andre_christian
Aktives Mitglied
Hallo allerseits !
Zur Zeit ist das Wetter im Süden der Republik sehr schön und so wollte ich nach längerer „Okular-Abstinenz“ wieder mal nach dem rechten sehen, zumal der Mond im Moment auch noch keine „dicken Backen“ hat....
Ort: Nähe Holzkirchen
Zeit: 7.2.11; 20.00 – 22.30 Uhr
fst: 6,2 mag (Zwillingen)
Gerät: 8' Dobson / f6
Vor Ort angekommen präsentiert sich der Orion genau im Süden, zum warmschauen also erstmal M 42/M43 aber dieses Highlight zu beschreiben hieße Eulen nach Athen tragen, nein mein heutiges Jagdgebiet liegt praktisch im Dachgeschoss des Orion.
Collinder 69 (OC) Ori
3 dominante Sterne (lambda, phi-1;phi-2) in N-S Richtung ausgerichtet, fallen schon mit unbewaffneten Auge auf. Bei 30x Vergrößerung erkennt man in dem sonst losen Verband weitere 10 Mitglieder, welche aber lichtschwächer sind.Etwa in der Mitte des Haufens hat ein Stern 3 Nachbarn die sich kettenförmig in westlicher Richtung erstrecken. Die Gesamtzahl dieses Haufens würde ich auf rd. 30 Mitglieder schätzen.
Mit dem Suchokular wedel ich zwischen Betelgeuse und lamda Orionis hin und her, bis ich auf einen „Stern“ stoße, der sich nicht so recht scharf stellen lässt. Bei 240x bin ich mir sicher
NGC 2022 (PN) Ori im Okular zu haben.Mit indirektem Sehen lässt sich in guten Momenten eine Scheibe ausmachen. Meistens bleibt jedoch der Eindruck eines diffusen „Klecks“ ohne weitere Details. Auch der Einsatz von O-III und UHC-Filter kann den puristischen Eindruck nicht toppen.
Das nächste Objekt muss ich per Starhopping erreichen, zugegeben eine Disziplin in der ich nicht besonders tauge. Mit heiß gelaufenen Halswirbel pendelt mein Blick zwischen Kartenausdruck und Okular. Es geht von 24-Orion (Bellatrix)in NO-Richtung zum
Dolidze 21 (OC) Ori . Bei 24x erkennt man eine Kette aus 9 Sternen der 5ten Größe die sehr locker verteilt sind. Als Haufen zu erkennen da die Umgebung relativ sternleer ist, außerdem ordnen sich die Sterne schneckenförmig an (Anblick im Okular) und bilden dabei eine Form, die an die Zahl 6 erinnert.Weitere Auffälligkeiten wie Sternketten oder Nebel sind Fehlanzeige !
Der aufkommende Wind lässt mein Auge tränen und außerdem ist mir kühl. Also erstmal ins Auto flüchten und die weitere Marschroute bestimmen...
Wenig später bestimme ich die visuelle Grenzgröße in den Zwillingen. Umso überraschter stelle ich fest, dass ich heute von einem 6,2 mag Himmel verwöhnt werde. Tatsächlich sind im Süden ab 30° Höhe bis zum Zenit sehr viel schwache Sterne mit bloßem Auge erkennbar, ähnlich einem sommersprossigem Gesicht, dies erleichtert mir das Auffinden des nächsten Objekts
Von 61-Orion (mü) peile ich mit 30x Vergrößerung nach Norden bis
NGC 2169 (OC) Ori förmlich hier! schreit. Der Haufen hat zwar < 25 Sterne fällt aber schon dadurch auf, daß er die Ziffer „37“ darstellt, welche sich im Okular zwar auf dem Kopf darstellt, aber die Erkennung bereit keine Probleme. Die 3 wird von rd. 12 Sternen gebildet von denen gut die Hälfte heller ist.In der NW-Ecke befindet sich ein enges Paar, deren Trennung bei 240x mühelos gelingt. Die 7 wird von (nur) 6 Sternen gebildet, wobei 4 davon in der Helligkeit überwiegen
Insgesamt ein echter Hingucker !!
Da die Lottozahlen soweit erledigt sind, peile ich von 70 Ori aus in SO Richtung zu
NGC 2194 (OC) Ori
Im Sucher stolpert man über diesen unscheinbaren Haufen, weil ein Teil konzentriert ist und damit vor dem Hintergrund auffällt. Bei 150x präsentiert sich ein doch „reicher“ Haufen von Sternen geringer Helligkeit (geschätzte 12 mag). Vom Zentrum aus fällt eine Sternkette auf, die in S-Richtung verläuft.Insgesamt sind die helleren Komponenten in der SW-; bzw. NO-Ecke zu finden
Gern hätte ich noch länger geschaut, aber die Kälte krabbelt an den Füßen hoch( beim nächsten Mal noch mehr warme Klamotten und noch ein paar Socken, bis man ausschaut wie das Michelin-Männchen) Zufrieden packe ich ein und freue mich auf das nächste Mal
CS
Andi
Zur Zeit ist das Wetter im Süden der Republik sehr schön und so wollte ich nach längerer „Okular-Abstinenz“ wieder mal nach dem rechten sehen, zumal der Mond im Moment auch noch keine „dicken Backen“ hat....
