Hilfe für den ersten Teleskop-Kauf

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mavo0013

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Hallo zusammen,

statt nur als stiller Mitleser muss ich nun auch mal aktiv eine Frage stellen - ich habe zwar zu dem Thema jetzt eine geraume Weile gelesen und recherchiert, aber ohne letztendlich zu einem Ergebnis zu kommen.

Zur Vorgeschichte: Meine Frau und ich beobachten seit 2-3 Jahren (eigentlich vornehmlich im Urlaub) den Sternenhimmel, identifizieren anhand einer Sternenkarte die Sternbilder und sehr große Objekte, und haben auch per (relativ altem) Feldstecher schon die Jupitermonde sehen können (zu unserer großen Überraschung!).

Nun wollen wir das ganze etwas vertiefen, und suchen ein Einsteigerteleskop. Und genau hierfür bräuchte ich Hilfe - ich bin schlichtweg überfordert :-(

Ein paar Prämissen zum Kauf:
1) Es sollte alles in allem bei ca. max. 200 € liegen, inkl. Stativ und Zubehör (wenns ein paar Euro mehr oder weniger sind ist es auch nicht schlimm)
2) Ich will natürlich Planeten+Mond beobachten, aber mich extrem gerne auch an großen DeepSky-Objekten versuchen (Galaxien, Sternhaufen?)
3) Das ganze sollte portabel sein, also im Urlaub noch irgendwie ins Auto passen (zusätzlich zu den Koffern), da es an unserem Wohnort einfach zu hell ist und oft die Zeit fehlt.

Und noch ein paar Fragen:
4) Werde ich mit so einem Teleskop wesentlich mehr sehen als mit meinem alten Feldstecher?
5) Was benötigt man noch als Zubehör?
6) Kennt jemand einen Shop in der Region Mannheim/Heidelberg?

Im Prinzip könnte ich mir auch vorstellen, ein gebrauchtes Gerät hier im Forum zu kaufen, allerdings überfordert mich das noch mehr....

Herzlichen Dank im Voraus!! Ich hoffe, einige sinnvolle Angaben zum Einsatz gemacht zu haben...
 
Hallo mavo0013 (Namen sind hier im Forum gern gesehen),

kurz gehalten: 200,- sind extrem wenig. Da würde ich sagen, legt Euch ein größeres Fernglas zu und gut is.

CS,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Kann ich den Namen noch irgendwo angeben? Der Benutzername lässt sich nachträglich nicht ändern... Volker wäre es gewesen ;-)

Es gibt ja schon viele Einsteigerteleskope für ca. 200 €. Man muss ja auch erstmal sehen, ob einem die Sache Spaß macht. Wäre da ein Feldstecher wirklich besser also so ein Einsteiger-Newton (z.B. 114/90)?
 
Hi!

Zitat von mavo0013:
Ein paar Prämissen zum Kauf:
1) Es sollte alles in allem bei ca. max. 200 € liegen, inkl. Stativ und Zubehör (wenns ein paar Euro mehr oder weniger sind ist es auch nicht schlimm)
2) Ich will natürlich Planeten+Mond beobachten, aber mich extrem gerne auch an großen DeepSky-Objekten versuchen (Galaxien, Sternhaufen?)
3) Das ganze sollte portabel sein, also im Urlaub noch irgendwie ins Auto passen (zusätzlich zu den Koffern), da es an unserem Wohnort einfach zu hell ist und oft die Zeit fehlt.
Das klingt nach einem kleinen Dobson (maximal Achtzöller) oder einem parallaktisch montierten Newton im Bereich von 114 bis 130 mm Öffnung. Letzterer hat normalerweise eine Basisausrüstung dabei, ist aber nicht so einfach ins Auto zu bekommen. Der Dobson paßt vermutlich besser, hat aber weniger Zubehör.

Alternativ wäre der Kauf eines Gebrauchtgerätes zu erwägen.

Ratsam ist der Besuch des ATT, nachdem man sich vorher über die üblichen Preise informiert hat. Beim Zubehör spart diese Astromesse viel Geld.

4) Werde ich mit so einem Teleskop wesentlich mehr sehen als mit meinem alten Feldstecher?
Man sieht mehr von weniger. ;-) Soll heißen: Das wahre Gesichtsfeld nimmt ab, dafür werden feinere Details sichtbar.

Ein paar zusätzliche Okulare, eine rote Taschenlampe (Eigenbau), einen neutralen Filter für Mondbeobachtungen, eventuell einen besseren Sucher, Himmelsatlas (z.B. Karkoschka). Für Planeten kann man sich noch drei Farbfilter zulegen: #80A, #15, #25(A). Auf dem ATT ist das Zubehör meist deutlich günstiger.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,
200€ sind schon etwas knapp...schließlich sollten ja auch noch Okulare dazukommen...
Schaut euch (Volker und Frau) mal nach einem 150/750 oder 150/900 Newton um,und setzt den auf diese Rockerbox.
Das scheint mir die transportabelste Lösung zu sein.

Grüße Rainer
P.S.:
Wie wäre es damit, ihn einfach unter den Text zu schreiben?

