Ich hab da mal ne Frage...

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Daniel_K

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Hallo liebe Freunde der nacht,

Ich befasse mich seit Jahren mit dem Thema Astronomie, mal mehr mal weniger.
Bisher habe ich aber nur jede menge Bücher gelesen und bin ab und zu mit einem 8x30 Feldstecher über den Nachthimmel gewandert.
Den Kauf eines teleskopes hab ich bisher nie in erwägung gezogen da man beim kauf eines Teleskopes alles richtig oder alles falsch machen kann. Die vielfalt der Geräte ist einfach immens.
Meine Frage ist ob sich der Kauf eines besseren Fernglases z.b. Celestron Fernglas Skymaster 15x70 eher lohnen würde wie ein Teleskop, vergleichsweise Skywatcher Teleskop N 150/1200 EQ-3-2 .
Klar liegen die Vorteile eines teleskopes auf der hand (Grössere Öffnung, Brennweite, Vergrösserung), aber ein paar extragalaktische Objekte kann man ja mit dem obig genannten Fernglas ja auch betrachten.
Sternhaufen kommen in einem Fernglas ja schöner rüber wie in einem teleskop.
Ich bin mir einfach nicht schlüssig und hoffe das ihr mir weiterhelfen könnt
 
Hi Daniel

Speziell bei der Kombination würde ich einem Großfernglas - dann aber bitte mit Stativ - den Vorzug geben.
Die eq3 ist mit so einem langen Sechszöller schon an der Grenze des zumutbaren. Umkippen wird sie deswegen nicht, aber beim Fokussieren und nachführen wirds schon etwas wacklig.
Jedoch: Wenn die Kombination in deiner Reichweite ist, dann sind das auch andere, die eher geeignet wären. Einen kürzeren Newton könnte die eq3 visuell z.B. schon recht gut tragen.
Ebenso wäre auch schon ein Dobson mit 8" machbar.

Was für dich jetzt besser ist kann man aber nicht wirklich sagen.
Am einfachsten lässt sich das herausfinden, wenn Du verschiedene Gerätschaften mal ausprobierst. Und dir da auch Gedanken zum Transport und das "Zubehör" machst. Teleskpe entfalten ihr Potential eben nur mit geeigneten Okularen, und die können durchaus teurer sein, als das Teleskop selbst.

CS
Jürgen

 
Hallo Daniel,

deine Erfahrungen mit einem Feldstecher zeigen, dass diese, insbesondere durch das binokulare Sehen, bereits einiges vom Nachthimmel zeigen. Mehr, als man der reinen Öffnung gemein hin zutrauen würde.

Das große Feld und die aufrechte und seitenrichtige Darstellung vereinfachen die Orientierung. Wenn dir das gefällt, was ich nachvollziehen kann, dann bleibe dabei.

Selbst erfahren Astronomen, welche eine xx-Zöller ihr Eigen nennen, beobachten parallel mit dem Feldstecher. Auch an Teleskopen gibt es viele, welche mit sog. Binoansätzen arbeiten, welche ebenfalls das binokulare Sehen ermöglichen.

Du siehst, dass der Feldstecher oder das beidäugige Sehe ist verbreitet und schließt sich nicht mit dem Teleskop als vergleichsweise stark vergrößerndes Gerät aus.

Doch zurück zu deiner Frage: Ein Teleskop hat allgemein mehr Öffnung, als ein Feldstecher. Dafür muss es auch in irgend einer Art montiert werden. Der Himmelsausschnitt ist kleiner, bedingt durch die Vergrößerungen, und meistens auf dem Kopf (Newton) oder seitenverkehrt (Linse mit Zenitspiegel).
Die Teleskope erlauben eine detaillierte Sicht, vielleicht nenne ich es ein tieferes Eintauchen, was einige neue Objektarten erschließt oder eine andere Sichtweise ermöglicht.
Insbesondere das von dir genannte 150/1200-Newton ist ein Teleskop, welches sich durch zwar geringe erreichbare Gesichtsfelder, aber dafür hohe Vergrößerungen und ein recht scharfes Bild auszeichnet.
Bedenke jedoch, dass hier Folgekosten entstehen, wie Okulare und sonstiges Zubehör. Die Möglichkeiten sind dadurch vielfältiger, der Aufwand für Transport, Aufbau jedoch parall dazu ebenfalls. Dafür beobachtet man im Anschluss auch mal 1-x Stunden.

Das mag interessant sein, insbesondere bei Mond, Planeten oder kleinen Objekten, die so vergrößert dargestellt werden. Es ist aber nicht der von dir gewohnte ÜBerblick oder die Position eines Objekts in Konstellation mit den umgebenden Sternen/Objekten. Auch die Spontanität und Mobilität eines Feldstechers ist mit einem Teleskop nicht zu erreichen. Ein sehr wesentlicher Unterschied, der dir vielleicht wichtig ist.

Ein stärkerer Feldstecher mit 50mm Öffnung oder mehr erlaubt das Entdecken weiterer Objekte, ohne diese im Detail betrachten zu können. Doch mit wachsender Öffnung (Gewicht) und Vergrößerung steigen auch hier die Anforderungen an die Befestigung. Ein 10*50 Feldstecher zeigt schon das Zittern der Arme, ein 12*70 oder mehr tut dieses noch mehr. Hier hilft die Gartenliege oder die Isomatte (bei zenitnahen Objekten). Ein Stativ mit spezieller Halterung ist aber auch zu bekommen.

Die Auswahl hängt von deinem aktuellen und zukünftigen Beobachtungsverhalten ab. Ein guter 10*50 zeigt bereits recht viel und ein 15*70 geht schon ganz gut zur Sache - aber für den benötigst du auf jeden Fall ein Stativ, wenn du länger beobachtest.
Das Teleskop ist für die Details, es will aber mehr 'Zuwendung' haben.

CS,
Stefan
 
Erstmal muss ich mich bei euch bedanken für die sehr ausführlichen Antworten.
Ich denke ich werde bei einem Fernglas bleiben da ich ja noch Anfänger bin was das spazierengehen am Sternenhimmel betrifft.
Da wie Nasus schon sagte auch die Kosten für das Zubehör, sprich "gute Okulare", schon in die Höhe schnellen wäre dies auch ein Kaufgrund mehr für das Fernglas.

Ich werde jetzt einen neuen Thread in der Fernglasabteilung eröffnen, ich wäre euch sehr verbunden eventuell dort etwas dazu beizutragen.

LG Daniel



 
Hallo Antares,

Ja das werde ich mir mal überlegen danke für den Tip.

Gruss Daniel
 
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