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Gravity

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Hallo Astrogemeinde,
ich wünsche erstmal jedem noch ein schönes Weihnachtsfest!
Nun zu meiner Frage,
Ich habe zu Weihnachten ein Teleskop geschenkt bekommen, ein Dobson 200/1200!
Ich wollte es gestern abend gleich testen, bin raus, habe im sucher alles gefunden, danach habe ich durch den hauptspiegel gesehen und es war nur schwarz bzw. dunkelgrau. Dann habe ich ein wenig hin und her probiert und auf einmal habe ich die Fangstreben und die runde scheibe in der mitte im Bild gesehen (weiß nicht genu wie das heißt).
Ich weiß nich woran das liegt aber ich denke es ist irgendetwas simples was ich nicht bedacht habe! Sicher ein absolut peinlicher anfängerfehler...
Allerdings habe ich eben den sucher und den Hauptspiegel aufeinander eingestellt (bei tageslicht auf einen Schornstein) Da funktioniert alles...
Ich hoffe ihr könnt mir helfen

Gruß
Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,

ich gehe davon aus, dass du durchs Okular geschaut hast und mit "auf den Hauptspiegel" NICHT meinst, dass du von vorn in Richtung Spiegel geschaut hast, und dass es eine ungeschickte Formulierung war.

Hast du den Sucher hinreichend genau justiert, so dass die Mitte des Fadenkreuzes auch dem Mittelpunkt des Gesichtsfeldes eines Okulars mit schwacher Vergrößerung (!!!) entspricht? Man muss Objekte zunächst stets mit der schwächsten Vergrößerung ( = längste Okularbrennweite) aufsuchen und sich dann zur jeweils optimalen Vergrößerung herantasten.

Was du gesehen hast, war beim Blick durchs Okular vermutlich der sog. Zertsreuungskreis eines Sterns bei defokussierter Optik. Bei korrekter Justage hast du einen konzentrischen schwarzen Kreis mit einem umgebenden, hellen Ring. Durch die Fangspiegelstreben ist der Kreis in vier Segmente unterteilt.

Ansonsten wüsste ich nicht, wo dein Fehler liegen könnte.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,

auch dir frohe Weihnachten.
Der Fehler scheint mir sehr einfach zu sein. Was du gesehen hast war einfach nur das unscharf gestellte Bild. Vermutlich hast du die gleiche Schärfeeinstllung vom Schornstein genommen welche ja in der Unendlichkeit am Himmel nicht mehr passt.
Schau einfach nochmal durch und drehe solange am Scharfstellrad bis der Stern ein schöner kleiner Punkt ist und dann viel Spaß in der Welt der Astronomie.

Gruß
Andreas
 
Hi Martin,

das ging mir Gestern genauso, nur Wolken da war am Himmel nichts zu sehen. :erschreck:

Gruß
Lots
 
Hallo Martin

Wenn Du den Sucher justierst, mußt Du Dir ein Objekt suchen, das mindestens 500m entfernt ist. Sonst können Abweichungen zwischen Sucher und deinem Blick durchs Okular entstehen. Wenn Du dann noch eine hohe Vergrößerung wählst, das heist: ein Okular mit kleiner Zahl, z.B 10mm, kann es sein das Du das Objekt nicht im Gesichtsfeld hast. Nehme ein Okular z.B ein 25mm und suche dein Objekt noch einmal. Dann natürlich erneut scharf stellen. Wie der Kollege vorher schon angesprochen hat.
Ich habe zum einstellen meines Sucher einen Funkmast in ca.1km Entfernung genommen und das Objekt ist genau beim Aufsuchen im Gesichtsfeld.

clear skies und schöne Weihnachten

Matthias
 
Hallo Matthias,

auf die Entfernung kommt es beim Justieren nicht an. Ich justiere meine Sucher auf meinem Balkon seit Jahren alle paar Beobachtungen an der Kante eines ca. 20 Meter entfernten Schornsteins und habe auch bei starken Vergrößerungen das astronomische Zielobjekt danach im Gesichtsfeld.

CS und VG Christian
 
Hallo Leute,

auf die Entfernung kommt es beim Justieren nicht an. Ich justiere meine Sucher auf meinem Balkon seit Jahren alle paar Beobachtungen an der Kante eines ca. 20 Meter entfernten Schornsteins und habe auch bei starken Vergrößerungen das astronomische Zielobjekt danach im Gesichtsfeld.

oh doch, es kommt wirklich auf die Entfernung an.
Je kleiner die Entfernung zum Justier-Zielpunkt ist desto größer
ist der Winkel zwischen der optischen Achse des Sucherfernrohres
und der optischen Achse des Haupt-Teleskopes.

Die optischen Achsen meines 200/1200mm Newtons und meines
8x50 Winkelsuchers sind 19cm voneinander entfernt.

Würde ich beide auf ein 20 Meter entferntes Ziel justieren
dann würden die Achsen um 0,544° voneinander abweichen.
Das ist immerhin etwas mehr als ein halber Vollmonddurchmesser
und das kann einen Einsteiger arg verwirren.

Mein Rat:
Den Sucher an einem etwas entfernteren terrestrischen Objekt
ausrichten so daß die Abweichng deutlich kleiner ausfällt
und dann am Himmel ganz genau ausrichten.

