HYPERSTAR oder APO

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hattoriha

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Tach zusammen!

Ich spiele mit dem Gedanken mein SC925 mit einem Hyperstar auszurüsten um mit f=540mm und f/2.3 zu fotografieren.

Anderseits könnte es sonst ein APO in ähnlicher Brennweite und typischen f/5 oder f/6 sein.

Von den Kosten her kann man für den Preis eines Hyperstars einen guten Refraktor finden der aber dann etwas langsamer ist.

Welche von den beiden Optionen würdet Ihr bevorzugen wenn es um Bildqualität geht?
 
Hallo *hierkönntedeinnamestehen*,

Ich persönlich würde einen APO bevorzugen.

Weil einerseits das SC mit seiner Brennweite erhalten bleibt und andererseits ich lieber eher unkomplizierte Systeme bevorzuge (Nervenschonender).
f2.3 ist nicht so ganz ohne, wie alle schnellen Systeme.


Liebe Grüße
Heiko
 
Nun Anonymus,

Ich kann das Hyperstar-System empfehlen. Mit Hilfe einer Bathinov-Maske ist präzises fokussieren möglich. Fie Kollimation bleibt erhalten. Es ist erstaunlich was bei 60-180 Sekunden auf einem Sensor landet.

Damit wird das SC sehr flexibel, mit Reducer 3 Brennweite. Variabler geht kaum....
 
Moin *hierkönntedeinnamestehen* (üblicherweise sprechen wir uns hier mit unseren Vornamen an, macht das ganze ein wenig familiärer),

ich bin da ganz bei Heiko, was die Auswahl betrifft. Natürlich bist du mit einem Hyperstar extrem flexibel, musst aber auch jedes Mal, wenn du von Deepsky auf Planeten oder kleinere DSO gehst, den Hyperstar ein- oder ausbauen und das Teleskop kollimieren. Gerade wenn man schon den Luxux genießen kann, dass das ganze Geraffel montiert und temperiert im Garten steht, würde ich viel Wert darauf legen eben nicht vorher basteln zu müssen.
Genau aus diesem Grund habe ich auch meinen kleinen ED APO parallel zum 8" ACF montiert.
 
Mahlzeit,

wenn ich mal rechne...

Ein Hyperstar für das C9,25 kostet 1400,- Damit hast Du dann 540mm Brennweite bei f/2,3

Ein APO für diesen Preis könnte z.B. ein 90/600mm mit f/6,6 sein.

Die f/2,3 beim Hyperstar kann man so eigentlich nicht stehen lassen, bzw. nicht direkt mit dem Öffnungsverhältnis des Apo vergleichen. Beim Apo hast Du die volle Öffnung zur Verfügung - beim SC mit Hyperstar kommt es nicht zuletzt auf deine Kamera an - wie groß die ist und welche Abschattung sie verursacht. Eine DSLR macht da noch nicht so viel aus - eine CCD mit 7-fach-Filterrad schon.

Aber selbst mit einer DSLR, die ca. 140x100mm groß ist, musst Du diese Fläche von der Teleskop-Öffnung abziehen.

Von der Teleskop-Önnung des C9,25 (43355mm2) macht der Kamera-Schatten einer DSLR (14000mm2) immerhin 32% aus. D.h. was die Lichtstärke betrifft, bekommst Du nicht f/2,3 - sondern ungefähr f/3. Dazu kommt dann noch, dass die Reflektion eines Spiegels immer etwas schlechter ist, wie die Transmission einer Linse. Also sagen wir f/3,3. Du merkst, worauf es hinausläuft?

Mit dem APO hast Du also die halbe Blende und somit die 4-fache Belichtungszeit bei ähnlicher Brennweite.

Dein Primärziel - eine zweite Brennweite bei guter Qualität zu haben - hast Du mit dem Apo erreicht. Und im Vergleich zu dem nicht reduzierten C9,25 hast Du - wenn man wieder die gleiche Rechnung mit der Abschattung durch den Fangspiegel macht - auch ca. 1/4 der Belichtungszeit.

Mit dem Apo liegst Du also in Punkto Belichtungszeit genau zwischen dem C9,25 und der Hyperstar-Lösung. Und je nachdem, was deine Montierung trägt, kannst Du beide parallel montieren, was sicherlich die bequemste Lösung ist...

