Hilfe, mein C8 braucht einen Doktor

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emmuttersbach

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Hallo,

gestern war endlich die Gelegenheit, mein als gebraucht erworbenes C8 am Jupiter auszuprobieren.

Pronblem: Shifting ohne Ende! - und zwar so, dass das Objekt beim Fokussieren aus dem Okular verschwindet.
Ich habe nun das Teil noch nicht auseinander. Weiß jemand von vorn herein, wie das beseitigt werden kann?

Gruß
Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias,
meine Erfahrung (ups fast 35 Jahre) mit dem C8 sagt: lass den Umbau, das shifting bekommst du nie befriedigend weg. Ich helfe mir mit einem Drehfokussierer der auch eine ordentlich feinfühlige Scharfstellung ermöglicht.

Mehrere Modifikationen habe ich probiert

- Spiel des Fokussierers verringern -> Verbesserung ist möglich, aber die verbleibende Drift von ca. 25" ist mir einfach viel zu groß. Zudem das Risiko, dass Du etwas zerstörst.

- Baader Crayford Fokussierer -> erhöht enorm das Gesamtgewicht.

- Spiegel festsetzen -> Einschränkung des nutzbaren Zubehörs.

- Drehfokussierer (z.B. im 1,5" Zenitspiegel von Baader)oder separat (z.B. TS) ungefährlich, schnell, praktisch, gut!

Mit einem Gruss aus der Eifel von
Karl Heinz
 
... einfach mal bei Norbert Sommer (Vixen-Europe 02154/816513) anrufen. Er hat das Shifting - als wir noch die Celestron-Vertretung hatten - bei vielen Geräten mittels Austausches des Fettes bis auf ein Minimum reduziert. Leider weiß ich nicht mehr, welches damals genommen wurde. Vielleicht liest er ja auch hier mit.
Ansonsten - wie vor erwähnt - einen Okularauszug nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
H.Vehrenberg
 
Uijuijui,
ich rufe nach einem Doktor und Herr Dr. Vehrenberg meldet sich persönlich :) , das finde ich ja wirklich sehr nett.

Ich wusste gar nicht, dass die C8 Probleme mit Shifting hatten/haben.
Ich hatte schon mal eins, da war das überhaupt kein Thema - selbst bei einer Okularprojektion des Jupiter auf den Analogfilm nicht.

Fließt denn das erwähnte Fett nicht weg mit der Zeit? Ich wollte auch fotografieren und befürchte, dass der Spiegel mit der Zeit doch kippt. Visuell ist das natürlich nicht so sehr ein Problem - aber die Kollimation ist dann irgendwann auch hin.

Zum Thema Okularauszug.
Der Primärspiegel ist ja mehr oder weniger "lose" auf der axialen Führung. Den muss ich ja dann irgendwie fixieren, um ein Kippen zu verhindern. Also hilft mir der Auszug allein nicht wirklich. Aber vielleicht fällt mir da auch noch was ein.

Ich werde dann erst mal wieder meinen Seziertisch und die Handschuhe sterilisieren und schauen was los ist, bevor ich Herrn Sommer anrufe.

Das Shifting ist schon ziemlich extrem - wie ich meine:
1 1/4" Vixen LV-Okular 5mm am C8, Objekt mittig, dann Fokussier-Versuch und Objekt wandert komplett und ziemlich weit aus dem Gesichtsfeld (keine Ahnung WIE weit).
Das ist ja nun nicht mehr so normal - oder? ?)

Viele Grüße
M. Muttersbach
 
Hallo Herr .....
danke für Ihre Antwort hier. Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken, aber den Dr. hatte nur mein Vater, nicht ich. Da wir auch noch den gleichen Vornamen hatten, gab es häufig solche Verwechselungen. Da ich selbst nie solche Arbeiten am C8 oder anderen Geräten durchgeführt habe, weiß ich leider nicht mehr die Vorgehensweise. Es war aber ein Spezialfett. Also ruhig mal bei Herrn Sommer anrufen, er wird Ihnen bestimmt helfen, auch wenn er bei der Konkurrenz beschäftigt ist. Ich kann Ihnen das aber auch gerne abnehmen, da ich noch relativ viel Kontakt mit ihm habe.
Gruß, Hans Vehrenberg
 
Hallo Herr Vehrenberg,

ja, dass mit ihrem Vater und dem Dr. habe ich mit der Weile auch mitbekommen. Es tut mir Leid. Ich wollte Sie in Ihrer Persönlichkeit nicht kränken.