Grüße

fquadrat
Ja nee...is klar...fquadrat... :totlach:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Volker!
Erstmal willkommen im Forum. Für Deepsky brauchst du viel Öffnung und vor allem einen guten Himmel. In deinem Priesbudget fällt mir da nur ein 6" Skywatcher ein, den gibt es für 200 Euro auf einer Rockerbox und es sind glaub ich noch 2 Okulare dabei.
Als zweite Lösung wäre noch der Heritage Dob 130/650 zu nennen. Der kostet nur 150 Euro und ist ausgesprochen transportabel. Allerdings würd ich dir dazu ein Chesire Okular zum justieren empfehlen, da er konstruktionsbedingt im optimalfall vor jeder Benutzung nochmal justiert werden sollte.
Ich selber besitze ein solches Gerät und konnte ihn nun schon mit mehreren Optiken vergleichen. Ich kann sagen für den Preis gibt es nichts besseres.

Gruß Deadlock
 
Hi mavo...

tja, das Ganze ist leider recht komplex. Wir alle mußten feststellen, dass es DAS Teleskop mit allen tollen Eigenschaften leider nicht gibt.

Beispielsweise schließen sich DS und portable Größe schon fast aus. DSO sind bis auf wenige Ausnahmen lichtschwach und selbst mit größeren Geräten kaum in strahlender Helligkeit und schon gar nicht bunten Farben zu sehen. Mein 6" / 150mm Newton/Spiegelteleskop ist für DS schon eine Art Minimum, wenn man z.B. Kugelsternhaufen auch nur ansatzweise auflösen möchte.

Anders Mond und Planeten. Hier kannst du auch kleine Geräte verwenden, da diese Objekte natürlich sehr viel heller sind. Hier gibts günstige 3-4" Refraktoren/Fraunhofer-Linsenteleskope, die allerdings physikalisch bedingt Farbsäume an hellen Objekten zeigen. ED- oder apochromatische Refraktoren zeigen diese Farbsäume nicht, sind aber ungleich teurer als die normalen Fraunhofer. Für alle diese Linsenteile gilt allerdings eine nur eingeschränkte DS-Tauglichkeit schlicht wegen zu geringer Lichtöffnung. Bei den Linsenteleskopen gibt es generell zwei "Sorten", nämlich eher "schnelle" Optiken (kleine Brennweite im Verhältnis zur Lichtöffnung, z.b. f4, f5, f6) oder eher "langsame" Optiken (große Brennweite im Verhältnis zur Öffnung, z.B. f10, f12, f15...).

Maksutov-Cassegrains und Schmidt-Cassegrains sind Spezialisten bzw. etwas exotisch. Die Teile sind ab 3" erhältlich, relativ günstig und vor allem sehr kompakt. Nachteil: ein sehr eingeschränktes Blickfeld bei gleichzeitig hoher Brennweite: d.h. gut für Mond und Planeten, aber für DS weniger geeignet (langsame Optik).

Newton Spiegelteleskope gibt es "schnell" wie auch "langsamer", aber generell sind diese Teile nicht kompakt, sondern eher groß und sperrig.

Generell ermöglichen schnelle Optiken aufgrund der geringeren Brennweiten eher große Gesichtsfelder und langsame Optiken kleinere Gesichtsfelder, aber dafür größere Brennweiten... Schnelle Optiken sind naturgemäß lichtstärker, stellen aber höhere Anforderungen an Okulare, Linsen oder Spiegel. Langsame Systeme sind gutmütiger, aber auch lichtschwächer und bauartbedingt (lange Brennweite) länger und sperriger als schnelle Optiken...

Neben diesen optischen Betrachtungen muss ein weiteres Thema sorgfältig abgewägt werden: die Montierung. Die Optiken müssen ja irgendwo draufstehen. Eine Art Grundregel ist, dass man für die Montierung fast mehr Geld investieren sollte wie für die Optik. Der Grund: zu kleine Montierungen halten die Optik nicht stabil und die Beobachtungen werden durch wackeln und zittern beim Scharfstellen etc. beträchtlich getrübt bzw. einem die Freude ganz genommen.

Dies vorab betrachtend, werfe ich dir mal folgenden Tipp an den Kopf: Schau dir mal das hier an. Ein lichtstarker, "schneller" Fraunhofer auf einer sehr kleinen Montierung. So etwas in der Art wirst du für 200,- Euro finden. Die angebotene Montierung EQ1 ist allerdings ein echter Wackeldackel, nimm das gleiche Teleskop mit einer EQ2 oder EQ3... dürfte insgesamt für 200,- Tacken zu kriegen sein und wäre dann ausreichend stabil montiert. Diese lichtstarken Linsenteile zeigen ein großes Blickfeld, sind sehr kompakt und für den Mond durchaus schon brauchbar. Für die Planeten wirst du nicht ganz so groß vergrößern können, wie du vielleicht möchtest, aber eine sehr günstige, wesentliche Steigerung gegenüber einem Fernglas hast du allemal (und kannst wertvolle Erfahrungen damit sammeln...)

Oder: du recherchierst von heute an weitere 72 Wochen in den Foren und auf den Händlerseiten, bis du einen wirklichen Überblick über die Abhängigkeiten bekommst. Und wirst hin- und hergeworfen zwischen den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Optiken und Montierungen. Falls du dich darauf einlassen willst, würde ich dir folgenden Input empfehlen: Einsteiger-Infos. Dort findest du viel zum Thema Okulare... und Filter... und und und...

