Hyperion Okular vs. Hyperion Zoom

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Astrojoe66

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Hallo Astrofans,

ich möchte mir zu meinem MEADE LX200, 12'', f=3000mm, ein Okular kaufen. Dabei bin ich auf die Hyperions gestoßen. Diese Mittelklasse Okulare sollen ja ein gutes Preis/Leistungsverhältnis haben.


Ich spiele mit dem Gedanken entweder ein 21mm Hyperion Weitwinkelokular mit den 2 Feintuning-Ringen (14+28mm) zu kaufen.
Dadurch hätte das Okular folgende Brennweiten:
21mm ohne Ring
17,6mm (mit 14mm Ring)
15,5mm (mit 28mm Ring)


siehe Baader HP http://www.baader-planetarium.de/download/hyperion_kurzanleitung.pdf

Kann jemand nachvollziehen wie Baader auf die 68° Gesichtsfeld kommen? Bei 21mm und einer Feldblende von 22,5mm ermittle ich nur 56° Gesichtsfeld ?) (2*arctan(22,5/2/21)) ?

Lohnt sich das Hyperion Zoom 8-24 Okular? Welche Vor- und Nachteile hat das Zoom gegenüber einem normalen Hyperion Okular?
Kann jemand etwas zur Randschärfe und Gesichtsfeld sagen?

Viele Grüße
Joachim

 
Hi!

Ich hab das Hyperion-Zoom am ED80/600, als Zwischenstück zum 36mm Aspheric und dem 5mm Hyperion. Mit Gesichtsfeldmessung hab ich mich nicht abgegeben, aber folgendes:

- Du willst in der Nacht ganz gewiss nicht mit Feituningokularen die richtige Brennweite ausprobieren. Wirklich nicht. Nicht mehrmals. Glaub mir. Die Feintunigringe mögen eine feine Sache sein, um einmalig die richtige Brennweite zu basteln, aber nicht zum ständigen wechseln.

- Das Zoom-Okular ist zwischen etwa 20 und 8 mm gut bis sehr gut, bei 24mm gibt's einen Tunnelblick und ein eingeschränkttes Gesichtsfeld. Da sind die Festbrennweiten überlegen, und das ist auch der Grund, warum ich stattdessen/zusätzlich in näherer Zukunft ein 8 und ein 21-mm-Hyperion in meiner Okularsammlung haben will. Ein Zoom für den mittleren Vergrößerungsbereich ist Blödsinn (ich hab's dummerweise meist nur am 80/600), aber da ich jahrelang mit 2-4m Brennweite beobachtet hatte, bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass ich mit 8mm nur lausige 75x erreichen könnte...

- Nachteile des Zooms: Das Gewinde für Kameraadapter ist ein anderes als bei den übrigen Hyperions. Das Gesichtsfeld bei 24mm ist eingeschränkt. Die Gummi-Augenmuschel neigt dazu, sich einzuschieben.

- Vorteile des Zooms: Wirklich genial, um sich an die Idealvergrößerung heranzutasten, wenn der Vergrößerungsbereich im Bereich der Maximalvergrößerung liegt - bei 3m bist Du ja schon ganz gut dabei; ich nutze es gelegentlich am 150/2250-Refraktor, da ist es genial - vor allem für Mond und Planeten, das Hauptgebiet des Teleskops. Keine Schrauberei mit Feintuningringen.

- Auf Randschärfe achte ich dabei ehrlich gesagt nie so sehr, mir ist aber auch nichts negatives aufgefallen. Das Einblickverhalten empfinde ich bei allen drei Hyperions, die ich habe, als sehr angenehm. Das gefühlte scheinbare Gesichtsfeld ist bei 8mm im Zoom und 5mm Festbrennweite ähnlich, ich hab die Okulare aber noch nicht lange genug, um da Tests zu machen. Ich bin grad froh, wenn's mal ne klare Nacht zum Beobachten gibt, da will ich keine Tests machen, solange ich mit der Leistung zufrieden bin - und das bin ich bei Festbrennweite wie Zoom. Ich hab nur zu wenig Brennweite, um das Zoom in der Regel ausnützen zu können, aber das war mein Fehler.

Ich hoffe, das hilft dir schon mal etwas weiter.

Gruß,
Alex
 
Hallo Joachim,

von den "Tuningringen" würde ich auch die Finger lassen, das ist für den Dauerbetrieb nichts. Von einem Zoom halte ich nicht viel, aber das ich nur meine persönliche Meinung.