Trotzdem sind Sie jemand vom Fach - wie ich auch schon mitbekommen durfte, und ich freue mich über Ihr Feedback. Denn die Lösung mit dem richtigen Fett/Schmiermittel ist wohl die einzig richtige Lösung.

Das C8 liegt hier vor mir auf dem Tisch. Stellknopf usw. sind abgebaut und ich kann den Spiegel per Hand hin und herschieben. Dabei werden Geräusche hörbar, die mir auch als "Nicht-Feinmechaniker" in den Ohren weh tuen. Wobei auch der Kraftaufwand nicht ohne ist (!) - hier fehlt also eindeutig geeignetes Schmiermittel! Das ist MEINE Einschätzung bis jetzt.
Die Verstelleinheit selbst ist mit dem Spiegel sehr fest verankert und sollte keine Probleme bereiten. Das Problem scheint zunächst wirklich NUR(!) die Reibung "auf der Achse" zu sein.

Also werde ich mich an Herrn Sommer wenden (vielen Dank für Ihr Angebot, aber ich will es erst mal selbst versuchen), und dann berichten.

Noch etwas zu einem Missverständnis:
Zitat von Hans_Vehrenberg:

Ich habe meinen Namen genannt mit:
Zitat von emmuttersbach:

Viele Grüße
M. (Matthias) Muttersbach

PS.: Und jetzt kann ich auch mal wieder lächeln, weil ich wieder einen Horizont habe :)
 
" Das Problem scheint zunächst wirklich NUR(!) die Reibung "auf der Achse" zu sein "

TssTssTss! :)

Die Ursache des Shiftings ist das Spiel zwischen Blendrohr und Hauptspiegelträger sowie die so weit außen angreifende Fokussierspindel.
Je nach Fertigungsstreuung ist das bei dem einen etwas geringer, bei anderen größer.
Und wenn der Hauptspiegel auf dem Blendrohr kratzt und schabt, dann ist eh was im Argen.
Da hilft nur alles raus und die ganze Mechanik mal überarbeiten.

Wenn Dein Hauptspiegel zu fest auf dem Blendrohr läuft , dann kannst Du das vielleicht etwas gängiger machen, das Problem ansich löst es nicht.

Zum Verständnis der Sache solltest Du hier mal drübergucken.
Vor allem die Hinweise zum Fett! :)
Ganz weg ist das Shifting aber auch nicht, wenn auch deutlich minimiert.

http://www.tbrumm.de/spiegelshifting.htm

Setze einen feinen OAZ hinten dran, nimm die HS-Fokussierung nur zum Grobfokussieren je nach Zubehör, und die Feinfokussierung dann mit dem OAZ.
Das wird für Dich wohl die beste Lösung sein.

 
Hallo,

ich habe einen Microfocuser von Feather Touch anstelle des originalen Knopfes montiert, seitdem läuft das wie geschmiert, butterweich und sehr präzise. Den Baader Steeltrack habe ich jetzt abmontiert, die Aussage hinsichtlich des Gewichts ist zutreffend. Den werde ich dann an ein C11 setzen.

Der Microfocuser von Feather Touch ist wirklich empfehlenswert und hat (zumindest bei mir) alle Shifting-Probleme beseitigt.

Natürlich können diese Probleme auch größerer mechanischer Natur sein.

Viele Grüße + clear skies

Ralf
 
Hallo Zusammen,

ich möchte zu dem Thema auch mal kurz meine Erfahrungen beitragen.
Vor vielen Jahren habe ich mein C11 zusammen mit einer
Losmandy G11 bei einem Händler mit vier großen Buchstaben
gekauft. Der hat auch freundlicherweise gleich die Schiene
auf das C11 geschraubt, dabei aber eine zu lange Schraube
eingesetzt. Nur mit Okular oder Zenitspiegel war auch Alles
ok, aber als ich dann einen Bino-Ansatz dran hatte war auch
ein shifting da, dass bei Fokusieren mit Übersichtsokular (!!!)
die Objekte aus dem Bildfeld verschwanden. Nach Anfrage beim
Händler kam dann der Kommentar: "ist beim SC normal" ... grrr
"So wird man nach dem Kauf auch nicht im Regen stehen gelassen" :confused:
(für Diejenigen, die sich noch an den Werbespruch erinnern).
Jedenfalls stellte ich fest, dass die lange Schraube bei
bestimmten Hauptspiegel-Positionen am Rand des Spiegels
schabte. Zum Glück war sie nicht noch einen Milimeter länger,
dann hätte es bestimmt Muschelbrüche gegeben.
Nachdem ich dann die Schraube gekürzt hatte war Alles ok.

