Ich hoffe, Ihr könnt noch "Märse" sehen!

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fbastro

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Hallo Planetenfreunde,

habe hier nämlich noch einen Mars vom 07.03.2010, so langsam geht die Mars-Saison zu ende...

Die Bildbearbeitung erfolgte diesmal mit Fitswork. Ich kenne mich noch nicht so gut mit der Software aus, die Schärfungsfilter gefallen mir aber ausgesprochen gut!

Eine Frage hätte ich da aber noch: Man kann ja recht einfach ein RGB erstellen und diese Einzelframes dann mit einem Klick zueinander ausrichten. Wie funktioniert das denn mit dem Luminanzkanal? Wenn ich das L-Bild hinzufügen will, fügt Fitswork das L-Bild zum RGB hinzu, richtet es allerdings nicht zum RGB aus! Wie macht man das am besten?

Viele Grüße und Clear Skies,

Frank

Link zur Grafik: http://www.frankbrandl.com/img/mars_07.03.2010_2146cet.jpg
 
Klar können wir noch welche sehen! (-:

Die gesamte Opposition war ja diesmal wetterbedingt etwas "flau" von der Menge der Bilder her.
Dein Mars zeigt schon Details, etwas sehr bläulich allerdings. Am rechten Rand ist ein großes Artefakt zu sehen. Ich habe am selben Abend aufgenommen und hatte dabei deutlich weniger Oberflächendetail, dafür aber als "Bonus" *ärger* ein noch viel größeres Randartefakt. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob es vom Gerät kam (ich hatte den Spiegel diesmal versehentlich von der anderen Seite festgestellt) oder doch vom Seeing. Wenn ich nun Deine Aufnahme sehe, kommt es vielleicht doch eher vom Seeing.
Ich finde es gut, dass Du trotzdem die Oberfläche sehr gut herausgearbeitet hast! Das ist noch gut was zu sehen.

Gruß,
Oliver
 
Hallo Frank,

Zitat von fbrand:
Eine Frage hätte ich da aber noch: Man kann ja recht einfach ein RGB erstellen und diese Einzelframes dann mit einem Klick zueinander ausrichten. Wie funktioniert das denn mit dem Luminanzkanal? Wenn ich das L-Bild hinzufügen will, fügt Fitswork das L-Bild zum RGB hinzu, richtet es allerdings nicht zum RGB aus! Wie macht man das am besten?

Du musst bei beiden Bildern zwei Kreuze an marjkanten Stellen setzten, z.B. an den Polen oder irgendwelche Oberflächendetails. EInfach an die gewünschte Stelle ins Blid klicken (1. Kreuz) und noch einmal (2. Kreuz). Das gleiche beim RGB-Bild. Dann müßte er bei der Überlagerung das Bild automatisch ausrichten. Mit Rechtsklick/Markierungen ausblenden bekommt an die Kreuze wieder weg.

Du findest ein super Fitswork-Tutorial hier:
http://www.funnytakes.de/funnytakes-downloads/astronomie/4-fotografie-und-bildbearbeitung.html

Gruß,

Michael
 
Hallo Frank,

ein sehr schönes Portrait des rapide schrumpfenden Mars :super: Bei mir kommt dieses Bild auch etwas arg blau rüber.
Ich bin auch gerade dabei, die Schärfungsfunktionen von Fitswork für mich zu entdecken und bekam mit dem iterativen Gauss am Saturn sehr viel bessere Resultate, als mit den Wavelets in Registax...

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Hallo Oliver,

ah, sehr interessant. Ich hatte sowohl bei meinen Marsaufnahmen vom 04.03. (recht gutes Seeing) als auch vom 07.03. (eher bescheidenes Seeing) arge Probleme mit Doppelbildern und daraus resultierenden Randartefakten. Die Aufnahmen vom 04. zeigen trotzdem ordentliche Details auf der Oberfläche.
Ich dachte auch erst an Geräteprobleme, aber wie es scheint, kämpften wir mit den gleichen Seeingschweinereien?

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Zitat von oliver_p:
Ich hatte sowohl bei meinen Marsaufnahmen vom 04.03. (recht gutes Seeing) als auch vom 07.03. (eher bescheidenes Seeing) arge Probleme mit Doppelbildern und daraus resultierenden Randartefakten.
Hallo Oliver,

den Zusammenhang zwischen Doppelbildern und Randartefakt kannte ich noch nicht. Hört sich interessant an! Gibt es dazu an anderer Stelle eine Diskussion? Ich kannte bislang nur die Erklärung auf der Basis "Beugung an Kanten".

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

ich denke, diese Artefakte sind eigentlich unabhängig voneinander. Die Doppelbilder traten je nach Seeingmoment mehr oder weniger stark bis garnicht auf und der Planet wurde durch's Seeing auch mehr oder weniger deformiert. Im Summenbild scheint sich dadurch ein zusätzliches helles Randartefakt innerhalb und außerhalb des Planeten zu ergeben, zusätzlich zum Beugungsartefakt. Die Effekte interagieren aber möglicherweise, da das seeingbedingte(?) Doppelbild ja auch der Beugung an der Öffnung unterworfen ist. Ich poste nachher mal eine Arbeitsversion einer entspr. Aufnahme...

Viele Gruesse,
Oliver
 
Hallo Oliver,

vielen Dank für die Rückinfo! Ja, Du hast recht, die Albedostrukturen wirken etwas zu blau - ich werde das Bild am Wochenende nochmal nachbearbeiten, das Wetter soll ja nicht so toll werden :(

Das Randartefakt schiebe ich auch auf die schlechten Seeingverhältnisse an dem Abend. Ich hatte viel mit Doppelbildern zu kämpfen, obwohl der Mars auf dem CCD wenig hin und her gesprungen ist er war aber "in sich" sehr unruhig.

