Hyaden Tidal Tails

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PeterSurma

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Hi all,

ich war nie ein guter Kenner von Offenen Sternhaufen (OC) oder Ihrer Physik. Aber dann dachte ich, muss mal was lesen drüber und stiess auf Röser, Schilbach & Goldmann (2019) - ein Paper, das vor 4 Jahren in GAIA Daten die Tidal Tails der Hyaden nachgewiesen hat. Das sind also die Sterne die sich bei der allmählichen Auflösung dieses galaktischen Haufens in der Umgegend verteilen, sozusagen wegdiffundieren passiert allen OCs nach 1-2 Gyr). Das Thema GAIA (und ihre Daten) hat mich auch schon länger interessiert, also hab ich mal aufgemacht:
  • mir von Siegfried Röser am ARI in Heidelberg die/seine GAIA Daten besorgt (vielen, herzlichen Dank an ihn !!!)
  • die GAIA Photometrie-Daten auf visuelle Werte (fürs Beobachten) um-gerechnet
  • ein 'User-added Dataset' = Overlay für Guide 9.1 (Karten-Programm) aus dem Daten-Sample gebaut
  • mir die Sterne bis v < 8mag ausselektiert (19 Objekte)
Hier mein Beobachtungsbericht zu Teil I dieser Beobachtung von Tidal-Tail Sternen der Hyaden. Es ist erstaunlich wo (wie weit) die überall zu finden sind, auch wie auffällig zum Teil. Auf v < 8mag habe ich mich erstmal beschränkt, weil man dies auch 'nebenher' und stadtnah mit dem FERNGLAS (!) machen kann. Und für den Anfang, als Pilot-Projekt, reicht das ja auch.

Hier mein Bericht.

Have fun !
Peter

PS:
Wer das Sternkartenprogramm Guide 9 hat, kann sich die Dataset-Files direkt runterladen (Detail Button rechts unten --> HYA.DAT und HYA.TDF) und in Guide anzeigen.
Für alle anderen gibt's Screenshots ausreichend für Fernglas-Beobachtungen.
 
He, Rene, das ist fies! Übrigens habe ich Astrotreff u.a. deshalb verlassen, weil meine ähnlich "exotische" Berichte dort auf toten Boden fielen, soviel dazu.

Peter, poste bitte weiter hier. Was Du mit diesem Pilotprojekt zeigst wäre in jeder Zeitschrift ein fetter Beitrag und ist hier ein grosser Gewinn. Es gibt immer viele stille Mitleser. Ich werde für mein Teil Deinen ganzen Bericht mit glühenden Ohren lesen und freue mich darauf, Wissensschmankerl daraus zu entnehmen die ich bei einem Vortrag über "Deep Sky in Taurus" verwenden kann, den ich im Dezember in der Sternwarte Darmstadt halte.

Und natürlich werde ich die Hyaden-Sterne beobachten! Ich fange mit hy1163 im Wassermann an, da dieses Sternbild uns zuerst im Laufe des Jahres verlassen wird. Dort in der Gegend hatte ich ohnehin schon ein Mini-Projekt mit dem KS Messier 72, der Sterngruppe Messier 73 und dem PN Saturnnebel 7009. Jetzt kommt ein Hyaden-Mitglied dazu - tolle Sache! Mehr noch: hy1163 wird als Struve 2752 kartiert, also haben wir da auch noch einen Doppelstern - und zwar einer, der nach Stelledoppie physikalisch ist! Daraus würde folgen, dass der Begleiter ebenfalls ein Hyaden-Mitglied ist. Er hat 10mag und steht in 186° Positionswinkel 3,7 Bogensekunden weg, somit gut mit einem 3-Zöller bei 60x auflösbar.

