Ich möchte gerne ein Teleskop kaufen...

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BlackPanther

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... aber welches? Ich weiss, dass man zwischen Reflektoren und Refraktoren unterscheidet, aber welches ist besser? Preislich habe ich keine Ahnung, was es kosten kann/soll. Ich möchte Mond, Planeten und DeepSky beobachten, theoretisch würde ich bis 400 EUR gehen. Ich bekomme bald eine ToUCam Webcam, also müsste ich diese auch an das Teleskop montieren können. Für Tips bin ich sehr dankbar!
 
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Hallo Panther

Ein Willkommen von mir. Toll das du den Weg hier hin gefunden hast. Also was deine Wünsche angeht für 400 Euro wirst du sicher nirgends ein Teleskop plus Montierung zu kaufen bekommen.
Falls du aber fotografieren lernen willst und möchtest ist eine Montierung unausweichlich. Zu Beginn mit einer Web-Cam, evtl. auch eine Kamera (DSLR; CHEMISCH) und da liegt leider der Teufel im Detail, d.h. man muss an die Montierung hohe Ansprüche stellen, wie z.B. kleiner periodischer Schneckenfehler, 2-Achsen-Steuerung, Stabilität und evtl. Transportierbarkeit.
Vielleicht findest du hier im Forum einige Tipps zu Montierungen, die aber alle in der Preisklasse über 400 Euro liegen werden, gebraucht etwas weniger.

Die andere Alternative, die Dobson´s sind ein günstiger Einstieg, mit Schwerpunkt Beobachtung visuell. Besonders für Anfänger halte ich es für sinnvoll damit einen guten, günstigen Einstieg in das Hobby zu finden.
Für unter 400 Euro bekommt man schon einen 20cm Spiegel Dobson incl. Okularen.
Lass dich da mal vom Fachmann beraten...
 
Hallo

ein zweifaches willkommen, hier im Forum und im Club der Telekopsuchenden. Dieser Club ist sehr groß, da es das ideale und optimale Teleskop leider nicht wirklich gibt. Deine Frage läßt sich in dieser Form leider nicht pauschal beantworten. Die Frage nach dem "besser" läßt sich nur manchmal für ganz spezielle Einsatzzwecke, festgelegte Rahmenbedingungen und konkrete Teleskope (nicht Bauarten) beantworten.

Ob du als Einsteiger besser einen Reflektor (mit Spiegel) oder einen Refraktor (Linsenteleskop) nimmst wirst du kaum sinnvoll entscheiden können, wenn du nicht schon einmal durch beide Teleskoptypen durchgeschaut hast. Auch die Wahl der Montierung (parallaktisch oder Dobson) kannst du eigentlich erst durch Ausprobieren richtig treffen. Deshalb der wichtigste Rat, versuche Kontakt zu anderen Hobby Astronomen aufzunehmen um verschiedene Teleskope im Einsatz zu erleben.

Noch ein Tipp, lies dich vielleicht noch ein bisschen in die Grundlagen ein, hier auf Astronomie.de gibt es schon einiges. Andere Kollegen haben zum Teil hervorragende Seiten mti Einsteigerberatungen im Web stehen, einige der Links werden dir sicher noch genannt.

Ganz zum Schluß noch was zur Webcam, die kannst du an nahezu jedem Teleskop verwenden, wobei eine Webcam mehr für die Planetenfotografie geeignet ist.

gruß Aebby
 
Hi!

Ich hol schonmal Cola und Snacks... es wurde wieder DIE Frage gestellt, was ist besser Refraktor oder Reflektor...

Also wenn Du "klein" anfangen möchtest, was die Fotografiererei betrifft, würde ich einen Refraktor empfehlen. Wieso? Erstens: Du kannst an den Rohrschellen Deinen Fotoapparat huckepack befördern und mit den normalen Kamera Objektiven Sternenfelder und erste Deep Sky Schritte machen. Dafür braucht es keine Gotosteuerung oder supergenaue Montierung, nur stabil sollte sie sein.
Zweitens kann man mit dem Refraktor dann auch Fokalprojektion machen und z.B. den Mond ablichten.