Klare Nächte


Logi

 
Hallo Volker und Frau,

wilkommen im Forum :)

1) Es sollte alles in allem bei ca. max. 200 € liegen, inkl. Stativ und Zubehör (wenns ein paar Euro mehr oder weniger sind ist es auch nicht schlimm)
2) Ich will natürlich Planeten+Mond beobachten, aber mich extrem gerne auch an großen DeepSky-Objekten versuchen (Galaxien, Sternhaufen?)
3) Das ganze sollte portabel sein, also im Urlaub noch irgendwie ins Auto passen (zusätzlich zu den Koffern), da es an unserem Wohnort einfach zu hell ist und oft die Zeit fehlt.

Wie wäre es denn mit sowas?

Diese Kombination zeigt wesentlich mehr als ein Fernglas, ist dabei kompakt und läßt sich schnell aufbauen. Die automatische Nachführung behält das Objekt im Gesichtsfeld, Du kannst durchgucken, beschreiben was Du siehst und anschließend guckt Deine Frau. Dann könnt Ihr "fachsimpeln", wer was sieht... Das macht viel Spaß. :knuddel:

Allerdings ist der Spaß vorbei, sobald die Batterien alle sind. Das geht schneller, als man denkt. Ein etwas größerer Akku + Ladegerät wäre da noch sehr praktisch im Urlaubsgepäck...

Für´s kleine Urlaubsgepäck gäbe es eine weitere Alternative:

- ein richtig stabiles Fotostativ (kann man auch für andere Zwecke brauchen).

- da drauf dann dieses Teleskop.

Da muß man halt immer wieder neu ausrichten, braucht aber keine Zeit verschwenden mit Einnorden oder gar Einscheinern. Hinstellen, scharfstellen, am Himmel schwenken und genießen. Da Ihr den Himmel schon ein bissy kennt, ist Goto ne feine Sache, aber Ihr findet die Objekte auch ohne ;)

Statt des Fotostatives kann man auch eine kleine parallaktische Montierung drunter setzen. Die braucht keinen Strom, da dreht man an der biegsamen Welle und führt von Hand nach. Der Aufbau geht in weniger als 5 Minuten ohne Werkzeug und mit ein bissy Übung noch schneller.

Für Sonne (bitte immer mit entsprechendem Sonnenfilter aus Baaderfolie vor dem Teleskop beobachten), Mond und Planeten sind beide Teleskope absolut ausreichend. Die Andromedagalaxie läßt sich damit unter dunklem Himmel wunderbar beobachten. Auch offene und Kugelsternhaufen kommen wunderbar dabei raus. Selbst Planetarische Nebel wie M27 oder M57 sind damit zu beobachten. Schwächere Objekte sind schwieriger, das hängt dann von der Himmelsqualität ab.

Weitere Galaxien dürften aber zu lichtschwach sein.

4) Werde ich mit so einem Teleskop wesentlich mehr sehen als mit meinem alten Feldstecher?
5) Was benötigt man noch als Zubehör?
6) Kennt jemand einen Shop in der Region Mannheim/Heidelberg?

ja, damit seht Ihr viel mehr. Mit verschiedenen Okularen kann man die Vergrößerung variabel gestalten, ein Zoomokular wie das hier bringt viel Freude.

Neben verschiedenen Okularen benötigt Ihr noch ne Taukappe (kann man selber aus Pappe basteln), ne Rotlicht-Taschenlampe und einen Deepsky-Atlas in Buchform. Dann kanns losgehen. :super:

Übrigens, Planeten und Mond kann man auch direkt aus einer Stadt raus beobachten. Die sind so hell, da stört die Lichtverschmutzung überhaupt nicht. :teufelgrr:

Der nächste Shop, den ich kenne ist das Fernrohrland in Fellbach bei Stuttgart. Ob sie die von mir genannten Teile dahaben, solltet Ihr telefonisch klären, ehe Ihr da hinfahrt...

Die von mir genannten Teile kannst aber bei jedem Onlinehändler bestellen, da machst nix falsch...


 
Hallo,

erstmal vielen herzlichen Dank für die zahlreichen und informativen Tipps! Werde mir das mal in Ruhe anschaun. Die von Euch genannten Bauarten hatte ich bisher gar nicht in Betracht gezogen...

Noch eine Frage: Den von Logi genannten Link kannte ich schon ( Svenwienstein). Dort wird das von mir mal erwähnte Newton 114/900 empfohlen... Was haltet Ihr denn von so einem?

Viele Grüße,
volker
 
Hi Volker,

Newton ist immer gut, wenngleich mit der passenden Montierung + Stativ kaum im Handgepäck mobil!

Der 114/900 ist mit ca. 85-90 cm eher lang und braucht schon eine stabile Basis, damit es Spaß macht. Die beiden erhältlichen Geräte mit EQ1 und EQ2- Montierungen sind grenzwertig! Du wirst zittern und wackeln im Okular bemerken. Also nach meinen Erfahrungen wäre eine EQ3 anzustreben.

Weiterhin ist das 114/900 eher langsam (ca.f8), du schränkst das mögliche Gesichtsfeld daher eher ein.

Ein 130/650er z.B. ist schneller (f5), damit kürzer (ca. 60cm) bei gleichzeitig kleinerem Hebel auf der Montierung und ermöglicht größere Gesichtsfelder. Mit 130mm Lichtöffnung liegst du deepskymäßig in jedem Fall weiter vorn als mit 114mm...