Das Beschriebene wird jetzt wohl nicht auf den aktuellen
Fall zutreffen, könnte aber vielleicht für den ein oder
anderen Leidensgenossen ein Hinweis sein.

Mittlerweile wieder shiftingarme Grüße und CS,
Reinhard

 
Hallo Matthias,

lange hab ich überlegt, ob ich schreiben soll. Nunja was solls. Die Intes Maks haben kein Spiegelshifting, trotzdem der Hauptspiegel "illegalerweise" bewegt wird. Durch diese Vorgehensweise wird nebenbei auch das Öffnungsverhältnis verändert... Dann kommt dazu, das ein klassisches SC den Fangspiegel auf halber Entfernung zwischen HS und Schmidtplatte haben sollte. Bei allen kommerziellen SCTs ist das nicht der Fall. Dafür bekommt man aber 20% mehr in einen Kontainer, wenn sie verschifft werden, nebst einer starken Bildfeldkrümmung. Selten wird auch erwähnt, dass ein f/10 SCT 42% Obstruktion hat. 33% durch den FS und den rest bekommt der (jämmerliche) Strahlengang durch das Blendrohr wieder abgeschnitten.
Neulich hatte ich mich hier in ein Thread über Obstruktion "eingemischt", bin nachdenklich geworden und hab eine Weile gegooglet. Also mein 6" f/8 Newton erreicht diesselbe Energie im Airy Disc wie ein C8, ist aber ca. 1000Euro billiger. Kann dir gerne meine Infoquelle zeigen... ist von einem studierten ;-)
Was denke ich noch so über SCTs (Pfalz es jemanden interessiert). Sie sind dunkelblau oder schwarz, ergo degradiert diese Farbe diese Teleskope zu Konvektionsöfen. Wenn man diesen suboptimalen Gedankengang zuende führt, müsste man konsequenter Weise die Tubusinnenwand hochglanzverchromen. Ich übertreibe mal und sage: da fehlt dann nur noch so eine Glühbirne drinnen mit ausgestanztem "Glühblech" mit dem Schriftzug "LOVE". Dann, aber auch nur dann würde ein SCT eine Wohnzimmertauglichkeit von 100% erreichen.

Okay, evtl. bin ich polemisch. Also das amerikanische shifting-problem kann man m.M. nach nur durch die russische Methode (Intes) lösen. Vor längere Zeit hab ich mir da auch so meine Gedanken gemacht. Kugelumlauf oder Linearführung (das sagt dir was als Metaller).
Nachdem ich mehrfach ein C14 zerlegt hab, zwecks Reinigung und gesehen hab was da drin ist, hab ich all diese Ideen über Bord geworfen.

Okay#2 all das gejammer nützt ja nix. Skywatcher wird ja offensichtlich SCTs in 8 und 11" rausbringen.
http://astro.schmid-koenig.de/ Hier findest du m.M. nach tolle Info zum C8. Z.Z. spinne ich ja rum mir ein "übervorteiltes komafreies Schmidtcassegrain" zu basteln...
Vielleicht hat ja noch jemand einen guten Link zur Hand, wie Intes die Hauptspiegelfokussierung gelöst hat.

CS

Michael

PS: Wenn Meade, Celestron und wie sie alle heissen so schnell wie Skywatcher sind, gibt es ja vielleicht bald einen Silberstreif am Horizont und wir werden beglückt mit der "New Crystalwhite Series --- 17% less tubus seeing"
In den Stückzahlen würde die Intesmethode wahrscheinlich 5$, also 3 "Mark" kosten. The new Crystalwhite shiftingfree Series. Es wird nicht passieren!
 
Hallo alle miteinander,

vielen Dank für die Tipps, Bemerkungen und Anregungen.

Zunächst verstehe ich das "TssTssTss! :) " von Dir, Wolf, eher weniger, da Du auf Deiner Seite genau DAS beschreibst, was ich meinte, Zitat:
"Zwischen dem Blendrohr und dem Hauptspiegelführungsrohr befindet sich ein Schmierfett, damit die ganze Sache besser läuft. Die Viskosität des Fettes bewirkt nun aber auch, dass, wenn ich den Spiegel durch Rechtsdrehung des Fokussierknopfes etwas „ nach unten „ ziehen will, der Spiegel nun wegen der Zähigkeit des Fettes nicht gleich mitkommt und so infolge des o.g. Spiels nach „ rechts „ kippt."

