Hubble Optics 18" f/4,5

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Axel-H

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Moin Moin,

mein erster Beitrag hier! Also erst einmal Hallo an alle.

Ganz unerfahren bin ich nicht! Bis vor 8 Jahren hatte ich mich 30 Jahre lang mit der Astronomie beschäftigt und hatte auch eine kleine Sternwarte in Nübbel in der Nähe von Rendsburg. Zuletzt hatte ich ein Meade 10 Zoll ACF.
Eigentlich stand immer die visuelle Beobachtung im Vordergrund. Der 10 Zölle war aber im Bereich DeepSky eher ungeeignet.

Jetzt mit 60 ist die alte Liebe zurückgekehrt und ich könnte mir vorstellen, diesen 18 Zoll Dobson erwerben zu wollen.
Hubble Optics 18 Zoll
In einem netten Gespräch mit dem Verkäufer konnte mir Fragen zur Spiegelqualität leider nicht so richtig beantwortet werden, da es kein Messprotokoll gibt und der Verkäufer selbst nur wenig mit dem Dobson beobachtet hat. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass er etwas verheimlichen will!

Daher hier meine erste Frage:
Kann man bei Hubble Optics grundsätzlich davon ausgehen, dass man eine ordentliche Optik und keine Scherbe bekommt?

zweiter Punkt:

Es sind keine Okulare dabei. Diese müsste ich dazukaufen.

Die Optik hat genau 457mm bei 2058mm Brennweite. Ist meine folgende Annahme richtig?

Die AP am Okular sollte nicht größer sein als 7mm (bei meinem Alter)
457mm Optik geteilt durch diese 7mm = Minimum 65 fache Vergrößerung.
2058mm Brennweite geteilt durch diese 65 fache Vergrößerung ergibt ein Okular mit 32 mm maximal!

Also bräuchte ich bei voller Ausnutzung der AP ein 32mm mit am Besten 100 Grad Gesichtsfeld.

Ich kann mich schwach erinnern, früher hieß es, das die sinnvolle Vergrößerung nicht höher sein sollte als die mm der Optik. Also 450 fach.

Grob wäre es also ein Okular mit 5mm Brennweite. Gut wäre auch noch ein drittes Okular dazwischen.

Welche Okularserie mit 100 Grad Gesichtsfeld, einigermaßen bezahlbar, am Besten noch homofokal wäre bei dem Öffningsverhältnis von 4,5 sinnvoll? Die drei Okulare sollten 1000 € nicht übersteigen. Gebrauchte wären auch OK.

Letzte Frage:

Hat sich bei den Justierokularen etwas getan, damit der Dobson schnell justiert werden kann oder ist es immer noch der Laserpointer?

Gruß aus Schuby bei Schleswig

Axel
 
Hallo Axel,

leider kann ich zu Hubble Optics nichts sagen.

Zur Okularauswahl kann man einfacher rechnen: Öffnungszahl * Austrittspupille = Okularbrennweite. In Deinem Fall also 4,5 * AP.

Die maximale AP von 7mm ist in unserem Alter optimistisch angesetzt. Nur unter einem sehr dunklen Himmel wird man damit mehr sehen als mit einer etwas konservativeren Wahl von AP = 6mm. Allerdings hast Du bei 7mm natürlich ein größeres Feld am Himmel, was für Starhopping von Vorteil ist.

100° Okulare (TeleVue Ethos) habe ich bei zwei Aufenthalten in Namibia benutzen können. Das sind sehr gute Okulare, aber mir persönlich hat sich der Nutzen der 100° gegenüber 84° oder 82° nicht wirklich erschlossen. So weit außen am Rand will ich nicht beobachten und den Einblick "um die Ecke" empfand ich eher als lästig. Also viel Mehrpreis für - nach meinem Geschmack - keinen relevanten Nutzen. Aber andere Menschen schwören darauf. Man sollte wissen, worauf man sich da einlässt.