Beste Grüße, Christopher
 
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Ha, Christopher, das war nicht gewollt, dass ich ausgerechnet dich mit meinem Beitrag provoziere ;)
Wenn ich mir soviel Mühe mit einem Beitrag gegeben hätte, wäre schon enttäuscht über gar keine Reaktion in dem einem Forum, während es im anderen Forum Anerkennung und wesentlich mehr Antworten gibt.
Beste Grüße
Rene
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Wenn ich mir soviel Mühe mit einem Beitrag gegeben hätte, wäre schon enttäuscht über gar keine Reaktion in dem einem Forum, während es im anderen Forum Anerkennung und wesentlich mehr Antworten gibt.
Wenn der Sinn des Postens in der Generierung von „Likes“ liegt, dann sind vielleicht Facebook und YouTube die richtigen Foren dafür. Ich habe in 25 Jahren auf diesem Forum noch nie ein „like“ vergeben. Nicht, weil ich unhöflich wäre, sondern weil ich nicht ungerecht sein will. Entweder man „liked“ alles, was einem gefällt - dann muss man aber auch jeden Beitrag gleich lesen und jedes Bild sofort anschauen damit man niemandem unrecht tut, so wie das hier unsterstellt wird, weil ein Beitrag nach 24 Stunden noch kein Lob bekommen hat - oder man liked gar nichts. Dafür habe ich mich entschieden und viele andere auf diesem Forum offenbar auch. Der Beitrag von Peter ist inzwischen 92 mal aufgerufen worden und hat bestimmt 91 Lesern/Betrachtern gefallen. Auch wenn sie das hier nicht kundgetan haben. Ich persönlich bevorzuge die Variante hier (den stillen Genuß sozusagen) gegenüber Facebook, YouTube und dem anderen Forum.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Maximilian,
deine Definition von Likes in Ehren, das kannst du auch gern so beibehalten und ich weiß natürlich um die vielen, vielen stillen Mitleser. Aber das war nicht der Sinn, nach dem es mir mit meinem zugegebenermaßen provozierenden Beitrag bestand. Ich habe nichts von "Likes" geschrieben, denn ich mag dieses Wort genauso wenig wie du. Und schon gar nicht wollte ich eine Diskussion abseits vom Thema lostreten, aber du scheinst darauf angesprungen zu sein, ohne auch nur Bezug auf das eigentliche Thema genommen zu haben.
Mir ging es darum, dass der vielleicht harte Kern hier, der sich die Mühe macht, auf gute, interessante und lesenswerte Beiträge zu antworten bzw. diesen Beitrag nicht völlig unbeantwortet lässt.
Aber jetzt zurück zum Thema. Ich gelobe Besserung hinsichtlich Beitrag #2. Aber ich wünsche mir trotzdem, dass solche hervorragenden Beiträge nicht unkommentiert bleiben.
Viele Grüße
Rene
 
Hallo!
Hallo Maximilian,
Aber ich wünsche mir trotzdem, dass solche hervorragenden Beiträge nicht unkommentiert bleiben.
Was Peter in seinem langen verlinkten Beitrag hier geschrieben hat ist für mich, und für viele andere sicher auch, ziemliches Neuland. Damit muss man sich doch erst gründlich beschäftigen, bevor man einen qualifizierten Kommentar abgeben kann. Und wenn ich hier spontan als Antwort „Toller Beitrag, weiter so!“ schreibe (und mit mir die übrigen 92 Leser), dann haben wir damit einem dreiseitigen Thread ohne jeden Inhalt generiert. 92 ausgeschriebene Likes. Dann wäre es besser gewesen, den „Like“ Button zu drücken...
Wenn Du irgendwo einen Artikel zur Veröffentlichung einreichst bekommst Du die Kommentare auch nicht innerhalb von 24 Stunden. Wenn Du Glück hast vielleich nach 24 Wochen.

Grüße
Maximilian
 
Hallo,

Noch keine Antwort hier Peter. Dann kannst du das mit den parallelen Posts in Zukunft bleiben lassen und schreibst nur noch solch fantastische Berichte bei Astrotreff.de

Ich verstehe die Aufregung nicht.
Gestern am Sonntag um halb eins wurde der Bericht oder das Projekt hier eingestellt. An einem Sonntag mit schönen Wetter. Noch dazu ein Sonntag vor einem Brückentag, den sicher viele Leute, einschließlich mir, für anderes nutzen als sich vor einem Computer/Tablet/Laptop zu setzen und im Internet zu lesen.
Gestern Abend war in weiten Teilen gutes Wetter, das passte um Planeten zu beobachten. Ich habe mein Teleskop geschnappt und bin raus. Sicher auch andere Leute.

Heute ist normaler Arbeits- und Schultag, für mache auch Brückentag. Bisher werden sicher noch nicht zu viele Leute Zeit oder auch Lust gehabt haben, sich vor dem Computer zu setzen und diesen Bericht zu lesen.