Ich persönlich würde auch eher zum Apo tendieren, wenn es da nicht noch eine Alternative gäbe. Wie wäre es denn hiermit:

http://www.teleskop-express.de/shop...en-Simon-8--f-2-8-PowerNewton-Astrograph.html

Dabei hängt die Kamera nicht vor der Öffnung - aber der Fangspiegel schattet natürlich trotzdem einiges ab. Aber nur ca. 13% - also kommst Du auf ca. f/3,3 (merkst Du was?) bei wiederum ähnlicher Brennweite und ohne Umbau. Außerdem kannst Du noch mit einem normalen Komakorrektor bei f/4 und 800mm Brennweite knipsen. Kostet allerdings 500,- EUR mehr...

Die Ausleuchtung ist ähnlich wie beim Hyperstar - da schneidet der Apo um einiges besser ab. Hyperstar & Boren-Simon machen nur bis APS-C Sinn.

Evtl. hilft Dir das ja weiter...

Gruß
Klaus

 
Noch ne kleine Anmerkung zu Klaus,

einen f/6 APO kann man mit einen entsprechenden Reducer auch schnell in Richtung f/4.5 bringen, ausrechend großer OAZ, Ausleuchtung und nicht zuletzt Backfokus des Teleskops müssen dann aber auch passen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jörg,

Zitat von stargazerheide:
Mit Hilfe einer Bathinov-Maske ist präzises fokussieren möglich ...

Mal eine Frage vom interessierten Laien was Hyperstar betrifft: Die Kamera dürfte in der Regel ja größer als die runde Fangspiegelhalterung vorn in der Korrektionsplatte sein. Wenn man auf die Platte eine Bahtinovmaske zum Fokussieren legt, wie bekommt man die wieder runter? Muss man dafür die Kamera wieder abschrauben?

CS, Detlef
 
Hallo Detlef,

Die Kamera ist nicht unbedingt grösser als die Fangspiegelhalterung, z.b. mit den Runden Kameras von Starlight, Atik, ASI etc. .

Die Maske nutzt man am einfachsten mit einer Taukappe: Einfach auf die Kappe legen und entfernen.

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo zusammen! Danke an alle für Eure sehr hilfreiche erleuchtende Rückmeldungen!
Ich tendiere jetzt zu einem APO in der gleichen Preiskategorie.
Sollte es noch weitere Hyperstar Befürworter geben, gibt gerne Eure Meinung noch ab!

Schönes langes Himmel klares WE!

Martin

PS. ist jemand von Euch am ITV?
 
Hallo Martin,

Falls die Vorherage bis morgen hält bin ich kurz von morgen, Donnerstag Nachmittag bis Freitag früh dort. Einfach nach einem Düsseldorfer mit 11" RASA Ausschau halten. Gerne zeige ich dir auch bei Nacht was so ein schnelles System leistet. Wobei das auch unabhängig vom ITV geht. Erkelenz ist ja nicht weit.

Viele Grüsse
Matthias
 
Hallo Martin,

Zitat von hattoriha:
Sollte es noch weitere Hyperstar Befürworter geben, gibt gerne Eure Meinung noch ab!

mir hat der Celestron RASA (f/2.2) eine vollkommen neue Dimension eröffnet. Solch ein Teleskop ist um ein vielfaches schneller als ein kleiner Refraktor, trotz der Obstruktion.
Wenn es dir also darum geht, in möglichst wenig Zeit möglichst viel Signal zu sammeln, ist eine RASA/Hyperstar einem 90mm f/6 APO weit vorzuziehen, das ist überhaupt kein Vergleich.

Allerdings erkauft man sich das mit krummen Sternen durch Beugungserscheinungen von Kamera und Kabeln im Gesichtsfeld, mit einem viel größeren und schwereren Teleskop und dem Verzicht auf ein Filterrad. Wegen sonst zu großer Obstruktion muss man mit einem Filterschieber arbeiten und jeweils von Hand einen neuen Filter einsetzen. Wenn man eh während der Belichtungen wach ist, ist das kein Problem, wenn man wie ich während der Aufnahmen schläft, schon.

Fazit: Wenn dir eine einfache Handhabung und schöne runde Sterne wichtig sind, nimm den kleinen APO. Wenn du mit komischen Spikes an Sternen leben kannst (die übrigens auch viele APOs erzeugen), nachts sowieso wach bist und dich an phantastisch tiefen Aufnahmen exotischer Objekte erfreust, rüste auf Hyperstar um.
 
Hallo Martin!
Wie schon von Stefan erwähnt hast Du damit ein wesentlich schnelleres System dass bei üblicher Belichtungszeit
wesentlich tiefer geht! Nicht zu vergessen die Auflösung wird
zu einem wesentlichen Teil auch von der Öffnung bestimmt.
D.h. die Auflösung und die Tiefe gegenüber gegenüber einem 90mm
F6 System ist wesentlich besser.