Wenn ich mir Deine letzten "Märse" anschaue werde ich ganz neidisch :Trost:

Viele Grüße

Frank
 
Hallo Michael,

vielen Dank für die Info und den Link!

Ein super Tutorial ist das! Wenn man sich damit beschäftigt wird erst klar, wie mächtig Fitswork ist.

Werde mich jetzt mal intensiver mit der Software befassen.

Alles Gute und viel Erfolg bei Deinen Aufnahmen.

Frank

 
Hallo Oliver,

auch Dir vielen Dank für die Rückinfo.

Ich hatte den Deconvolution-Filter verwendet, der iterative Gauss-Filter klingt aber auch sehr interessant. Werde mich mal intensiver mit Fitswork beschäftigen. Wirst Du Deinen Mars vom 07.03. auch noch veröffentlichen oder hast Du die Aufnahmen verworfen? Würde mich sehr interessieren! Wie ich oben schon geschrieben habe, hatte ich auch sehr mit Doppelbildern zu kämpfen (wahrscheinlich hatten wir die gleichen Bedingungen an dem Abend).

Viele Grüße und viel Erfolg bei Deinen Aufnahmen.

Frank
 
Hallo Frank,

zu den Doppelbildern - toll das andere auch Probleme haben. Ich hatte diese Doppelbilder in der Nacht vom 3. auf den 4. März auch und nach dem Überlagern in Giotto einen heftigen Halbkreis rechts (westlich) vom Mars - als Anfänger zweifelt man da erst mal an sich selbst. Allerdings traten diese Effekte erst gegen Mitternacht auf als der Mars am höchsten stand. Vorher bei flacher stehendem Mars gab es keine Doppelbilder (und als ich zum Abschluss noch schnell mal den da etwa "halbhoch" stehenden Saturn aufnahm auch nicht). Lässt sich das erklären; dass widerspricht doch der Theorie wonach die Bedingungen besser sind je höher ein Objekt am Himmel steht ?

Konnte das nicht weiterverfolgen, da ich seitdem nur noch bedeckten Himmel habe.

Gruß
horst anders
 
Hallo Frank,

ich habe die Fitswork Filter grob einmal mit empfohlenen Einstellungen durchprobiert und am Saturn spontan mit dem Gauss die besten Resultate erzielt, in Fitswork an sich muss ich mich auch einarbeiten, denn es scheint sich zu lohnen.
Ok, beruhigend, dass Du eine ähnliche Doppelbildproblematik hattest, denn ich vermutetet schon Geräteursachen :schwitz:
Um den Thread hier nicht fazu zu kidnappen, habe ich hier mal einen neuen dazu aufgemacht.
Die Marsaufnahmen vom 04. und 07. werde ich sicher noch bearbeiten, bisher nur noch nicht dazu gekommen...

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Hallo Horst,

wenn ich richtig verstehe, dann treten Mehrfachbilder vorzugsweise bei Teleskopen mit Öffnungen ab 6" aufwärts in Erscheinung. Mit der Öffnung wächst nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass das Teleskop Licht aus mehreren atmosphärischen Turbulenzzellen gleichzeitig einfängt. Das zeitlich parallele Durchlaufen verschiedener Turbulenzzellen führt dann zur Überlagerung unterschiedlich verzerrter Abbildungen ein und desselben beobachteten Objekts. Kleinere Teleskope werden meistens nicht gleichzeitig durch mehrere Turbulenzzellen gestört. In diesem Zusammenhang ist das Durchmesserverhältnis von Turbulenzzellen und Teleskop-Optik von Bedeutung.

Nun kann ich mir durchaus vorstellen, dass der wirksame Turbulenzzellendurchmesser bei zenitnaher Beobachtung gelegentlich kleiner sein kann als bei horizontnaher Beobachtung. Diesen Gedanken hatte ich nämlich in der Nacht vom 4. März, als ich - genau wie Du es beschreibst - zu meiner großen Verwunderung ebenfalls ein deutlich besseres Bild vom niedrig über den Dächern stehenden Saturn auf dem Chip hatte als vom zenitnah stehenden Mars.

Diese Überlegung widerspricht ja nicht unbedingt der Erfahrung, dass man von hochstehenden Objekten im allgemeinen besssere Bilder empfängt als von niedrig stehenden. Denn ich betrachte die Sache an dieser Stelle nur unter dem Gesichtspunkt des wirksamen Turbulenzzellendurchmessers, und der muss zu einem gegebenen Zeitpunkt m.E. nicht notwendigerweise in allen Richtungen gleich sein.

Gruß, Jan
 
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Hallo Frank,

ein feiner Mars, trotz der Größe und schwierigen Seeingverhältnisse :super: Mit "Deinem" Artefakt hatte ich auch am Dienstag zu kämpfen, habe die Bilder deshalb verworfen. Mal gut, dass Du Dein Bild reingestellt hast, so weiß ich, dass es nicht an mir und der Optik lag... :/

Viele Grüße,
Maciek
 
Hallo Frank,

der ist ja Klassen besser, mit deutlich abgeschwächtem Randartefakt, guter Farbabstimmung und ohne diese "Beulen" auf der Fläche. Die Landschaften kommen jetzt klar zum Vorschein - gratuliere!

Gruß, Jan
 
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Hallo Frank,

die letzte Version ist Dir wirklich sehr gut gelungen!


Viele Grüße
Torsten
 
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