Der oben genannte Bericht ist umfangreich, eventuell zu umfangreich für ein Forum für Hobbybeobachter. Für den Bericht braucht man Zeit, um den zu verstehen. Zeit, den die Leute eventuell bei dem schönen Wetter und in einer Arbeitswoche nicht investieren wollen oder können um solche Berichte zu lesen.

Ich finde die Kritik, das es für diesem Bericht nicht genug Rückmeldungen gibt als völlig überzogen. Die Rückmeldungen im Astrotreff sind auch nicht besonders überragend. Was soll man in der Kürze schreiben? Schöner Bericht? Gleichzusetzen mit schönes Bild:

Schönes Bild


– Steht dieser Ausdruck alleine als Anmerkung, so ist davon auszugehen, dass der Schreiber dies aus reiner Freundlichkeit und Tradition von sich gibt. Es ist der Ausdruck des Betrachters, der keine gelungenen fotografischen Ansätze in dem Bild sieht und somit auch keine positive Anmerkung von sich geben kann. Da der Betrachter den evtl. zartbesaiteten Autor nicht kränken möchte, benutzt er die nichts sagende Floskell >Schönes Bild<. Man kennt diese Art auch aus der Kindheit, wenn die Mutter zum Baby sagt: „Hattu schön die Windel vollemacht?“ oder auch nach dem „Ersten Mal“, wenn die Freundin danach sagt: „Nein, ich find’s toll, dass du so früh gekommen bist.


Der konstruktive Inhalt für eine fotografische Anmerkung ist gleich Null.“

Quelle:
Schönes Bild.

Ich finde es insgesamt unschön, wenn Foren gegeneinander ausgespielt werden. Das muss und sollte nicht sein.

Viele Grüße
Gerd
 
Peace, peace ! ;-)

Ich hab schon einige Wochen an dem Projekt gearbeitet, da kann ich die paar Tage bis es 'verdaut ist' und/oder kommentiert wird schon noch warten, no problem. Im übrigen haben verschiedene Leute ja verschiedene Philosophien (wie man sieht), das ist kein Problem. Mein Vorschlag also: back to science... ;-)

@Schiefspiegler: (Christopher)
Interessant mit der zusätzlichen Doppelstern-Eigenschaft von hy1163. Werd ich mir gleich mal notieren, ggf. nachsehen... !!! Thanxalot ;-)

Schöne Grüsse an alle, wherever they may post to,
Peter
 
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Hallo Peter,
das ist wirklich interessant, was du hier vorstellst, da steckt eine menge Arbeit dahinter, daher Respekt!
Ich habe sowas auch schon mal in einer Dokumentation gesehen, wie sich Sternhaufen auflösen und auf die Galaxie verteilen.
Ehrlich gesagt habe ich mich schon länger nicht mehr mit offenen Sternhaufen beschäftigt, da ich mehr auf Sonne, Mond und Planeten fixiert bin, jedoch schaue ich mir auch immer gerne die aktuellen DeepSky Objekte an.
Besonders sind mir in Erinnerung M11 der Wildentenhaufen und M35 mit NGC2158, welche noch als "offen" bezeichnet werden, diese konnte ich mal unter sehr guten Bedingungen mit einem 24" Teleskop und mit Ethos Okularen beobachten, das war ein Hochgenuss!
Von daher ist dein Beitrag für mich wieder ein Anreiz beim nächsten mal das Fernglas mit zu nehmen und wieder nach offenen Sternhaufen Ausschau zu halten.
Danke!
LG
 
Ciao Quanten,

Danke für Deinen netten Post. Ja, wie gesagt, OCs sind auch nicht mein Hauptinteresse (ich fokussiere eher in die Tiefe Richtung GXs), war aber dennoch interessant, sich das alles mal anzugucken... auch in Verbindung mit den GAIA Daten. Und GAIA revolutioniert manches, was man über die Galaxis bisher (nicht) wusste...

Gruss,
Peter
 
Hallo Peter,

sehr interessanter Beitrag. Vielen Dank fürs posten! Besonders interessant finde ich, dass du eine Möglichkeit gefunden hast, die Ergebnisse visuell darzustellen. Das werde ich mir nach Feierabend nochmal genauer anschauen.