Aus eigener Erfahrung (ich hatte die gesamte Hyperion-Serie, bi auf 5 und 17 mm) kann ich Dir das 13 mm und 24 mm empfehlen; diese beiden Okulare sind (nach meiner subjektiven Meinung) die besten Okulare der Reihe.

Ansonsten empfehle ich für die übrigen Brennweiten LVW- oder TV PAN-Okulare, wenn das Geld übrig ist, dann auch TV Nagler. Bei einem 12" macht sich die Qualität schon deutlich bemerkbar.

Viele Grüße + clear skies

Ralf
 
Hallo Joachim,
gut erkannt oder berechnet das Hyp 21mm hat zwar 68 scheinbares Feld aber das reale Feld sind so um die 56°. Hatte auch das 21mm aber am f5 Newton. Es ist gut wirklich gut im Vergleich zu den einfachen Okus. Hatte vorher die TSWA und der Unterschied war sehr deutlich auch für mich damals, wo ich noch ziemlich am Anfang meiner Beobachtung war. Aber es gibt halt bessere (teurere). Der Unterschied ist aber nicht mehr der Sprung wie von Einfachen auf die Hyp´s. Am deutlichsten ist es am Rand zu sehen. Aber bei deinem f10 sollten die Hyps dort auch kaum mehr Unterschiede zeigen. Meist ist es die Frage ob es das Wert ist ob man die Hyps nimmt oder halt Pentax TeleVue etc. Die Entscheidung kann halt keiner abnehmen.
Zu den Ringen, hab auch solche TuningRinge einmal schrauben ok! zweimal schrauben nein. Nicht in der Nacht mit kalten Händen und der Gefahr das Staub/Dreck in den Okukörper kommt! Der Augenabstand ist bei den Hyp sehr gut kann aber durch die Ringe kleiner werden. Falls das eine Rolle spielt.
CS Andreas
 
hallo Joachim,

das 21er ist an f/10 ziemlich randscharf. Feintuningringe bitte vergessen, wenn du das 21er auch nur 1x aufschraubst hast du unweigerlich Staub auf der Feldlinse, und der bildet sich scharf ab und du wirst ihn nie wieder los. So gehts mir jedenfalls :-(

das Hyp Zoom ist mein Lieblingsokular. Bei 24mm hast du das Feld eines normalen PLössl (50°), bei 8mm hast du 68° Feld. Es ist sauscharf und absolut farbrein, und zumindest mein Exemplar ist parfokal. Das heisst kein Schärfe nachjustieren nötig (zuerst bei 8mm scharf stellen!). Die Transmission ist dank der Vergütung sehr gut. Das Hyp Zoom ist das Zoom mit dem grössten Gesichtsfeld von allen Zooms. Bei f/10 ist die Randschärfe sehr gut, bei f/6 akzeptabel.

lg Tommy
 
Hi Joachim,

vielleicht hilft dieser AUszug aus der Wikipedia weiter:


Aus dem Durchmesser d der Feldblende und der Brennweite f des Fernrohrs kann das wahre Gesichtsfeld, also der Ausschnitt am Himmel der Objektiv-/Okularkombination einfach berechnet werden: Gesichtsfeld in ° = 2 * arctan(d/(2*f))

Das scheinbare Gesichtsfeld des Okulars kann nicht einfach berechnet werden, da vor allem moderne Weitwinkelokularkonstruktionen zum Rand hin eine starke Verzeichnung aufweisen. Bei derartigen Bauformen befindet sich die Feldblende des Okulars oftmals im Inneren, zwischen den Linsen

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

ich hatte einmal eines testweise an meinem C8 und fand die Abbildungsqualität und das Einblickverhalten, vor allem in den oberen Bereichen, recht störend und im Vergleich zu Festbrennweiten weniger gut; der "Tunnelblick" wurde ja hier schon thematisiert. Aber, wie gesagt, das ist nur mein persönlicher Eindruck. Andere Sternfreunde kommen wahrscheinlich bestens mit dem Zoom klar. Übrigens - das TV Zoom 8-24 hatte ich auch schon einmal am Auszug, das ist auch nicht *mein* Fall. Festbrennweiten gefallen mir besser, bei einem Zoom denke ich immer an Spektive und dergleichen.