Ein Dobson ist für mich indiskutabel, wenn das Stichwort Foto fällt... und bei einem Newton bist Du Dir beim Fotografieren u.U. selber im Bild. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Bleibt noch ein SC oder Mak... aber die sind recht teuer.

Gruß...
Vader
 
Hallo!

Ich kann mich meinen Vorrednern in allen Punkten anschließen:

Falls Du nur beobachten möchtest, ist ein günstiger Dobson sicher eine gute Wahl. Du musst Dir aber im klaren sein, dass ein 400-Euro-Teleskop keine perfekte CNC-Haptik besitzt, mechanisch kann man zu diesem Preis in der Regel ausreichende mechanische Funktionalität erwarten, mehr aber auch nicht!
Für den Einstieg aber sicher völlig ok!
Bedenke aber auch, ein nicht zu großes Teleskop zu kaufen, ein 20 cm Dobson ist schon nicht mehr als klein und handlich zu bezeichnen!!

Falls Du aber wirklich ernsthaft in Betracht ziehst, später auch zu photographieren, würde ich an Deiner Stelle lieber einmal mehr Geld ausgeben und anstatt China- Japanqualität kaufen!
Im Klartext: kauf Dir keine der achso tollen Chinamontierungen, kauf gleich was gescheites:

Vixen hat zur Zeit eine "Frühjahrsaktion" laufen, da gibts
den R114M, ein kleines, aber feines Newtonteleskop samt Montierung für 659 Euro.
Die Montierung ist gut und für einfache Photographie ausreichend, weil man nämlich Motoren nachrüsten kann und sie eine relativ hohe Genauigkeit besitzt.
Das ganze wär noch ziemlich handlich und für den Einstieg erfüllt das Teleskop sicherlich alle Deine Bedürfnisse!
Brauchst nur noch 2-3 Okulare, so dass Du für ca. 750 Euro
eine brauchbare Ausrüstung hättest!

Prinzipiell gilt: Wenn möglich erst testen, dann kaufen!
Und: Bevor Du vorschnell irgendwas kaufst, informier Dich gründlich, z.B. hier, aber das machst Du ja schon :-)
Kauf Dir evtl. ein Buch, um Dich in die Materie einzulesen!

Viele Grüße,

Markus
 
Hi schwarzer Panther,

ich würde mich erstmal informieren mir an deiner stelle ein paar fragen beantworten: die habe ich unter http://www.amateurastronomie.com unter "der einstieg" mal aufgelistet.
dann empfehle ich mal den besuch des ITV am vogelsberg anfang mai: dort treffen sich viele sternfreunde mit ihren geräten und beantworten sicher gerne deine fragen. und du kannst dort auch ausgiebig testen.
als nächstes - für ggf. den kauf - wäre der besuch des ATT in essen am 21. mai zu empfehlen: dies ist die größte messe zum bereich astronomie/teleskope und hier kannst du sowohl gebraucht als auch neu günstig an teleskope und zubehör herankommen.
und natürlich zunächst mal: in ruhe und mit geduld informieren (lesen, hier fragen etcetc)! das kann bares geld sparen und zudem noch vor enttäuschungen schützen.

gruss hannes
 
Hallo,
ich würde erst mal Kontakt zu anderen aufnehmen und mit Ihnen mitgehen um das alles mal live zu sehen.
Daneben weitere Grundlagen aneignen um die eigenen Anforderungen präzisieren zu können, denn Du fragst nach dem Alleskönner, den es im Deiner Preislage schon gar nicht gibt.
Vielleicht hilft u.g. HP bei der Vorabinformation weiter.
CS
 