Auch sehr interessant ist die Assymmetrie der Tails. Offenbar scheint es Momente gegeben zu haben, bei denen die Hyaden größere Sternmengen verloren haben. Interessant ist von der Physik auch, dass die Streuung der verlorenen Sterne offenbar zu einem großen Teil entlang der galaktischen Ebene stattfindet.

Mit dem Thema Sternströme habe ich mir früher beschäftigt, als ich festgestellt hatte, dass sich ein Großteil der Sterne im großen Bär in die selbe Richtung bewegt. Im Gegensatz zu dir hat mich eigentlich immer nur das nähere Umfeld der Sonne beschäftigt. Maximal unsere Galaxie an sich.

Recherche war ohne Internet allerdings schwierig. An Papers kam ich gar nicht ran und die paar genannten Beispiele in meinen Büchern haben nicht ins Schema gepasst. Z.B. Sirius passt weder von der Bewegung noch von der Metallizität noch vom Alter. ist aber zugegeben auch ein Sonderfall, was die Sternentwicklung angeht.

Ich bin dann zur Landesbibliothek gefahren und habe mir Glieses Katalog sonnennaher Sterne ausgeliehen und kopiert. Aus diesem habe ich mir dann Kandidaten herausgesucht, die passen könnten. Die Daten musste ich dann leider abschreiben. Naja, das Ganze ist auch mit am Abschreiben gescheitert, was mir zu mühselig war. Aber auch daran, dass die Daten so unpräzise und die Informationen zu Lückenhaft waren, um wirklich eine Aussage machen zu können. Trotzdem war die Kopie von Glieses Katalog der Fundus aus dem ich über viele Jahre meine Informationen geholt habe.

Später habe ich am Rechner eine Simulation versucht, um herauszufinden wie stabil offene Sternhaufen sind. Ich fand es faszinierend, dass sich offene Sternhaufen offenbar auflösen, während Kugelsternhaufen es nicht tun. Es gibt aber auch Beispiele von sehr alten Offenen Sternhaufen, die sich ihre Integration bewahren konnten. Bis zu der Sternzahl, die mein damaliger 486er in meiner zugegebenermaßen armseligen Simulation hergegeben hat, haben sich Offene Sternhaufen prinzipiell rein durch innere Einflüsse nach einiger Zeit aufgelöst, da immer wieder Sterne bei engen Mehrfachbegegnungen per Swingby aus dem System befördert wurden. Ab einer bestimmten Masse und Dichte ist das aber offenbar nicht der Fall. Sonst gäbe es keine Kugelsternhaufen. Offenbar sind diese Sternhaufen in der Lage Sterne in ähnlichem Maß einzufangen wie sie Sterne verlieren. Z.B. M71 ist so ein Fall, der nur noch zum Teil aus seiner ursprünglichen Population besteht.

Ich hab mich schon ewig nicht mehr mit dem Thema beschäftigt. Gibt es eigentlich heute die Möglichkeit komplexere Queries über Hipparchos und Gaia Daten laufen zu lassen und diese per CSV zu exportieren?

Danke und Grüße,
Joachim
 
Ciao Joachim,
Ahja interessant ! Sorry, bin diese Woche sehr absorbiert, werde aber kommende Woche noch näheres antworten. Schreib mir dazu am besten Email an meine Adresse im Impressum meiner Website...
Gruss, Peter
 
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Auch sehr interessant ist die Assymmetrie der Tails. Offenbar scheint es Momente gegeben zu haben, bei denen die Hyaden größere Sternmengen verloren haben. Interessant ist von der Physik auch, dass die Streuung der verlorenen Sterne offenbar zu einem großen Teil entlang der galaktischen Ebene stattfindet.
Ja, das weiss ich nicht genau zu beurteilen, ehrlich gesagt, weil es im Orginalsample auch Sterne gibt, die durchaus auch ober-/unterhalb der z=0 Ebene liegen. Die haben die Autoren aber als 'other' klassifiziert (click auf detail und sihe die 3d Verteilung in den verschiedenen Ebenen, XY, XZ, YZ) und meinem Verständnis bisher nach nicht als Tail Sterne gesehen. Ich werde irgendwann noch ins ARI gehen und Siegfried Röser solche Fragen stellen. Tatsächlich hat das Paper sogar (ein wenig) in Z selektiert. Ich kann ehrlicherweise nicht beurteilen ob der Streuungseffekt tatsächlich selektiv in der Ebene stattfindet (auch aus theoretischen Argumenten her). Aber Molekülwolken befinden sich natürlich vor allem in der Scheibenebene, daher würde ich schätzen, dass netto vor allem Impuls in der Scheibenebene auf die Sterne übertragen wird (Theoretiker fragen !). Wie gesagt, ich behalts mal im Hinterkopf ...
Mit dem Thema Sternströme habe ich mir früher beschäftigt, als ich festgestellt hatte, dass sich ein Großteil der Sterne im großen Bär in die selbe Richtung bewegt.
Kenn ich mich leider nicht aus. Ich war hier an GAIA und den Hyaden interessiert primär. Kann ich aber auch mal im Hinterkopf mitnehmen.