Preislich ab 200,- Euro (mit EQ3 ein wenig mehr) zu haben. Achte aber darauf, ein Gerät mit Parabolspiegel zu wählen. Ab 130mm haben alle größeren Newton Parabolspiegel. Also man könnte sagen: wenn einen Newton, dann mindestens einen 130mm (5") mit Parabolspiegel. Für den Anfang natürlich, :biggrin: denn nach oben gibts kaum Grenzen...

Klare Nächte wünscht


Logi

 
Vielleicht sollte ich da noch klarstellen: Ich will das Teleskop keineswegs im Handgepäck im Flieger transportieren, sondern definitiv im Auto - nur sollte es halt nicht den halben Kofferraum belegen. Wie groß wäre denn so ein 114/900 schätzungsweise mit Zubehör (in ner Tasche oder ähnlichem)?

Ansonsten muss ich nochmal blöd fragen :(
Ich weiß ja inzwischen, was das Gesichtsfeld ist. Aber was bedeutet denn, dass das Teleskop "langsam" oder "schnell" ist? Und ist es nicht sogar gut, wenn das Gesichtsfeld klein ist, weil ich dann mehr Details sehe? Oder ist das wiederum ein Irrtum?
EDIT: Sorry, habe gerade nochmal logi's Beitrag oben genau gelesen, und dort ist das erklärt. Danke!


Wo hätte das 130/650er denn Nachteile? Müsste die geringere Brennweite nicht in geringerer Vergrößerung resultieren? Ist das nicht auch wichtig für DS-Beobachtung?

Oder wäre generell (wie bei der svenwienstein-Seite empfohlen) ein Dobson besser?

Danke nochmals! Ehrlich gesagt, ohne Hilfe hätte ich wohl schon lange irgendeinen Quatsch bestellt...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
also ich kann nur raten von Billigteleskopen mit paralktischer Montierung die Finger zu lassen die Optiken sind meist garnicht mal so schlecht aber die Montierungen sind unterdeminsioniert.

Ich würde auch den Skywatcher 6'' Dobson empfelen , bis 200 Euro giebt es nichts leistungsfähigeres.
Mit 6 Zoll Öffnung geht bei Planeten schon sehr viel und auch Deepskyobjekte sind schon gut sichtbar.
Die helleren Kugelsternhaufen sind schon gut am Rand aufgelöst.

Das nächst bessere wäre dann der 8 Zoll Dobson für ca.300 Euro, der zeigt schon deutlich mehr als 6 Zoll ( helleres Bild, bessere Auflösung).

Der 8 Zoll Dobson ist schon ein Teleskop mit dem man jahrelang Spass hat.

Zum Justieren empfele ich einen Justierlaser und oder Chessireokular, den das Justieren ist neben einem dunklen Himmel mit an erster Stelle das wichtigste.

Der 8'' Dobson ist noch sehr transportabel, und zeigt deutlich mehr als die 3'' bis 4'' Refraktoren und auch deutlich mehr als die 4'' bis 5'' Newtons.

Gruss Patrick
 
Dann werfe ich mal meinen Tip ins Rennen:
Fernglas
Nur mal als Beispiel. Oder ein gebrauchtes Fujinon 16x70, oder sowas in der Richtung. Kann man am Tage damit spechteln, aufgelegt auf den Koffer, einen Stein, etc. Nachts auf einem Fotostativ - vom Feinsten! Macht Spaß!
Liegt zwar auch über dem Budget, aber diese Feldstecher sind was von Dauer - und eine Ergänzung zu jeder Art von Teleskop.
Ein Teleskop zieht einen teuren Rattenschwanz hinter sich her, das hat überhaupt kein Ende. Da muss man schon wissen was man wirklich will.

cs Kai
 
Hallo,
zu dem Heritage:
http://www.teleskop-express.de/shop...-FlexTube-Dobson---Parabol-Optik---ab-6J.html

Die Nachteile würd ich nicht in der geringen Brennweite sehen. Es gibt genug Okulare mit denen du an die Maximalvergrößerung kommst. Das Problem ist ehr die Justabilität. Man sollte es ,konstruktionsbedingt nach jedem Aufbau justieren. Der OAZ ist wackelig, was eine Justage mit Laser sinnlos macht. Durch die offene Bauweise ist es auch Streulichanfällig. Ich benutze zu den beiliegenden Okularen immer noch ein 4mm was dann etwa die maximalvergrößerung darstellt. Für 150 Euro kann man da nicht das perfekte Teleskop erwarten. Wenn man aber damit leben kann ist es vor allem als Reiseteleskop super. Wenn du diese Probleme umgehen willst dann kauf die lieber:
http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html

Das hat auch mehr Öffnung, durch die Länge brauchst du dann aber schon ein Auto.

Gruß Deadlock
 
@Patrick: Hast Du einen Link zu diesem Skywatcher 6" Dobson? Oder ist das das, was Deadlock verlinkt hat?

@fraxinus: Ich glaube Dir gerne, dass ein Fernglas die sicherste Investition wäre, aber das Feeling ist sicher nicht dasselbe ;)

@Deadlock: Das zweite Dobson ist genau das, was viele Seiten empfehlen (deepskybrothers, svenwienstein). Es sieht aber irgendwie sperrig aus. Wie schneidet so eins denn ab im Vergleich zu einem Newton 114/900 oder 130/650?
 