Danke erstmal für die vielen Antworten. Richtig professionell möchte ich gar nicht photografieren, sagen wir mal besser, ich möchte ab und zu Schnappschüsse machen. Die einzige "richtige" Digital-Camera, die ich habe ist eine Sony P93, ich wüsste gar nicht, wie ich die ans Teleskop montieren könnte. Daher Schnappschüsse mit der Webcam.
Ich werde mich dann mal bei den Astronomen an meiner Uni melden, die können mir sicher Tips geben und mich mal durchs Rohr schauen lassen. Bisher kenne ich das Teleskop eines Freundes. Was das genau für ein Typ ist, weiss ich nicht: schwarz, rund ;-), 150mm dick, etwa einen Meter lang, das Okular befindet sich oben am Ende.
Ich habe eh noch bis Sommer Zeit mich zu informieren, da ich da erst Geld bekomme.
 
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Hi!

Wenn ich Deine Beschreibung richtig verstehe ist das ein Newton, also ein Spiegelteleskop klassischer Bauart.

Gruß...
Vader
 
Ja, ich habe gestern Abend sehr viel Material gelesen und kann jetzt endlich zwischen Dobson/Newton und Refl/Refr unterscheiden.
Ich werde gleich mal meinen Kumpel bitten, sein Teleskop zu vermessen, dann habe ich ja die Daten. Woraus bestehen die Stammdaten eigentlich? Ich lese immer 150/1000. Die zweite Zahl ist die Brennweite, aber ist die erste Angabe der Durchmesser der Öffnung vorne oder des Hauptspiefels hinten? Die Öffnung des Kumpels (des Teleskops natürlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />) schätze ich aus dem Kopf auf 80mm. Wenn wir den Jupiter beobachtet haben sahen wir zwar alle 4 Monde, aber keine Details, eher milchige kleine Flecken.
So langsam kristalisieren sich die ersten Richtungswünsche für ein Teleskop heraus. Es sollte ein newton sein, ich schwanke aber zwischen 150mm und 200mm, wobei 200mm eigentlich zu teuer für mich ist (>700 EUR). Vielleicht reichen mir ja auch 150mm, damit ich DeepSky Nebel gut beobachten kann.
Noch eine Frage zur motorisierten Nachführung. Ist das unbedingt nötig? Eigentlich ist es doch unabdingbar, wenn man eine 350-fache Vergrösserung hat, da müsste sich doch das Objekt innerhalb von 10 Sekunden aus dem Blickfeld bewegen, oder? Aber das ist zu teuer...
 
Hallo BlackPanther,

so das ist ja ne ganze Menge Fragen

Die 150 sind in der Tat die Öffnung, entspricht mehr oder weniger genau dem Durchmesser des Hauptspiegels.

Wenn das Teleskop deines Freundes ca 80 mm Öffnung hat könnte es 76 mm Öffnung haben. Wenn du ein bisschen zu knapp geschätzt hast, könnte es vielleicht auch ein 114 mm Newton sein. Beide Öffnungen gibt es mit 900 mm Brennweite, dann käme die geschätzte Länge von einem Meter hin. Mit einem justierten 114er sollte man auf jeden Fall die Wolkenbänder auf Jupiter schon gut sehen können (sehe ich zumindest mit meinem), da muß aber auch das Seeing mitmachen. Ich habe auch schon Abende gehabt, da habe ich auch nur eine milchige Scheibe gesehen.

Zur Nachführung und Motorisierung. Das mit den 10 sec kommt schon hin, aber für eine sinnvolle 350 fache Vergrößerung brauchst du schon 200 mm Öffnung, dann ist auch das Seeing selten so gut, daß du so hoch vergrößern kannst. Das Nachführen eines Dobson bei so hoher Vergrößerung erfordert ein bisschen Übung und eine leichtlaufende Box geht aber wohl schon noch. Bei einer parallaktischen Montierung drehst du nur an einem Knopf, das geht dann gut ohne Motor.