5mm Brennweite als kürzeste bringt Dir für kleine, bei 18" interessante Objekte m.E. zu wenig Vergrößerung. Wenn es nur drei Okulare sein sollen, ist 5mm in Ordnung, aber gerade bei den kurzen Brennweiten ist eine feinere Abstufung wünschenswert, damit Du passend zu Objekt und Seeing die maximale Vergrößerung und damit die maximale Wahrnehmung bekommen kannst. An f/5,5 benutze ich die Brennweiten 8,8mm , 6,7mm, 5mm und kann das bei Bedarf mit einer 2,5* PowerMate von TV kombinieren. Heutzutage würde ich da wohl eher auf das Zoom Nagler gehen, 3-6mm. Da hat zwar keine 82°, aber dafür soll es optisch top sein und spart viel Gefummel.

Für drei Okulare empfehle ich als Brennweite in der Mitte ein Okular mit ca. 3mm AP * 4,5. 2...3mm AP ist "Brot und Butter" bei Deep Sky. In meinem Fall das 16mm Nagler.

Konkrete Empfehlungen zu aktuellen Okularen kann ich leider nicht geben, mit der Ausnahme des Explore Scientific 82 Grad mit 24mm. Ein feines Teil!

Auch noch zu beachten ist das Gewicht von 100°-"Granaten". Da muss je nachdem die Balance des Teleskops korrigiert werden. Wäre mir zu blöd während der Beobachtung. Daher habe ich "nur" Okulare mit max. ca. 600g Kampfgewicht.

Justieren: seit 25 Jahren benutze ich den ICS Collimaster, damit geht es präzise und auch mit etwas Übung ziemlich schnell.

Last but not least: bei f/4,5 kannst Du nach dem Einstieg damit auch an einen Komakorrektor denken. An f/4 mit max. Brennweite bekommst Du auch bei einem 1000+x Euro Ethos Okular kein brauchbares Bild außer in der Mitte (meine Erfahrung in Namibia). Bei kürzeren Brennweiten und 4,5 könnte es ohne gehen, wenn Dein Anspruch an die Bildqualität nicht besonders hoch ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bzgl. der Spiegelqualität kann ich auch nichts beitragen, bezgl. einer sinnvollen Okularabstufung bei f4,5 (beim 16" Dobson) sieht es bei mir wie folgt aus:


Ich habe ich folgende recht feine Abstufung (den Brennweiteneinfluß und die Notwendigkeit eines Komakorrektors lasse ich außen vor):
30,24,17, 12, 9, 6.7, 4.7 und 3.5
Müßte ich mit 5 Okularen auskommen wären das:

24, 12, 9, 6.7, 4.7
Bei 4 Okularen würde ich auf das 9mm verzichten
Bei nur 3 Okularen noch auf das 4.7mm.

Diese verbliebenen 3 Okulare (24mm, 12mm, 6.7mm) sind die mit Abstand häufigst von mir genutzten, obschon ich damit die mögliche Höchstvergrößerung bei guten Bedingungen lange nicht ausnutze.
Beim 24mm Okular handelt es sich um ein ES 82° Okular, ebenso beim 6,7mm Okular. Beim 12mm Okular um ein ES 92°.

Empfehlenswert fände ich alternativ noch die sehr guten und verhältnismäßig günstigen APM HDC 100° Okulare mit 13mm und 7mm Brennweite.

Gruß Horst
 
Willkommen hier im Forum Axel.

Der DOB Hubble Optik schaut gut aus. Persönlich kennen ich den Dob nicht aber er scheint filigran gebaut zu sein. Ein Problem bei den Dobsens ist manchmal auch fehlende Stabilität, neben vielen anderen Aspekten die enorm wichtig sind. Bevor Du jetzt überstürzt losgehst und Dir den 18" Hubble Optic (HO) kaufst, warte erst mal hier ab auf die Anregungen der Dobson Forenmitglieder , die bereits lange Erfahrungen mit Dobson verschiedener Hersteller haben und die Dir hier wertvolle Tipps geben können, damit Du den Kauf nicht nach kurzer Zeit bereust. Das wäre doch schade.

Hier mal ein Link, wo zur optischen Qualität der eigenwilligen Spiegels (Konstruktion) etwas gesagt wird. Und bedenke auch eine gute Spiegelqualität macht aber längst keinen guten Dobson aus.
Also erst mal abwarten, bis hier die Dobson Experten Empfehlungen geben.


