Hilfe.Suche Teleskop,habe aber kein Überblick mehr

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waldi

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Hallo.
Bin neu im Forum und suche Hilfe.
Habe bis jetzt ein 60mm Linsen Teleskop gehabt und habe Mond, Planeten, Orionnebel, Andromedanebel und paar Sterne beobachtet, habe auch sehr großen Spaß daran gefunden. Jetzt möchte ich ein größeres Teleskop zulegen so zwischen 450 bis 500 Euro Preisklasse. Jemand hat mir mal gesagt „ich soll bei Teleskop Service nachschauen“ aber da sind so viele Geräte ausgestellt da blicke ich überhaupt nicht mehr durch. Vielleicht kann mir jemand helfen? Ich suche einen transportablen ( wohne im zweitem Stock und muss immer runter tragen) stabilen einigermaßen leistungsfähigen gegen Störungen nicht anfälligen Teleskop mit Montierung für die Nächsten paar Jahren. Möchte Planeten aber auch Nebel und Galaxien beobachten, später vielleicht auch fotografieren. Habt Ihr paar Ideen? Schreibt bitte Paar Hersteller und Modelle auf, aber bitte von denen was bei Teleskop Service auch zu kaufen sind.

Ich danke euch im Voraus.
 
Hallo

wenn man was Servicefreundliches sucht, kommt wohl nur ein Refraktor in Frage. Hier entfällt die Justierung des Spiegels. Nur man muss wissen wo der Schwerpunkt der Beobachtung liegen soll, Deepsky (Reflektoren) oder Stern,Planeten (Refraktoren) . Möchtes Du auch Fotografie machen? Dann nehme eine gute Montierung. Ich habe festgestellt das selbst die Skyview das untere darstellt.
Besser alles über EQ-3 / Skyview.

Schaue einfach auf den TS Einsteigerseiten.
http://teleskop-service.de/einsteiger.htm

Ich habe mich dafür entschieden:
http://teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Komplettgeraete/gsovorschau.htm#901000
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Dies soll bei den grösseren Deepsky lt: diesem Forum auch gehen, muss ich aber noch versuchen.
 
wenn man was Servicefreundliches sucht, kommt wohl nur ein Refraktor in Frage.

Ich verstehe nicht, warum immer wieder dieser Unsinn verbreitet wird. Solange man nicht gerade einen f/4 Newton hat, sind selbst die meisten Newtons durchaus justierstabil (die TAL's sogar praktisch justierfest). Mit einer Mittenmarkierung auf dem Spiegel und einer gelöcherten Filmdose ist übringens eine allfällige Justage in einer Minute erledigt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> . Weiters hätte ich noch nie gehört, das all die Inhaber von SC's und Maksutovs ständig an ihren Sekundärspiegeln herumjustieren müssten ...

Also: Die Justierbarkeit der Newtons ist wohl kaum als Nachteil zu sehen, eher die Unjustierbarkeit mancher anderen Systeme - da hat man weniger Korrekturmöglichkeiten, wenn's ab Werk nicht ideal passt.

 
wieso Unsinn, fakt ist das ein Reflektor Spiegel sich verstellen kann. Dann gibts Arbeit, egal wie lange dies nun dauert. Oder?
Und die Mittenmarkierung ist wohl kaum auf dem Spiegel schon drauf.
Und eine Justierung mit Justierlaser dauert bei einem auch nur einen Augenblick, beim anderen wieder länger.

Alles Einstellungsache.
 
Re: Hilfe.Suche Teleskop,habe aber kein Überblick

Moin Waldi,

ich empfehle ja bei solchen Gelegenheiten normalerweise den Newton 114/900. Der hat auch gegenüber dem 100mm Refraktor, der Dir bereits vorgeschlagen wurde, einen paar Vorteile.
Zunächst mal hat der Refraltor einen deutlich sichtbaren Farbfehler, einen Blauen Saum un helle Sterne, um den Mond, um Jupiter, usw. Das stört durchaus die Erkennbarkeit von Details. Beim Newton ist das Bild hingegen farbrein.

Beide Teleskope haben aber ein Problem: Der Refraktor ist ca 90cm lang, der Newton etwa 80cm. Das lässt sich zwar bei derart leichten Teleskopen noch gut durch das Treppenhaus bringen, aber die Gefahr besteht, daß man aneckt. Während man nach einem solchen Unfall den Newton einfach neu justieren kann, sieht das beim Refraktor wesentlich schlechter aus.
Ausserdem war ja Dein Wunsch ein transportables Gerät. Das ist in dieser Preisklasse schwierig. Aber das TS-Mak würde passen.
Das ist ein Gerät, was mehr auf Planeten spezialisiert ist. Natürlich kann man damit auch DeepSky beobachten und auch in dieser Disziplin bietet es viel mehr als Dein jetziges Teleskop.
Mondfotos sind damit prima möglich, mit der Webcam auch Fotos der Planeten. Mit der Skyview Montierung kannst Du dann auch den Einstieg in die DeepSky-Fotografie wagen, indem Du sie mit Motoren ausrüstest und eine Kamera huckepack auf das Teleskop aufsetzt. Das Teleskop wird dann zum Nachführen verwendet, während die Kamera mit 50mm oder 135mm Objektiv fotografiert. Man kann sich dann bis zum 500mm Tele-Objektiv steigern. DeepSky durch das Maksutov erfordert abenteuerlich lange Belichtungszeiten und ist deshalb unattraktiv.