Zum Anfangen sind auch 150 mm schon nicht schlecht, da gibts schon eine große Menge zu sehen.

So ich hoffe ich habe mal zu allem was geschrieben.

gruß Aebby

 
Danke für die Antworten! Mein Kumpel hat tatsächlich ein 114/900 Newton. So wirklich berauschend fand ich das Bild aber nie (was vielleicht eher an unserer Unwissenheit liegt), aber da bin ich mal gespannt, wie gross der Sprung zum 150er ist.
Dann frag ich einfach mal weiter zum Thema Okulare. Welche Sorten gibt es, welche braucht man und mit welchen bekommt man die beste Vergrösserung. Bei einem Internet-Teleskophändler sehe ich, dass er einen ganzen Koffer mit Okularen für 139,- anbietet. Wäre sowas kaufenswert, oder eher luxus/unnötig?
 
Hallo,

möglicherweise ist der 114er deines Freundes auch nicht richtig justiert, im 114er sieht man die Wolkenbänder locker.

also weiter im Text

Der Okularkoffer, den es bei vielen Händlern gibt ist kein schlechtes Angebot. Er enthält aber fast schon mehr wie du für den Anfang brauchst. Bei vielen Teleskopen, die du neu kaufst sind ohnehin auch schon ein oder zwei Okulare dabei, bei dieser Grundausstattung lassen die Händler auch oft mit sich reden. Wenn du dann nur ein Okular zusätzlich nimmst bist du vielleicht billiger dran wie mit dem Okularkoffer.

Eventuell ist bei den kurzbrennweitigen Okularen (hohe Vergrößerungen) ein anderes Okular wie ein Plössl angesagt (im Koffer sind Plössl). Ich selbst komme mit dem Augenabstand eines kurzbrennweitigen Plössl überhaupt nicht klar, das ist aber individuell unterschiedlich, da hilft wirklich nur ausprobieren.

gruß Aebby

 
Hallo BlackPanther

nochmal was zu Okularen ...

beste Vergrößerung gibt es nicht, es gibt eine maximal und minimal sinnvolle Vergrößerung. Die maximale liegt bei etwa dem doppelten der Öffnung (also 300 bei 150 mm Öffnung) in Praxis ist aber oft nicht mehr als 200 drin (Seeing). Die minimale ist erreicht wenn die Austrittspupille ca 7 mm übersteigt. Mehr Pupillenöffnung kann in der Regel das Auge gar nicht, das heißt es geht Licht verloren. Das wäre bei 150 mm Öffnung eine Vergrößerung von ca 22 fach.

In handelsübliche Okularbrennweiten umgerechnet wären das für die minimale ca. 32 mmm für die maximale ca. 4 mm. Für die 200 fache Vergrößerung wären 6 mm angesagt.

Ob man die Zwischenbrennweiten mit einzelnen Okularen oder mit Einsatz einer Barlowlinse erzielt ist dann auch Geschmacksache. Dazu kann ich auch nicht allzuviel kompetent sagen, da kennen sich andere viel besser aus.

gruß Aebby
 
Ciao

Mit diesem Budget + dem Hintergrund würde ich zu nichts anderem raten als:

- Dobson D=150mm f/6 mit 7x50 Sucher (ist besser als 6x30 !)
- 3 einigermassen gute 1 1/4 Zoll Okulare: 35mm, 20mm, 8mm
- 1 UHC Emissions-Nebel-Filter 1 1/4 Zoll
- Ein billiger 7x50 Feldstecher
- Karkoschka: Atlas für Himmelsbeobachter
- Drehbare Sternkarte
Siehe hier: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3440080617/qid=1111503620/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/028-6019253-9148514

