Schwagi
Aktives Mitglied
HTT Clubtreffen zur Marsbeobachtung in der Nacht vom 05. auf 06.11.2005
Wieder einmal stand ein Treffen des HTT Beobachterclubs im Hause und diesmal zog es eine kleine Gruppe begeisterter Hobbyastronomen nach Ahlsdorf (etwa 25km nördlich von Herzberg) ins erstklassige Selfmade Gartenobservatorium von Fred Kästner.
Beim Betrachten des einmaligen Südbrandenburger Nachthimmels in Freds selbstgeschliffenen und gefertigtem 45cm Cassegrain und der atembaraubende Anblick der winterlichen Milchstraße schon allein mit bloßem Auge zeigten sich die allseits bekannten exzellenten Qualitäten zur Astronomischen Beobachtung in dieser Region Deutschlands. Immer wieder schossen schier explosionsartige Boliden am Himmel entlang, welche uns mit Lichtblitzen der fast schon solaren Größenklasse in der Negativ-skale fast die völlige Nachtblindheit bescherten und uns in regelmäßigen Abständen zu einer Zwangspause der Deep - Sky – Exploration bewegten. Es waren wirklich zahlreiche sehr helle Feuerkugeln sichtbar, von denen sich einige in einem langen Schweif und eindrucksvollen Anblick (auch in den noch so abgelegensten Augenwinkeln) am Himmel präsentierten. Nachdem uns dann durch zeitweise Regeneration der verblitzten Partitionen des Sehnervs die visuelle Trennung von Konturen im nächtlichen Anschein der Umgebung wieder möglich waren, führte nur Momente später der 8,6 mag Himmel dank der wiedereinsetzenden Dunkeladaption zu innerorganischen Koordinationsschwierigkeiten zwischen Herz- und Atemrhythmus.
Nach diesen reizvollen Highlights, richteten wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf den eigentlichen Star des Abends: Frau Kästner! Sie zauberte in regelmäßigen Abständen selbst zu frühesten Stunden des Tages noch eine Mahlzeit zusammen, welche die durchgefrorenen Südbrandenburger und die Kälteresistenten Sachsen für kurze Zeit in die heimische Idylle der wärmedurchfluteten Stube zog, um sich dort am reich gedeckten Tisch für weitere Etappen der Odyssee nahe an der 0°C Schwelle zu stärken. Klares Heimspiel der Gastgeber, denn damit konnten die bedrohlichen Ausmaße saugender Hungerexzesse aktiver Astronomen gegen ansässige Haustiere auf ein ungefährliches Niveau zurückgefahren werden, welches dem Stubentiger trotz lieb gemeinter aufdringlicher Versuche von Streichelattacken der Astronomen nicht ganz geheuer war und vorsichtshalber doch die Flucht in die buchübersähten Nieschen der Wohnstube vorzog.
Der nächtliche Stargast war natürlich unser roter Nachbarplanetche, welchen Ralf in wohl zahlreichen verzweifelten Versuchen in eine Videosequenz pressen wollte. Doch Spannungs- und Kupplungsprobleme in der einen Montierung, Gewichtsausbalancierdefizite auf Grund der schwergewichtigen High end Kamera an der anderen Montierung, zwangen ihn dann in letzter Rettung und Not, doch noch ein qualitativ wertvolles Bild an einem richtigen Teleskop *g* mit bester und kollektiv liebevollster Justierung vorzunehmen, welches die sächsischen Gäste in weiser Voraussicht mit in die Transportorganisation zur Audienz im Norden mit eingeplant hatten. Punktgenaue Nachführung und FFC optimierte Brennweite auf professionellstem Niveau, sowie wartungsgemäße Entwässerung der Schmidtplatte via Hochleistungsastro-Fön aller paar halben Stunde wurden dem Camcorder-Tape schließlich zum Verhängnis, so dass es bis auf den letzten Millimeter Speicherpotential mit Marsframes vollgepresst wurde. Leichte Korrekturarbeiten zur absolut perfekten Marszentrierung während der Aufnahme wurden unter schwierigsten äußerlichen Einflüssen ( wie z.Bsp. die verzweifelten verbalen Motivationsrufe von Fred doch noch den Eskimonebel mit der 45cm Tonne und der zeitweise etwas eigenwilligen Kupplung finden zu wollen oder eben sporadischen grell aufblitzendem Bolidenbeschuss, sowie Stephi`s Permanentmeldungen über aufzuckende Lichtphänomene am Nachthimmel) bestens bewältigt.
Zu guter Letzt begaben wir uns zur finalen Observation in Freds Beobachtungspalast um neben dem doch noch geglückten Kontakt zum Eskimonebel auch das (wie Uwe Pilz einst so schöne sagte) „Wiehern und die wallende Mähne“ im Pferdenüschel zu suchen. Als dann das dezente rosa - grünliche Farbenspiel vom Orionnebel und der Cassinimäßige Anblick vom einmalig beringten Großplaneten samt einer Kette seiner Monde unsere Netzhaut erfreuten, entschlossen wir uns gegen 4 Uhr Fred`s Nachbarn vom Rattern der Teleskopmotoren und dem Motorbrummen des C8- stromspendenden Sachsen-Opels zu befreien und bedankten uns herzlich für den gelungenen Beobachtungsabend in bester und gewohnter südbrandenburgisch - gastfreundlichster Atmosphäre bei Fred Kästner und Familie.
Eine heitere Odyssee in einem völlig überladenen Auto durch die Nachtidylle der Herzberger Region gab dem Abend den runden Abschluss und es war ein Genuss in einer solch munteren Truppe eine Nacht mit obersten Qualitäten und Momenten unter dem wohl besten Nachthimmel Deutschlands erleben zu dürfen.
