Höhenwind & Seeing

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HeikoW

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Hallo Leute,

der Link unten mag vielleicht von Interesse sein,
insbesondere für Mond-, Sonnen- und Planetenbeobachter.

Flugwetter

Dort sind die Windgeschwindigkeiten für zwei verschiedene Höhen
angegeben. Diese Können als Indikation für das zu erwartenden
Seeing verwendet werden.

FL 50 entspricht etwa 1500 Metern
FL 100 dementsprechend etwa 3000 Metern

Die Angaben sind in Knoten (Rechner)

Frage : Kennt jemand freie Quellen für Windgeschwindkeitsangaben
in noch größeren Höhen ?


Gruß

Heiko
 
Hallo zusammen,

für die südlichen Teile von Deutschland, sprich BaWü sowie für die Schweiz gibt es auch eine Seeing- Vorhersage, die meines Erachtens recht brauchbar ist. Sie befindet sich zwar noch im Teststadium, aber wenn ich mal gelegentliche Kontrollen gemacht habe, stimmte das beobachtete Seeing recht gut mit dem vorhergesagten überein. Zu finden ist das ganze unter:

http://www.unibas.ch/geo/mcr/3d/meteo/seeing/nmm4/index.htm

Viel Spass beim Ausprobieren.

Bis dann, Christian
 
Hallo Leute,

zunächst Dank euch für die Links. Sind einige Interessante
dazwischen, die die Lücke (?!) oberhalb von 3000 m schließen.

Jetzt muß ich nur noch herausfinden in welcher Relation Höhe
und Luftdruck zueinander stehen, aber das Internet wird's
hergeben.

Grüße

Heiko

 
Hallo!
Der Zusammenhang ist durch die barometrische Höhenformel bestimmt. Sie ergibt sich aus der idealen Gasgleichung p= rho*R*T (p Druck, rho Dichte,T Temperatur des Gases, hier der Luft , R individuelle Gaskonstante) und der Hydrostatischen Gundgleichung (ist vielleicht aus der Schule vom Wasserdruck her bekannt): dp= -rho*g*dz' (dp Druckdifferenz, dz' Höhendifferenz (entspricht der Wassertiefendifferenz), g Erdbeschleunigung,rho wieder Dichte). Jetzt zusammenrühren dabei rho eliminieren und alle p's, dp's auf die eine Seite dz' auf die andere Seite bringen ,
dp/p=g/(R*T(z'))dz'
Dann integrieren und auf beiden Seiten exp bilden. Man erhält die barometrische Höhenformel:
p=p_0*exp(-INTEGRAL von 0 bis z von {g/(R*T(z'))} dz')
Dabei sind g die Erdbeschleunigung ca. 9,81m/s², p_0 der Luftdruck auf Meereshöhenniveau, R die individuelle Gaskonstante der trockenen Luft (287 J/kg K), T(z') die Temperatur in Kelvin (=Celsiustemperatur+273,15) und p der Luftdruck in der Höhe z und exp(..) die natürliche Exponentialfunktion. Die Feuchte wurde in der Formel vernachlässigt, was aber nicht viel ausmacht. Das Problem ist, das die Temperatur selbst höhenabhängig ist: T(z'). Für eine erste Näherung kann man eine isotherme Atmosphäre annehmen, d.h. für die Temperatur überall den gleichen Wert einsetzen. Also z.B. T=273,15 K = konstant setzen. Setzt man noch für p_0=1013,25 hPa (Normaldruck)und die anderen Zahlenwerte ein, dann vereinfacht sich die Formel zu:
p=1013,25hPa*exp(- z/8000m) ;
z in Metern eingeben, Druck p ist dann in hPa;
Damit liegt man meist gar nicht so schlecht.
Die Hauptdruckflächen haben bei uns ganz grob etwa folgende Höhen: 1000hpa am Boden/bodennah, 850hPa ca. 1400m etwa Obergrenze der Grenzschicht, 700hPa ca. 3000m, 500hPa ca. 5500m mittlere Troposphäre, 300hpa ca. 9km (Gebiet der stärksten Winde, Jetstreams) und dann ist man meist schon fast an der Obergrenze der Troposphäre, d.h.
der Schicht in der sich das Wttergeschehen weitestgehend
abspielt.
Genauere Details kann man sicher unter dem Stichwort barometrische Höhenformel im Netz finden.

 
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