Clear Skies
Sven
 
Fakt ist, dass man was tun muss. Andererseits muss man tief in die Tasche greifen, um einen Refraktor vergleichbarer Leistungsfähigkeit zu bekommen, wenn man das nicht haben will. Wenn das bei grösseren Kalibern überhaupt geht...

Edited: Oh, in der flachen Darstellung versteht das keiner mehr. Ich bezog mich auf Burkis Bemerkungen dazu, dass man Reflektoren halt justieren muss und dass man diesen Aufwand niemals ganz wegkriegen kann.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also: Die Justierbarkeit der Newtons ist wohl kaum als Nachteil zu sehen, eher die Unjustierbarkeit mancher anderen Systeme
Justirfähigkeit und Justiernotwendigkeit sind einfach Faktoren auf einer sehr langen Liste von Kriterien, nach denen man ein Teleskop bewerten kann (und muss). Es liegt in der Natur der Sache, dass jeder zu unterschiedlichen Wertungen kommt. Das Gesamtpaket zählt. Und bei mir sähe das dann so aus:

500 Euro für von zuhause aus losfahren: 8" f/6 Dobson (ich trags auch aus dem Keller hoch...)

500 Euro für Reise und ad hoc Spechteln auf dem Balkon: ein gutes Fernglas (zB 10x50) auf einem Stativ

500 Euro für etwas parallaktisch montiertes: 114/900er Newton (nicht auf EQ-2)

Und Wolfi's neuen Budget-ED würd ich mir mal anschauen... (aber der geht ja dann ein wenig über die Grenze)
 
ein refraktor ist nur dann weniger justieranfällig,
wenn die objektivfassung und der okularauszug von
wirklich hoher qualität und genauigkeit sind.

bei den günstigen refraktoren von Synta und GSO
ist das leider nicht der fall. der okularauszug
muß nach der lieferung und auch danach in bestimmten
zeitabständen immer wieder justiert werden,
weil sich die teflonstreifen abnutzen und der auszug
ausleiert und immer wieder abkippt. bei schwererem
zubehör kippt er sowieso nach unten weg.
das nachjustieren des okularauszuges ist nicht
trivial und wegen schlechter justiermöglichkeit
muß man oft sogar basteln, um ihn exakt auf achse
zu bekommen bzw. zu halten.

viele billige refraktoren haben zuviel spiel in
der linsenfassung, wodurch verkippung und versatz
entstehen können. häufig wird der refraktor bereits
mit dejustierter optik geliefert. ebenso oft
muß nach einem transport aufs feld wieder nach-
justiert werden. versatz und verkippung zu beheben
ist für einen einsteiger praktisch nicht möglich.
er muß darauf hoffen, einen refraktor mit korrekt
sitzenden linsen zu bekommen und er muß auch
darauf hoffen, daß beim häufigen transporten nichts
mehr schiefgeht.

bei einem newton hingegen können sämtliche möglichkeiten
der dejustage mit den vorhandenen justierschrauben
relativ einfach korrigiert werden. man muß sich anfangs
zwar ein paar stunden damit beschäftigen und wirklich
verinnerlichen und begreifen worum es beim justieren geht,
dann aber hat man die absolute kontrolle über sein
gerät. bei einem billigen refraktor kann man davon
nur träumen und beten das nichts passiert.

desweiteren sei noch zu erwähnen:
gut für planeten sind nur jene refraktoren, die ein
bild mit bestimmter farbreinheit liefern.
bei einem fraunhofer muß das öffnungsverhältnis
1.22 mal die öffnung in cm sein.
ein 100mmm fraunhofer-refraktor ist daher erst
bei f12.2 oder mehr farbrein und für planeten geeignet,
mit einer gewissen toleranzgrenze nach unten.

der vorgeschlagene 100mm/1000mm liegt also schon unter
dem limit, kann aber weniger anspruchsvolle beobachter
sicher auch noch zufriedenstellen.

hier entscheiden dann die eigenen ansprüche an die
bildschärfe und die kontrastwiedergabe, bzw. der
angestrebte einsatzbereich mit seinen anforderungen
an optik und mechanik.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
hallo waldi,

eine konkrete empfehlung ist auch davon abhängig,
ob die möglichkeit hast das gerät schon einige
zeit vor dem beobachten auf einem balkon auskühlen
zu lassen und wieviel zeit du für das beobachten
selbst aufbringen willst.

grundsätzlich würde ich dir nämlich auch, so wie
sven, den 114/900er newton empfehlen. das gerät
braucht im winter aber doch etwa eine halbe stunde
bis es einsatzbereit ist. dieses gerät würde ich
mit einer EQ3 oder SkyView kombinieren.

kannst du das gerät aber nicht schon vorher auf
dem balkon auskühlen lassen, wäre ein refraktor die
bessere wahl, da dieser nach etwa 15min einsatzbereit
ist. wegen der transportierbarkeit sollte er dann
nicht zu groß sein. ein 90/1000er geht für dich vielleicht
noch, montiert auf einer SkyView. bei Telskop-Service
wäre das der GSO 90/1000.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Du kannst lesen!?