Gruß aus Lürschau

Michael

N.S. Wenn Du den Link über google Chrome aufmachst kannst Du die deutsche Übersetzung wählen über Safari geht das glaube ich nicht.

Beachte bitte auch, wenn Du aus Rendsburg beobachtest das ist noch kein so richtig dunkler Standort (bezgl Entscheidung über die Optikgröße).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Axel,

in Bezug auf die Okulare haben dir bereits meine Vorredner sehr wertvolle Informationen gegeben. :y:

Zusätzlich möchte ich noch anmerken, dass theoretisch noch nutzbare Vergrößerungen bei AP=0,5 mm in unseren Breiten so gut wie nie in der Praxis bei größerer Öffnung angewendet wird. Du wirst eher feststellen, dass bei der Öffnung von 18“ selbst AP=1 mm (bzw. 457x) in vielen Nächten eine zu hohe Vergrößerung bringt, da das Seeing es nicht zuläßt. Von daher ist ein +- 5 mm Okular schon ganz o.k.

Bitte bedenke auch, dass ohne motorische Nachführung eine hohe Vergrößerung bei einer manuellen (und vielleicht ruckeligen) Nachführung schnell zum Geduldsspiel werden kann. Deswegen wäre es aus meiner Sicht auch gut, die Leichtgängigkeit des Systems vor einem Kauf zu checken.

Desweiteren ist nicht klar, ob die Optik im Hinblick auf die Qualität überhaupt bei kleiner AP sinnvollvoll eingesetzt werden kann. Leider kenne ich die Spiegel von Hubble Optics ebenfalls nicht. Wenn kein Zertifikat vorliegt heißt das nicht, dass die Optik nicht gut performen kann. Allerdings wäre dann ein aussagekräftiger Sterntest vor dem Kauf ziemlich wichtig, damit man nicht die Katze im Sack kauft. Etwaige mechanische Mängel würden dann ebenfalls erkennbar werden.

Natürlich sagt sich das so einfach, denn 1) ist eine Evaluierung einer großen Optik am Himmel nicht trivial und 2) machen oftmals unsere mäßigen Seeingbedingunegn einen solchen Test alles andere als einfach. Wahrscheinlich kommst du aber nicht drumherum einen Bekannten mit der nötigen Erfahrung mitzunehmen, falls du dir das nicht selbst zutrauen kannst.

Das vorliegende Angebot ist offenbar recht preiswert, wäre aber aus meiner Sicht immer noch zu teuer, falls größere mechanische bzw. optische Defizite vorliegen sollten. Das auszuschließen sollte die vorrangige Priorität sein.;)

Viele Grüße
Werner
 
Hier mal ein Link, wo zur optischen Qualität der eigenwilligen Spiegels (Konstruktion) etwas gesagt wird. Und bedenke auch eine gute Spiegelqualität macht aber längst keinen guten Dobson aus.
Also erst mal abwarten, bis hier die Dobson Experten Empfehlungen geben.

Hallo Michael,

der Link ist recht nützlich. habe ich nur kurz überflogen. Wenn ich allerdings von Werten wie Strehl=0,997 und RMS=1/111,4 o.ä. lese, dann werde ich erst mal recht hellhörig…v.a. wenn diese Werte nicht auf interferometrischen Messungen beruhen.;)

Habe auch schon mal einen angeblich super topp 24“ Spiegel vor meinen Augen gehabt. Der ist im Sterntest und nachträglich am Interferometer kläglich durchgefallen und lag noch nicht mal bei 0,4 Strehl.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Axel,

kaufe kein Teleskop, durch welches du vorher nicht selbst beobachtet hast, besonders bei Dobson ab 12 Zoll aufwärts.

Der Hubble-Hauptspiegel ist ein Sandwich-Spiegel für schnelle Auskühlung. Herr Rohr hat einen solchen auf seiner Website getestet. Dieser hatte hervorragende Werte um 98% Strehl bei der Größe, was natürlich nicht direkt auf alle bezogen werden kann. Qualität Fangspiegel?

Ich sehe den Nachteil in der wackligen und auf Leichtgewicht getrimmten Konstruktion, welche dann auch zu Dejustage der Optik führen kann. Das bringt nur Ärger mit sich.

