Ich sehe weniger als andere mit gleichem Teleskop

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girugh

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Moin,
mir ist in letzter Zeit schon häufiger aufgefallen, dass ich irgendwie zu wenig sehe...:
Ich habe ein Omegon 114/900 Newton-Spiegelteleskop.

So sieht mein Problem aus: Ich habe schon häufiger nach dem Orion-Nebel gesucht, ihn ja auch gefunden. Allerdings habe ich ihn erst als Nebel gesehen, nachdem ich gewusst habe, dass er da auch ist. Wenn ich mein Teleskop auf den Ausrichte sehe ich in erster Linie nur Sterne...wenn man gaaaanz genau hinsieht kann man mit viel Fantasie auch nen nebel erkennen.
Ich habe mir auch die Andromeda ansehen wollen - man sieht als extrem dunklen Schatten das Zentrum dieser Galaxie.
Ich habe mir auch mal Sternhaufen angesehen - ich sehe da kaum was von.

Dann bin ich mal raus aufs Land gefahren und habe geschaut, bei fast 0 Lichtverschmutzung. Das Ergebnis: Exakt gleich. Man sieht genaugenommen garnichts. Da ich mich schon etwas gewundert habe, habe ich mal nen ganz einfachen test gemacht: mir als Beispiel den Stern Meissa ins Visier genommen. Helligkeit laut Stellarium: 3,5mag. Mit bloßen Auge war er sehr deutlich sichtbar, auch die 2 Nachbarsterne waren ohne weiteres zu sehen. Im Teleskop jedoch habe ich ihn gesehen - von den nachbarsternen habe ich nur was gesehen, wenn ich sehr genau hingesehen habe. Andromeda konnte man auch mit bloßen Auge sehen - im Teleskop ja wiegesagt nicht.

Ich habe auch nachgeschaut wie das mit der Justage aussieht --> alles in Ordnung.


Wisst ihr vielleicht, woran das ganze liegen kann? Ich verstehe es nicht...
 
Servus.

Wie hoch vergrößertst du überhaupt? Welche Okularbrennweite setzt du ein?

Entweder vergrößerst du viel zu hoch, oder dein Teleskop und der Sucher stimmt nicht überein. Oder hier läuft grundsätzlich etwas falsch...

Beginne mit der niedrigsten Vergrößerung, nimm das Okular mit der längsten Brennweite, oder beschreibe deine bisherige Vorgehensweise.

Gruß
*entfernt*
 
Moin Dennis!

Bitte verrate uns doch mal die Vergrößerung, mit der Du beobachtet hast. Welches Okular, Typ, Brennweite?
War der Tubusdeckel komplett ab? ***
Warst Du mit den Augen ausreichend an die Dunkelheit angepaßt - mind. eine halbe Stunde?
Waren die Objekte weit vom Horizont entfernt oder steckten sie bei Mondlicht im Horizontdunst?

*** Kein Witz: Vor Jahren habe ich zwei Tchibo-Newton-Besitzer zur Erleuchtung verholfen, die nur den inneren Tubusdeckel abgenommen hatten und so natürlich nichts sahen. Tja, Shit happens! ;)
 
Hallo Dennis,

Könnte an der Austrittspupille liegen. Schwache ausgedehnte Deepskyobjekte sollten mit einer grossen Austrittspupille von etwa 5-7mm beobachtet werden. Das wäre also beim 114/900 ein 42mm Okular oder noch langbrennweitiger (Problem: wahrscheinlich kein 2"OAZ vorhanden). Die Öffnung ist für Deepskybeobachtunen ausserdem schon sehr klein.
 
Moin Markus!

Ich bitte Dich: Für den Orionnebel brauchst Du mit einem 114er Newton weder 7 mm AP noch ein 2"-Okular! :niemals:
 
Servus nightrider.

Verunsicher mal bitte girugh nicht. Mit einem 114/900 kann man so einiges beobaachten und eine große AP und zwei Zoll benötigt man für den Orionnebel schon gleich gar nicht.

Quelle:
Eigene Erfahrung aus hunderten Objekten mit 114/900.

Gruß
*entfernt*

 
Klar sieht man den Orionnebel auch so, sogar mit blossem Auge kann man ihn ja sehen. Halt das langbrennweitigste Okular einstecken war gemeint. Auch Details solltest du klar erkennen können, vielleicht stimmt ja die Justage nicht so ganz.
 
Zitat von girugh:
Moin,
mir ist in So sieht mein Problem aus: Ich habe schon häufiger ...gesucht, ...auch gefunden. Allerdings habe ich ihn erst als Nebel gesehen, nachdem ich gewusst habe, dass er da auch ist. Wenn ich mein Teleskop auf den Ausrichte sehe ich in erster Linie nur Sterne...wenn man gaaaanz genau hinsieht kann man mit viel Fantasie auch nen nebel erkennen.

also ich meine, das ist ganz normal. Ist jetzt nicht klar, welche Okulare Du genommen hast und welche Transparenz und Seeing vorhanden war und wie Deine Dunkeladaption aussah, aber für den Anfang sieht man nicht viel.