Hallo Burki,

du kannst lesen,dann lies doch einfach mal was
der steirische Austronom <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> schreibt:

Also: Die Justierbarkeit der Newtons ist wohl kaum als Nachteil zu sehen, eher die Unjustierbarkeit mancher anderen Systeme - da hat man weniger Korrekturmöglichkeiten, wenn's ab Werk nicht ideal passt.

Das ist ein echter Vorteil!Nicht ohne Grund sind
die größeren billigen Chinarefraktoren seit einiger Zeit
mit justierbaren Objektiven ausgestattet worden,
eben weil die Justage ab Werk zu oft nicht paßte
und das Teleskop dann nicht brauchbar war...

Binoviewer schreibt es hier detaillierter.

MfG,Karsten
 
Nachtrag:

Falls Du Dir einen "Qualitäts"-Refreaktor zulegen willst; ein gebrauchter

Refraktor Meade "Explorer 395" (90mm/1000mm), OTA mit Schellen und Sucher
Lackschäden am Sucher, ansonsten wirklich sehr guter Zustand
Verhandlungsbasis 180,-EUR + Versand

ist hier im Forum günstig zu haben.
Refraktor Meade "Explorer 395" (90mm/1000mm)

Dazu brauchst Du noch eine EQ3 Montierung von TS-Ransburg.

Geh hin zum Ransburg und schau Dir die Geräte an, insbesondere auch das
von Sven_Wienstein genannte "TS- Mak"
 
Hallo waldi,

also zunächst hab ich gedacht, der Mensch da auf der anderen Seite will mehr sehen! Stimmt wahrscheinlich auch, deshalb mein erste Idee:

GSO680 Dobson - 200/1200 Newton mit 2" Okularauszug mit 32mm 2" Okular für 470 Flocken

Dann kam die Einschränkung "transportabel" -zwei Stockwerke ??
Also ich hab derzeit einen 14" Dobson dessen schwerstes Stück 26kg wiegt. Das ist dann schon eine Überwindung den borcken rauszuschleppen (bei mir sind das 3Etagen Altbauhöhe). Also der GSO680 is in zwei Teilen transportabel und der Tubus wiegt ca.9kg und die Rockerbox ca.10kg. Wenn es leichter sein soll, dann würde ich eine Stufe kleiner empfehlen (dann wiegen die Teile ca. 2kg weniger):

GSO580 Dobson - 150/1200 Newton für 220 Flocken

Dann kannst Du Dir noch ein paar Goodies als Ausstattung dazu holen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />)
(Als Zweitgerät hab ich auch einen 6" Dobson <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />)

Dann kam die Einschränkung "Montierung" ??

Jetzt ist die Dobsonmontierung auch eine Montierung, aber Du meinst wahrscheinlich eine paralaktische Montierung und damit wird es jetzt wieder teuer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />(
Meine Empfehlung dazu würde wahrscheinlich deinem Vorschlag entsprechen. Als Alternative würde ich noch:

Astro Reflektor 150/750mm auf Sky View - mit 2" Auszug
Öffnung 150mm - Brennweite 750mm auf Atro-5 Monti nennen
498 Flocken...

Aber wegen der kurzen Brennweite sind hohe Vergrößerungen an solch einem Gerät eher schwierig bzw. mit teueren Okularen verbunden.

Und jetzt kommt der Hammer der Anforderungen...
Fotografieren...UUUAAAAAHHH

Ich will dich ja nicht entmutigen, aber jetzt brauchts eine wirklich gute Monti was natürlich auf die erreichbare Öffnung geht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Eigentlich gibt es jetzt in deinem Budget keine ordentliche Empfehlung mehr. Aber nichts für ungut, ich hab da folgende Idee für deinen weiteren Werdegang... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Jetzt erstmal den Kauf von dem 6" Dobson -> 220 Flocken
Dann in einem bis zwei Jahren eine fototaugliche Montierung im Preissegment zwischen 500 und 1100 Flocken Mit Motoren und Steuerung z.B. die CG5 Monti
Ein paar Rohrschellen für den GSO-Tubus
Ein paar Rohrschellen für dein 60mm Teleskop als Leitrohr
Ein Fadenkreuzokular 50-100 Flocken
Ein Kamera hoffentlich schon vorhanden

Damit kann dann auch das Fotografieren losgehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Aber ich warne ausdrücklich vor Arperture-Fieber, das dich bei dem Blick durch den 6" in einer dunklen klaren Nacht befallen kann. Der Virgo-Haufen ist der Hammer...und dann das ganze mit 8" oder 12" oder vielleicht 14" oder 20"....?
Dann sind die Fotografierpläne eh dahin! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß
Dr.Faulkult alias Winfired
 
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