Ich kann manche Nebel nicht sehen !?!

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janjan

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Hallo, ich hab im Moment ein kleines Problem. Wenn ich nach Nebeln Ausschau halte, dann kann ich bisher nur den variablen Nebel sehen. Die anderen Nebel wie zum Beispiel Orion-Nebel, Rosettennebel, Eskimo Nebel, kann ich nicht entdecken, beziehungsweise sehen, obwohl ich doch in die richtige Richtung schaue. Könnt ihr mir einen Tipp geben, wie ich auch die Nebel beobachten kann?

Außerdem habe ich versucht mittels einer Fokalprojektion den Jupiter und den Saturn zu fotografieren. das Problem was ich hier habe ist, ich kann nicht genug scharf stellen. Habt ihr vielleicht dafür auch einen Tipp für mich?

Die Nachführung ist so kein Problem, nur das Scharfstellen.

Ich habe ein Celestron C8 und eine Nikon D5000

Viele Grüsse
Jan
 
Hallo Jan,

den Orionnebel kannst Du, je nach Okularausstattung, eventuell nicht komplett sehen, aber die Huygens-Region mußt Du sehen können. Wenn nicht, ist ein Gang zum Augenarzt nötig. Irgendetwas verhindert anscheinend, daß die Sinneszellen in der Netzhaut mit den Linien von Sauerstoff oder Wasserstoff wechselwirken. Da dies instrumentell nur durch einige Filter bewirkt werden könnte, Du aber wissen solltest, ob Du einen solchen einsetzt, sollte es an Deinen Augen liegen.

Eine falsche Sucherjustage und Nachtblindheit schließe ich mal aus, da der veränderliche Nebel aufgefunden wurde. Der ist schwierig.

Den Rosettennebel wirst Du ohne Filter vermutlich nicht sehen, daher ist es nicht zu beanstanden, daß Du ihn nicht entdecken kannst.

Grüße

fquadrat
 
Ich habe als Filter den Baader OIII und von ICS einen UHC, beides für 1,25"

Ich werde beim nächsten Mal dann etwas genauer hin schauen.
Danke für die Aufklärung " fquadrat"

Grüße
jan
 
Der Rosettennebel ist viel zu groß für das C8 mit einem 1,25"-Okular. Selbst mit einem 2"-Okular ist der Nebel noch etwas zu groß. Den Innenbereich von M42 sollte man aber schon erkennen, auch ohne Filter. Dafür eignet sich dieser für den Eskimonebel.

Bei den kleinen Austrittspupillen, die mit dem C8 und einem 1,25"-Okular möglich sind, würde ich nur den UHC einsetzen, der Baader ist dafür zu schmalbandig.

Mein Ratschlag: Lege Dir ein möglichst langbrennweitiges 2"-Okular sowie einen passenden Filter (UHC, [O III]) zu. Damit wird Dein Teleskop zwar nicht zu einem Weitfeldinstrument, aber Gasnebel sind leichter zu finden und besser zu beobachten. Den Baader-Filter solltest Du für ein anderes Teleskop aufbewahren.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Jan,

den Orionnebel nicht zu sehen obwohl Du 'in die richtige Richtung' schaust, kann nur bedeuten, daß Du vergessen hast den Frontdeckel vom Teleskop zu entfernen. ?)

Sollte das nicht der Fall sein, war es doch die falsche Richtung. Was ist bitte der 'variable Nebel'? Meinst Du damit NGC2261, Hubble's variablen Nebel? Der ist viel kleiner und schwerer zu finden wie der Orionnebel!

Um zu Deinem Photoproblem etwas zu sagen mußt Du uns Deinen Aufbau genauer schildern (Teleskop, Kamera, Adapter, etc).

Grüße, Coyote
 
Hallo zusammen ,

Ja ich meine den NGC2261. Den kann ich als sowohl mit als auch ohne Filter sehen.


Meine Fotoausrüstung ist einfach. Ich verwende eine Nikon D5000, daran kommt dann ein T2 Adapter, an diesem schraube ich dann eine Adapterhülse, und damit geh ich dann entweder auf ein Okular drauf, oder direkt ohne Okular an das Teleskop und nutze damit die volle Brennweite. Das Scharfstellen versuche ich dann über das Teleskop grob zu machen, und die feine Scharfeinstellung versuche ich dann über den Lacerta Auszug mit der 1:10 Mikrountersetzung vorzunehmen.