Recherche war ohne Internet allerdings schwierig. An Papers kam ich gar nicht ran und die paar genannten Beispiele in meinen Büchern haben nicht ins Schema gepasst. Z.B. Sirius passt weder von der Bewegung noch von der Metallizität noch vom Alter. ist aber zugegeben auch ein Sonderfall, was die Sternentwicklung angeht.
Metallizität falsch ist natürlich ein Problem, andere Wolke klingt unplausibel in einem Sternhaufen, Mixing ?

Ich bin dann zur Landesbibliothek gefahren und habe mir Glieses Katalog sonnennaher Sterne ausgeliehen und kopiert. Aus diesem habe ich mir dann Kandidaten herausgesucht, die passen könnten. Die Daten musste ich dann leider abschreiben. Naja, das Ganze ist auch mit am Abschreiben gescheitert, was mir zu mühselig war. Aber auch daran, dass die Daten so unpräzise und die Informationen zu Lückenhaft waren, um wirklich eine Aussage machen zu können. Trotzdem war die Kopie von Glieses Katalog der Fundus aus dem ich über viele Jahre meine Informationen geholt habe.
Ich denke das macht man jetzt mit GAIA Daten (öffentlich). Im letzten SuW 10/2023 S.8 gab es von Ulrich Bastian eine kurze Beschreibung zur Query Sprache auf den GAIA Daten. Ich such Dir die URL raus.
Später habe ich am Rechner eine Simulation versucht, um herauszufinden wie stabil offene Sternhaufen sind. Ich fand es faszinierend, dass sich offene Sternhaufen offenbar auflösen, während Kugelsternhaufen es nicht tun. Es gibt aber auch Beispiele von sehr alten Offenen Sternhaufen, die sich ihre Integration bewahren konnten. Bis zu der Sternzahl, die mein damaliger 486er in meiner zugegebenermaßen armseligen Simulation hergegeben hat, haben sich Offene Sternhaufen prinzipiell rein durch innere Einflüsse nach einiger Zeit aufgelöst, da immer wieder Sterne bei engen Mehrfachbegegnungen per Swingby aus dem System befördert wurden. Ab einer bestimmten Masse und Dichte ist das aber offenbar nicht der Fall. Sonst gäbe es keine Kugelsternhaufen. Offenbar sind diese Sternhaufen in der Lage Sterne in ähnlichem Maß einzufangen wie sie Sterne verlieren. Z.B. M71 ist so ein Fall, der nur noch zum Teil aus seiner ursprünglichen Population besteht.
Hm, ich bin kein Spezialist in num. Simulationen (hab immer 'beobachtende Astronomie' gemacht), einen solchen müsste man da fragen. Kann auch sein, dass numerische Effekte sowas machen, und man die ganz definiert im Code kontrollieren muss, weiss ich aber nicht. Da müsstest Du jemand fragen mit Ahnung in N-body code von Sternhaufen. Rein theoretisch gilt bei einem System mit vielen Stödden (Wechselwirkungen gravitativ) Equipartition of energy, also massereiche Sterne verlieren Energie, massearme gewinnen sie (und fliegen raus) - tendenziell zumindest. Bei OCs sind diese Prozesse anscheinend recht schnell. Bei GCs (wegen Dichte und Geschw.Dispersion) anscheinend etwas anders, man sagt ja dass GCs (theoretisch) gar keine Gleichgewichte haben, weil sie tendenziell einen kollabierten Kern (an Sternen) bekommen und der Halo abdampft. Das erhöht ihre Entropie. Freilich auf welcher Zeitskala das alles !? Und dann noch: OCs sind in der Schiebe und damit dem Bombardement der Molekülwolken ausgesetzt. GCs nicht ! Die sind vor allem im Halo und durchfliegen die Scheibe (radiale Bahnen, wenig Drehimpuls) nur immer ganz kurz, wenn sie durchtauchen, dann wieder hinaus in den Halo. Das könnte natürlich MIT ein Grund für ihre Stabilität sein (neben Dichte/Geschwindigkeitsdispersion).