Ich mag es icht wenn ich ein neues Objekt im Sucher habe
und dann im Huptrohr erstmal mit der Vergrößerung herunter
muß damit das Gesichtsfeld groß genug ist um das Objekt
dann da drin zu haben.
Wenn das Objekt im Fadenkreuz des Suchers ist dann sollte es
auch noch bei 240x mittig im Gesichtsfeld des Okulares sein.
So fällt das Aufsuchen kurz und die Beobachtung lang aus.

Am Himmel kann man Polaris sehr gut zu einstellen verwenden,
weil Polaris aufgrund seiner Nähe zur Polachse nicht wegläuft.

Außerdem eignet sich Polaris gut zur Beurteilung des Seeings.

MfG,Karsten
 
Hallo Martin

Viel Spaß und Erfolg beim Sucher einstellen.

Es ist noch nie ein Meister von Himmel gefallen, denke!
auch du wirst viele Dinge mit deinem Teleskop in den weiten des Weltalls sehen.

Manfred
 
Hallo Karsten,

Zitat von KaStern:
Würde ich beide auf ein 20 Meter entferntes Ziel justieren
dann würden die Achsen um 0,544° voneinander abweichen.
Das ist immerhin etwas mehr als ein halber Vollmonddurchmesser und das kann einen Einsteiger arg verwirren...

prinzipiell gebe ich dir Recht, das bemerke ich auch. Deshalb zentriere ich nach der Grobjustage die Schornsteinkante, die in etwa deine beschriebene Abweichung zeigt, bei mittlerer bis hoher Vergrößerung im Okular und justiere den Sucher nach, bis die Mittelpunkte beider Gesichtsfelder übereinstimmen.

Ich weiss, die Methode klingt für den Feldbeobachter, der weit entfernte Objekte einstellen kann, wie ein Umweg oder doppelt gemobbelt. Als Beobachter, der nur den Balkon zum Beobachten zur Verfügung hat (mangels Fahrzeug kann ich mein Geraffel nur maximal auf die Wiese hinterm Haus transportieren, wenn überhaupt), würde eine Justage an hunderte Meter entfernten Objekten für mich persönlich keinen Sinn machen:

Einerseits erreiche ich in meiner Wohnnähe kein so weit entferntes Objekt. Selbst wenn: Wenn ich es draußen justiere, und ich das Gerät zurück die Treppen hoch zum Balkon bringe, ist die exakte Sucherjustage eh wieder dahin. Da spreche ich aus Erfahrung aus früheren Urlaubsreisen, als ich noch ein Fahrzeug zur Verfügung hatte.

CS und VG Christian
 
Ich konnte mich auch an den Beiträgen bereichern :D

L.G und cs

Paul

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152/1200 Meade Messier Refraktor auf Lxd 75 GoTo
 
Auf eine Schornsteinkante justieren, als Grobjustage gut und schön. Aber wenn man es wirklich richtig machen will, dann justiert man danach in der Dunkelheit auf einen hellen Stern mit einem kurzbrennweitigen Okular. Wenn der Stern mittig im Okular und im Telradkreis erscheint, dann steht schnellem, effizientem Auffinden nix mehr im Wege :biggrin:
 
Hi, danke erstmal für die Antworten!
HEUTE hatte sich endlich mal für einen kurzen Zeitraum die Wolkendecke aufgelöst und ich bin schnell mit meinem 8" rausgerannt und wollte alles testen was ihr mir gesagt habt! Nach ca. 20 min hin und her hab ichs dann geschafft. Ich konnte den Mond sehen und jupiter mit seinen Monden, es war ein unbeschreibliches Gefühl !
Ich weiss jetzt auch warum ich vorher alles unscharf bzw. nur die Fangspiegelstreben vorn gesehen habe durch das Teleskop, es war noch eine Verlängerungseinheit die ich vorn zwischen Okular und Tubus schraubeun konnte dabei, diese hab ich weggelassen und siehe da, ich habe eben Jupiter und den Mond super scharf im Bild gehabt.
Ich vermute jetzt das diese Verlängerung für DS Objekte von nutzen sein könnten die ich mir (ich kann es kaum erwarten) ansehen werde, sobald ich mal gutes seeing habe !

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,

ich habe mit meinem GSO Dobson 200/1200 auch das Problem mit der Verlängerung. Ich löse es meist so, dass ich das 2" Übersichtsokular etwas herausschauen lasse und dann fixiere. Die übrigen 1,25"-Okulare lassen sich auch so scharf stellen. Wenn Du Jupiter scharf sehen kannst, sollte es auch für Deep-Sky-Objekte passen.

Viele Grüße und klare Nächte,

Frank
 
Hallo Martin,

wenn Du Jupiter OHNE die Verlängerungshülse scharf siehst, dann auch alle anderen Objekte. Verlängerungshülsen sind eigentlich nur bei Teleskopen erforderlich, die auf Fotografie optimiert sind. Dann benötigt man für die visuelle Nutzung die Verlängerung.

Dies ist bei einem Dobson aber normalerweise nicht der Fall.

Gruß und hoffentlich bald mal klaren Himmel (und weniger Wind) wünscht Günther.
 
Hallo Martin

Es freut mich das es jetzt funktioniert. Als kleines Danke für unsere Hilfe: Schick doch mal einen Wunsch nach oben, wenn Du wieder einmal Wolkenlücken hast. Wir könnten alle mal klaren Himmel gebrauchen. :D

claer skies und guten Rutsch

Matthias
 
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