Ich kann nicht bis Unendlich fokussieren.... !

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amateur99

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Hallo Leute.
Dies ist mein erster Beitrag und ich habe ein Problem, dessen Lösung mich in den letzten Tagen und Wochen beschaeftigt, zu dem ich aber keine Lösung finde:
Ich habe mir ein MTO500 als Objektiv geleistet (schoen leicht und handlich). Da ich das Ding aber nicht nur zum Mond und Sterne beobachten brauche, moechte ich ein Umkehrprisma verwenden. Leider habe ich da aber ein Problem: Kunstruktionsbedingt liegt damit das Okular ziehmlich weit draussen und ich kann jenseits der 10-15m nicht mehr scharfstellen. Das Objektiv ist bis zum finalen Anschlag gedreht, mehr geht nicht. Um's klarzustellen: es geht nicht um das Fokussieren ueber Unendlich hinaus. Diese Sperre ich weg. Dennoch reicht es nicht. Optisch, denke ich, muesste es aber doch kein Problem sein, den Fokussierkunkt mit einer Linse diese paar Zentimeter weiter rauszuziehen. Ich habe es schonmal mit den Linsen eines alten M-42 Telekonverters versucht, aber da ich von Optik leider keinen Schimmer habe und nicht recht weiss, welche Linsenart ich dafuer ueberhaupt brauche, bin ich bisher gescheitert.
Hat jemand von Euch da etwas mehr Ahnung als ich?
Vielen Dank
Der Amateur :-)
 
Hi amateur,

ich kenne zwar Deine Optik nicht, aber es müsste mit einer Barlow-Linse gehen. DAs ist eine negative Linse, die normalerweise mit der Krümmung (konkave Seite) zum Fokus eingebaut wird.
Je weiter Du die zum Objektiv stellst, desto mehr verlängert sie die Brennweite und desto weiter rückt der Brennpunkt nach "außen".
Scharfe Grüße
und
cs
jorgos
 
Verlängerungshülse?

Hallo,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, reicht der Fokusweg nicht, um im Unendlichen fokussieren zu können. Das Oku müsste noch weiter nach hinten raus.

Erste Idee: händisch ausprobieren, wieviel fehlt: beim Blick durch`s Okular dieses lösen und langsam nach hinten rausziehen, dabei durchblicken und weit weit entferntes Objekt (geht tags gut wegen Licht) anschauen. So bestimmst Du den fehlenden optischen Weg. Je nach Feldblendenlage des jeweiligen Okulars variiert dieser. Deshalb mit allen Okularen durchführen, um das herauszufinden, das die längste Verlängerung benötigt. Diesen Abstand in etwa bestimmen, eher aufrunden, denn per OAZ kannst Du ja problemlos etwas reinfahren. Ich würde das ohne Umkehrprisma machen, denn für astronomische Beobachtung mindert es die Bildqualität, das hiesse für mich, ich würde auch ohne dieses Teil im Unendlichen fokussieren können wollen.

Versuch (Notlösung tags): das Umkehrprisma nicht vollständig einschieben (verschrauben?), sondern soviel Weg wie möglich nach außen lassen und dann feststellen. Ebenso die Okulare nur "soeben haltend und zentrisch" anbringen. Vielleicht reicht der Weg schon zur Fokussierung im Unendlichen.

Vermutlich wirds dann aber nachts knapp (ohne den Weg im Umkehrprisma). Da würde eine Verlängerungshülse helfen, die als Rohrstück mit Klemmung schlichtweg verlängert. Sind problemlos im Asto-Handel zu erwerben. Barlow-Elemente lassen häufig ein solches Teil entstehen, wenn die Linse herausschraubbar ist, sind aber natürlich kostspieliger, da sie ja die Linse als optisch wirksames Element enthalten. Ob man am 90/500er-Mak eine Barlow sinnvoll ist, hängt sicher mit der Okularausstattung und Verwendungszweck zusammen (kann je nach Brennweitenstaffelung sinnvoll sein oder für Webcam z. B.). Falls Barlow nicht notwendig, reicht wohl die Verlängerungshülse. Wenn Du ne Drehbank hast oder gute Kontakte zu ner Werkstatt...

Du hast ein Fokuswegproblem, das löst man nicht standardmäßig per Vorsatzlinse oder Ähnlichem. Oder würdest Du Deinem Fahrrad beim Platten statt das Rad zu reparieren Modifikationen am Rahmen vornehmen und seitlich des defekten Rades mittels tieferen Zusatzrädern das defekte sozusagen stilllegen...

Wünsche jede Menge Fokusweg und klare Nächte,

Matthias.
 
Re: Verlängerungshülse?

Au contraire... ich muss nicht weiter weg, sondern naeher ran! Mit dem Okular alleine klappt das prima, aber mit Prisma komme ich zu weit weg von der Optik.
Raus geht ja, aber was macht man, wenn man schon so nah dran ist wie's geht und das System noch naeher verlangt um zu funktionieren? Ich kann's ja nicht platthauen, damit's kuerzer wird .... :-)
 
Dank fuer den Hinweis. Ich werd's ausprobieren. Klingt aber logisch. Auf den Trick mit der Barlow war ich bisher nicht gekommen.
Gruss CCH
 
Sorry - dann hab ich Käse gebrabbelt

Hallo nochmal,

sorry, hätte nicht gedacht, daß fotoVISUELLE Maks da ein Problem haben, hatte bisher immer von reichlich Fokusweg nach hinten gelesen, allein schon wegen Zenitspiegel, Binoansätze o. ä.

Wünsche Dir dennoch eine günstige gute Lösung,

Matthias.
 
Hi,
die beste Lösung wäre wohl den Anschlag für Unendlich beim Rubinar rauszunehmen. Wird normalerweise von einer Madenschraube, verborgen unter der "Belederung" dargestellt. Schraube raus und Du kannst "über Unendlich" hinaus fokussieren, bzw. kommst hinten mit längerem Zubehör noch in den Fokus. ABER ohne den Anschlag kann Dir wiederum im Nahbereich das ganze drehbare Objektivteil vorne rausfallen, verlangt also etwas Überlegung beim Einsatz. Ich habe deshalb beim 1000er MTO die Anschlagschraube dringelassen, dafür aber einen mechanischen Anschlag im Gehäuse weggefeilt. Dazu musste aber das ganze Objektiv zerlegt werden. Ob das beim Rubinar allerdings überhaupt so geht, weiß ich nicht.
Gruß und viel Erfolg,
René
 
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