ich bekomme die Planeten nicht hin

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cmjub

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Ich bin am Verzweifeln,

ich habe seit ca. 3 Jahren ein Celestron katad. Newton 150/1000 (6", f/6,6), inzwischen mit Motorsteuerung und Motorfokkusierung, diverse Okulare und Filter. Justieren kann ich inzwischen auch. Mit Mond, Sonnenflecken und DeepSky bin ich ganz zufrieden.

Was ich nicht schaffe, sind Mars, Jupiter und Saturn, so wie sie von vielen im Netz beschrieben und gezeigt werden. Ich will mich ja garnicht mit 12"ern bzw F/30- Geräten vergleichen aber ein paar Strukturen an Jupiter und zumindest ein 2-geteilter Saturnring müßte doch drinn sein. Wass ich visuell sehe sind meist milchige Gebilde. Die Webcam-Bilder unter http://astro.alf-barby.de von Saturn und Jupiter gleichen in etwa dem Visuellen. Der Mars ist im Visuellen strahlend Weiß.

Was mache ich falsch ?????

Danke für Eure Hilfe
...jub
 
Hi,

generell sollte das Teleskop gut justiert und ausgekühlt sein- (ist das bei dir der Fall?)

Dann brauchst du glück mit dem Seeing und viel Geduld.

Ich weiß es zwar nicht genau, aber wenn ich mir ansehe, was ich mit meinem 10" Newton so an Details erkennen kann, wäre ich mir garnicht so sicher ob da noch soviel mehr geht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Allerdings solltest du natürlich schon ein paar Details auf Jupiter sehen können- mit der Cassini-Teilung am Saturn bin ich mir da jedoch nicht so sicher.

Aber es meldet sich auch sicher noch jemand, der da mehr Erfahrung hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />


Gruß
Oli
 
Hallo Jub.

Willkommen im Club. Ich schlag selber manchmal mit der Stirn auf die Tastatur, wenn ich die Bilder von anderen hier sehe. Das sehe ich am Teleskop nicht mal ansatzweise (5"-Refraktor).
Aber ich sehe es so, das man mit der Zeit immer besser wird. Vor allen warum die Planeten im Okuylar so klein sind, habe ich am Anfang nicht verstanden.
Die Bilder, die Du gemacht hast, entsprechen etwa genau meiner Ansicht durchs Teleskop.
Bin mal gespannt, welche Tipps hier folgen.

Frank.
 
Hallo Jub,

ich habe einen 114 / 900 Newton, damit sehe ich die Bänder auf dem Jupiter und Strukturen auf dem Mars (mit 5 mm LE Okular) sofern das Teleskop richtig justiert ist. Mit deinem Teleskop sollte das locker drin sein.

Zur Wichtigkeit der Justage vielleicht dieses Erlebnis: Kürzlich als ich das 5 mm Okular eingeweiht habe, sah ich zuerst auf dem Mars rein gar nichts, nicht einmal die Planetenscheibe ließ sich scharfstellen. Das Teleskop war zu dem Zeitpunkt leicht dejustiert und erst nach sorgfältigem Nachjustieren waren dann die Details zu sehen. Mein persönliches Fazit: an Planeten ist Justage besonders wichtig.

Dann noch eine Frage, verwendest du schon ein Filter um die Helligkeit zu dämpfen, bei 150 mm Öffnung gehen mit Sicherheit durch die Helligkeit schon Details verloren.

gruß Aebby
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

also ein paar Fehler erahne ich schon. Saturn steht zum Beispiel noch sehr tief dieser Tage und auch die Ringebene ist sehr flach geworden, so daß die Cassini-Teilung jetzt sehr schwer ist. Erst mit dem Jahreswechsel wird sich das bessern, weil Saturn dann höher aufsteigt.
Die Jupiterbilder zeigen mir einen roten und blauen Rand einander gegenüber - auch diese Bilder scheinen also bei sehr tief stehendem Jupiter gemacht worden zu sein, denn diese Ränder entstehen durch atmosphärische Refraktion.
Wenn nun beim Mars derselbe Fehler vorliegt, ist wohl alles klar.