Hi,
Nun, es ist justagefreundlicher, weil Volltubus und das Öffnungsverhältnis ist entspannter. Das hat wiederum zur Folge, dass du nicht so teure Okulare brauchst um wirklich randscharf abzubilden. Weiterhin hast du weniger Streulichprobleme. In wieweit dafür Tubusseing zu einem problem wird kann ich nicht sagen. Der Okularauszug ist nicht nur stabiler sondern kann auch 2" Okulare aufnehmen was dir die Möglichkeit gibt schöne Übersichtsokulare zu benutzen.
Wenn ich noch was vergessen hab kann mich gerne jemand ergänzen.
Edit :kommt noch die größere Öffnung hinzu was mehr Auflösungsvermögen und Lichtsammlung erlaubt.

Gruß Deadlock
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Volker,

ich sehe schon, dass Interesse hat dich gepackt.

Prinzipiell hast du natürlich Recht: weniger Brennweite, weniger Vergrößerung. Da du die Vergrößerung jedoch durch die Wahl verschiedener Okulare selbst bestimmst, relativiert sich das zunächst.

Ein 25mm (Übersichtsokular) z.B. hat eine geringe Vergrößerung und ein großes sichtbares Feld, ein 8mm Okular eine hohe Vergrößerung, aber natürlich ein erheblich kleineres Gesichtsfeld.

DSO sind eher große Objekte. Die Andromeda-Galaxie M31 z.B ist 6x so groß wie der Vollmond. Wenn du nicht nur einen Ausschnitt davon sehen willst, sondern die ganze Galaxie - umgeben von schwarzem Himmel - brauchst du die geringstmögliche Vergrößerung und eine möglichst schnelle Optik. Nur dann bekommst du die großen Gesichtsfelder. Spacewalk-Effekt wird dies genannt. Wie im Fernglas. Diese Gesichtsfelder kriegst du übrigens mit einem Maksutov oder Schmidt nicht hin (f10 - f15).

Mond und Planeten erfordern hohe Vergrößerung/kurze Okulare. Nah dran mit kleinem Bildausschnitt.

Montierung - hatten wir schon gesagt - ist wichtig. Newtons montiert man entweder parallaktisch oder als Dobson. Newtons sind schwer und lang, daher braucht man eine stabilen Unterbau. Der kostet und ist selbst schwer. Daher wurden drehbare Holzteller entwickelt und die Tuben dort befestigt. Vorteil: Günstig. Nachteil: muss mit der Hand nachgeführt werden.

Denn die Erde dreht sich und das Teleskop muss - besonders bei hoher Vergrößerung - sehr rasch mit der Erddrehung mitbewegt werden, sonst ist Jupiter verschwunden.

Bei der parallaktischen Montierung sitzt der Newton an schweren Metallachsen und wird mit Drehrädern oder Motoren "nachgeführt". Geht hier mit einer Hand. Und nach einer Pause - oder wenn deine Frau dann schauen will, dreht sie einfach etwas weiter oder eben Motoren erledigen das für sie. Dobson: Entweder schnell mit deiner Frau (oder das Okular) wechseln oder Jupiter neu suchen... Aber beim Dobson erhält man definitiv die größte Öffnung fürs Geld. Und glaub mir: ich habe jetzt einen 6" Newton und erwäge bereits nach einem halben Jahr die Einholung einer größeren Röhre...

Insofern wäre der 130/650 schon okay als Erstgerät, denn optisch leisten die Newtons gute Dienste. Das ganze für unter 300,- Euro (bitte keine EQ und EQ1 und EQ2 nehmen) ist ein gutes Paket, bevor ihr wisst, ob das überhaupt euer Ding ist...

Aber hier gabs berechtigterweise schon Hinweise, die Montierung lieber noch eine Nummer größer zu nehmen... oder doch einen Dobson?


Viel Spaß noch hier

Logi

 
Danke nochmals! Langsam bekomme ich einen klareren Eindruck, was ich will...

@Deadlock: Beim Dobson brauche ich kein Stativ, weil dieser Rockerbox dabei ist, richtig? Ist das dann wirklich (verpackungsmäßig) "nur" so groß wie das Teleskop selbst, also 15 cm Durchmesser und ca 1,40 m lang (inkl. Box)? Oder habe ich etwas vergessen?

@Logi: Ok, da ist wieder mal ein Fehler von mir! Ich dachte, dass DSO sehr KLEINE Objekte sind - dass ich das Problem haben könnte, dass z.B. Andromeda nicht komplett sichtbar ist, war mir nicht bewusst. Ich dachte, dass wäre im Teleskop eher so Stern-groß...

Wie wäre es denn beim Dobson mit den von Dir genannten Problemen? Kriege ich dort eine so kleine Vergrößerung hin, dass ich z.B. Andromeda komplett sehe? Von den reinen Daten für Brennweite und Durchmesser (?) müsste man damit doch mehr sehen als mit dem dem 114/900 oder dem 130/650? Und ist das Dobson "schnell"?

Und wie schnell ist denn so ein Planet aus dem Beobachtungsbereich verschwunden? Sekunden? Minuten? Ich tippe auf letzteres...
 