Stefan Schwager
Sternenfreunde Riesa
Wieder einmal stand ein Treffen des HTT Beobachterclubs im Hause und diesmal zog es eine kleine Gruppe begeisterter Hobbyastronomen nach Ahlsdorf (etwa 25km nördlich von Herzberg) ins erstklassige Selfmade Gartenobservatorium von Fred Kästner.
Beim Betrachten des einmaligen Südbrandenburger Nachthimmels in Freds selbstgeschliffenen und gefertigtem 45cm Cassegrain und der atembaraubende Anblick der winterlichen Milchstraße schon allein mit bloßem Auge zeigten sich die allseits bekannten exzellenten Qualitäten zur Astronomischen Beobachtung in dieser Region Deutschlands. Immer wieder schossen schier explosionsartige Boliden am Himmel entlang, welche uns mit Lichtblitzen der fast schon solaren Größenklasse in der Negativ-skale fast die völlige Nachtblindheit bescherten und uns in regelmäßigen Abständen zu einer Zwangspause der Deep - Sky – Exploration bewegten. Es waren wirklich zahlreiche sehr helle Feuerkugeln sichtbar, von denen sich einige in einem langen Schweif und eindrucksvollen Anblick (auch in den noch so abgelegensten Augenwinkeln) am Himmel präsentierten. Nachdem uns dann durch zeitweise Regeneration der verblitzten Partitionen des Sehnervs die visuelle Trennung von Konturen im nächtlichen Anschein der Umgebung wieder möglich waren, führte nur Momente später der 8,6 mag Himmel dank der wiedereinsetzenden Dunkeladaption zu innerorganischen Koordinationsschwierigkeiten zwischen Herz- und Atemrhythmus.
Nach diesen reizvollen Highlights, richteten wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf den eigentlichen Star des Abends: Frau Kästner! Sie zauberte in regelmäßigen Abständen selbst zu frühesten Stunden des Tages noch eine Mahlzeit zusammen, welche die durchgefrorenen Südbrandenburger und die Kälteresistenten Sachsen für kurze Zeit in die heimische Idylle der wärmedurchfluteten Stube zog, um sich dort am reich gedeckten Tisch für weitere Etappen der Odyssee nahe an der 0°C Schwelle zu stärken. Klares Heimspiel der Gastgeber, denn damit konnten die bedrohlichen Ausmaße saugender Hungerexzesse aktiver Astronomen gegen ansässige Haustiere auf ein ungefährliches Niveau zurückgefahren werden, welches dem Stubentiger trotz lieb gemeinter aufdringlicher Versuche von Streichelattacken der Astronomen nicht ganz geheuer war und vorsichtshalber doch die Flucht in die buchübersähten Nieschen der Wohnstube vorzog.
Der nächtliche Stargast war natürlich unser roter Nachbarplanetche, welchen Ralf in wohl zahlreichen verzweifelten Versuchen in eine Videosequenz pressen wollte. Doch Spannungs- und Kupplungsprobleme in der einen Montierung, Gewichtsausbalancierdefizite auf Grund der schwergewichtigen High end Kamera an der anderen Montierung, zwangen ihn dann in letzter Rettung und Not, doch noch ein qualitativ wertvolles Bild an einem richtigen Teleskop *g* mit bester und kollektiv liebevollster Justierung vorzunehmen, welches die sächsischen Gäste in weiser Voraussicht mit in die Transportorganisation zur Audienz im Norden mit eingeplant hatten. Punktgenaue Nachführung und FFC optimierte Brennweite auf professionellstem Niveau, sowie wartungsgemäße Entwässerung der Schmidtplatte via Hochleistungsastro-Fön aller paar halben Stunde wurden dem Camcorder-Tape schließlich zum Verhängnis, so dass es bis auf den letzten Millimeter Speicherpotential mit Marsframes vollgepresst wurde. Leichte Korrekturarbeiten zur absolut perfekten Marszentrierung während der Aufnahme wurden unter schwierigsten äußerlichen Einflüssen ( wie z.Bsp. die verzweifelten verbalen Motivationsrufe von Fred doch noch den Eskimonebel mit der 45cm Tonne und der zeitweise etwas eigenwilligen Kupplung finden zu wollen oder eben sporadischen grell aufblitzendem Bolidenbeschuss, sowie Stephi`s Permanentmeldungen über aufzuckende Lichtphänomene am Nachthimmel) bestens bewältigt.
Zu guter Letzt begaben wir uns zur finalen Observation in Freds Beobachtungspalast um neben dem doch noch geglückten Kontakt zum Eskimonebel auch das (wie Uwe Pilz einst so schöne sagte) „Wiehern und die wallende Mähne“ im Pferdenüschel zu suchen. Als dann das dezente rosa - grünliche Farbenspiel vom Orionnebel und der Cassinimäßige Anblick vom einmalig beringten Großplaneten samt einer Kette seiner Monde unsere Netzhaut erfreuten, entschlossen wir uns gegen 4 Uhr Fred`s Nachbarn vom Rattern der Teleskopmotoren und dem Motorbrummen des C8- stromspendenden Sachsen-Opels zu befreien und bedankten uns herzlich für den gelungenen Beobachtungsabend in bester und gewohnter südbrandenburgisch - gastfreundlichster Atmosphäre bei Fred Kästner und Familie.
Eine heitere Odyssee in einem völlig überladenen Auto durch die Nachtidylle der Herzberger Region gab dem Abend den runden Abschluss und es war ein Genuss in einer solch munteren Truppe eine Nacht mit obersten Qualitäten und Momenten unter dem wohl besten Nachthimmel Deutschlands erleben zu dürfen.
Stefan Schwager
Sternenfreunde Riesa