Ich hab mich schon ewig nicht mehr mit dem Thema beschäftigt. Gibt es eigentlich heute die Möglichkeit komplexere Queries über Hipparchos und Gaia Daten laufen zu lassen und diese per CSV zu exportieren?
SuW 10/2023 S.8. (nur kurzer Miniartikel) - ich such die URL raus.
Ausserdem kann man - wenn man so tief in der Materie drin ist wie Du - auch mal schreiben an Ulrich Bastian (GAIA) am ARI In Heidelberg:

Er kümmert sich zum Teil auch um die Leserbriefe von SuW.
An die Redaktion SuW könntest Du natürlich auch schreiben...

Schöne Grüsse,
Peter
 
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Hier der Zugang zu den GAIA Daten:

Plotten + Manipulieren (Umrechnen) von Daten aus (grossen) .txt Tabellen:
gnuplot homepage (auch auf Windows)
TOPCAT (JAVA Tool, natürlich mit installierter JAVA runtime auch auf Windows)

Früher hab ich benutzt (hervorragend!!! komme aber leider nicht mehr ran, und nur UNIX/LINUX):
SMONGO: SM

Good luck !
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier der Zugang zu den GAIA Daten:

Plotten + Manipulieren (Umrechnen) von Daten aus (grossen) .txt Tabellen:
gnuplot homepage (auch auf Windows)
TOPCAT (JAVA Tool, natürlich mit installierter JAVA runtime auch auf Windows)

Früher hab ich benutzt (hervorragend!!! komme aber leider nicht mehr ran, und nur UNIX/LINUX):
SMONGO: SM

Good luck !
Peter
Ich hab es derweil geschafft, mir Daten über die simbad query auf der Website zu ziehen. Excel reicht mir eigentlich zum verarbeiten.

Wie ist eigentlich dein Dobson motorisiert? Ist das ein selbstbau? Ich will da über Winter an meinen auch etwas anbringen mit schrittmotor auf arduino Basis. Die Achsen mache ich aber erst mal mit handrad. Im ersten Schritt will ich nur den Antrieb der eq Plattform verbessern. Wenn das nicht reicht, baue ich mir eine alt az Motorisierung.
 
Kannste alles hier lesen:
Kein Selbstbau, allerdings einiges getunt mit der Zeit. Den DobDrive benutze ich seit Jahren nicht mehr, ich brauch es nicht. Wenn man UWW (sGF 82°) Okulare hat ist das Schubsproblem ja nicht so extrem, ausser vielleicht bei Planeten (höchste Vergrösserungen). Wenn zuviel Elektrik am Dob dran ist, dann geht das Einfache daran etwas verloren, daher bleib ich minimalistisch, voll manuell. EQ Plattform könnt ich mir noch vorstellen, aber kein Eingriff ins Achssystem... überleg Dir's gut ! ;-) good luck, Peter
 
Und jetzt gibt es hier das komplettierte Download file für SkySafari:
(19 Tidal Tail Sterne v < 8mag, ohne Cluster Sterne)

Für Guide 9.1:
(19 Tidal Tail Sterne v < 8mag, ohne Cluster Sterne)
Beide files ins Guide dir downloaden und Guide restarten. Unter 'Extras --> Anwender Datensätze' findet man dann das neue Dataset 'Hyades with Tidal Tails', dieses dann aktivieren (IDs optional dazu).

Good luck,
Peter

DETAIL_Hya_nocluster_lim8.0_cut_w.jpg

Karte erzeugt mit (c) Guide 9.1
 
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Hier mein Update zum Komplettierung (gestern nacht) meiner FG-Beobachtungen von insgesamt 19 Hyaden-Ausreisser-Sternen.
Demnächst kommt auch noch ein Update zur Physik der Auflösungs-Mechanismen (einige neuere Papers gelesen), aber dauert noch etwas...

Gruss, Peter
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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