Hallo,

Nur damit kein falsches Bild von DSO aufkommt: Die meisten sind schon klein. Diejenigen, die so groß wie der Mond sind oder größer, kann man an den Fingern abzählen. Der Grund, warum man bei DS nicht stark vergrößert ist eher, weil die Austrittspupille bei zunehmender Vergrößerung schnell recht klein wird und damit das Bild dunkel. Abhängig von der Vergrößerung und vom Gesichtsfeld ist natürlich auch, wie schnell ein Objekt aus dem Okular wandert. Je stärker die Vergrößerung und je kleiner das echte GF, desto schneller wandert das Objekt heraus. Das Nachführen ist aber normalerweise kein Problem, es sei denn, die Montierung ist unterdimenioniert; Dann schwingt das Bild nämlich uU fast genauso lange nach, bis das Objekt schon wieder aus dem Okular gewandert ist. (Planet: Braucht bei ca 200x Vergrößerung bei f5 ca. 10-15 Sec im WW-Okular, um das GF zu durchlaufen.)
Übrigens: Weil Du geschrieben hast: "sterngroß": Sterne werden im Teleskop unabhängig von der Vergrößerung immer kleine Punkte bleiben. Falls das anders ist, liegt´s an einer schlechten Optik.

CS Tilo
 
Hallo Volker,

beide Systeme - Newton auf parallaktischer Montierung oder Newton auf Dobson-Rockerbox - sind identische Newton-Spiegelteleskope, nur eben unterschiedlich montiert!

Die Angaben von "schnellen" und "langsamen" Optiken sind universelle physikalische Gegebenheiten, die für alle optischen Systeme gelten: Spiegelteleskope oder Refraktoren sind z.b. beide schnell, wenn das Öffnungsverhältnis f6, f5 oder noch schneller ist. Refraktoren oder Maksutovs oder Schmidt-Cassegrains sind alle "langsame" Optiken, weil ihr Öffnungsverhältnis f10, f12 oder f15 beträgt.

Du entscheidest also beim Newton also selbst, ob du das Teil parallaktisch montierst oder eben als Dobson. Hier gibts dann zwei Fangemeinden, eben die Parallaktiker oder die Dobsonauten...

Weil die Newtons so groß und lang sind, gibt es im Handel parallaktisch montiert eher schnellere Newtons (f6, f5, f4), schlicht, weil die kürzer sind und leichter zu montieren. Als Dobson spielen Länge und Gewicht weniger eine Rolle, so dass die meisten Dobson mit f6 bis f8 etwas langsamer sind. Gleichzeitig sind aus dem gleichen Grund alle wirklich größeren Newtons (ab 10" Durchmesser) so gut wie immer als Dobson montiert, einfach weil parallaktische Montierungen für dieses Gewicht und diese Länge extrem schwer und teuer sein müßten... Also man kann sagen, bis 8" Größe kann man noch parallaktisch montieren (allerdings dann schon richtig teuer / ab 800,- Euro aufwärts für die Montierung), ab 10" gehts eigentlich nur noch als Dobson.

Newtons sind recht gute Allrounder, weil sie sowohl große Gesichtsfelder für den Überblick ermöglichen als auch hohe Vergrößerungen z.B. an Planeten. Langsame Refraktoren oder Maksutovs z.B. können große Gesichtsfelder eben nicht bieten, sondern nur hohe Vergrößerungen...

Große Gesichtsfelder bieten nicht nur den optischen Genuss von DSO im Raum, sondern spielen auch für das Auffinden der Objekte eine Rolle. DSO sind bis auf wenige Ausnahmen (Andromeda, Orion, Plejaden, Praesepe, Coma-Haufen...) so lichtschwach, dass du sie mit dem bloßen Auge nicht siehst und manchmal noch nicht einmal im Fernglas. Diese Objekte zu finden, ist nicht ganz ohne. Man braucht gute Karten/Himmelsatlanten, um diese anhand bekannter, sichtbarer Sterne in der Nachbarschaft überhaupt zu finden. Dies gelingt viel besser, je größer das Gesichtsfeld de Teleskops ist... Man hat einfach einen besseren Überblick im Okular.

Und weil die DSO überwiegend lichtschwach sind, lechzt die Astrogemeinde grundsätzlich nach soviel Lichtöffnung wie möglich. Insofern ist ein 130er Newton genauso ein Kompromiss wie ein 150er oder 200er, einfach weil der nächst größere Newton die sichtbare Auflösung von DSO wiederum spürbar anhebt. Hier wirst du dich entscheiden müssen, was finanziell geht oder gewichtsmäßig die Obergrenze für euch ist. Optisch muss man grundsätzlich so groß werden, wie es geht... mit 130mm geht schon ein wenig DSO, mit 150mm etwas mehr, ab 250mm wird die Abbildung deutlich klarer und man kann z.B. Kugelsternhaufen nicht nur als leicht verwaschene Lichtflecken erkennen, sondern in Einzelsterne auflösen und natürlich auch höher vergrößern, ohne dass es wegen Lichtmangel zu dunkel wird im Okular. Viele DSO, z.B. die oben genannten, sind aber hell genug, um sie auch schon im 130er betrachten zu können.

Mach dir die Bedienungsunterschiede zwischen Dobson und Parallaktik noch einmal klar...