Zu den Hyperion-Okularen und auch zum Zoom gibt es bei Cloudynights eine Anzahl von Berichten, vor allem im Forum (search ...). Zuletzt:

http://www.cloudynights.com/ubbthre...6906/page/0/view/collapsed/sb/5/o/all/fpart/1


Grüsse + clear skies

Ralf
 
Hallo zusammen,

also zunächst besten Dank für die schnellen Antworten! Das geht ja ratz fatz hier.

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Meine erste Erkenntniss ist die Sache mit den Fine-Tuning-Ringen. Die Fummelei bei Nacht und evtl. Kälte, dazu die Schmutzmöglichkeit ... alles Gründe damit man sagen muss: Höchstens einmalig oder am Besten ein weiteres Okular.

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@ Ralf: Besten Dank für den Link zu cloudynight. Den kannte ich nicht. Ich werde die Seiten mal durchstöbern.

Ralf schrieb: Aus eigener Erfahrung (ich hatte die gesamte Hyperion-Serie, bi auf 5 und 17 mm) kann ich Dir das 13 mm und 24 mm empfehlen; diese beiden Okulare sind (nach meiner subjektiven Meinung) die besten Okulare der Reihe.

Was war an dem 13mm und 24mm Okular anders? Meinst Du das in Bezug auf Qualität, Vergrößerungsabstufung ...?


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Thema: Gesichtsfeld
Also wenn der Blendendurchmesser im Okular 22,5mm ist, dann kommen tatsächlich nur max. 56° Gesichtsfeld heraus. Wieso steht dann auf der Homepage von Baader 68°?

Guckst Du hier: http://www.baader-planetarium.de/download/hyperion-okulare.pdf

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Thema: Randschärfe
Tommy schrieb: Bei f/10 ist die Randschärfe sehr gut, bei f/6 akzeptabel.

Diesen Sachverhalt verstehe ich nicht ganz. Ist die Randschärfe von dem Öffnungsverhältnis abhängig?

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Viele Grüße
Joachim
 
Zitat von Astrojoe66:
Thema: Randschärfe
Tommy schrieb: Bei f/10 ist die Randschärfe sehr gut, bei f/6 akzeptabel.

Diesen Sachverhalt verstehe ich nicht ganz. Ist die Randschärfe von dem Öffnungsverhältnis abhängig?

Hi!

Klare Antwort: Ja. Das kannst Du dir auch leicht (grob vereinfacht) erklären: Bei einem langsamen Teleskop kommen die Lichtstrahlen annähernd parallel ins Okular, bei einem schnellen fallen die am Rand deutlich schräger ein als die im Zentrum, die gerade durch Objektiv und Okular laufen - damit nachher alles wieder parallel ins Auge kommt, muss sich ein Okular bei schnellen Geräten also mehr anstrengen als bei langsamen.

Gruß,
Alex
 
Hi Joachim,

fragten wir mal so: welche Arten von Objekten willst Du denn beobachten? An Deinem SC könnte man ja auch recht lanbrennweitige Okulare anderer Art verwenden.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

ja, gute Frage welche Objekte ich damit beobachten möchte?

Also fangen wir mal so an:

Ich habe zwei 2'' Einsteigerokulare mit 42mm und 30mm Brennweite. Diese sind die TS WA 42 und 30. Hier denke ich ist die Anwedung auf Nebel und Galaxien (DeepSky).

In der 1,25''-Kategorie habe ich die MEADE SuperPlössl 26mm und 9,7mm.
Dazwischen fehlt mir also etwas. :o Mit 9,7mm bin ich bei meinem SC sicherlich an der Grenze sinnvollen Vergrößerung (309x).
Mit dem zusätzlichen Okular möchte ich auf jeden Fall Planeten und Mond beobachten. DeepSky natürlich auch, wobei ich mir noch keine tieferen Gedanken gemacht welche Objekte das im Detail sind. Der Kugelsternhaufen M13 würde mir hier z.B. einfallen.
Ich möchte eben mit meiner zukünftigen Ausrüstung einen möglich großen Bereich abdecken und flexibel sein.
Hast Du einen Vorschlag was die besten Abstufungen sind?

Die Möglichkeit der Astrofotografie, ich möchte eine CANON350D umbauen, sollte natürlich auch gegeben sein.
Deshalb bin ich auf die Hyperion Okulare gekommen. Diese haben ja gute Anschlussmöglichkeiten im Gegensatz zu den LVW von Vixen. Ich bin allerdings auch noch nicht ganz im Bilde, ob sich die Okularprojektion mit z.B. 21mm als sinnvoll erweisen wird? :help: Vielleicht kann mir hier auch jemand weiterhelfen.

