selenograph
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Hallo Fernglasbeobachter,
schon lange faszinieren mich Ferngläsern mit extrem großen Gesichtsfeldern wie sie heute leider nicht mehr gebaut werden. Vor einigen Tagen hatte ich Glück und konnte ein älteres HUNTER 7x35 Porroglas mit einem riesigen Gesichtsfeld von 11° für ganze 8 Euro bei ebay ersteigern. Das Fernglasgehäuse ist vollständig aus Metall, ohne dem heute üblichen Plastik. Es liegt hervorragend in der Hand, obwohl es fast ein volles Kilogramm wiegen dürfte. Das ist kein Wunder, schließlich sind die Prismen entsprechend groß und schwer, so dass ein 11° großes Gesichtsfeld möglich wird. Auch die Augenlinsen der Okulare haben mit 26mm einen ordentlichen Durchmesser. Da ich von einem Fernglashersteller HUNTER noch nie gehört habe, suchte ich nach Indizien der Herkunft und wurde schnell fündig. Auf dem objektivseitigen Gehäuse ist J-B 22 ins Metall gestempelt. Diese JB-Nummer identifiziert den japanischen Hersteller Itabashi Kogaku Kikai Seisakujo Inc.,Tokyo.
Meine ersten optischen Eindrücke:
Der Einblick ohne Brille ist gut. Man kann die etwas höhere Okularmuschel bequem auf die Augenbrauen auflegen und so das gesamte Gesichtsfeld (etwa 7 x 11° = 77°) vollständig überblicken ohne das dunkle Abschattungen entstehen. Natürlich ist das riesige Gesichtsfeld nicht randscharf. Im Zentrum ist die Schärfe wirklich gut und diese fällt erst in den äußeren 20% deutlich ab. Für mich ist das aber kein großes Problem, da man bei freihändiger Beobachtung automatisch das betrachtete Objekt in die Gesichtsfeldmitte bewegt. Zum Vergleich musste mein multivergütetes Zeiss Jenoptem 7x50 herhalten. In Kontrast und Transmission kann das einfach vergütete 7x35 natürlich nicht mithalten. Der Grenzgrößenunterschied ist aufgrund des Öffnungs- und Transmissionsunterschiedes sofort sichtbar. Überwältigend ist allerdings der Gesichtsfeldunterschied - 7,3°wGF/51°sGF beim 7x50 gegen 11°wGF/77°sGF beim 7x35. Kann man im 7x50 die drei Gürtelsterne des Orion geichzeitig im Gesichtsfeld betrachten, so kann man im 7x35 den Orionnebel in die Gesichtsfeldmitte nehmen und hat gleichzeitig die Gürtelsterne und die Fußsterne (Rigel, Saiph) mit im Bild! Dadurch ergeben sich völlig neue Anblicke des Himmels, z.B. M36/M37/M38 in einem Gesichtsfeld. Am beeindruckendsten war der Anblick der Hyaden. Im 7x35 unglaublich schön mit noch viel "Platz", so dass der offene Sternhaufen als solcher erst zu Geltung kommt. Ich freue mich schon auf den Anblick des Sternbildes Leier ganz in einem Gesichtsfeld.
Mein erstes Fazit:
Ein solches extremes Weitwinkelglas ermöglicht völlig neue Betrachtungen des Sternenhimmels.
Ich würde mir ein genau solches Fernglas mit neuer Mehrschichtvergütung wünschen. Warum ist das nicht möglich?
Link zur Grafik: http://i99.photobucket.com/albums/l297/selenograph/zeiss7x50hunter7x35.jpg
schon lange faszinieren mich Ferngläsern mit extrem großen Gesichtsfeldern wie sie heute leider nicht mehr gebaut werden. Vor einigen Tagen hatte ich Glück und konnte ein älteres HUNTER 7x35 Porroglas mit einem riesigen Gesichtsfeld von 11° für ganze 8 Euro bei ebay ersteigern. Das Fernglasgehäuse ist vollständig aus Metall, ohne dem heute üblichen Plastik. Es liegt hervorragend in der Hand, obwohl es fast ein volles Kilogramm wiegen dürfte. Das ist kein Wunder, schließlich sind die Prismen entsprechend groß und schwer, so dass ein 11° großes Gesichtsfeld möglich wird. Auch die Augenlinsen der Okulare haben mit 26mm einen ordentlichen Durchmesser. Da ich von einem Fernglashersteller HUNTER noch nie gehört habe, suchte ich nach Indizien der Herkunft und wurde schnell fündig. Auf dem objektivseitigen Gehäuse ist J-B 22 ins Metall gestempelt. Diese JB-Nummer identifiziert den japanischen Hersteller Itabashi Kogaku Kikai Seisakujo Inc.,Tokyo.
Meine ersten optischen Eindrücke:
Der Einblick ohne Brille ist gut. Man kann die etwas höhere Okularmuschel bequem auf die Augenbrauen auflegen und so das gesamte Gesichtsfeld (etwa 7 x 11° = 77°) vollständig überblicken ohne das dunkle Abschattungen entstehen. Natürlich ist das riesige Gesichtsfeld nicht randscharf. Im Zentrum ist die Schärfe wirklich gut und diese fällt erst in den äußeren 20% deutlich ab. Für mich ist das aber kein großes Problem, da man bei freihändiger Beobachtung automatisch das betrachtete Objekt in die Gesichtsfeldmitte bewegt. Zum Vergleich musste mein multivergütetes Zeiss Jenoptem 7x50 herhalten. In Kontrast und Transmission kann das einfach vergütete 7x35 natürlich nicht mithalten. Der Grenzgrößenunterschied ist aufgrund des Öffnungs- und Transmissionsunterschiedes sofort sichtbar. Überwältigend ist allerdings der Gesichtsfeldunterschied - 7,3°wGF/51°sGF beim 7x50 gegen 11°wGF/77°sGF beim 7x35. Kann man im 7x50 die drei Gürtelsterne des Orion geichzeitig im Gesichtsfeld betrachten, so kann man im 7x35 den Orionnebel in die Gesichtsfeldmitte nehmen und hat gleichzeitig die Gürtelsterne und die Fußsterne (Rigel, Saiph) mit im Bild! Dadurch ergeben sich völlig neue Anblicke des Himmels, z.B. M36/M37/M38 in einem Gesichtsfeld. Am beeindruckendsten war der Anblick der Hyaden. Im 7x35 unglaublich schön mit noch viel "Platz", so dass der offene Sternhaufen als solcher erst zu Geltung kommt. Ich freue mich schon auf den Anblick des Sternbildes Leier ganz in einem Gesichtsfeld.
Mein erstes Fazit:
Ein solches extremes Weitwinkelglas ermöglicht völlig neue Betrachtungen des Sternenhimmels.
Ich würde mir ein genau solches Fernglas mit neuer Mehrschichtvergütung wünschen. Warum ist das nicht möglich?
Link zur Grafik: http://i99.photobucket.com/albums/l297/selenograph/zeiss7x50hunter7x35.jpg