Das kommt mit der Übung. Schauen, schauen, schauen..und tatsächlich wissen was man dort sehen sollte. Aber vorsicht!: manchmal interpretiert man auch Dinge, die nicht da sind (Stichwort Marskanäle ;-))

Ab und zu hilft ein kleineres Teleskop oder ein Fernglas um neues sichtbar zu machen. Oder versuchs mal mit Augenklappern (mach ich manchmal), dadurch fixieren sich Sternbilder bei mir besser ;-) (echt ;-)) oder indirektes Sehen (auf jeden Fall!);

manchmal hilft auch das Rotlicht der Leselampe um mehr im Okular zu sehen. Liegt vielleicht an meinem steigenden Alter, aber ich erlebe immer mehr lustige Effekte mit der Sehfähigkeit in der Nacht...
 
Moin,
mein weitestes Okular ist K25mm. Mit dem beobachte ich dort. Den Deckel hatte ich komplett abgenommen ^^

Und...was ist Austrittspupille, was is 2" OAZ, was ist dunkeladaptation?^^

Achso: Seeing war seehr gut, die Sterne (auch in Horizontnähe) haben so gut wie garnich gefunkelt, die Sterne bei hoher Vergrößerung waren ganz "ruhig" usw...
Es war am Donnerstag --> Neumond. Und draußen war ich etwa 3 Stunden. Als Licht habe ich eine sehr schwache Rotlichtlampe verwendet.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vergiss mal die Austrittspupille wollt dich jetzt echt nicht verwirren. Mit dem K25 gehts auf jeden Fall!

Versuch mal herrauszufinden ob die Justage bei deinem Teleskop stimmt. Die Dunkeladaption ist das Gewöhnen der Augen an die Dunkelheit, dauert in der Dunkelheit so ca. eine halbe Stunde dann sieht man etwas besser. (deshalb Rotlicht verwenden)
 
Hallo Dennis!

Du nennst den Thread "Ich sehe weniger als andere mit gleichem Teleskop"

Haben denn "andere" schon mal durch **dein** Teleskop geschaut?

Also nach allem was du hier so beschreibst liegt irgendein
grundlegender technischer Fehler vor, denn nachtblind
oder irgendsowas bist du ja offenbar nicht.

Schau mal ins Teleskop ob der Spiegel blind ist
oder sonst irgendwelche Hindernisse im Strahlengang sind,
und prüf bei Tageslicht ob der Sucher richtig
ausgerichtet ist, z.B. an einem entfernten Baum oder so.

Und dann wie die anderen sagen, mit niedrigster Vergrösserung,
d.h. längste Okularbrennweite anfangen. Probier auch
mal den Mond, ob er dunkler ist als mit blossem Auge... ?)

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
öhm, ...sicher das Du auch das Objekt wirklich im Okular hast? Finder verstellt? oder "Knick" in der Optik?
 
Moin,
Ja, andere haben schon durchgeschaut. Ich habe auch schon durch ein anderes baugleiches Teleskop gesehen und weitaus mehr gesehen.
Der Mond ist meistens so hell, dass ich ihn mir nicht lange ansehen kann, weil es echt zu hell ist. Desshalb nehme ich da grundsätzlich nen Mondfilter.
Irgendwelche Hinternisse sind auch nich da, der Spiegel ist auch nicht blind.
Und wiegesagt, justiert ist alles 1A...

Und einen Knick in der Optik habe ich nicht. Ich habe erst den Finder ganz grob an einem anderthalb Kilometer entfernten Funkmast ausgerichtet und dann das Feine beim Polarstern gemacht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, Dennis

ich vermute im Gegensatz zu den meisten anderen, dass es nicht an der Optik liegt, sondern an den falschen Objekten. Auch ich habe, als ich das erste Mal den Andromedanebel im Fernrohr gesehen habe ein 114/900 Newton Teleskop verwendet und ich war damals als Anfänger total enttäuscht. So ein berühmter"Nebel" und so gut wie nichts zu sehen. Das ist eben so. Versuche stattdessen mal eher den Ringnebel in der Leier( ich weiss ist eher ein Sommerobjekt und nicht gerade jetzt aktuell), aber den wirst du erstaunlich gut sehen mit dem Gerät.
Auch der Orionnebel ist mit so einem Winzgerät eher zum vergessen. Aber für Mond und Planeten ist die Optik sehr viel besser geeignet und macht wesentlich mehr Spass.

CS Mike
 
Hi Dennis,

Sei mir nicht böse aber wenn du in einem baugleichen Teleskop mehr siehst als in deinem eigenen, was sagt dir das? Da muss irgend ein Fehler sein, höchstwahrscheinlich bei der Justage oder aber das Gerät ist ne absolute Gurke! Auch die Okulare sind entscheident für die Bildgebung. Sind das etwa die Dinger mit den Plastiklinsen?

