchtigkeit entweicht.

(Bei beginnenendem "Arbeitseinsatz", "gg", zuerst das Bino Okulare und Objektive anwärmen. Nichts ist unschöner, als wenn gleich zu Beginn die Okulare beschlagen....).

Gruß
Günther
 
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