Wenn Du Dir Mühe gibst beschäftigt Dich dieses Equipment für mehrere Jahre !
Wenn Du mehr Geld hast, dann kauf den Dobson D=200mm f/6 mit einem guten 2-Zoll Okularauszug (Crayford). Passable Firmen: z.B. GSO. Gebrauchtkauf auch ok, allerdings werden nicht viele 200er verkauft (warum wohl ?). Wenn Du weniger Geld hast, lass 1 Okular weg und kauf dann 35mm + 10mm (später Barlow-Linse dazu), aber nicht den UHC weglassen ! Alles andere Equipment ist erstmal Schnickschnack, sorry. :-)

Bon Voyage,
Peter
 
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Hallo,

mit Peters Vorschlag zur Erstausrüstung stimme ich voll und ganz überein, außer:
Ich würde den UHC-Filter weglassen und lieber in warme Klamotten und eine Rotlichtlampe investieren. Zudem müsste man überlegen, anstatt eines Suchers lieber einen Telrad-Finder o.ä. zu verwenden.(Ich persönlich finde mit dem Telrad fast alles, mit einem Sucher fast nix, weil mir Starhopping zu langwierig ist und ich besser geometrische Muster erkennen und umsetzen kann)

Übrigens kann man auch mit einem Dobson recht passable Mond und Planetenbilder erstellen, indem man einfach die Digicam mit einigermaßen ruhiger Hand ans Okular hält und abdrückt.
Die Belichtungszeiten liegen meistens so um 1/10 bis 1/100 sec., beim Mond sogar noch darunter (je nach Okular). Auf diese Weise und mit ein wenig geschickter Nachbearbeitung bekommt man recht respektable Bilder.
Ich habe zum Beispiel mit einem 114/900 Newton auf EQ3 angefangen und lange Zeit Freude damit gehabt. Damit ist Fotografieren natürlich bei entsprechender Adaption schon komfortabler als mit einem Dob, aber keinesfalls perfekt und für Deep Sky- Aufnahmen nur sehr beschränkt verwendbar.

Grüße
Rolf
 
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Ciao,

Die Argumente pro Sucher und UHC-Filter sind:

7x50 Sucher: Man kann darin die Objekte, die man sucht oft bereits schon sehen (z.B. hellere Galaxien). Das ist ein grosser Vorteil, besonders, wenn in der betreffenden Gegend wenig Sterne existieren (z.B. Virgo-Haufen), auf die
man zielen kann (mit dem Telrad). Der Telrad ist eine gute Peil-Hilfe ohne eine solche lichtsammelnde Wirkung. Der Preisunterschied ist gering. Deshalb würde ich persönlich immer den Sucher vorziehen, weil er zum gleichen Preis mehr Funktionalität bietet. Viele Leute kommen auch mit dem Telrad gut zurecht, klar.

UHC: Der Emissions-Nebel-Filter erschliesst einem erst eine ganze Klasse von (zusätzlichen) Objekten, nämlich die (meisten + insbesondere die diffusen) Emissions-Nebel: Nordamerika, Cirrus, Rosette, Lagunen-Nebel etc... Ohne Filter ist es unter stadtnahem Himmel oft unmöglich diese Objekte zu sehen/finden. Mit UHC geht das oft sogar schon unter dem hellen Himmel in der Stadt ! Natürlich kann man den Filter erstmal entbehren, aber spätestens nachdem Du bei jemandem mal durch den Filter durchgesehen hast, kaufst Du ihn. Die Farbflter (die z.B. in den oft angebotenen 'Okularkoffern' enthalten sind, sind dagegen entbehrlich (ich habe z.B. nur die Graufilter für den Mond, aber auch die kann man durch Abblenden z.T. ersetzen - unter Auflösungsverlust, naja, Du wolltest ja sparen oder ?). Letztendlich: ich kenne kaum jemand, der schon länger beobachtet und KEINEN Nebelfilter hat :-), weil man die Emissionsnebel ganz einfach viel besser (oder überhaupt erst) sieht damit !