Vielleicht willst du später noch einen Binoansatz daran benutzen? Da wird es kritisch....

Lass es lieber.

Grüße

Martin
 
Hallo Namensvetter,

ohne jetzt die Ausführungen im Link zu lesen…bei deaktivierten Parametern wie Asti würde ich meine Finger von einer solchen Optik lassen. Seriöse Messungen lassen so etwas natürlich zu. Und wir alle wissen, dass je größer ein Spiegel, desto eher kann dieser Asti mitbringen.

Achso…der von mir oben erwähnte 24“ Spiegel hatte 2 Hauptfehler: starker Zonenfehler außen und signifikanter Asti :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Da der Verkäufer des Hubble sowieso nur Abholung anbietet, würde ich hinfahren und einen Probebeobachtung machen.
Dann kann man immer noch entscheiden ob man das haben will. Wie gut der Spiegel ist kann aus der Entfernung niemand sagen.
 
Da der Verkäufer des Hubble sowieso nur Abholung anbietet, würde ich hinfahren und einen Probebeobachtung machen.
Dann kann man immer noch entscheiden ob man das haben will. Wie gut der Spiegel ist kann aus der Entfernung niemand sagen.
Korrekt. :y: Kommt man nicht drumherum. Hatte ich weiter oben bereits erwähnt. Eine „gesunde“ Skepsis kann jedoch nicht schaden, v.a. wenn man von allzu fantastischen Zahlen liest.
 
Sollte ich mich zu einem Kauf entscheiden, heißt es ja nicht, das ich am Abholtag bestes Wetter mit gutem Seeing habe.

Wie würdet ihr den Spiegel / die Optik dann testen?

Ps: werde parallel noch eine Suche generieren, wo ich einen 18 Zöller mit nachweislich gutem Spiegel bekommen kann!

Falls jemand einen kennt, der einen kennt......vielecht bekommt man dann auch noch ein bisschen mehr Zubehör!

Gruß
Axel
 
Sollte ich mich zu einem Kauf entscheiden, heißt es ja nicht, das ich am Abholtag bestes Wetter mit gutem Seeing habe.

Wie würdet ihr den Spiegel / die Optik dann testen?
Hallo Axel,

man kann kaum ein Interferometer mit sich nehmen, abgesehen davon, dass die wenigsten eines besitzen. Du musst davon ausgehen, dass am Tag der Abholung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das Seeing herrscht, was für einen 18“ Spiegel absolut zweifelsfreie Ergebnisse am Stern liefert.

Allerdings wird ein erfahrener Beobachter auch bei mäßigen Bedingungen Sphärische Fehler, Randabfall sowie größere Beträge von Asti feststellen können. Auch signifikante Beträge von Verspannung sieht man dabei normalerweise. Wichtig wäre eine ausgekühlte Optik beim Test, sonst ist die Gefahr von Fehlinterpretationen größer. Eine mangelhafte Justage erzeugt natürlich auch höhere Unsicherheiten. Aber man kann recht einfach erkennen, ob die Justage gut oder schlecht ist.

Möglicherweise ist es eine gute Idee, einen Tag mit potenziell gutem Seeing abzuwarten (ausgedehntes Hoch über Mitteleuropa). Man kann das Fernrohr ja danach kaufen oder auch eine Anzahlung hinterlassen. Da gibt es bestimmt Möglichkeiten.

P.S.: Es läuft momentan eine Diskussion über die Anschaffung eines 20“ F4 Spiegels parallel. Dort findest du gute Hinweise auf diverse Hersteller;)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Axel,
in der Größe und Preislage steht und fällt das Ganze mit der Spiegelgüte. Und da würde ich erst mal alles für möglich halten, von 0,3 bis 0,98 Strehl,
Insofern ist die Kaufentscheidung und der Preis zumindest mit einem gewissen Risiko behaftet, wenn man den VK und das Gerät nicht kennt.
Probekucken und mal eben Bewerten ist in der Größe schwierig, weil schon AP 1 geschweige das volle Potential eines 18ers nur in wenigen Nächten geht. Einfach auf Treu und Glauben käme für mich in dem Fall nicht in Frage. Da müßte eine seriöse Messung, nachgewiesen werden - idealerweise nicht vom bekannten Schönstrehler und Astiausblender. ;)
Okulare solltest Du ausprobieren. Meine Setidee für 1TEUR im Gebrauchtkauf für ein solches Teleskop wären das 30mm ES 82 Grad und dazu die schwarzen XWA in 13, 9 und 7mm bei 100 Grad-Wunsch. Das kann bei Bedarf dann die anderen Brennweiten erweitert werden. Filter von Lumicon oder Astronomik. Sofern geringeres Feld gewünscht wird, würde man von ES in der 82 Grad Serie vergleichbare Brennweiten finden.
CS
 
