Hilfe im Okularjungel!

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hubertus87

Mitglied
Ein freundliches Hallo an Euch alle.
Ich habe mir ein 8" Lightbridge gekauft. Gebraucht und ohne Okulare, dafür aber auch sehr billig.
Die frage ist jetzt welche Okulare kauf ich?

Taugen die Omegon Okulare etwas? Ich möchte höchsten! 80 Euro für ein Okular ausgeben. (Viele von Euch werden jetzt sagen, damit muss man gar nicht erst anfangen).

Für was steht LE und ED bei diesen Okularen?

Ich würde mich freuen wenn ich von Euch wissenden ein paar Antworten bekomme.

Danke schon einmal im voraus.

PS: Eigentlich wollte ich keine fragen stellen, die hier schon 10000 mal gestellt wurden, aber mit der Suchfunktion habe ich kein Beitrag gefunden , der dies Frage beantwortet.

 
Moin Namenloser!

> Die frage ist jetzt welche Okulare kauf ich?

Das ist letztlich Deine Entscheidung! ;)
Schau mal ins entsprechende Board - dort werden Dir haufenweise Tips gegeben, welche Okulare sich an einem 8" f/6- Dobson lohnen. Diese Teleskopgröße ist weit verbreitet, also alles kein Problem.

> Für was steht LE und ED bei diesen Okularen?

Da empfehle ich Dir, doch mal die Prduktbeschreibungen dieser Okulare zu lesen, da steht das nämlich drin... "Omegon" ist AFAIR Hausmarke vom Astroshop.de...
"LE(R)" steht i.a. für "long eye relief", also feste Einblickhöhe ins Okular von 20 mm bei allen Brennweiten.
"ED" bedeutet, daß Sondergläser zum Einsatz kommen ("extra (low) dispersion").
Über ED- und LER-Okus findest Du sicher auch was im hiesigen Okulare-Board. Baugleiche Okus gibt es schon länger.

> aber mit der Suchfunktion habe ich kein Beitrag gefunden

Komisch. Der Suchbegriff "omegon" schmiß mir 11 Seiten Treffer raus (Suchdauer: 1 Jahr).
 
Hi,

Zitat von hubertus87:
Für was steht LE und ED bei diesen Okularen?
[...]
PS: Eigentlich wollte ich keine fragen stellen, die hier schon 10000 mal gestellt wurden, aber mit der Suchfunktion habe ich kein Beitrag gefunden , der dies Frage beantwortet.

Die Suchfunktion funktioniert nur, wenn der gesuchte Begriff mehr mindestens 4 Zeichen hat.

CS
Chris
 
Hallo Hubertus,

Die Anmerkungen zu der Suchfunktion und den Okulartypen sind ja schon gefallen.

Ich wollte noch ein paar Punkte anmerken:

1.) Was für Okulare hast du denn momentan?

2.) Falls noch keine Okulare vorhanden sind, was ist dein Gesamtbudget?

3.) Trägst du eine Brille?


Zu den Omegonokularen.

Ich besitze selbst ein 7,5mm und ein 2,3mm (Baugleich von Seben) ED Okular.

Sven Wienstein hat auf seiner Homepage ausführliche Tests zu diesen ED-Okularen stehen - lies es dir mal durch. Es gab welche von Seben, Celestron, Soligor und weiteren.
Omegon ist eine Hausmarke.

Mein Feedback zum 7,5mm:

+Scharfes und relativ helles Okular an meinen beiden Newtons
+(6" F5 und F8). Am F5 leicht besser.
+Gute Handhabung durch Gummiring
+Insgesamt Preisleistungstechnisch gute Verarbeitung.
+Große Augenlinse
+Angenehmer Augenabstand

-Kidneybeaning (bei Tagbeobachtung oder Mondbeobachtung)
-Mindere Innenschwärzung-> Reflexbildung bei hellen Beobachtungszielen

Ich persönlich würde HR PLANETARYS bevorzugen, die EDs sind aber nicht schlecht - Geschmackssache würde ich sagen ;)

Viele Grüße

michael
 
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Also :- Ich bin kein Brillenträger, der Augenabstand zum Oku ist mir also nicht so wichtig.

-Okulare habe ich im Moment keine. ( Außer 3 ganz Billige von meinem ersten Bresser Refraktor.)

Pro Okular wollte ich höchstens 80 Euronen ausgeben.

Im Moment denke ich an eine Staffelung von Okularen mit den ich folgende Vergrößerungen erreichen kann: 50x 100x 200x 300x

Kann man mit einem Dobson bei höhere Vergößerung als 300 eigentlich noch sinnvoll nachfüheren?