Du kannst mit dem Hyperstar auch bis zum Rand feine punktförmige Sterne bekommen
wenn Du die Kabel in einem Halbkreis über der Schmidtplatte
führst. Dann gibt's auch keine Spikes.

Dass mit dem Filterwechsel sehe ich ebenfalls entspannter,
da ich ja für ein Objekt immer mehrere Nächte einplane.
D.h. den Filterwechsel mache ich einmal pro Tag.
Das Umgekehrte - Mehrere Objekte in einer Nacht -
ergibt in meinen Augen mit jedem System keine guten Ergebnisse sondern nur
"das habe ich auch aufgenommen Ergebnisse" ...

Hier der Link zu meiner Hyperstarkonfiguration
mit Tipps und Testbild dass die Sternabbildung auch am
äußersten Rand zeigt.
Hyperstar Cabling and Tipps

Den einzigen Nachteil dieses Systems sehe ich auch
darin wenn Du laufend zwischen Planetenbeobachtung und
Deepsky Aufnahmen wechselst. Die Kalibrierung beim
Wechsel zur langen Brennweite ist für meine Begriffe mühsam.



Gerald
 
Hallo Martin,

ich glaube die Grundlage der Entscheidung sollte auch die eigene Leidensfähigkeit und Geduld sein.

Mit einem Hyperstargerät (wie bei den meisten Spiegelsystemen) sind immer auch „einige“ Justierarbeiten verbunden, bis das Ergebnis den persönlichen Ansprüchen genügt. Je schneller die Geräte desto heftiger.

Mit einem kleinen APO kann es vorkommen, dass die Kamera angeschlossen wird – und es passt alles. Ist mir selber „passiert“ mit einem kleinen Flat-Field APO von Williams (WO-71).

Mein Herz schlägt seit dem für den APO. Die ewige Justiererei bei den Spiegelsystemen geht mir mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Die wenige Zeit mit super Bedingungen verbringe ich lieber mit Fotografieren als mit Justieren.

Als meinen persönlichen super GAU in der Astronomie kann ich die günstigen RC-Systeme nennen. Was ich hier Zeit, Geduld und Geld investiert habe ist enorm. Ich habe zwar sehr viel neues gelernt – meine Geräte funktionieren jetzt, aber der Aufwand war erheblich und hat nicht sooooo viel Spaß gemacht. Fairerweise muss ich bei den RC-Systemen allerdings auch anmerken, dass ich zu viel wollte: Schnelles System mit Reducer, großes Bildfeld und Stabilität.

Herzliche Grüße aus den Alpen
Max
 
Hallo Martin,

aus meiner Sicht, ein klares ja zum Apo. Vor- und Nachteile des Systems wurden ja schon ausgiebig dargelegt. Noch ein Argument für den Apo.
Du hast einfach ein zweites Teleskop, was in anderen Bereichen einsetzbar ist und du erweiters so deine Möglichkeiten.
Den kleinen APO kann man, mit entsprechender Filtertechnik, zum Sonnenteleskop im Weißlicht und H-Alpha nutzen. Als Schnellspechtelgerät, mit Amiciprisma als Spektiv für terrestrische Beabachtungen, als Fotoobjektiv und als Reiseoptik.
Und ein guter kleiner Apo ist auch was Beständiges und Wertstabieles, da kann man viele Jahre seine Freude dran haben.

Gruß & CS
Thomas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
wenn ich auch eine kleine beitrag dazu leisten kann. ich hab ein 10" acf und es ist ein super teleskop. ich hab mit einem celestron 8" optisch verglichen und finde die qualitaet erstklassig. aber das ganze gelumps immer rumzuschleppen und dann die riesen undankbare brennweite haben mich dazu gebracht das system zu verkaufen. es faellt mir wirklich schwer , da es fantastisch ist aber es ist mir einfach zu stressig. eventuell hilft es etwas und traegt zu deiner entscheidung bei. ich werde mir ein apo kaufen!
 
Hallo zusammen!
Nach einem tolles sternvolles Wochenende bin ich wieder zurück!
Ich bedanke mich recht herzlich für die neuen Beiträgen und wenn mein Geldbeutel es wieder erlaubt kann ich jetzt eine richtige Entscheidung treffen!

Danke und viele Grüße

@Matthias: leider konnte ich nur kurz am Samstag Abend beim ITV vorbeifahren, aber ich nehme sehr gerne Dein Angebot an da wir sogar fast Nachbarn sind, musst mir nur sagen wann und wo, ich bin flexibel!


 
Hallo Martin,

Leider bist du für PN's noch nicht freigeschaltet. Bitte sende mir doch eine Nachricht im Astrotreff (gleicher Nick) oder poste deine emailadresse hier.

Viele Grüsse
Matthias
 
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