Moin Axel
Willkommen und Grüße aus Flensburg

CS Knut
 
Hallo Axel,
mein Vorschlag wäre ein Zoom 8-24 mm ( 1 1/4", und wird für rund 90 Euro angeboten, ich kaufte es vor etlichen Jahren für meinem 12.5" Dobson für knapp 40 Euro) Eine weitere Alternative wäre das 3-8mm SV-Boni, preislich zwischen 114 bis 169 Euro. Habe meins gebraucht für 80 Euro ergattert.
Der Vorschlag muß nicht mit deinen Gedanken übereinstimmen. Will man sich drei bis fünf verschiedene Okulare kaufen, geht das auch ins Geld, besonders wenn man Wert auf 2" legt !!

Gruß Günther
 
Muss es ein 18 Zoll-Dobson sein? Ich würde mir erstmal bspw. einen 16 Zöller von GSO mit Carbonstreben kommen lassen. Hier könnte man sicher auf eine Weise die Grundqualität der Optik sicherstellen lassen. Dieses Gerät macht einen soliden Eindruck und kann auch noch optimiert werden. Kostet ungefähr die Hälfte und kann zurück gegeben werden.....

Grüße
Martin
 
Hallo Axel,

lich weiß, keine Antwort auf deine Fragen, aber den Skywatcher StarGate 18" gibt es für knapp über 5000 EUR neu (d.h. mit Rückgaberecht und gesetzlicher Gewährleistung) und in der ach so teuren Schweiz ist der schon ab 3999 CHF (4300 EUR) zu haben. Ja, ich weiß, nicht grad um die Ecke, und bevor jetzt andere meckern: Natürlich musst du die deutsche Mwst zahlen und würdest dann bei ca. 4700 EUR liegen (abzgl. schweizer Mwst, 8,1%).

Was ich sagen will: 4000 EUR für einen gebrauchten und nicht über alle Zweifel erhabenen Dobson ist m.E. zu teuer (ich habe schon einen gebrauchten 20" für deutlich weniger gekauft, der optisch einwandfrei war).

Bzgl. Okularen ist schon viel geschrieben worden. Ich selbst nutze an meinen größeren Instrumenten (18", 20", 25") die folgenden Brennweiten: 50, 42, 35, 24, 20, 14.5, 10-8, 5 und habe noch eine brauchbare 2x Barlow für alle Fälle. Am meisten nutze ich 24, 14,5, 10...8

Beste Grüße
Christian
 
Meine Setidee für 1TEUR im Gebrauchtkauf für ein solches Teleskop wären das 30mm ES 82 Grad und dazu die schwarzen XWA in 13, 9 und 7mm bei 100 Grad-Wunsch. Das kann bei Bedarf dann die anderen Brennweiten erweitert werden. Filter von Lumicon oder Astronomik. Sofern geringeres Feld gewünscht wird, würde man von ES in der 82 Grad Serie vergleichbare Brennweiten finden.

Ich bin selbst zu 90% fotografisch unterwegs, aber um ab und an mal ein Blick durchs Okular zu werfen, gerade um dritten etwas zu zeigen, habe ich mich auch auf die ES 82° Okulare eingeschossen. Diese haben imho ein wirklich ausgezeichnetes Preisleistungsverhältnis bei dem sie einseits guten Komfort und Abbildungsqualität bieten und andererseits nicht in optische Extreme verfallen, die dann überproportional teuer werden.
 
