Kleiner Zwischenstand:
gestern Abend gegen 21:30 bei 52° 11′ 59″ N , 12° 57′ 43″ O klarer Himmel, endlich.
Ich kann Parameter wie Seeing etc natürlich noch nicht abschätzen, aber ich weiß da blitzt was am schwarzen Himmel.
Also Klamotten an und raus auf die Terrasse. Wie immer erst einmal mit unbewaffnetem Auge kurz orientieren... Ah da ist Orion, was wäre ich aktuell noch ohne dieses markante Sternbild, also Brille ab und Fernglas (Pentax 10x50) an die Augen...
Unfassbar welcher Anblick sich mir bot...
Ja ich verstehe es technisch, eine größere Öffnung als die Pupille sammelt mehr Licht, ergo sehe ich mit meinem Fernglas Dinge, die ich mit bloßem Auge nicht sehe.
Genauso verstehe ich die Brechung und Reflexion von Sonnenlicht in einem Regentropfen und trotzdem ist es für mich immer noch ein unglaubliches Erlebnis einen Regenbogen zu sehen.
Der simple technische Fakt ist so banal wie das Ergebnis schön.
Ehrlich ich war überwältigt wie viel mehr ich plötzlich sah, all diese zarten Punkte in meinem Gesichtsfeld, der schon deutlich erkennbar Orionnebel, selbst Andromeda meine ich aufgestöbert zu haben, die Pleiaden ein Traum in kühlem blau...und ... und ... und
Sicher ich bin noch eine Niete was die Orientierung am Himmel angeht, das Bino in der Hand wackelt wie Hulle, ich hab noch keine Ahnung wie ich mich als Brillenträger auf das ständige auf und absetzen einstellen/gewöhnen soll, aber das ist alles egal bzw. kann geändert werden.
Es gibt nur wenige Moment in meinem Leben, die mich ähnlich stark ergriffen haben.
Daher auch einen großen Dank an euch, die ihr mir mit euren Tipps die ersten Meter auf diesem Weg geebnet habt. Ich freue mich auf viele weitere kalte, dunkle aber atemberaubende Abende unter den Sternen.
Es grüßt ein immer noch ergriffener Andreas