Auf jeden Fall solltest Du also Deine Beobachtungsgewohnheiten kontrollieren. Bist Du Balkonbeobachter? Sind dabei auch alle Türen und Fenster in der Nähe verschlossen, damit keine wabernde Luft stört? Vielleicht ist Dein Balkon unbrauchbar und Du musst irgendwo ein Fleckchen Rasen aufsuchen. Der Newton braucht natürlich auch Zeit zum Auskühlen. Rechne 40 Minuten oder mehr, bis sich das Wärmeblubbern im Tubus einigermaßen beruhigt hat.
Was den Cat-Newton angeht, so ist der ja auch ganz besonders sensibel bezüglich der Justage. Bist Du wirklich sicher, daß das Gerät sauber justiert ist? Welche Justiertechnik hast Du verwendet? Ich glaube, für einen Cat-Newton braucht man eher einen Laser und eine Mittenmarkierung, oder man muß es am Stern machen. Chesire und Filmdosenjustage reichen nicht.

Eigentlich müssten das schon ein paar Anhaltspunkte sein.

Clear Skies
Sven
 
schon mal Danke für die bisherigen postings, hier noch ein paar Erklärungen.

Standort ist eine relativ dunkle Terrasse am Ortsrand
Das mit dem "Überbelichtet" sprich notwendiger Filtereinsatz habe ich mir auch mal überlegt - muß ich mal im Auge behalten.
das Thema Justieren. ich habe den justierlaser von http://www.katrin-goebel.de/
Mittenmarkierung habe ich mir selbst angebracht. was ich feststelle ist, das ich ein eher difusen Laserfleck habe (bei FS-und HS-Justage, aber ich habe mal irgendwo gelesen, das das bei katadiopt. Newton normal ist ???
Die 40 Minuten auskühlen müßten hinkommen. Ich habe nach dem Spiegelwiedereinbau die hitere Deckplatte weggelassen zwecks besserem Auskühlen. Ist das etwa Falsch, weil dadurch eine Durchströmung ermöglicht wird???
 
Moin Jub!

> ich habe seit ca. 3 Jahren ein Celestron katad. Newton 150/1000 (6", f/6,6)

So, wie ich die Sache sehe, liegt die Problematik wohl eher an Deinem Teleskop, das m.E. eine schlechte Abbildung hat. Nach den Bildern zu urteilen, sieht mir das weniger nach atmosphärischer Refraktion als vielmehr nach einer schlechten Zerstreuungslinse im Strahlengang oder einer nicht exakten Justage aus.
Ich hatte früher auch einen kat. 150er Newton: Das Bild war grauselig, einfach kein Vergleich mit einem klassischen Newton (hier: 6" f/8).
 
Hi,

das offenbart schon wieder ein paar Stellen zum Nachhaken:
Ist die Mittenmarkierung wirklich genau? Sie muß bei einem Cat-Newton wirklich auf den Millimeter passen.
Daß der Laser ein Fleck wird, ist normal beim Cat. Das kann aber auch nützlich sein, wenn der Fleck auf dem Hauptspiegel so groß wird, daß die Mittenmarkierung voll beleuchtet wird. Dann erscheint diese Markierung auf der Lasermattscheibe als Schatten und man muß "nur" diesen Schatten in die Mitte justieren. Eventuell könntest Du noch eine weitere "echte" Barlow zuschalten, um den Effekt zu verstärken. Die Technik heisst "Barlowed Laser" und funktioniert prima, wenn die Fangspiegeljustage OK ist.
Der Fangspiegel wäre meine nächste Anmerkung, denn der Laser kann wunderbar justiert erscheinen, obwohl die Optik es nicht ist, wenn der Fangspiegel leicht verdreht ist, also mit seiner Fläche nicht genau zum Okularauszug zeigt.

Ein häufiger Fehler zuletzt: Viele Leute ziehen beim Einbau die Spiegel-Klemmung zu fest an. Der Spiegel ist dann verspannt und liefert üble Bilder. Der Spiegel sollte immer einen Zehntel Millimeter Spiel haben (aber auch nicht mehr). Wird der Spiegel durch Gummipuffer gehalten, dürfen die auch nicht mehr als gerade anliegen, eben besser auch hier ein Zehntel Spiel lassen. Wenn der Spiegel sich um Millimeterbruchteile bewegen kann, dann schadet das der Justage nicht. Dafür ist der Spiegel aber entspannt und kann seine optische Leistung entfalten. Übrigens tritt dieses Problem bei den Teleskopen dieser ganzen Preisklasse oft schon "ab Werk" auf. Da wird in China einfach nicht drauf geachtet.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

also ich kann nur von meiner Erfahrung berichten:

Der Mars ist einfach vieeeeeel zu hell. Ich habe ein f4,5 Gerät, also zwei Blendenstufen heller als Deins (also viermal so hell) und kann ohne Filter auch beim besten Willen nix erkennen - ausser einem Brandfleck auf der Netzhaut.