Schöne Grüsse
Peter

 
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Hallo Leute

Ich stimme Peter voll zu und halte den Sucher für unentbehrlich. Ich habe ihn mit einem einfachen Starpointer kombiniert.
Das ist -für mich- die perfekte Lösung.
Den UHC hab ich lange vermisst, weil er am anfang dem Rotstift zum Opfer fiel. Inzwischen hab ich UHC und OIII.

CS, *entfernt*
 
Hallo,

klar, ein Satz Deep-Sky-Filter gehört schon irgendwann mal ins Gepäck, allerdings sollte man eine gewisse Öffnung haben.
Für Anfänger finde ich trotzdem einen Telrad o.ä. leichter zu benutzen. Den Sucher braucht man, wer damit zurechtkommt, meiner Meinung nach erst bei den kniffligeren Objekten. Das ist aber reine Geschmacks- und Übungssache. Mir persönlich liegen Sucher nicht so sehr.

Grüße
Rolf
 
So, jetzt bin ich auch malwieder zurück...

Also jetzt wird mir ein Dobson empfohlen, ok. Das wäre also quasi ein Reflektor, nur ohne teure Montierung. Sehe ich das richtig, dass das Teleskop dann billiger für mich wäre und ich könnte dann in Richtung 200mm schauen? Optisch sollten die beiden gleichwertig sein oder? Bis auf den Umstand, dass das Dobson schwerer zu justieren ist während die Sterne über den Himmel wandern. Wenn ich eine exakte Objekt-Position habe, wäre es über die parallaktische Montierung leichter einzustellen oder?
 
Hallo,

es ist im Allgemeinen schon richtig, dass bei einem Dobson vom Gesamtanschaffungsbetrag tendenziell mehr Geld in der Optik steckt, da die Montierung lediglich aus einer mehr oder minder stabilen Holzbox besteht. Durchaus kannst Du fürs gleiche Geld dann mehr Öffnung bekommen.
Ich habe beide Montierungsarten im Einsatz. Ein Dobson mit großer Öffnung ist eher für Deep-Sky prädestiniert, bei denen mit relativ geringer Vergrößerung beobachtet wird.
Je geringer die Vergrößerung, desto langsamer wandert das Objekt aus dem Gesichtsfeld.
Beispiel: Ein (sauteures) Okular 31mm Nagler mit ca. 80 Grad Gesichtsfeld ergibt bei einer Brennweite von 1600mm (Instument hat f/5)eine Vergrößerung von ca. 52fach. Am Himmel sieht man dann einen tatsächlichen Ausschnitt von ca. 1,5 Grad. (etwa 3x Vollmonddurchmesser)
Dies bedeutet: Ein Stern am Himmelshorizont (z.B. der rechte der 3 Gürtelsterne im Orion) braucht über 6 Minuten, bis er einmal komplett durchs Gesichtfeld gewandert ist.
Diese Angaben hängen natürlich von der Okularbrennweite und dessen Gesichtsfeld, der Gesamtbrennweite, und dem beobachteten Objekt ab.
Bei dieser Einstellung braucht man theoretisch nur alle 6 min einen kleinen Schubser zu geben. In der Praxis muss man schon eher etwas nachführen, weil man das Objekt gerne in der Mitte des Gesichtsfeldes behalten möchte.

Bei einer hohen Vergrößerung von z.B. 300-500 fach für Planeten sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Da kann man zuschauen, wie der Planet in 5-10sec. komplett durchs Gesichtsfeld rast.
In der Praxis ist so, dass man öfter und mehr in Azimuth-Richtung (rechts-links-Richtung) nachführen muss. Die Höhenkorrektur ist zwar auch nötig, aber nicht so stark.

Vielleicht noch eine Erklärung zu den Begriffen: Eine Justierung eines Dobsons ist tatsächlich aufwändiger und nötiger als bei einem Refraktor. Allerdings ist mit Justierung das Ausrichten der optischen Komponenten, wie OAZ, Haupt- und Fangspiegel zueinander gemeint.
Was Du mit Justierung meinst, heißt eigentlich Nachführung, d.h. der Ausgleich der Erddrehung während der Beobachtung.

