Hilfe zum erfolgreichen Start in die Planetenfotografie

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Astrozombie

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Moin aus Hamburg,

ich möchte demnächst meine ersten Schritte in der Planetenfotografie machen. Da ich immer eine Weile raus aus Hamburg fahren muss, möchte ich so gut wie möglich vorbereitet sein damit draußen nicht all zu viel schief geht.

Zur Ausrüstung,

Kamera:
Zum Aufnehmen möchte ich meine ASI 224 mc nutzen. Ich habe mir Damals die 224er als Guiding Cam gekauft um diese ggf. zur Planetenfotografie zu nutzen, war wohl die richtige Entscheidung :ROFLMAO:
Hier gleich meine erste Frage, brauche ich einen UV/IR Cut Filter? Den müsste ich mir noch besorgen.

Nachführung:
Hier werde ich meine EQ-6 R nutzen, denke da gibt es nichts zu beachten :ROFLMAO:

Teleskop:
Hier ist es ja irgendwo logisch das mit größten Brennweite zu nutzen.
Ich habe ein 8" 200/1000 PDS und noch im Keller ein GSO 200/1200 Dobson. Ich frage mich ob die 1000mm Brennweite vom Skywatcher ausreicht oder ob ich dem Dobson 2 Rohschellen verpassen sollte und lieber den nutze.
Grundsätzlich würde ich lieber den Skywatcher nehmen, weil ich dann draußen ohne viel Umbauaufwand noch auf Deep Sky wechseln kann.

Barlow:
Ich habe einen Explore Scientific Fokal Extender 2x, 1,25". Also würde ich beim Skywatcher bei 2000mm und beim GSO Dobson 2400mm.

Soviel zur Ausrüstung, gibt es noch etwas was zu empfehlen wäre?

Zum aufnehmen hätte ich Sharpcap oder Firecapture. Bei Firecapture finde ich gut das die Grundeinstellung für die Planeten schon vorgegeben sind. Obwohl ich nicht genau weiß warum bei z.B. bei Saturn anstatt RGB direkt L eingestellt ist, wenn ich eine Farbkamera nutze macht das doch gar kein Sinn oder?
Bevor ich auf NINA umgestiegen bin habe ich Sharpcap für DeepSky genutzt, mittlerweile nutze ich es nur noch zum Einnorden :ROFLMAO:

Gerade zum Thema der Aufnahmeinstellungen hätte ich gerne noch ein paar Tipps.
Nutzt ihr Ser oder AVI? Eher mehr Gain und weniger Belichtungszeit/Frames oder umgekehrt? Gibt es hier Richtwerte oder Grundsätze an die man sich halten kann?

Hauptsächlich geht es mir erstmal darum gute verwertbare Dateien zubekommen, damit die fahrt nicht zum Reinfall wird ;)

Gruß und CS

Mathias
 
Hallo Mathias,

habe ich auch!

Ich habe mit zwei verschiedenen Barlows gearbeitet:

APM 2", 1,5x Barlow mit Komakorrektor
APM 1,25", 2,7x Barlow

Als Software zum Aufnemen habe ich Sharpcap genommen. Mir fehlt noch jede Menge Erfahrung. Aber es gab schon ein paar Ergebnisse. Hier mal 2,7x Barlow.

01_30_26_pipp_lapl5_ap29_Drizzle15_conv.jpg


Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Ewald,

ist die APM 2", 1,5x Barlow mit Komakorrektor
diese hier
APM 2 Zoll Komakorrigierende 1,5x Telezentrische Barlow, link ?
 
Ja, zumindest wenn eine Barlow zum Einsatz kommt und die ist bei deinem Setup auf jeden Fall nötig.

Grundsätzlich würde ich lieber den Skywatcher nehmen, weil ich dann draußen ohne viel Umbauaufwand noch auf Deep Sky wechseln kann.
Dann nimm den, die 200mm Brennweite werden schon nicht so viel aus. Die Öffnung und damit das Auflösungsvermögen ist ja gleich.
Ich habe einen Explore Scientific Fokal Extender 2x, 1,25".
Mehr wäre da nicht schlecht aber reicht erst einmal. Vielleicht kannst Du den Faktor durch mehr Abstand zum Barlowelement erhöhen.
Bei meiner Baader Q-Turret machen sich schon aufgeschraubte Filter bemerkbar und auch das Auflagemaß meiner Asi120mc sorgt schon für einen deutlich größeren Faktor. Keine Ahnung wie sich da deine Barlow verhält aber vielleicht ist da auch mehr möglich.

Bei Firecapture finde ich gut das die Grundeinstellung für die Planeten schon vorgegeben sind. Obwohl ich nicht genau weiß warum bei z.B. bei Saturn anstatt RGB direkt L eingestellt is
Ich verwende auch firecapture. Kannst bei der Farbkamera ruhig L nehmen, da werden eh nur die Einstellungen gespeichert.
Ja ich verwende Avi und lade es später in autostakkert .