CS


Logi
 
Hallo,
Genau die Rockerbox ist mehr oder weniger eine Azimutale Montierung. Hoch runter links rechts, Kindereinfach. Vor allem Anfänger sind mal schnell mit einer parallaktishcen Montierung überfordert. Deine zweite Frage versteh ich nicht. Also du kannst den Tubus zum Transport einfach aus der Rockerbox rausnehmen. Die kommt dann zum Beipsiel auf den Rücksitz. Später wäre also durchaus die Möglichkeit einfach noch eine Parallaktische Montierung dazuzukaufen.
Bei DSO möcht ich mal noch sagen, dass zu 80 Prozent der Himmel wichtig ist. Einige hier im Forum erzählen sie können zum Beispiel M51 durch ein Fernglas sehen, ich muss glück haben wenn ich die Galaxien durch ein 10" Teleskop erkennen kann!
M31 und M42 sind auf jeden Fall zu erkennen mit den vorgeschlagenen Teleskopen. Aber bei M31 erwarte nicht mehr als eine graue SCheibe mit hellerem Kern. Bei M42 sind durchaus schon Details zu erkennen, selbst bei meinem grotten Himmel d:-). M42 und M31 schau ich meistens bei mittleren Vergrößerungen an, sprcih 10mm Okular.

Gruß Deadlock
 
Ich habe mich jetzt relativ ausgiebig über die Bedienunterschiede infromiert... Jetzt habe ich aber auch Bilder vom Dobson gesehen, zusammen mit menschlichen Wesen auf dem Bild, und ich muss sagen: Das Teil sieht riesig aus! Vielleicht täuscht das ja, aber ob ich das zusammen mit 2 Koffern in den Kofferraum kriege? Das Rohr selbst wäre vermutlich kein Problem, aber diese Rockerbox sieht sehr groß aus - gibt es da irgendwo Infos über die Abmessungen?

Eigentlich hatte ich jetzt wirklich stark zu dem Dobson 150/120 tendiert, aber die Größe lässt mich zweifeln. Wäre das ursprünlich genannte 114/900 deutlich kleiner (=besser unterzubringen im Auto)? Oder ist das Stativ + Montierung dann so groß, dass sich das wenig nimmt?

Neben dem 114/900 hätte ich nun noch ein 130/900 im Auge. Oder ist das quatsch?

Falls diese 3 momentanen Favoriten alle riesig sind, muss ich wohl ne Nummer kleiner anfagen. Was nehmt Ihr denn für ein Teleskop in den Urlaub mit, wenn Ihr mitsamt Familie losfahrt? So richtig tollen Himmel gibts eben vornehmlich im Urlaub, dass wir uns unterm Jahr einfach so mal aufmachen, halte ich eher für die Ausnahme - daher ist mir das so wichtig :(
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo! Wenn du was kleineres Haben willst musst du eben auch nach der Brennweite schauen. 1200mm sind eben 120cm und 900 sind eben 90 cm d:-). Schau mal in den NAchbarthread da hab ich n Foto von meinen Dobsons. Wenn du was auf parallaktischer Montierung nimmst kommt ein Stativ dazu was auch nich gerade klein und leicht ist. Da is ne Rockerbox doch handlicher.

Gruß Deadlock
 
Interessantes Bild!

Zu den Größen nochmal: Wie gesagt, das Rohr selbst sollte kein Problem sein - nur ob Rockerbox oder Stativ (mit Moniertung) letztendlich transportabler (=kleiner, Gewicht ist egal) sind, kann ich nicht abschätzen.

Leider habe ich auch noch keinen Shop in Mannheim/Heidelberg gefunden, wo man sich das mal "in echt" anschaun könnte...
 
Ja, das ist das Teleskop was oben verlinkt wurde, der 6'' Dobson ist nicht schlecht, so weit ich weis giebt es nur 2 6'' Zoll Dobson.
Einmal den 6'' Dobson von Skywatcher und dann den langen 6'' Dobson von Orion Uk, der aber deutlich teurer als der Skywatcher Dobson ist und auch deutlich unhandlicher.

Gruss Patrick
 
Ja, das ist das Teleskop was oben verlinkt wurde, der 6'' Dobson ist nicht schlecht, so weit ich weis giebt es nur 2 6'' Zoll Dobson.
Einmal den 6'' Dobson von Skywatcher und dann den langen 6'' Dobson von Orion Uk, der aber deutlich teurer als der Skywatcher Dobson ist und auch deutlich unhandlicher.

Gruss Patrick
 
Hallo,

deshalb meine recht deutlichen Anmerkungen zu Beginn dieses Threads: Newtons sind bauartbedingt groß und schwer. Das gilt im Grundsatz für beide Montierungsarten. Wie Deadlock schreibt, wäre der 130er zwar der kleinste empfehlenswerte Newton, aber der ist mit Rockerbox oder parallaktischer Montierung auch schon nicht mehr wirklich als Handgepäck zu bezeichnen. Schau mal hier .

Das Einsatzgebiet spielt daher eine große Rolle. Wenn du das Ganze eher als Urlaubsevent siehst, kannst du anders herangehen. Entweder den ganzen Newtonkram im Auto mitnehmen und mit den genannten Vorzügen im Urlaub auf DeepSkyTour gehen oder keinen Newton nehmen, wenns denn Urlaube per Flugzeug sein sollen oder das Geschleppe zuviel wird.

Kompaktere Teleskope gibt es reichlich, aber dann mit bedeutenden Einschränkungen. So gibt es auch "schnelle" Linsenteleskope mit geringer Brennweite, wie diesen hier. Der ist klein und leicht, braucht daher auch nur eine kleinere Montierung (meist parallaktisch) und ist genau wie die schnellen Newtons ein sog. Richfielder, also mit f5 eine schnelle Optik mit großen Gesichtsfeldern. Im Gegensatz zum Newton hat der aber nur eine kleine Brennweite (hier im Beispiel 400mm) und ist daher für hohe Vergrößerungen, also besonders für Planeten, nur bedingt geeignet... du kannst einfach nicht so hoch vergrößern wie beim Newton, der Brennweiten zwischen 650 bis 1200mm hat je nach Modell. Gleichzeitig ist die Lichtöffnung wesentlich kleiner (hier 80mm) gegenüber den Newtons (zwischen 130mm bis open end), sodass es bei DSO sehr schnell zu dunkel wird.