Viele Grüße
Joachim
 
Hi,
Okuprojektion als Triebfeder - überlegs Dir. Wirklich gut wird Okuprojektion so gut wie nie. Planeten macht man mit Webcam billiger und besser.

Abstufungen macht man über die Ap am besten - kombiniert mit dem Feld. Das Zoom kann letztlich nicht wirklich Festbrennweiten ersetzen. Vllt auf Reisen aber sonst nicht.

Zum Thema Okuwahl, Staffelung und einen Rechner für die Felder gibts auch meiner HP.
Vllt hilft Dir dies bei der Auswahl.
CS
 
Hallo Antares,

danke für die Antwort. Ich habe Deine Homepage gleich mal besucht und im Bereich Okulare gestöbert. Klasse Arbeit!

Zitat von Antares:
Abstufungen macht man über die Ap am besten - kombiniert mit dem Feld.

... Vllt auf Reisen aber sonst nicht.

AP ist die Austrittspupille. Auf Deinen Seiten gibst Du Richtwerte für die AP an:
Ich zitiere:
AP 3,5-2,5 Galaxien
AP 2-0,8 Kugelsternhaufen
AP 1,5-0,6 Mond / Planeten

Was würdest Du zu folgender Staffelung an einem f/10 sagen?
AP 1 = 5mm --> fok=50mm
AP 2 = 3mm --> fok=30mm
AP 3 = 2,1mm --> fok=21mm
AP 4 = 1,3mm --> fok=13mm
AP 5 = 0,6mm --> fok=6mm

Ach ja, was bedeutet denn "Vllt"?

Viele Grüße
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Joachim
das vielleicht ist erklärt :-)

Oben sind 50 sicher gut ud passend, ggf so garetwas mehr geht ja bis 56mm und 2".
Danach 30 paßt auch, wobei auch hier gern auch etwas mehr sein könnte 32 33mm.
21/20 paßt in die Reihe und 150fach für mache DS Objekte
sicher gut.
13 ebenso.
0,6Ap ist mr für Dein Gerät zu viel. Sc mit hohe Obstruktion und seltenst wirklich ausgekühlt sehe ich nicht mit der Ap sinnvoll.
Nach 13mm würde ich 10 oder 9mm nehmen und es dann auch lassen. Evtl. irgendwann noch mal eine Erweiterung auf z.B. 7mm oder wenns sein muß 6 aber das wirst Du nur ganz ganz selten verwenden können.

An meinem 12,5" Newton spielt sich viel im Bereich 130fach und dann 200-320fach ab, wenn Großfeld außen vor lasse. Allerdings habe ich keine 19% Obstruktion und Auskühlung ist kein Thema. Das sind wenige Minuten.
CS
 
Hallo Antares,

ok sehr gut. Danke für die Antwort. Das mit AP 0,6 habe ich mir beinahe gedacht. In der Literatur wird oft 1mm als kleinste Austrittspupille angegeben. Das wäre dann bei f/10 als kleinstes ca. Okular 10mm.

Kannst Du mir auch zum Thema Focal Reducer weiterhelfen? Ist so ein Teil generell empfehlenswert oder kann man davon abraten? :gutefrage: So könnte ich eben aus f/10 ein f/6,3 oder f/3,3. Beide Focalreducer gibt Original von MEADE.
Sind dann andere Okulare besser als die Hyperion (bzgl. Randschärfe)? Ich habe ja, z.B. mit f/3,3 ein schnelles Teleskop!

Gruß
Joachim
 
Hi Joachim

1mm ist die sogn. fördelriche Vergrößerung, sprich hier ist physikalisch das volle Auflösungsvermögen da. Und dies mit dem Auge auch wahrnehmen zu können muß man eher auf 0,7 Ap gehen. Da müßten alle Details da sein die die Optik liefern kann.

Wieteres Vergrößern vergrößert dann nur noch das Seeing und es nimmt Kontrast, schwächere Nuancen gehen dann sogar wieder weg, weil das Licht eines schwachen Details auf größere Flache verteilt wird, so das der Grau- oder Farbunterschied zur Umgebung so wiet sinkt, das dei zum Sehen nötige Kontrastschwelle nimmer erreicht wird.