 
Hi,

Zitat von hubertus87:
Kann man mit einem Dobson bei höhere Vergößerung als 300 eigentlich noch sinnvoll nachfüheren?

ja, kann man.
Alles eine Frage der Übung und der Gängigkeit der Dobsonlager. Ein großes Gesichtsfeld bei den hochvergrößernden Okularen erleichtert die Sache etwas.

CS
Chris

 
Hallo Hubertus,

Kann man mit einem Dobson bei höhere Vergößerung als 300 eigentlich noch sinnvoll nachfüheren?

ja, kein Problem, sofern der Dobson leicht und ruckelfrei läuft
und du etwas Übung hast.
Allerdings sind mehr als 300x bei deinem 8" Dobson nicht sinnvoll,
sofern du über ein normales Sehvermögen vefügst.

Okulare:
Da spielen die individuellen Vorlieben eine große Rolle.
Mir ist beispielsweise die Abbildungsqualität wesentlich wichtiger
als ein großes scheinbares Gesichtsfeld. Deshalb verwende ich
bei den hohen Vergrößerungen von über 230x bis 300x an meinem
8" f/6 Dobson gebarlowte Orthos. Die Streulichtarmut sowie
sehr gute Sternabbildung auch abseits der Achse entschädigen
mich für das kleine Eigengesichtsfeld.

Zu den von dir angefragten Okularen hat Sven Wienstein einen Artikel
auf seiner Webseite:

http://www.svenwienstein.de/HTML/eds_in_serie.html

MfG,Karsten
 
Hallo,

da sie noch nicht angesprochen wurden, möchte ich mal die Hyperions in die Runde werfen. Gebraucht eigentlich immer für unter 80,- € / Stück zu bekommen und aus meiner Sicht ihr Geld wert.

An einem Dobson würde ich immer Weitwinkelokulare bevorzugen, wenn ich die Möglichkeit habe.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo nochmal Hubertus,

Ich persönlich würde mir eine Staffelung von "einfachen" Okularen zulegen, die die wichtigsten Bereiche abdecken.

->dazu also ein Übersichtsokular (32mm) wenn möglich in 2" Ausführung -> TSWA 32mm oder Williams Optics(kommt drauf an, ob dein Dobson 2" OAZ hat)
Dann ein Okular im Bereich 20-25, 15mm, 10mm und 5-7,5mm

Im unteren Bereich sind die HR Planetarys vom Preisleistungsverhältnis her gut, (kosten so 50-60€ neu)

PS: Die Hyperions sind wohl ganz gute Okulare aber wie wäre denn ein Zoomokular, welches einen großen Bereich abdeckt. Das Williamoptics sticht mir da ins Auge, leider habe ich dazu keine Referenzen, also müssen andere was dazu sagen.


Viele Grüße

Michael
 
Danke für die Tips,

über ein Zoomokular habe ich auch schon nachdgedacht, jedoch habe ich gehört, dass Zoomokulare viele Nachteile haben. Stimmt das überhaupt?
 
Hallo Hubertus,

über ein Zoomokular habe ich auch schon nachdgedacht, jedoch habe ich gehört, dass Zoomokulare viele Nachteile haben. Stimmt das überhaupt?

Nunja: Jein :) Die meisten Zoomokulare kranken an einem von der Zoomstufe abhängigen Gesichtsfeld, das dann auch im Vergleich zu Festbrennweiten kleiner ist, kann u.U. sehr viel kleiner und damit nervig klein werden, das ist eigentlich bei allen Zoomokularen der Fall, die einen grösseren Brennweitenbereich abdecken (z.B Hyperionzoom, Sebenzoom ect.).

Es gibt aber auch sehr gute Zoomlösungen! Allen voran seien da mal die beiden Speers Waler Zooms (5-8 und 8-12mm) zu nennen, die kosten aber schon sehr viel mehr Geld als du bereit bist zu investieren. Aber schau dir mal diese Lösung hier an, das ist eine Möglichkeit sehr günstig und trotzdem in guter Qualität zu einem Zoom zu kommen. Die Planetaryokulare sind ja schon gefallen, die sind wirklich scharf, günstig, haben halt "nur" 60° Gesichtsfeld, das ist nicht üppig schlägt aber schonmal die einfachen Okularkonstruktionen. Das als Zoom bei gleichbleibendem Gesichtsfeld für den Preis ist schon eine tolle Sache.