Nun ist mein Ausdruck "Reibung" sicherlich unglücklich gewählt, hat aber (fast!) genau den selben Effekt :)

Verantwortlich ist auch nicht allein "das Spiel zwischen Blendrohr und Hauptspiegelträger" - wie Du schreibst (denn OHNE Spiel gehts nicht!), sondern nach meinem Verständnis einzig und allein die Konstruktion selbst, die ein Shifting geradezu herausfordert. Wenn eine Führung auf dem Blendrohr nicht notwendig wär, würde es gar kein Shifting geben.

Also kann man meine Aussage:
"Das Problem scheint zunächst wirklich NUR(!) die Reibung "auf der Achse" zu sein"
auch mit einem niedlichen JA beantworten - oder?? :cool:

Folgerichtig muss ein Fett verwendet werden, das so wenig wie möglich an Viskosität aufweist - wie Du ja auch auf Deiner Seite schreibst, Zitat:
"Ich habe es mit verschiedenen Sorten versucht und bin immer wieder bestätigt worden, daß Fett mit geringerer Viskosität besser ist!"

Als ich DAS las dachte ich sofort an Trockenschmierung :biggrin:, denn das radiale Hin und Her des Spiegels über die Fokussierachse ist weniger ein Problem, als ein Kippen über das Spiel zwischen Blendrohr und "Hauptspiegelführungsrohr" (nennt man das Rohr wirklich so?)

Es kann natürlich auch sein, dass Du meine Ortsangabe "auf der Achse" nicht lokalisieren konntest :) - was ich verstehen würde.
__________________
Nun denn, was habe ich unternommen:

Ich habe das alte Fett entfernt, ein Molybdänfett stark mit Graphit-Pulver angereichert und auf die betreffenden Flächen aufgetragen (quasie als Kompromiss zwischen zähem Fett und Trockenschmierung), und alles gut "eingerieben" (soll heißen: gängig gemacht durch Drehen und Hin- und Herschieben - die Graphit-Körner müssen zerrieben werden, schließen die Poren und evtl auch Rillen usw.).


Als Nächstes habe ich mir den Tipp von Reinhard durchgelesen und mal nachgeschaut.
Jeder Hobby-Astronom denkt natürlich von sich (wie ich auch!):
"DAS passiert MIR! NIE!"...
dass zB eine Schraube soweit in den Tubus ragt, dass sie am Spiegel schleift.

Ich habe das C8 ohne Sucher gekauft und statt dessen mit einer Schraube (es waren 2 bis Anschlag eingeschraubt!) den Sucherschuh meines SKM 127 am C8 befestigt - die zweite Schraube blieb dort, wo sie war: eingeschraubt eben.
Nach rein visueller Kontrolle schien alles OK. Nachdem ich aber den Spiegel draußen hatte und ihn kontrollierte, sah ich winzige Schleifspuren am Radius des Spiegels - diese Schraube nagte im µ-Bereich am Spiegel!!

Weil MIR ja sowas NIE passiert ;) , hätte ich ohne den Tipp von Reinhard dort gar nicht nachgeschaut - jetzt bin ich natürlich ein Stück schlauer - Also DANKE für den Hinweis!

Diese Schraube hat nun eine Unterlegscheibe verpasst bekommen - die schabt (hoffentlich) nie wieder an meinem Spiegel.

Leider kann ich nicht mit Sicherheit sagen, welche der beiden Maßnahmen erfolgreich war, um das beschriebene Shifting zu beseitigen. Fakt ist aber folgendes:
__________________
Das Ergebnis:

Dank der ausreichenden Hinweise, speziell von Wolf, Hans_Vehrenberg und nicht zuletzt Reinhard, wurde das Shifting wirklich auf ein Minimum reduziert. Ein Original-C8 ohne Shifting gibts nicht. Das lässt die Konstruktion definitiv nicht zu. Wer ein Shifting-freies C8 will, muss den Spiegel festsetzen und einen OAZ anbauen - was Kosten bedeutet.

Das Shifing an meinem C8 beschränkt sich nun auf weniger als 1/2 Durchmesser des Jupiterscheibchens (bei C8 mit Vixen 1,25" LV 5mm, Datum 31.07.2008).
Weniger geht wohl nicht - oder?

Danke nochmal an alle, die hier Tipps verbreitet haben! :super:

Viele Grüße
Matthias

PS.: Die Schraube war wirklich einen Kopfschüttler wert... nach dem Motto: Wer hätte DAS gedacht!?
 
Hallo Matthias,
ok, der Gag mit der Halteschraube für die Gabelbefestigung war auch bei mir eingebaut. Da ich den aber schon vor 20 Jahren mal bemerkt und beseitigt hatte, war er mir entfallen.

Nun, Dein shifting beträgt 1/2 Jupiterdurchmesser, bei mir ist es etwas mehr 60-70% davon.