In der Summe und das deckt sich mit meinen Erfahrungen mit unterschiedlichsten SC kann man SCs in der Tat scheinbar selten unter 1mm Ap verwenden. Eben deshalb auch die 9 oder 10mm erst mal als kleinste.

Die KOmbi dieser Reducer und Okulare geht technisch aber praktisch kann ich nur mit 1 2 Anblicken und etwas Hörensagen antworten. Zu wenig für einen fundierten Rat.

Aber f/3,3 ist für Okulare tötlich. Da wird die Feldabbildung auch bei Nagler in die Knie gehen. Visuell ist das m.E: nichts.
CS



 
Hallo Andreas und die anderen im Universum,

ich möchte das Gesichtsfeldthema nocheinmal aufgreifen:

Zitat von andi1234:
gut erkannt oder berechnet das Hyp 21mm hat zwar 68 scheinbares Feld aber das reale Feld sind so um die 56°

Was meinst Du mit reales Feld?

Das Gesichtsfeld berechnet sich meiner Meinung nach wie folgt:

GF Okular°=2*arctan(DBlende/2/fok)

wobei DBlende .... Feldblendendurchmesser und fok=Brennweite des Okulars ist.

Das wahre Gesichtsfeld (das was man dann am Himmel überblicken kann) verkleinert sich dann und ist von der Vergrößerung abhängig.

GF wahr = GF Okular / v
wobei v die Vergrößerung ist.

Bsp.: Hyperion 21mm, mit Feldblendendurchmesser 22,5mm (aus Baader PDF Datei)
-->GF Okular = 2 * arctan (22,5mm / 2 / 21mm) = 56,3°
-->v=fobj/fok=3000/21=142,8
-->GF wahr = 56,3° / 142,8 = 0,39° = 23'39''
-->Der Vollmond mit ca. 0,5° Ausdehnung würde also nicht vollflächig beobachtbar sein.

Ich habe heute noch mit Baader direkt telefoniert und gefragt, warum 68° Gesichtfeld im Pospekt angegeben wird. Mit der angegebenen Feldblende seien eben nur 56,3° möglich.
Eine Erklärung habe ich jedoch nicht erhalten. Es wurde nur gesagt, dass sich bisher kein Kunde beschwert hätte und es möglich sei, dass aufgrund Toleranzen auch mal nur 65° GF möglich sein könnten. Aber 56° kann nicht sein. :niemals:

Kann mir jemand sagen, ob ich in der obigen Berechnung einen Fehler gemacht habe? :help:
Hat jemand am Hyperion schon einmal einen Test gemacht wie groß das GF ist? :huhu:

Viele Grüße
Joachim




 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ralf,
Zitat von Quentchen:

Dein Link auf die Seite von www.astro-okulare.de ist wirklich gut. Besten Dank.

Die Seite bestätigt, dass das 21mm Hyperion ein deutlich geringes Gesichtsfeld hat als im Prospekt angegeben wird. Hier ist von "nur" 60° die Rede.
Auch hier wird das 13mm als bestes Hyperion beschrieben. Na, das wird meine Kaufentscheidung auf jeden Fall beinflussen!

Gruß
Joachim
 
Hi Joachim
weil Du scheinbares Feld sprich Sehwinkel mit wahrem Feld verwechselst.
Beworben wird immer nur scheinbares Feld, weil das wahre ja nur in Verbindugn mit dem Scope erreicht wird und bei jeder Brennweite anderes ist.

Praktisch heißt das, das ein wahres Gesichtsfeld mit Ausdehnung von 56 Grad in der Größe 65 abgebildet wird, so Deine Zahlen stimmen.
Das liegt u.a an der Okularbauart und ist schon bei Plössl Okularen in kleinem Maß vorhanden. Weitinkelokulare haben das quasi alle.
CS
 
Hallo Antares,

... schön dass es so ein Forum gibt. Ich muss nochmal nachhaken:
Das scheinbare Feld ist max. 56°. Mehr geht durch die Feldblende nicht. Aus den 56° geteilt durch die Vergrößerung erhalte ich dann das wahre Feld (am Himmel beobachtbares Feld). Wo habe ich da einen Denkfehler? Wieso verwechlse ich etwas?

Was meinst Du mit "...in der Größe 65 abgebildet wird,..."?

Danke für die Antworten.

Viele Grüße
Joachim
 
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