Ich benutzte einen Mondfilter grau mit 25% Transmission und zusätzlich noch einen Farbfilter (hellgelb z.B.) für den Mars und er ist nur bei Maximaler Vergrösserung mit meinem kleinsten Okular (150x) dunkel genug, um etwas zu erkennen.

Dazu braucht man aber schon Übung!

Manchmal vergleiche im "Mars Previewer II", wie der Mars denn aussehen sollte (Vorsicht, Nord und Süd, sowie Ost und West vertauschen!)

Hier mal ein Bild von mir:
Visuell ist davon nur in den ruhigen Millisekunden des Seeings etwas zu sehen.
Link zur Grafik: http://people.freenet.de/markus.appl/Mars_16102005.jpg
 
Danke erstmal für die vielen Tipps,
was ich für die nächste Session mitnehme sind:

1. mit Filtern probieren (Interessant für mich war auch, das ich bei der Webcam wenigstens die Rotfärbung und leichte Strukturen erahnen kann - visuell weiß-überstrahlt)

2. Thema Justage: Ich habe inzwischen nochmal das Shiffting meines OAZ verringert, muß jetzt neu justieren.

Zu Svens Anmerkungen: für die Mittenmarkierung habe ich mir eine Schablone aus dem Netz gezogen. Bei mir ist der Spiegel mit diesen Gummipuffern versehen, die sahen ganz schön gequetscht aus. Philip von Teleskop-Service hatte gemeint Federn wären besser ??? Den HS werde ich auf jeden Fall nochmal etwas "lockern"

Wie kann ich prüfen, ob der FS nicht verdreht ist (auch wenn er justiert aussieht) ???

Danke für Eure Hilfe
...jub
 
Die Beobachtung von Planetendetails ist eines der schwierigste Gebiete der beobachtenden Astronomie. Es geht nämlich darum, kontrastarme Details zu erkennen, die noch dazu kleine Ausdehnungen haben.

Selbst wenn das Instrument ordentlich justiert ist, braucht man dazu einige Zeit (Jahre), eben Erfahrungen sammeln.

Was für den Fortgeschrittenen deutlich ins Auge springt, ist vielleicht für den Anfänger gerade so zu sehen. Dazu kommt, daß die Luftruhe nicht jeden Tag gleich gut ist.

Was kann man als Anfänger am 6-Zöller bei ca. 150x erwarten? Ich gehe davon aus, daß die Objekte wenigsten s409° über dem Horizont stehen, ansonsten sieht man deutlich weniger.

Jupiter zeigt sicherlich auf den ersten Blick zwei Bänder, bei genauen Hinsehen noch paar mehr. Details in diesen Bändern erfordern Übung.

Der Saturnring selbst ist gut zu sehen, die Cassini-Teiling ist für den Anfänger schwierig und erfordert gute bedingungen. Die Encke-Teilung am 6-Zöller ist eine Grenzbeobachtung, selbst für Experten. Oberflächeneinzelheiten des Saturn sind kontrastärmer las die vom Jupiter und deshalb schwierig.

Mars sollte die Polkappen sowie helle und dunkle Gebiete zeigen. Die Umrisse dieser Gebiete kann man dann mit eine digitaen Marskarte vergleichen. Beim Mars helfen Filter am meisten.
 
Hallo Jub,

soo schlecht sind deine Bilder doch gar nicht.
Eigentlich sind sie (für das Gerät) sorgar so gut, dass man nur orakeln kann, warum sie nicht besser sind.
Meine Vermutung:
1. Das Seeing war schlecht
und/oder
2. Der Catadiopt ist eine Gurke

Grüße!
Christoph
 
Hallo,

Der Mars ist zurzeit ca 20 Bogensekunden groß. Entsprechend klein erscheint er im Primärfokus eines Fernrohrs. Bei 1 m Brennweite ist das Marsbild gerade mal 0,1 mm groß.
Man braucht für die Planetenbeobachtung ein Fernrohr möglichst großer Brennweite, weil das Bild im Primärfokus dadurch größer wird.