Trotzdem solltest du bei der Findung des Fokus mal darauf achten, wie schwer es ist, trotz langer Brennweite DEN Punkt zu erwischen. Bei wechselnder Links / Rechtsdrehung um den Fokus kippelt der Spiegel nämlich nur, bewegt sich aber nicht auf der Gewindestange. Die gefundene Position ist nicht dauerhaft, sie verstellt sich selbstätig.

Der ultimative Tip ist, nur mittels Linksdrehung des Fokusknopfes (dabei wird der Spiegel gegen die Schwerkraft nach vorne geschoben und das Gewicht liegt immer auf der druckbehafteten Seite des Gewindeganges) scharfstellen. Gelangst Du über den Schärfepunkt hinaus -> wieder ganz zurück und neu einstellen.

Somit erreichst du eine Einstellposition des Spiegels die reproduzierbar ist. Kollimierst Du Dein C8 in diesem Punkt, erreichst du den optimalen Arbeitspunkt nahzu immer. Alles andere ist Glücksache.

Nebenbei ist das auch die Position die am wenigsten bei einer Langzeitbelichtung (durch die Drehung des Tubus) shiftet!

Weil diese Art der Fokussierung sehr mühselig ist, habe ich mich zum Drehfokussierer entschieden.

Da ich mein C8 alle paar Jahre mal wieder demontiere, reinige und neu "abschmiere", werde ich Deinen Tip mit der "Trockenschmierung" mal testen, vielleicht wird mein shifting auch noch etwas geringer.

Jedenfalls hat sich für Dich der Einsatz gelohnt. Ich wünsche Dir viel Spass mit Deinem C8. Es sind hervorragende Geräte (man muss sie halt gut kennen), trotz allem.

Ein Gruß aus der Eifel von
Karl Heinz

etwas offtopic:
Mein besonderer Gruß an Herrn Vehrenberg, bei dessen Vater ich mein C5 Mitte der 70er und mein C8, Ende der 70 er Jahre erwarb. Allein das Verkaufgespräch war ein besonderes Erlebnis, man hatte nicht das Gefühl zu einem Kauf gedrängelt oder überredet zu werden. Ich habe wochenlang überlegt, bis ich mich endlich für das C8 entschied und heute noch bin ich überzeugt, dass es derzeit ein sehr guter Kauf war. Von der Fachkompetenz brauchen wir erst garnicht reden. Um es mit den Worten der Generation "Heute" zu sagen
"Die Kaufberatung bei Vehrenberg war kultig"

Karl Heinz
 
Hallo Karl Heinz,

vielen Dank für die Hinweise zum Fokussieren. Ich kenne das Spielchen von meinem vorigen C8, hatte aber nie ernsthafte Probleme.

Ich weiß noch nicht genau was ich weiter mache (Drehfokussierer oder so ähnlich). Ich denke es bleibt erst mal alles so, wie es ist. Ich brauche sowieso erst mal noch mir wichtigeres Zubehör.

Ich habe da noch eine Frage zum Tubus:
Ich habe versucht, die Spiegelzelle vom Tubus zu lösen - klappte aber nicht. Ist da was geklebt? (Sieht fast so aus.)
Ich habe dann den Spiegel so ausgebaut - ist aber ne verdammt kniffelige Angelegenheit, wie ich meine.

@ Michael:
Danke für den Link, aber soweit werde ich wohl nicht einsteigen.
Du scheinst ja nicht gerade gut auf die Geräte zu sprechen zu sein...
Wo Du den festen Wert von 46% Obstruktion herholst erschließt sich mir nicht ganz - aber ok. Wenn ich einen fototauglichen 8" Newton nehme, komme ich auch locker auf 30 - 32%. Beim C8 sind es 33% + einer Variable x (in Abhängigkeit der Lage des HS) durch das Blendrohr, die aber keine 14% betragen dürfte, wenn man nur das relevante Licht berücksichtigt. Das gleiche gilt übrigens auch für MAK's ;)

Man kann ja das Blendrohr auch kürzen... :o

Hier übrigens noch ein Link mit der Beschreibung der Fokussiereiheit an einem Intes Micro Alter M715:
http://www.stern-fan.de/Seiten/teleskope-M715.htm

Viele Grüße
Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mathias,
bezüglich Spiegelzelle ..
Mehrfach habe ich versucht die Spiegelzelle nach dem Lösen der Schrauben durch Einsatz von ´sanfter Gewalt´ vom Tubus zu trennen. Es gelang mir nicht. In einem englischsprachigen Forum habe ich einmal gelesen, dass der Tubus mit der Spiegelzelle verklebt wurde. Das macht auch Sinn, da die Lage der Tubusachse (und damit der Schmidtplatte) zur Spiegelachse die opt. Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Ist diese Einstellung Werkseitig 100% erfolgt, wird die mit der Zeit fällige Kollimation auf die relativ einfache Justage des Sekundärspiegels beschränkt, die für jeden Anwender in wenigen Minuten machbar ist.

