Historische Sternkarten und Atlanten

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Da wieder Wochenende ist, gibt es eine Ergänzung. Außerdem ist es innen viel angenehmer als im Garten ;)

Zwei kupfergravierte Himmelskarten für die Nordhalbkugel, ursprünglich veröffentlicht in Noel Antoine Pluces Spectacle de la Nature Bd. 4 im Jahr 1752. Jedes Bild zeigt die Hälfte des Himmels und enthält Gravuren der Sternbilder. Sie sind auf Französisch beschriftet und umfassen L'Arcture (Der Bogenschütze), Hercule (Hercules), La Petite Ourse (Der kleine Bär), Pegase (Pegasus), Orion, Leo, La Grande Ourse (Der große Bär), Le Taureau (Stier) und viele andere.

Das insgesamt 8 Bände umfassende Werk ist ein in verständlicher Sprache abgefasstes Kompendium der Naturwissenschaften, gedacht im wesentlichen zur Belehrung der höheren Jugend im Unterricht. Im Gegensatz zum ersten Band, der die Grundlagen der Botanik vermittelt, widmet sich der zweite Band der praktischen Botanik und dem Gartenbau: Anlage von Zier- und Nutzgärten, Beschreibung von Anbau, Pflege und Verwendung der Gartenblumen, Stauden und heimischen Bäume, Gemüsebau, Obstbau, Weinbau usw. werden in Dialogform verständlich in allen Einzelheiten erläutert und in den dekorativen Stichen anschaulich dargestellt. Die pädagogisch fortschrittliche Dialogform erleichtert dem Kind den Zugang und das Lernen bedeutend, da hierbei konkrete Fragen gestellt und auch beantwortet werden, wie es sie selbst stellt. Dabei wird der Lehrstoff in didaktisch sinnvoller Reihenfolge und in abgegrenzten Themen vermittelt. Bedeutendes Werk des 18. Jahrhunderts, in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Grüße und ein schönes WE
 
wie schnell doch so eine Woche vergeht!
mal etwas anderes:
Vorstellung Deß jüngst erschienen Cometen/ Wie derselbe vom 16. Novembris, Anno 1680. biß auf den 7. Februarii, Anno 1781 durch unterschiedliche Gestirn und mehr als den halb sichtbaren Himmel mit männiglichs grossem Entsetzen durchwandert, Johann Mayer 1681

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Ein schönes Wochenende und einen kühlen Ort wünscht
Speul
 
Hallo Speul,

danke für schönen Blätter!

Ob die Erzählung vom „Erdbruch bey Blaubeyren“ beigefügt ist, weil man dachte, dass dieses Unglück mit dem Kometen in Verbindung steht…?

Die Ansicht, dass Kometen Unglück ankündigen, war Ende des 17. Jahrhunderts wahrscheinlich noch ziemlich verbreitet, oder?

Ich hab mal irgendwo gehört, dass Hofastronomen damals unter anderem die Aufgabe hatten, nach Kometen Ausschau zu halten, damit man die Bevölkerung vor bevorstehenden Katastrophen warnen konnte. Keine Ahnung, ob das stimmt…

Jedenfalls eine schöne Sammlung, die hier schon entstanden ist!

Freundliche Grüße,
Felix
 
Hallo,

zu den drei Karten
Bigourdan G (1915): Petit Atlas Celeste comprenant 5 Cartes en deux couleurs
Karten 2 (Mittelteil RA 0 bis 8) und 4 (Mittelteil RA 16 bis 24) sind nicht abgebildet. Die Karten sind eher etwas für Einsteiger und verwenden keine richtige Projektion. Ähnlich waren in den 1990ern die Karten von Wil Tirion aufgebaut - "Mercator" oder wie man das nennt.

Mit Blick auf die fremden Sprachen:

Lists of constellations - Wikipedia und

mit den "früheren Sternbildern", die man heute nicht mehr verwendet. Als ich mich um 2012 damit erstmals genau befasste, waren diese wiki-sites noch lange nicht so gut. Sehr zu empfehlen!

Ralf
 
Karten 2 (Mittelteil RA 0 bis 8) und 4 (Mittelteil RA 16 bis 24) sind nicht abgebildet.
ja und? Soll ja keine Neuedition sein

Die Karten sind eher etwas für Einsteiger und verwenden keine richtige Projektion. Ähnlich waren in den 1990ern die Karten von Wil Tirion aufgebaut - "Mercator" oder wie man das nennt.
na na na, die Mercator-Projektion als "keine richtige Projektion" zu bezeichnen ist schon sehr anmaßend
 
Hallo Ulrich,
ich habe zwei Bečvář (um 1960), mal geschenkt bekommen... kein Bild, so einen großen Scanner hat allenfalls die Staatsbibliothek..! Halte sie in Ehren und freue mich dran.
Und einen Falkauer (DDR-Edition) und den ominösen Marx/Pfau. Das war's. Gegen eure (prä-)historischen Atlanten kann nicht *jeder* an... ;)

Gruß,
Niko
 
Hallo Niko,
gab es vom Falkauer eine DDR Edition?
Bitte unbedingt mal einstellen, aber wenigstens die bibliographischen Daten, habe ich nämlich noch nicht in meiner Datenbank.
Gruß
Ulrich
 
Hallo,

weil ich gerade über den Thread stolpere,
ein Bekannter hat eine handkolorierte Edelausgabe (Nummer 18/400) des

Johannes Hevelius: Firmamentum Sobiescianum sive Uranographia​

von ca. 2000 geerbt, handcoloriert, Zustand makellos.
Neu hat das Teil laut Aussagen der Witwe wohl 9000€ :eek: gekostet.

Gibt's für sowas einen Markt? Was soll ich ihm raten wie er mit dem Teil verfahren soll, astronomisch ist er nicht interessiert und Latein kann er auch nicht.
Gibt es "Fachantiquariate" oder spezialisierte WEB-Sites für Verkaufsversuche?

ratlos mit bG - Fank
 
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