Mit Fernrohren f:4 oder f:6 ist man für die Marsbeobachtung nicht gut ausgerüstet. Für Mars und überhaupt für Planeten braucht man was Langbrennweitiges, damit man ein ausreichend großes Planetenscheibchen sehen kann, und dazu mit viel Öffnung, damit die erforderliche Auflösung der Details gelingen kann.
Und dann muss natürlich das Seeing noch mitspielen, damit man ne Chance hat, diese schönen Details dann auch sehen zu können. Und man muss sich die Zeit geben, die nötig ist, um diese winzigen, oft nur angedeuteten Details überhaupt wahrnehmen zu können.
Meist klappt das erst lange nach 2:00, denn vorher ist das Seeing oft zu schlecht. Wenn man tags drauf zur Arbeit muss, kann man sich diese Beobachtung nicht leisten, oder man muss sehr früh aufstehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Daher: CS am Wochenende !!

Günther
 
Hallole

Bei meinen 4er F8 sehe ich bis jetzt immer Details auf den Mars ohne Probleme und das schon ab 23 Uhr. Selbst bei mäßigen Seeing heben sich die Dunklen Zonen deutlich ab.
Ein 10er sollte auch bei mäßigen Seeing was zeigen wenn nicht, Dejustiert,nicht Ausgekühlt, grottenschlechte Optik.
Selbst mein Unterkorrigierter 12er Newton zeigt die Details ohne Probleme.

Gruß Dieter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jub,
ich habe da mal eine Frage:
Wo hast Du denn die Schablone aud dem Netz gezogen?
Ich frage auch nur, weil ich auch eine brauche <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Wenn Du nen Link für mich hast, dann wäre das super <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Zu Deinen Bildern:
Soo schlecht finde ich die gar nicht!
C.S.
Klaus
 
Danke Jub <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Habe schon ausgedruckt und werde nachher mal alles ausbauen und dann justieren.
C.S.
Klaus
 
@jub

genau die gleichen "Probleme" habe ich auch. Auch wenn ich die Cassini Teilung glaube visuell gesehen zu haben. AUf den Webcam Fotos sind sie teilweise drauf. Nur mit dem Fokus kämpfe ich noch.

Die Fotos sehen fast aus wie Deine. Als Tip kann ich Dir noch mit geben, was die Fotografie angeht: addiere mit Giotto... mehrere Webcam Bilder.
Den Saturn sieht aus als wenn nur ein ROhbild ist, da sehen meine auch so aus.
Mein Fehler war/ist, die Planeten stehen immer zu tief.
Nachts schläfts sich halt besser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Hier mal eines der "besten".

Link zur Grafik: http://www.modellcenter2005.de/astro/registax.jpg
Link zur Grafik: http://www.modellcenter2005.de/astro/registax barlow.jpg
Hier mal der Mars, war der erste Versuch.

Link zur Grafik: http://www.modellcenter2005.de/astro/mars.jpg

8"SC, Webcam

...also nur nicht aufgeben...
 
Hallo jub

Du darfst nicht Astro Bilder mit visuellen vergleichen
das sind 2 paar Schuh

Gruß Georg
 
Hallo Dieter,

man kann natürlich auch in Deinem F:4 Newton gut sehen, dass es auf Mars dunkle und helle Gebiete gibt. Wenn ich von "Einzelheiten" spreche, dann meine ich damit "mehr eindeutig identifizierbare Details". Z. B. die Kontur der südlichen Polkappe, oder das Hellas-Becken.

Wenn man Mars im Zenit hat (z. B. Juni 2001 in Simbabwe) kann man auch mit der Russentonne erkennen, dass es auf dem Mars dunklere und hellere Strukturen gibt.

Schau Dir den Mars mal in einem 8-zölligen Zeiss AS-Refraktor mit 3 m Brennweite bei 430-facher Vergrößerung an. Wenn das Seeing mitspielt und die Luft dann auch schön transparent ist, dann kann man Mars damit mit eigenen Augen richtig schön studieren, ganz ohne Bildbearbeitung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

Aber so schöne Bedingungen hat man leider nicht oft.

Beste Grüße,

Günther
 
Moin Günther!