Zur Herausnahme des Spiegels muss man ihn, nachdem man ihn vom Bafflerohr abgezogen hat um 90° drehen, so dass man den Spiegelrand durch die gegenüberliegenden Erweiterungen am Haltekranz für die Schmidtplatte durchreichen kann.

Diese Erweiterung ist unterhalb der Dichtung/ Frontplattenauflage auffindbar. Man muss da schon etwas vorsichtig sein, den Spiegelrand nicht zu zu beschädigen.

Mit der Zeit kommt die Übung, dann geht das fix von der Hand.

Zu der Erbsenzählerei (Prozentrechnung) sag ich mal besser nix. Sonst muss ich mir noch ein paar Tüten Chips und Salzstangen holen......

Mit einem Gruß aus der Eifel von
Karl Heinz



 
Hallo zusammen,

Ich hab mal eine Frage zum shifting des C8.
Seit kurzem besitze ich ein neues C8 XLT OTA und konnte es erst kurz austesten und mir viel kein merkbares shifting auf :)
Ich hab da mal was gehört das bei den neuen SCs CPC irgendetwas modifizieert wurde um das shifting zu beseitigen ??
Es hat sich bei den neuen SCs auch das Design an der Rückseite etwas verändert, es schaut jetzt genauso aus wie die neuen CPC SCs Serie.

Hat da jemand vielleicht Informationen was da modifiziert wurde.

Viele Grüße
Ernst

 
Hallo Ernst,

also ich denke, dass Mitte der 1990er die Spiegelzelle geändert wurde (die Armierungen wurden nach innen verlagert, somit war sie von außen "glatt"). Dabei wurde allerdings die Fokussiereinheit beibehalten.

Die Zelle wurde aber nun erneut geändert (wann?). Das sieht man Okularseitig deutlich, weil dort mit der Weile eine "quasie-dreieckige" Erhebung zu sehen ist (bei Dir wohl auch?).

Ich weiß aber nicht, ob sich an der Fokussiereinheit was geändert hat. Wenn JA, dann hätte ich mir den Kauf eines gebrauchten Gerätes evtl. echt sparen können... ?

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Matthias, hallo Leute,

hmm wo fange ich an? Meine blumigen Ausführungen gegen das C8 hast du zum Glück nicht persönlich genommen... Neulich hast du dir ja auch Luft gemacht gegen die EQ6. Ich hab mir so eine auf dem ATT neu gekauft aber als "pro"-Version. Deine Probleme mit dem Getriebespiel kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Warum ist das so? In den Massen, wie diese Montierung hergestellt wird, würden höherwertige Getriebe preislich kaum noch ins Gewicht fallen. M.M. nach wird offensichtlich versucht, künstlich einen Qualitätsunterschied zu etablieren a lá ...und wenn sie 500€ mehr bezahlen, bekommen sie sogar...usw.
Mit welcher Rigorosität und Konsequenz du dir eine Montierung gebaut hast, finde ich ganz toll. Vielleicht ist ja die Fokussierung an deinem C8 auch nicht so sicher vor dir? ;-)
Meine kritikwürdige Baustelle heisst Skywatcher 6"f/8 Newton. Aussen auch nicht weiss, innen nicht wirklich schwarz und der OAZ gibt einen lustigen Eierbecher ab. Das C8 lässt sich wohl am besten mit silbernen Heizkörpertapete verbessern. Der Newton wird in den Schellen gedreht und geschoben, da eignet sich wohl eher weisse Folie zum bekleben. Und innen? Merkwürdig, das selbst billigste Refraktoren Blendringe eingebaut haben. In Spiegelteleskopen läuft der Strahlengang zweimal/dreimal durch den Tubus. Sollte dann doch zweimal/dreimal wichtiger sein als im Refraktor. Warum wird das nicht gemacht? Schwarzer Velour scheint schonmal ein ganz guter Weg zu sein. Momentan überlege ich einen künstlichen Stern zu basteln und diesen vor und nach der deepsky-brotherschen Kur zu fotografieren und in der Bildverarbeitung nach den Grauwerten im Bildfeld zu schauen. Nur wie siehts dann mit flächigen Objekten aus wie Nebel, Planeten, Mond und Sonne? Vielleicht hat ja hier jemand eine Idee. Es ergäbe einen A-B Vergleich. Hobbyastronomen sind ja ein zahlengläubiges Gesindel ;-) Und so wäre doch eine Aussage wie: ej das bringt 17% mehr Kontrast, ne feine Sache. Denk nur was das Wort Strehl ausgelöst hat. Oder Obstruktion (Asche auf mein Haupt), diese lässt sich ja herrlich wieder in Zahlen fassen. Dabei ist Seeing deutlich destruktiver, hängt aber sprichwörtlich schwammig im Raum.
Erneut hab ich Frevel begangen und deinen Thread verbogen. Ich fange schonmal an Asche zu streuen. :-)