Den umgekehrten Weg kannst du mit Maksutovs und SC´s gehen. Die sind auch sehr kompakt, haben aber eine sehr lange Brennweite und sind daher langsame Optiken (f10-f15). Hier hast du Vorteile bei Hochvergrößerung für Mond und Planeten, erreichst aber nur kleine Gesichtsfelder... Zum Aufsuchen oder für DS also keine wirklichen Spezialisten...

Die besten Allrounder sind schon die Newtons, aber eben groß und sperrig. Tja, leider ist das so bei uns... Man muss abwägen...

CS


Logi
 
Hallo Volker,

Zu den Größen nochmal: Wie gesagt, das Rohr selbst sollte kein Problem sein - nur ob Rockerbox oder Stativ (mit Moniertung) letztendlich transportabler (=kleiner, Gewicht ist egal) sind, kann ich nicht abschätzen.

zu den Größen bei den Newtons:

wenn da steht 130/1200, dann hat der Spiegel am Ende vom Rohr einen Durchmesser von 130 mm (=13 cm), das Rohr nen Durchmesser von etwa 150 mm und ist etwa 1,2 Meter lang. Das ganze ist in einem stabilen Karton verpackt, der 1,3 Meter lang ist und 20 x 20 cm breit/hoch. Das läßt sich prima im Kofferraum oder auf der hinteren Sitzbank transportieren. Aber dazu kommt noch die Rockerbox. Die ist sehr sperrig. Damit ist dann der Kofferraum voll. Eventuell geht der Kofferraumdeckel garnet zu, weil er zu flach ist. Wenn Ihr mit Hartschalenkoffern verreisen tut, muß die Rockerbox definitiv auf die Rückbank.

Falls Du bis zum Urlaub noch etwas Zeit hast, geh doch zum ITV.

Dort sind hunderte von Amateurastronomen mit ihren Teleskopen auf einem Fleck. Da kannst tagsüber den Besitzern von kleinen, reisetauglichen Geräten Löcher in den Bauch fragen, und darfst sicher auch mal durchgucken. Kannst ausprobieren, wie sich das Schubsen von nem Dobson anfühlt, Dir die verschiedenen Montierungen ansehen und erst danach würde ich eine Kaufentscheidung treffen!

Leider habe ich auch noch keinen Shop in Mannheim/Heidelberg gefunden, wo man sich das mal "in echt" anschaun könnte...

Um sich Teleskope bei Händlern in "live" anzusehen, mußt leider größere Strecken fahren. Da kommst net drum rum. Die meisten großen sind in Süddeutschland konzentriert. Manchmal haben auch Optiker oder Kaufhausketten Teleskope, aber da kriegst weder eine gute Beratung, noch hast eine gute Auswahl.

Du kannst auch mal zu (Volks-) Sternwarten fahren, aber dort sind meist etwas größere (weil stationär aufgebaute) Teleskope zu sehen...

Wohin geht es denn üblicherweise in Eurem Urlaub? Hotel, Ferienwohnung, Campingplatz? Das ist auch wichtig für die Kaufentscheidung...

 
Danke, der Größenvergleich war sehr informativ! Da ist wohl der Größenwahn mit mir durchgegangen - in der Tat ist so ein 150/120er Dobson nicht wirklich urlaubstauglich - die Basis hat nen Durchmesser von ca. 55 cm, das ist nicht wenig...

Also, zurück zur Realität. In der Tat ist momentan das wichtigste, dass es
1) für Planeten + Mond geeignet ist
2) auch wenigstens ein wenig DS-Aha-Erlebnisse zulässt
3) und eben Kofferraum tauglich ist (oder im Fußraum des Hecks unterzubringen ist) inklsuive geladeneM Reisegepäck...

Letztendlich habe ich jetzt doch entschlossen, ein halbwegs gutes Reiseteleskop zu kaufen, und so ein Reisen-Dobson bei Gelegenheit (und ausreichendem Interesse am Reise-Teleskop) irgendwann nachzuschieben...

Allerdings bin ich somit auch wieder etwas am Anfang :(

Es wurden ja Maksutov-Teleskop genannt. Allerdings habe ich auf diversen Seiten gelesen, dass dir für Einsteiger nicht so toll wären. Würdet Ihr das auch so sehen?

Deadlock hat oben mal das Einschieb-Dobson Heritage genannt - taugt das was? Ich habs anfänglich total übergangen, weil es eben diesen offenen Part hat und keinen Voll-Tubus... Sah für einen Laien ungewöhnlich aus. Könnte das meine Anforderungen erfüllen? Wo hätte das Stärken, wo Schwächen? Generell würde mir so eine Dobson-Lösung schon gefallen, weil sie mir kompakter erscheint als ein separates Static.

Logi, Du hattest ja ebenfalls ein 130/650 genannt - wäre das Dobson also vergleichbar Deiner Empfehlung?

@Fee: Wir machen vornehmlich in abgelegenen Ferienhäuser Urlaub - und da ist es natürlich meistens recht dunkel. Ein Grund, warum wir auf die Astronomie kamen...
 
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