@Mike: Wir reden vom Orionnebel, der sollte aber doch zu sehen sein. Warum noch schwächere Objekte anschauen wenn er schon den hellsten Nebel nicht sieht?
 
Hi nightrider,

ja natürlich gibt der Orionnebel wesentlich mehr her als der Andromedanebel,ABER gemessen am Bekanntheitsgrad( Andromedanebel kennt eigentlich jeder und vom Orionnebel haben auch viele schon gehört die ihn noch nicht gesehen haben) sind das im kleinen Fernrohr für einen Anfänger doch enttäuschende Objekte. Jedenfalls war das bei mir damals so, und auch der Grund dafür, dass ich für eine lange Zeit einen großen Bogen um Deep Sky machte und mich voll und ganz auf die Planeten und den Mond konzentrierte. Erst mit größeren Öffnungen fand ich dann wieder gefallen an Deep Sky.

CS Mike
 
Hi Mike,

Bin ja sowieso ganz deiner Ansicht, Deepsky gibts für mich auch nur mehr mit einem riesigen Lichteimer (wie zb. deinen 24 Zöller ;-) deshalb mach ich da grad auch nen Bogen rum. Leider hab ich für so ein Monster nämlich noch keinen geeigneten Platz zum aufstellen.(aber is ja Off Topic)

Trotzdem find ich das der Orionnebel noch von allen Deepskynebelobjekten das größte Potential hat Anfänger mit übersteigerter Erwartungshaltung und kleinen Teleskopen nicht gleich völlig zu enttäuschen. Er ist groß, also leicht zu finden, relativ hell und man kann bereits mit kleinen Öffnungen etliche Details erkennen. Wenn einen das schon nicht minimal begeistert kann man von den anderen Objekten m.E. ja nur maßlos enttäuscht sein.
 
Moin Mike!

> gemessen am Bekanntheitsgrad ( ... ) sind das im kleinen Fernrohr für einen Anfänger doch enttäuschende Objekte.

Naja, es kommt drauf an. Der Orionnebel ist u.U. in dunkler Nacht schon im 70-mm-Refraktor schon sehr sehenswert. Aber ich glaube, in der Richtung liegt der Hund in diesem speziellen Fall nicht begraben. Irgendwas scheint durchweg alle möglichen Objekte abzudunkeln. Wenn das Teleskop die volle Öffnung hat, nichts im Strahengang sitzt, der Himmel ansonsten okay und der Beobachter dunkeladaptiertist, dann kann's nur am Okular oder dem Spiegel selbst liegen. So sehe ich das. Leider ist m.M. mit weiterer Ferndiagnose wenig zu machen. Da hilft nur, mal eine zweite, möglichst identische Optik danebenzustellen und dann vor Ort zu sehen, woran's liegt.
Auf die Weise habe ich vor Jahren mal einen miesen GSO-Spiegel entlarvt. Vor Überraschungen ist man nie sicher.
 
Zitat von girugh:
[...]
Der Mond ist meistens so hell, dass ich ihn mir nicht lange ansehen kann, weil es echt zu hell ist. Desshalb nehme ich da grundsätzlich nen Mondfilter.
[...]

Ich traue mich nur zu fragen, weil ich selbst schon was ähnliches geschafft habe: Der Mondfilter war nicht am Okular als Du versucht hast den Orion-Nebel zu beobachten? Ganz sicher nicht?
 
Moin,
die Linsen sind nich aus Plastik...und der Mondfilter war definitiv ab ^^

Viele Grüße,
Dennis
 
Hallo Dennis,

vieles ist hier schon gesagt worden. Ich denke eine Ferndiagnose ist immer etwas schwierig. Vielleicht nimmst du dein Teleskop einfach mal auf eines der vielen Teleskoptreffen mit. Dort gibt es viele Leute mit sehr viel Erfahrung. Man hat dort auch die Möglichkeit, viele Teleskope direkt vor Ort zu vergleichen.
Bestimmt kann dir dort jemand wertvolle Tips geben.

Oder nimm, falls nicht schon geschehen, Kontakt zu einer Volkssternwarte o.ä. in deiner Nähe auf. Auch dort können dir sicherlich erfahrene Beobachter eine verlässliche Diagnose zum Fernrohr geben.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dennis,

wenn der Spiegel nicht blind ist, kein Tau/Eis auf dem Fangspiegel, der Mondfilter vom Okular abgeschraubt ist, bleiben eigentlich nur noch die verwendeten Okulare selber übrig.

bitte nimm mal alle Deine Okulare und teste sie am Tag gegen den Himmel, ob da eines dabei ist, welches ein deutlich dunkleres Bild vom Himmel als die anderen ergibt. Eventuell hast da ne "Gurke". Es könnte Dreck, Pilz oder Wasserdampf zwischen den Okularlinsen sitzen...

Weitere Fehlerquelle wäre, daß aus Versehen ein Filter (Graufilter, Polfilter, UHC, OIII, H-Alpha, Infrarotdurchlaßfilter...) teleskopseitig am Okular draufgeschraubt ist.

CS
Fee
 
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