CS

Michael

PS: Wenn eine EQ6 nicht sauber läuft, heisst sie Schrott. Wenn eine Losmandy G11 zickt, heisst sie Diva. Komisch.

 
Hallo Michael (und Mitleser),
also wenn man Deine Polemik erstmal richtig zu nehmen weiß, dann könnte sie auch durchaus als konstruktiv bewertet werden.

Es gibt kein ultimatives Allroundgerät. Deswegen benutzen die meisten 2 Teleskope.

Das beste Teleskop ist immer noch DAS, was man am häufigsten nutzt. Du wirst kein „ultimatives“ finden.

Das C8 zB zeigt definitiv Schwächen. Aber es wird „benutzt“ - und zwar im Deep-Sky-Bereich als auch für Planetenbeobachtung. Wobei ich sagen kann, dass die Ergebnisse solcher Beobachtungen und auch Fotos zT beeindruckend sind. Und das gilt wirklich für beide Sparten.

Somit ist das C8 für mich ein Allroundgerät - sicherlich mit Schwächen. Aber deswegen nicht „schlecht“. Und deswegen auch für Einsteiger durchaus geeignet. Allerdings muss man sich schon die Mühe geben, das C8 kennenzulernen -keine Frage.

Mein Traum war ja immer (oder ist immer noch) ein 8“ F/4,5 Newton + ein langbrennweitiger 5“ FH Refraktor. Wobei meine Monti beide zusammen tragen würde. Aber wenn man ne Familie zu versorgen hast, kann man das Geld, das für Essen und Kleidung kalkuliert wird, nicht in Teleskope ummünzen ;)
Also ist es ein gebrauchtes C8 geworden. Und selbst DAS war für unsere Möglichkeiten schon happig. Aber ich bereue es bis jetzt nicht. Und meine Frau hat letztens beim First Light den Jupiter wohlwollend bestaunt.

Wo willst Du denn die -sicherlich nötigen- Blenden einbauen – es ist doch gar kein Platz... . Man könnte höchstens versuchen, Berechnungen für Blenden im Blendrohr anzustellen und entsprechend einzubauen. Alles andere wäre Humbug.
Hier sind auch schon erste Überlegungen gemacht und auch wieder zT verworfen, weil die Blende sich (für ein Optimum) mit dem HS (aber entgegengesetzt) beim Fokussieren bewegen müsste. Es sei denn, man setzt den Spiegel fest und nutzt einen ordentlichen OAZ.
Wie Du siehst, ist die Fokussierung vor mir wirklich nicht sicher – hat aber doch Zeit ;)

Ich frage mich immer wieder, wieso Leute ein C8 in Alu oder sonst was packen. Wo liegt der Sinn? Wenn ich am Sternegucken bin, dann brauche ich kein helles Teleskop, das mich in den Guckpausen freundlich anblendet (zB bei Mondlicht). Ich habe sogar überlegt, es außen mattschwarz zu lackieren. Dann müsste ich aber meine Monti erst mal schwarz machen – was wohl demnächst auch passieren wird (mit Schrumpflack :) ).

