Hopp - Hopp: Wer suchet, der findet!

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Martin_Wylicil

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Hallo Sternenfreunde,

ein kleiner Bericht mit Mini-Erfolgserlebnis (am Ende). Im Sauerland passt´s nicht oft: Freier Himmel, gute Sicht, frei am nächsten Tag und.. und.

Also heute spontan alles gegen 17:00 Uhr zum Auskühlen rausgestellt (12-Zoll-Newton auf Dobson-Montierung, 1250 mm BW) und ein paar Sachen bereitgelegt (Karkoschka Atlas für Himmelsbeobachter, Beobachter-Atlas für Kurzentschlossene, Uranometria 2000 The Northern Hemisphere, sowie Zeichenbuch und Bleistift).

0 Grad Celsius, 69 % Luftfeuchte....

Als erstes auf die Plejaden geschaut zur Einstimmung, einfach nur schön, Sucher zentriert, kann also losgehen..

Erstes Objekt: M1 Krabbennebel. Aufsuchen via Starhopping aus dem Sternbild Taurus, recht einfach zu finden; blasses Nebelfleckchen, verschiedenste Vergrößerungen und Filter brachten keine weiteren Details.

Zweites und drittes Objekt: Offener Sternhaufen 1647 im Taurus, hat nicht ganz ins Okular gepasst bei geringster Vergrößerung. Leicht zu finden. Und die Hyaden. So langsam eingestimmt auf Schwierigeres..

Viertes Objekt: Mal einen Stern anschauen, Castor bot sich an. Dachte erst, die Optik ist schief, konnte dann aber doch zwei Sterne unterscheiden, also Doppelstern? Nach Angaben der Bücher sogar 6-Fach-Sternsystem, wobei drei im Teleskop zu differenzieren sein könnten.. mehr als zwei waren aber nicht drin. Hell und schön!

Fünftes Objekt zum Staunen: Orionnebel. Nach und nach hineinvergrößert und gezeichnet, was an Strukturen zu differenzieren war. Eindrucksvoll die Sturkturen, die Ausdehnung, in der Peripherie schwächer, aber weit zu verfolgen. Und juwelengleich die Sterne darin.

Sechstes Objekt: NGC 2392 Eskimonebel. War schon schwierieger, weil ich ihn nicht so "klein" vermutet und erst für einen Stern gehalten hatte. Ich konnte immerhin dann beim langen Schauen und verschiedenen Vergrößerungen einen helleren Innenteil und eine dunklrere Außenhülle differenzieren.

Siebtes Objekt: 2264 Weihnachtsbaumsternhaufen. Ein paar Tage verspätet :-) - einfach zu finden, einfach zu zeichnen, ein schönes Objekt zum Genießen.

Achtes Objekt: Jetzt wollte ich zum Abschluss noch 2261 Hubbles veränderlichen Nebel anschauen. Habe ich noch nie aufgesucht und bin schier verzweifelt.... musste doch ganz in der Nähe vom Weihnachtsbaumsternhaufen einfach zu finden sein! Karkoschka half nicht, also habe ich schließlich nach langem Suchen Uranometria aufgeschlagen und mir die Sternkonstellationen genau angeschaut (immer auf dem Kopf, versteht sich, wegen der Einsicht im Newton). Und dann endlich - was ein Erfolgserlebnis, wenn es doch noch klappt. Ein unscheinbares Fleckchen, dass sich aber bei genauerem langen Schauen doch als dreiecksförmig mit heller "Spitze" darstellte.

Alles in allem ein schöner Abend mit unterschiedlich schwierigen und schönen Objekten, vor allem aber dem Erfolgserlebnis, dass Dranbleiben auch belohnt wird.

Ich wünsche Euch auch so viel Spaß und weiter CS

Martin
 
Hallo Martin,

schöner Bericht! Bei M1 kann man schon recht hoch vergrößern, dann wird ein hellerer, strukturierter Innenbereich sichtbar. Nicht so kontrastreich und spektakulär wie bei M42, aber immerhin zeigen sich Details. Beim Eskimonebel hab ich auch noch nicht mehr gesehen als du.

Möchtest du die Zeichnungen mal zeigen?

CU
Klaus

 
Hallo Klaus,

danke für den Tipp bezüglch M1. Das spornt mich an, es doch nochmal zu versuchen - leider zieht sich nach zwei tollen Nächten jetzt der Himmel komplett zu; aber ich werde in den nächsten Tagen nochmal "draufhalten". Sollte ich Erfolg haben, gibt es noch mal einen Beobachtungsbericht. Dein Tipp fordert mich jetzt heraus!

Die Zeichnungen stelle ich lieber nicht ein, bin, was das angeht, absolut unbegabt. Ich zeichne nur für mich selber, weil das mein genaues Hinschauen schult und eine schöne Erinnerung ist.

CS und gesegnetes 2017,

Martin
 
Hallo Martin

Dein Bericht gefällt mir, gut beschrieben.

Ja bei Deepsky lieber mit verschiedenen Vergrößerungen Zeit lassen beim beobachten.

Gut vorbereitet ist viel besser, so weis man was beobachtet werden muss, soll.

Empfehlenswert den Deepsky Beobachteratlas von Gerhard Stropek.

Frage. mit welchen Okularen hast du die Beobachtungen gemacht.

Manfred
 
Hallo Manfred,

freut mich, dass Dir mein Bericht gefallen hat. Zunächst noch eine Korrektur meinerseits: Das Teleskop hat eine Brennweite von 1500 mm mit 12 Zoll Öffnung.

Als Übersichtsokulare habe ich in der Nacht benutzt:
- Omega Swan 38 mm/70º
- Meade SWA 28 mm/68º
- Explore scientific 20 mm/100º

Für hohe Vergrößerungen habe ich benutzt:
- Tele Vue Radian 8 mm/60º
- William optics 7 mm/82º

Für "dazwischen" nutze ich meist ein:
- Baader Hyperion 13 mm/68º

Habe zwar noch weitere Brennweiten, aber meist läuft es doch auf diese Okulare hinaus, mit denen ich am besten sehe. Einen OS bekam ich nicht ganz ins Gesichtsfeld, bin gerade dabei, mir noch ein 40 mm Okular zu besorgen.

Ein gesegnetes neues Jahr und CS,

Martin
 
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