Ort: Nähe Holzkirchen
Zeit: 7.2.11; 20.00 – 22.30 Uhr
fst: 6,2 mag (Zwillingen)
Gerät: 8' Dobson / f6
Vor Ort angekommen präsentiert sich der Orion genau im Süden, zum warmschauen also erstmal M 42/M43 aber dieses Highlight zu beschreiben hieße Eulen nach Athen tragen, nein mein heutiges Jagdgebiet liegt praktisch im Dachgeschoss des Orion.
Collinder 69 (OC) Ori
3 dominante Sterne (lambda, phi-1;phi-2) in N-S Richtung ausgerichtet, fallen schon mit unbewaffneten Auge auf. Bei 30x Vergrößerung erkennt man in dem sonst losen Verband weitere 10 Mitglieder, welche aber lichtschwächer sind.Etwa in der Mitte des Haufens hat ein Stern 3 Nachbarn die sich kettenförmig in westlicher Richtung erstrecken. Die Gesamtzahl dieses Haufens würde ich auf rd. 30 Mitglieder schätzen.
Mit dem Suchokular wedel ich zwischen Betelgeuse und lamda Orionis hin und her, bis ich auf einen „Stern“ stoße, der sich nicht so recht scharf stellen lässt. Bei 240x bin ich mir sicher
NGC 2022 (PN) Ori im Okular zu haben.Mit indirektem Sehen lässt sich in guten Momenten eine Scheibe ausmachen. Meistens bleibt jedoch der Eindruck eines diffusen „Klecks“ ohne weitere Details. Auch der Einsatz von O-III und UHC-Filter kann den puristischen Eindruck nicht toppen.
Das nächste Objekt muss ich per Starhopping erreichen, zugegeben eine Disziplin in der ich nicht besonders tauge. Mit heiß gelaufenen Halswirbel pendelt mein Blick zwischen Kartenausdruck und Okular. Es geht von 24-Orion (Bellatrix)in NO-Richtung zum
Dolidze 21 (OC) Ori . Bei 24x erkennt man eine Kette aus 9 Sternen der 5ten Größe die sehr locker verteilt sind. Als Haufen zu erkennen da die Umgebung relativ sternleer ist, außerdem ordnen sich die Sterne schneckenförmig an (Anblick im Okular) und bilden dabei eine Form, die an die Zahl 6 erinnert.Weitere Auffälligkeiten wie Sternketten oder Nebel sind Fehlanzeige !
Der aufkommende Wind lässt mein Auge tränen und außerdem ist mir kühl. Also erstmal ins Auto flüchten und die weitere Marschroute bestimmen...
Wenig später bestimme ich die visuelle Grenzgröße in den Zwillingen. Umso überraschter stelle ich fest, dass ich heute von einem 6,2 mag Himmel verwöhnt werde. Tatsächlich sind im Süden ab 30° Höhe bis zum Zenit sehr viel schwache Sterne mit bloßem Auge erkennbar, ähnlich einem sommersprossigem Gesicht, dies erleichtert mir das Auffinden des nächsten Objekts
Von 61-Orion (mü) peile ich mit 30x Vergrößerung nach Norden bis
NGC 2169 (OC) Ori förmlich hier! schreit. Der Haufen hat zwar < 25 Sterne fällt aber schon dadurch auf, daß er die Ziffer „37“ darstellt, welche sich im Okular zwar auf dem Kopf darstellt, aber die Erkennung bereit keine Probleme. Die 3 wird von rd. 12 Sternen gebildet von denen gut die Hälfte heller ist.In der NW-Ecke befindet sich ein enges Paar, deren Trennung bei 240x mühelos gelingt. Die 7 wird von (nur) 6 Sternen gebildet, wobei 4 davon in der Helligkeit überwiegen
Insgesamt ein echter Hingucker !!
Da die Lottozahlen soweit erledigt sind, peile ich von 70 Ori aus in SO Richtung zu
NGC 2194 (OC) Ori
Im Sucher stolpert man über diesen unscheinbaren Haufen, weil ein Teil konzentriert ist und damit vor dem Hintergrund auffällt. Bei 150x präsentiert sich ein doch „reicher“ Haufen von Sternen geringer Helligkeit (geschätzte 12 mag). Vom Zentrum aus fällt eine Sternkette auf, die in S-Richtung verläuft.Insgesamt sind die helleren Komponenten in der SW-; bzw. NO-Ecke zu finden
Gern hätte ich noch länger geschaut, aber die Kälte krabbelt an den Füßen hoch( beim nächsten Mal noch mehr warme Klamotten und noch ein paar Socken, bis man ausschaut wie das Michelin-Männchen) Zufrieden packe ich ein und freue mich auf das nächste Mal
CS
Andi