Gestern bin ich durch den halben LKR Freudenstadt gedüst und habe Velours-Folie gesucht (weil der Tubus innen glänzte, wie ein Weihnachtsbaum – da hat sich wohl irgendwie Fett von der Spiegelführung verselbständigt, meins war es nicht!) – vergeblich.
Dann habe ich den Tubus schlussendlich mit einer dünnen Lage schwarzem Filz ausgelegt, welches ich in einem Buch- und Bastelgeschäft entdeckt habe. €4,40 der Meter, ca 1,5 - 2mm dick. Vielleicht werden Einige jetzt die Augen rollen, is ja auch ok.
Filz ist natürlich lange nicht so gut wie Velours, aber 1000mal besser, als Krepp-, Fotopapier oder gar die originale Lackierung – ich habe es dann doch gewagt. Und es ging tadellos:
- Tubus innen entfettet (Achtung! dadurch wird er innen noch blanker!),
- innen komplett mit „UHU Por®“ eingekleistert, (hatte ich von meinem Koffer fürs SKM 127 noch über)
- die zuvor zugeschnittene und sauber aufgerollte Filzmatte rein,
- noch ein paar Schönheitsschnitte,
- fertig.
Außerdem kann man mit dem flexiblen Filz die nach innen stehenden Schrauben problemlos verstecken. Die Naht ist nahezu unsichtbar und es fusselt nichts (wenn man ein sehr scharfes Messer benutzt!!)
Warum ich das jetzt schreibe? Ganz einfach: erstens war es die nächste OP am C8 und zweitens habe ich ein Foto (Tageslicht, ohne Streulichtblende) „vorher“ gemacht. Werde heute versuchen ein Foto am selben Objekt „nachher“ zu machen, allerdings ist der Spiegel noch nicht vom OP-Tisch runter :). Damit hätten wir einen Vergleich und eine etwaige Aussage, was die Auskleidung denn gebracht hat.

Zur EQ-6 „nur“ soviel (wird länger :) ):
Wer eine tragfähige Monti haben will, soll sich doch so eine EQ-6 kaufen und dabei immer daran denken, dass sie ein Clone (Clown?) ist, der dem Hersteller des Originals das Leben nicht leichter macht. Außerdem scheint sie schlichtweg „mies“ gefertigt. Die x Arbeitsstunden und das nötige Geld, um eine EQ-6 wirklich fototauglich zu machen, sollten einem ebenfalls zu denken geben: Da werden Motoren, Getriebe, auch Steuerungen, zT sämtliche Lager, Fett und komplette Schneckenräder und Schnecken ausgetauscht (nebst der Beseitigung von diversen Spänen!).
Wer eh „nur mal gucken“ will, sollte sich für viel weniger Geld bei größerer Öffnung gleich einen Dobson zulegen – viel einfacher zu bedienen und dabei wesentlich leichter.

Im Prinzip ist die EQ-6 eine Beleidigung des Originals.

Seit ich „weiß“, dass den Leuten von Skywatcher das Original wahrlich auf den Tisch gepackt werden musste, mit den Worten „So sieht eine Montierung aus“, weiß ich auch, dass eben diese Leute keine Ahnung von Montierungen haben/hatten. Genau SO sehen der Zeit die Montierungen auch aus.

Wir sind hier in Deutschland durchaus in der Lage, leistungsfähige Geräte und auch Montierungen selbst zu bauen, wenn das Geld für eine Takahashi oder Losmandy etc nicht da ist. Die Stunden, die DABEI anfallen, sind allemal wertvoller als die, die anfallen um eine EQ-6 zu optimieren. Und was ich bis jetzt an Selbstbaumontis gesehen habe, kann sich allemal mit der EQ-6 messen.
Viele aber scheuen sich davor selbst etwas auf die Beine zu stellen – vielleicht auch aus Angst vor Misserfolg(en). Das empfinde ich als sehr schlecht, denn wir haben alle die Möglichkeit, uns schlau zu machen, bevor was in die Hose geht. Und „dumm“ sind wir eigentlich auch nicht. Aber deutlich zu sehen ist: wir scheuen Innovation und Selbstinitiativen ... Warum??
Wir können aber auch gern den Chinesen die Sparte „Geräte-für-Hobby-Astronomie“ überlassen. Na dann: Prost! - ich freue mich schon jetzt auf die Schlagzeilen und das Gejammer...

Jeder kann mich wegen Lösungsvorschlägen ansprechen/-schreiben. Auch Fertigung ist in gewissem Rahmen möglich. Aber es gibt hier noch viel mehr und vor allem fähigere Leute als mich! Also schwingt Euch endlich in die Hufe und baut Euch Eure Monti.... .

Wer das Geld hat, kauft sich eh keine EQ-6 – sondern eher eine Takahashi, eine Losmandy, eine Vixen oder eine MAM usw. Mit oder ohne GoTo... (ich brauche keins).

Zu Deinem Skywatcher 6"f/8 Newton:
bau erstmal einen ordentlichen Fangspiegel ein. Die Farbe außen ist soweit mal irrelevant :) . Ein weißer Tubus sieht edel aus, taugt aber in einer Mondnacht genausoviel wie ein Scheinwerfer, der Dir ins Gesicht leuchtet.

Ich muss mal ne Pause machen.
Viele Grüße
Matthias
 
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