Um das Ergebnis einigermaßen gut hinzu kriegen, muss ich sehr viele Aufnahmen machen, weil ich sonst auf Anhieb kein scharfes Bild bekomme. Ich muss also den Regler mal links und mal rechts drehen, um dann gefühlsmäßig die richtige Fokussierung hinzu kriegen, aber wie gesagt so richtig scharf kriege ich es nicht, ich habe allerdings auch ohne irgendwelche Filter, wie zum Beispiel einen variablen Polfilter fotografiert und da war zum Beispiel der Jupiter ziemlich überstrahlt gewesen, genauso wie der Saturn

Grüße
Jan
 
Hallo Jan,
Deine Probleme sind schon ein wenig "speziell"...

Für den Orionnebel nimmst wirklich Dein längstes Okular ohne Filter, möglichst in 2" und hälst Dein C8 auf den Nebel - mehr Tricks gibts da nicht.

Planetenbilder mit dem C8 und einer DSLR via Okularprojektion klingt für mich ziemlich abstrus.
Die von Dir beobachtete wechselnde Unschärfe dürfte das Seeing sein - sowohl in der Atmosphäre als auch in Deinem C8-Tubus.
Um das auszutricksen, nimmt man kleine CCD-Videokameras, macht einen kurzen Film und aus diesem selektiert man dann die schärftsten Einzelbilder, die dann wiederum zu einem Endbild gestackt und bearbeitet werden.
Das Teleskop muss dazu möglichst exakt an die Außentemperatur angeglichen sein, was bei einem C8 schon ein paar Stunden dauern kann.

So machen es die Planetenfotografen und dazu findet man auch extrem viele gute Informationen hier im Forum.
Der große Chip der DSLR ist für Planetenaufnahmen im Primärfokus eher nachteilig, da der Abbildungsmaßstab sehr klein ist.

Wenn Linsen im optischen Weg sind (beim C8 z.B. die Schmidtplatte) muss man für scharfe Bilder zusätzlich einen UV/IR-Cut Filter einsetzen, da diese Wellenlängen sonst vom Chip mit aufgezeichnet werden.
Wobei, eine DSLR hat den ja schon eingebaut, wenn sie nicht astromodifiziert ist.

Zur Okularprojektion kann ich mangels eigener Erfahrung nix beitragen.
 
Tja, weil aus Deinem "ich kann die Nebel nicht sehen" mittlerweile ein "mein Fotoapparat spinnt" geworden ist. Off-Topic damit. Wende Dich an die Fotografen in den entsprechenden Boards - nicht hier. Danke.
 
Ja ok, ich hab es kapiert, :-))
sobald der Himmel wieder besser wird, werde ich eure Tipps versuchen
umzusetzen

Grüße
Jan
 
Hallo Jan,

beschreib Deine fotografischen Probleme im Board Astrofotografie, dann gibts ne qualifizierte Diskussion mit Lösungsvorschlägen. :Trost:
 
Hallo Jan,

Deiner Beschreibung nach scheinst Du nochganz grundsätzliche Probleme in der Vorgehensweise und dem Verständnis zu haben.

Die anderen Nebel wie zum Beispiel Orion-Nebel, Rosettennebel, Eskimo Nebel, kann ich nicht entdecken, beziehungsweise sehen,

Wie suchst Du diese Nebel auf? Manuell via Sucher oder mittels Goto?

a) ist der Sucher korrekt zur Achse des Teleskops justiert?
b) wurde bei Goto das Alignment sauber und fehlerfrei ausgeführt? (Testfahrt zu einem hellen Hauptstern durchführen).
c) Hast Du das jeweils passende Okular ausgewählt?
Orion-Nebel und Eskimo-Nebel ist hier ein buchstäblich himmelweiter Unterschied. Der Orionnebel braucht vergleichsweise wenig Vergrößerung, beim Eskimonebel ruhig ein bisserl "Gas geben", damit er sich gegen die Sterne auch als Plocken abheben kann.
d) Hattest Du, bevor Du die Nebel beobachten wolltest, anhand der Sterne drum herum scharf gestellt? Am Nebel selbst scharf stellen zu wollen führt all zu oft in die völlig falsche Richtung.

obwohl ich doch in die richtige Richtung schaue.

Das bliebe, wie angedeutet zu prüfen. Gerade wenn Du den Orionnebel nicht sehen kannst, habe ich hier Zweifel.

Außerdem habe ich versucht mittels einer Fokalprojektion den Jupiter und den Saturn zu fotografieren. das Problem was ich hier habe ist, ich kann nicht genug scharf stellen. Habt ihr vielleicht dafür auch einen Tipp für mich?

Beschreibe dieses Thema mal gesondert im Fotoboard mit genauer Angabe, was du da gemacht hast. Gerade auch diese Geschichte mit Okular bei ohnehin schon 2m Brennweite kommt mir ein wenig merkwürdig vor.
 
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