Gerne, das sind aber teils sehr alte Okulare, die nicht mehr verfügbar sind. Ich muss dazu sagen, dass ich zwingend eine Brille bei der Beobachtung benötige, alles über ca. 80° Gesichtsfeld ist für mich nicht mehr einsehbar, daher liegt mein Fokus nicht auf den Ultraweitwinkelokularen.

  • Vixen LV50, 2" (nur zum Suchen, Tunnelblick mit 45° Gesichtsfeld)
  • Luminos 31mm, 2" (nicht wie oben geschrieben 35, sry), sehr schwer, 82° Gesichtsfeld
  • TAL 24mm, 2" (sehr altes russisches Glas, klasse Optik), Gesichtsfeld nicht bekannt, dürfte aber um die 80° haben
  • Omegon 14.5mm, 1.25", 68° Gesichtsfeld
  • Antares Speers-Waler Zoom 10...8mm, 1.25" (habe ich doppelt für Binobeobachtungen), Gesichtsfeld dürften auch um die 80° sein
  • Das 5mm habe ich aktuell in der Eifel und weiß es leider nicht - ist aber kein Wunderglas
  • Dann noch die Omegon 2x Barlowlinse

Beste Grüße
Christian
 
Hallo Martin,

wie möchtest du dabei die Grundqualität „meßbar“ feststellen lassen?

Viele Grüße
Werner

Hallo Werner,

es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Grundqualität einer Optik einzuordnen, bspw. Testverfahren mit Ronchiokular, ergänzender Stern-Test am künstlichen oder echten Stern, Focault-Test etc.... mit fotografischem Ergebnis. Das bietet bspw. TS oder Teleskop-Spezialisten an. Hierdurch kann eine Optik hinreichend auf Fehler in der Korrektur, Oberfläche, Verspannung, Zonen-Fehler etc geprüft werden. Mehr siehst du am Himmel auch nicht. Hierdurch lassen sich SPIEGEL bereits gut selektieren.
Mit einem Ronchi-Okular und Stern-Test, teste ich Optiken auch bei mir zu Hause.

Andererseits haben Händler auch die Möglichkeit, Spiegel interferometrisch vermessen zu lassen und auch mal bereits in dieser Weise geprüfte Spiegel vor Ort, man muss nur fragen oder anfordern.

Natürlich kann man seine Anforderungen an die Optik beim Händler benennen und als Grundlage des Kaufes festlegen.

Grüße
Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,

welche Testverfahren es gibt, ist mir wohlbekannt. :giggle: Die Frage ist, mit was man sich zufrieden geben möchte und was man als Neueinsteiger/Einsteiger überhaupt wirklich benötigt.

Außer der interferometrischen Vermessung sind die anderen von dir erwähnten Tests keine quantitativen Testmethoden und du bekommst dabei auch keinen ganz genauen Strehlwert vom Händler zugesichert. Dass man für größere GSO-Spiegel (18“) ein Interferogramm out of the box mitbekäme, wäre mir neu. Kann sein, dass auf dedizierte Anfrage ein Spiegel vom Händler beispielsweise zu Wellenform geschickt wird. Das müsste der Kunde natürlich separat bezahlen. Jedoch testet beispielsweise Wellenform laut Angaben auf der Website offenbar nur bis 16“. Allzu viele Anlaufstellen für interferometrische Vermessungen gibt es nicht.

Die anderen Methoden werden ja auf den Händlerseiten jeweils beschrieben und ggf. auch zugesichert. Es gibt einige Hersteller von Optiken auch hierzulande, die aus meiner Sicht einen vorbildlichen Job machen (z.B. Nauris, Spacewalk um nur zwei zu nennen). Da gibt es aussagekräftige Interferogramme mit konkreter Strehlwertangabe. Diese Spiegel sind allerdings (zu recht) teurer.

Beim Sterntest verlasse ich mich lieber auf mein eigenes Urteil, das wird aber den Axel nicht weiterbringen. :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

ich habe mich ja schon gewundert, dass du mir die Frage gestellt hast.

Ja richtig, wenn ich einen aussagekräftigen qualitativen Nachweis vor Kauf möchte, sollte ich einen interferometrisch auf mindestens 90% Strehl geteste Optik in16 Zoll (ich spreche nur vom GSO 16 Zöller) anfordern und die ca. 300 € Aufpreis dafür bezahlen. Das ist doch günstig gegenüber einer Optik, die ich dann nicht mehr zurück geben kann. Das Rückgaberecht sichert zudem alle weiteren Risiken / Unzulänglichkeiten des Teleskops ab, die mir missfallen könnten.