> Wenn man Mars im Zenit hat (z. B. Juni 2001 in Simbabwe) kann man auch mit der Russentonne erkennen, dass es auf dem Mars dunklere und hellere Strukturen gibt.

<grins> Sorry, aber das ging mit meiner RTonne 2003 auch mitten aus Schleswig-Holstein heraus. Damals stand Mars hier nicht ganz im Zenit... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Mit einer Russentonne kann man erstaunlich viel sehen. Wenn nur nicht das Problem mit ihrer präzisen Fokussierung bei ihrem Einsatz als Fernrohr wäre.

2003 habe ich Mars nicht mit der Russentonne beobachtet, sondern mit größerem Gerät.

Die Russentonne hatte ich 2001 aus Gewichtsgründen zur Sofi dabei. Sie ging sehr gut ins Handgepäck.

In Simbabwe war Trockenzeit. Luftfeuchtigkeit gleich Null. Und die Nacht vor Neumond, an einem Platz absolut frei von jeglicher künstlichen Himmelsaufhellung, im tiefsten schwärzesten Busch.
Bei den Bedingungen konnte ich Strukturen auf dem Mars mit einem 25 mm Ortho erkennen, weil Mars im Zenit stand. Vergrößerung 40fach.
Weitere Okulare hatte ich aus Gewichtsgründen nicht dabei.

2003 stand Mars recht niedrig über dem Horizont im Wassermann. Da war durch die relativ starke atmosphärische Refraktion und Extinktion der Mars viel schlechter zu sehen als von Simbabwe.
Aber eine Reise in südliche Gefilde für die bessere Marsbeobachtung war 2003 leider nicht drin.

Von wo aus in Schleswig-Holstein beobachtest Du?

CS!

Günther
 
Hallo Günther
Natürlich meine ich Details.Ich schaue mir regelmäßig die Webcamaufnahmen hier in Forum an um zu vergleichen was ich visuell in der gleichen Nacht gesehen habe und bin dann immer überrascht was der kleine so zeigt ( Kein Newton/ TMB 100/800).


Gruß Dieter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Mit Fernrohren f:4 oder f:6 ist man für die Marsbeobachtung nicht gut ausgerüstet. Für Mars und überhaupt für Planeten braucht man was Langbrennweitiges, damit man ein ausreichend großes Planetenscheibchen sehen kann, und dazu mit viel Öffnung, damit die erforderliche Auflösung der Details gelingen kann.

Tja - ich konnt's halt einfach nicht lassen :-)
Mein Newton ist ein Photo-Optimiertes Deep-Sky-Gerät, d.h mit wahhhhnsinns Obstruktion (Fangspiegel für Kleinbild) und nur 900mm Brennweit (f4).
Dass ich mit diesem Gerät mit grausigem Seeing über das ach-so-toll-wärmegedämmte Haus des Nachbarn hinweg überhaupt etwas herausholen kann, verdanke ich nur der DBV mit Giotto.

Hat halt nicht jeder den 6" APO mit f8 und TeleVue Powermate 4x vor der Webcam hängen. ;-)

Ich glaube, das grösste Problem ist die Helligkeit und Überstahlung der Details. Die Polkappe kann ich auch visuell deutlich abgegrenzt sehen - auch bei 150x.

Gruss,
der, der auf den 6" APO spart...
Max
 
Ciao,

über all der Detaildiskussion sollte man doch mal sagen, dass der Anblick von Planeten (im Vergleich zu den hochaufgelösten WebCam-Aufnahmen, die man oft sieht) eigentlich erstmal (!) recht enttäuschend *IST*.

Die Details erkennt man erst mit zunehmender Beobachtungserfahrung (und d.h. auch vorheriger Frustration) visuell dann besser (man wird sozusagen dankbarer für selbst Andeutungen von Details) - wenn DANN das Teleskop (Optik) gut ist und gut justiert ist. Der Hype mit der Detailerkennung (visuell!) auf Planeten wird allgemein etwas übertrieben finde ich. Für den Beginner ist das ziemlich irritierend.

Ausserdem: Auf die Fotos werden Wahnsinns-Rechner-Algorithmen losgelassen, die das Bild kontrastverstärken, Details besser erkennbar machen (stacken nur der guten Bilder), Farbsättigung hochtreiben, rauschfiltern und schärfen. Das alles hast Du nicht in Deinen Augen, also kann man auch nicht so viel erwarten.

Schöne Grüsse
Peter
 
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