Viele Grüße Benny
 
Hi,

Sven Wienstein hat Zoom Okulare getestet:

http://www.svenwienstein.de/HTML/speers_waler_zoom_5-8mm.html

http://www.svenwienstein.de/HTML/seben_zoom.html

Ich persönlich verwende das Seben Zoom an einem 70/700 Refraktor und bin damit ganz zufrieden. Ich habe mit 24mm einen guten Überblick und kann ohne Okularwechsel bis auf 8mm zoomen. Da ich wegen des anhaltend schlachten Wetters meine neuen Plössl und mein HR Planetary noch nicht ausgiebig mit dem Seben Zoom vergleichen konnten, kann ich keine Aussage treffen welche besser sind.

Von Günther *entfernt* gibt es Zoom Sets, mit denen man - glaube ich - Okulare zu Zoom-Okularen umbauen kann. Fragen dazu kann Dir Günther beantworten oder einige andere hier im Forum. Siehe auch: http://www.astrozoom.de/.

Grüße,
Marcus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sehr witzich, Benny :D

Dann poste ich halt einfach kommentarlos dazu ;)

Link zur Grafik: http://www.janetarium.de/fummelkram/ZWu.jpg

Link zur Grafik: http://www.janetarium.de/fummelkram/ZWo.jpg

Heute angekommen :)

Tests stehen aus, ich werde alsbald berichten....

Die Hülse ist extrem präzise gearbeitet und daher annähernd Luftdicht.
So ergibt sich beim verschieben ein angenehmer Widerstand und die Klemmung muss fast kaum Druck auf die eingefräste Nut ausüben. Allerdings kann der Mechanismus auch leicht verkannten, die Praxis in der Nacht wird es zeigen - vermutlich reine Gewöhnungssache....


Gruß und CS

Der Jan
 
Das ist wirklich eine sehr interessante und preisgünstige Alternative, jedoch weis ich nicht ob ich mich als Anfänger da ran traue. Ich habe ein Angebot bekommen, gebrauchte Omegon SWA Okulare zu erstehen. Hat jemand Erfahrung mit den SWA's von Omegon?
 
Hallo Huberts,

du hast es ja schon erkannt, dass diese Alternative preisgünstig ist. Selbst im Vergleich zu billigen oder gebrauchten Einzelbrennweiten, wobei man ja auch (ganz sparsam) eine gebrauchte Einzelbrennweite erwerben und dieses Okular dann "verzoomen" kann.
Wer rechnen kann ist klar im Vorteil und er braucht nicht ständig Okulare wechseln.

Der für die Praxis größte Nutzen ergibt sich im Hochvergrößerungsbereich, also im stufenlosen Herantasten an die teleskop-, Seeing- und objektangepasste Maximalvergrößrerung.
Sehr gut eignen sich die Zoomsets auch für ambitionierte Beobachtungen im mittleren Vergrößerungsbereich. Weniger spektakulär aber sehr gewinnbringend bei der Beobachtung schwächerer und/oder gut strukturierter DS-Objekte.

Die Handhabung und der Einbau haben nichts mit "Anfänger" oder "Könner" zu tun, das schafft wirklich Jeder mühelos, der ein Teleskop bedienen kann.

Ich kann allerdings nicht für jedes beliebige Okular Zoomsets entwickeln. das sind so ungefähr 983,53 verschiedene Gewindeformen, Gehäusebauarten und weitere Details zu beachten.
So verzichte ich bisher z.B. aus verschiedenen Gründen auf die Verwendung von Hyperions. Sie liegen einfach zu nahe an den (nach meiner Praxis) für den Hochvergrößerungsbereich besseren Planetarys, auch vom Feld her und wer mehr will ist dann wider mit Speers und UWAs besser bedient.

Grob gesagt, geht das
1. mit allen Okularen 1 1/4" Steck ohne eingebaute Barlows + externe Barlows mit 1 1/4" Steck bei denen die Okularaufnahme abschraubbar ist
2. im o.a. Okularen und einer 2" Balrlow deren optisches Element aubschraubbar ist und in ein 2" Filtergewinde passt
3. mit Okularen die eine Barlow oder ein ähnliches Negativelement im Design integriert haben, wobei diese Barlow mit der Steckhülse abschraubbar sein muss.
Bisher passend entwickelt habe ich das für
a)SWA Okulare von Skywatcher und anderen Lables, bekannt unter Goldkante, Blaukante, Goldline pp
b)"Planetarys" von Burgess, TS pp
c) Speers Waler UWA Festbrennweiten und beid Zooms
d) 16er und 7er William UWANs und deren Nachfolger, gelabled von Lacerta, Astro Professional pp (als UWAs)

Näheres kann und sollte bei Interesse per PN oder Mail besprochen werden. Wenn etwas nicht passt, sei es nun mechanisch oder von der Erwartungshaltung her, rate ich auch ab oder zeige Alternativen auf.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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