ICS haben auch einen neuen Optikprüfer für ihre Galaxy-Optiken.

Gegen Aufpreis bekommst du in der Regel bei den Anbietern auch einen interf. Test nach aktuellem Maßstab auf 532 nm.

Stern-und Ronchi kann ich selber anwenden.
Auch Verspannungen und lagerungsbedingter Asti sind quantitativ darüber gut zu sehen und zu beheben. Die Spiegelzelle muss natürlich auch geeignet sein.

Teleskope Austria haben auch vermessene Optiken und würden das sicher auch anbieten.

Grüße
Martin
 
Was ich sagen will: 4000 EUR für einen gebrauchten und nicht über alle Zweifel erhabenen Dobson ist m.E. zu teuer (ich habe schon einen gebrauchten 20" für deutlich weniger gekauft, der optisch einwandfrei war).
Hallo Christian,

nun ja, kommt immer darauf an wie man das sieht. Wenn ich mir die Preise auf diversen Händlerseiten für neue 18“ Spiegel anschaue, dann fangen die wie bei ICS bei 3650€ oder Nauris ca. 4000€-4500€ (je nach Öffnungsverhältnis) an. Das ist allerdings nur der Preis für den Spiegel, nicht für das gesamte Teleskop.

Was man für 4000€ oder weniger als ganzes in guter Qualität für 18“-20“ bekommt, muss man schon eine ganze Portion Glück haben…

Viele Grüße
Werner
 
Ich bin selbst zu 90% fotografisch unterwegs, aber um ab und an mal ein Blick durchs Okular zu werfen, gerade um dritten etwas zu zeigen, habe ich mich auch auf die ES 82° Okulare eingeschossen. Diese haben imho ein wirklich ausgezeichnetes Preisleistungsverhältnis bei dem sie einseits guten Komfort und Abbildungsqualität bieten und andererseits nicht in optische Extreme verfallen, die dann überproportional teuer werden.
Hi
in dem Fall ist ein Ethos wahrscheinlich wirklich mehr als Luxus. Ich nutze die ES 82 Grad in mehreren Sets am 100er Bino, nachdem ich diverses getestet habe. Sie bieten mehr als z.B: Hyperion- Okulare und sind preiswerter als die Morpheus die , soweit ich vergleichen konnte für mich vom Einblick zumeist unangenehm war, was den an sich guten Eindruck deutlich getrübt.
Monokular sind für 100 und 110 Grad gewinnbringend und gut verwendbar. Das sind die XWA nochmal ne andere Nummer als die ES82.

CS
 
Moin Moin,
ich habe auch durch eure Hilfe eine Entscheidung getroffen! Danke dafür! Das Hubble wird es nicht werden.
Ein glückliche Fügung, wenn auch teurer, hat mir diesen 18 Zoll Sumerian Canopus zufliegen lassen. Bin ich ja ein wenig technikverliebt und daher kommt mir die Vollausstattung sehr entgegen. Viel wichtiger ist aber die Qualität des Spiegels von Alluna Optics mit 0,986 Strehl

Ausstattung:
- Feathertouch
- Goto + encoder (Argo Navis, Stellar Cat, Servo Cat + extra wireless Stellar Controller)
- Fangspiegelheizung
- Hauptspiegellüfter
- Shroud (Scopeshroud)
- Telegizmos Schützhülle (neu)
- 60mm RA Sucher

Zu diesem Dobson werde ich aber mal einen anderen Erfahrungsthread öffnen.
Bild 44.jpegBild 43.jpegBild 42.jpeg
 
Feines Teil, Glückwunsch Axel.

Nur beachten im Winter haben wir hier oben den Jetstream über uns (keine Maximalvergrößerungen möglich),
aber im Sommer haben wir auch öfters hervorragendes Seeing, aber meistens erst ab eine Stunde und später nach Mitternacht.
Dann sind aber Höchstvergrößerungen sehr gut möglich.

VG. Michael
 
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