Eher mehr Gain und weniger Belichtungszeit/Frames oder umgekehrt? Gibt es hier Richtwerte oder Grundsätze an die man sich halten kann?
Ich verwende bei meiner Asi120mc ca. 60 von 100, bei Uranus / Neptun auch mal 80 um die Belichtungszeit zu drücken um die fps zu erhöhen.
Bei hellen kleinen Planeten z.B, Venus / Merkur komme ich dank kleiner ROI (Region of interest ) auf 300 fps.
So habe ich schnell 10000 Frames im Avi.

Jupiter schaffe ich 160 fps, auch recht ordentlich.

Gruß,
Holger
 
Besten Dank Ewald.
Uih... reichlich Euros :unsure:.
 
Moin,

schonmal vielen Dank für die Antworten.

Hallo Mathias,


habe ich auch!

Ich habe mit zwei verschiedenen Barlows gearbeitet:

APM 2", 1,5x Barlow mit Komakorrektor
APM 1,25", 2,7x Barlow

Als Software zum Aufnemen habe ich Sharpcap genommen. Mir fehlt noch jede Menge Erfahrung. Aber es gab schon ein paar Ergebnisse. Hier mal 2,7x Barlow.

Den Anhang 279707 betrachten

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
Das sieht doch schon sehr gut aus, wenn so meine ersten Versuche am Ende so aussehen bin ich schon sehr zufrieden.

Ja, zumindest wenn eine Barlow zum Einsatz kommt und die ist bei deinem Setup auf jeden Fall nötig.
Hier hätte ich noch eine Fragen, meine Barlow hat teleskopseitig ein Filtergewinde, kommt der IR Cut Filter vor oder hinter der Barlowlinse?
Mehr wäre da nicht schlecht aber reicht erst einmal. Vielleicht kannst Du den Faktor durch mehr Abstand zum Barlowelement erhöhen.
Bei meiner Baader Q-Turret machen sich schon aufgeschraubte Filter bemerkbar und auch das Auflagemaß meiner Asi120mc sorgt schon für einen deutlich größeren Faktor. Keine Ahnung wie sich da deine Barlow verhält aber vielleicht ist da auch mehr möglich.
Das ist ja interessant, ich denke mit einer längeren Hülse müsste ich die Kamera schon noch etwas weiter nach außen legen können. Versuchen kann ich es auf jeden Fall mal.

Gruß Mathias
 
Achja, und gibt es vielleicht Empfehlungen für einen UV/IR Cut Filter? Die Preisspannen gehen ja schon deutlich auseinander.

Gruß Mathias
 
Hallo Mathias,

kommt der IR Cut Filter vor oder hinter der Barlowlinse?
Ich schraube den in die Steckhülse der Kamera.
Achja, und gibt es vielleicht Empfehlungen für einen UV/IR Cut Filter?
Ich verwende da den Astronomik IR-Sperrfilter. Der macht etwas früher auf (ab ca. 380nm), so dass noch etwas UV für Venusaufnahmen durchkommt.

Gruß,
Holger
 
Hier hätte ich noch eine Fragen, meine Barlow hat teleskopseitig ein Filtergewinde, kommt der IR Cut Filter vor oder hinter der Barlowlinse?

Ja, zumindest wenn eine Barlow zum Einsatz kommt und die ist bei deinem Setup auf jeden Fall nötig.

ich weiß, dass es viele anders machen. Aber ich habe noch nie mit meinen beiden Kameras ASI183MC und ASI294MC eine UV/IR Cut Filter verwendet und nie das Gefühl bekommen, einen zu brauchen. Manchmal wird auch erzählt, UV/IR Cut Filter braucht man nur bei Refraktoren aber nicht bei Reflektoren. Ich habe es nie verstanden!

Hallo Holger! @komposer
Konntest Du tatsächlich Einflüsse mit und ohne UV/IR Cut Filter nachvollziehen? Was wäre ohne bzw. mit Filter nach Deiner Beurteilung anders? Hast du Beispiele dazu?

Viele Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Ewald,

wenn ich z.B den ADC mit TS-47 Violett-Filter einstelle, sehe ich deutlich 2 Bilder. Ein helleres IR Bild durch das Leck im Filter und ein schwächeres UV Bild.
Die sind dann ein paar mm verschoben.
Auch an der Venus konnte ich das beobachten, wobei sich das helle IR Bild mehr durchsetzt.
Diese 2 verschiedenen Bilder könnten dann zu leichter Unschärfe führen.
Aber du hast recht, direkt verglichen habe ich das noch nicht.
Also den Jupiter mit und dann ohne Sperrfilter.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

wenn ich z.B den ADC mit TS-47 Violett-Filter einstelle, sehe ich deutlich 2 Bilder. Ein helleres IR Bild durch das Leck im Filter und ein schwächeres UV Bild.
Die sind dann ein paar mm verschoben.
Interessant! Aktuell habe ich keinen ADC! Das kann ich mir gut vorstellen, dass der UV/IR Cut Filter in Kombination mit einem ADC notwendig ist. So weit ich weiß sind im ADC Primen verbaut und wenn darauf "verbogenes" Licht trifft! :eek: Kann ich sofort glauben!

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
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