Mein Tipp an dieser Stelle: Das Nachführen eines Dobson ist bei guter, leichtgängiger aber wackelfreier Mechanik kein großes Problem. Nur bei sehr hohen Vergrößerungen wird es etwas stressiger.
Mit einer parallaktischen Montierung musst Du ohne Motorantrieb bei hohen Vergrößerungen auch ständig an der Nachführung drehen. (dafür nur an einer Schraube, wenn die Montierung eingenordet ist)
Das Lösen der Klemmschrauben, Schwenken in die gewünschte Richtung und wieder Festziehen der Schrauben kann auch ganz schön nerven, weil eine parallaktische Montierung am Anfang überall hinzeigt, nur nicht dahin, wo man will. Mit einem normalen Fotostativ hat dies nicht viel gemeinsam.
Vielen Anfängern wird an dieser Stelle ein nicht zu großes Dobson empfohlen, weil es in der Anschaffung relativ günstig ist, fürs Geld gute Qualität bei großer Öffnung bietet und schnelle Erfolgserlebnisse garantiert.
Nachteil: Fotografieren geht nur "aus der Hand" bei Planeten, Sonne (nur mit geeignetem Filter !!!) und Mond.
Zudem sieht ein Dobson so gar nicht wie ein "richtiges" Teleskop aus.
Meine Vorschläge:
- 114/900 oder 150/750 Newton auf EQ3-Montierung oder besser
- 150 oder 200 mm Dobson mit guten Weitwinkel Okularen

Viele Grüße
Rolf
 
Hi,
die pauschale Empfehlung eines Dobsons ist m.E. immer Preis-Optik orientiert.
Das ist aber nur ein Faktor bei der Entscheidungsfindung. Meine ersten Versuche mit Dobsons - zu Zeiten als ich vor dem Erstkauf stand - waren nicht wirklich zufriedenstellend. So wurde es bei mir dann eine parallaktische Monti zum Start. Ob es für Dich das richtige ist, wirst Du nur wissen, wenn es selbst probiert hast.
Daher nochmal die Empfehlung Kontakte aufzunehmen, mitzugehen und selbst versuchen. Dann weißt Du, in welche Richtung der Weg geht.
CS
 
Hallo,
ich hätte evtl. ein 8" f5 Skywatcher Newton mit einer Meade Starfinder Monti zu verkaufen. Die Monti ist in RA mit Motor und Rutschkupplung, DEK-Achse mit Selbstbau Tangentialarm.
Die Monti trägt m.E. visuell bis 10 "
 
Ich werde wohl den Kauf eines Teleskops doch verschieben, bis nach meinem Studium. Denn ich werde mir später mit mehr Geld in der Tasche eh ein teureres Teleskop kaufen, eventuell bis 2000 EUR. Als Informatiker wollte ich da schon ein paar Spielereien wie Motor, CCD, GPS und Laptop dabei haben. Wenn ich jetzt eins für den Einstieg kaufe, würde ich es nur 2-3 Jahre benutzen. Aber vielleicht schaue ich im Sommer in den Himmel und will doch schon jetzt eins haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Dann kauf dir den dicksten Dobson den du dir leisten
und den du tragen kannst, dazu das Karkoschka-Goto,
verzichte zwei, drei Jahre auf den Informatikschnickschnack,
und wenn du danach Geld hast und immer noch der Meinung bist,
dass du den (Schnickschnack) auch brauchst, dann kauf dir die
Superdupermonti dazu und, das wichtigste, wenn du dann
mit dem Turbogoto Objekte ansteuerst, weisst du wenigstens
auch, wo du gerade überhaupt bist!

Alles klar? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Sonnige <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten


 
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