Im weitesten Sinne Ausrüstung "kleiner Wohnwagen"

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Skipper_H

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

angeregt von Frank Sackenheim, in seiner Vorstellung der ASIAIR: ZWOASI AIR Plus - Unboxing und First Light mit der ZWO2400MC , ZWO AM5, ZWO EAF und Tak Epsilon

In der er von Köln an eine viel befahrene Bundesstrasse gefahren ist um einen halbwegs dunklen Himmel zu haben, ja am Rande der Eifel. Stundenlang Im unbequemen kalten Auto zu sitzen und zu überlegen wie sich der geneigte Astrofreund eine Dose Ravioli im Kofferraum warm macht, kam mir mal wieder die Idee auch mal wieder ins dunkle zu fahren. Nur habe ich keine Lust im kalten Auto zu sitzen und mir eine Dose Ravioli im Kofferraum warm zu machen. Da wäre doch ein kleiner Wohnwagen mit funktionierender Heizung ein gutes Habitat insbesondere im Winter. Entspannt an den Aufnahmeort fahren, Hubstützen des Wohnwagens auskurbeln, Ausrüstung aufstellen, zwischenzeitlich bis zur astronomischen Dunkelheit, Pasta mit Filetspitzen zubereiten und schon mal den Vino Tinto atmen lassen. Anschließend das Polaralignment durchführen 2-5min mit der ASIAIR und gemütlich im warmen aufs IPad starren und Pasta nebst Vino Tinto geniesen. Während das Gear gemütlich knippst ein kleines Nickerchen machen und hin und wieder nach dem Rechten schauen. Am morgen eine kleine Dusche da nach Kaffee, Rührei, mit Speck, Toast und Bohnen! Alles wieder einpacken und zurück nach Hause!

Ja ich spreche hier von "Wildcampen" eigentlich in Deutschland verboten, da nicht ausdrücklich erlaubt!

Leider habe ich südlich vom Frankfurter Flughafen alles andere als einen dunklen Himmel!

Macht es wer ähnlich, harrt Ihr im Auto aus, baut Ihr ein Zelt auf, was auch immer? Was sind Eure Erfahrungen mit dem astronomischen "Wildcampen"?

Ich fand keine andere Rubrik, sehe aber einen kleinen Wohnwagen/Wohnmobil im weitesten Sinne als "Ausrüstung"!

Bin gespannt auf Eure Kommentare!

CS
Alex
 
Dieses Szenario ist für mich(!) ein Horror... Wenn ich auf dem Acker bin und die Kamera läuft, sitze ich dick eingepackt auf dem Campingstuhl mit meinem alten Dekaris und dem Karkoschka (und ggf Thermoskanne) bewaffnet und schweife durch die Sterne, oder schaue mit bloßem Auge nach oben und hänge Gedanken nach und genieße die meist präsente Stille (gut - bei Teleskoptreffen fällt meist dieser Punkt weg).
Ich ärgere mich immer, wenn ich von daheim (Großstadt) aus dem Hobby frönen möchte/muss - ob meines kleinen Wackel-Balkons geht entweder nur Fotografieren, oder nur Beobachten. Da wird dann meist nach der Fotosession der Okularkoffer geholt und es wird bis in die Morgenstunden noch visuell beobachtet.

viele Grüße - Ronald
 
Im Winter, ggf. bei Minusgraden auf dem Acker, darf es aber keinesfalls passieren, dass man - eine gewisse Grundmüdigkeit ignorierend - unbeabsichtigt im Campingstuhl einschläft, nachdem man etwa noch eine kleine per Campingkocher erwärmte Mahlzeit zu sich genommen hat, dann kann solch ein nächtlicher Ausflug trotz warmer Kleidung schnell der letzte gewesen sein...

CS
Stefan
 
Hallo Zusammen,

da gibt es ja noch die Harten! Nachdem ich mir Jahrelang kalte klare Winternächte bei der Bundeswehr um die Ohren geschlagen habe, wobei ich zugegebenermaßen wenig an Astrofotografie dachte! Brauche ich das heute nicht mehr!

Im Übrigen hat Stefan nicht ganz unrecht was das erfrieren anbelangt!

Ich hatte da mal so einen lustigen 6-Wöchigen Lehrgang Im Januar/Februar im Sauwaldhof bei Altenstadt/Steingaden, falls das jemanden was sagt. Ist inzwischen 30 Jahre her, den Lehrgang werde ich sicher nicht vergessen!

Heute brauche ich das nicht mehr, ich käme auch nicht mehr auf die Idee mich mit einem Klappstuhl auf den Acker zu setzen. Den Sternenhimmel im Liegen schaue ich mir dann visuell doch lieber in wärmeren Gefilden an! Mir käme es darauf an gerade im Winter die klaren Nächte fotografisch auszunutzen bei einem Mindestmaß an Komfort! Dennoch Respekt an alle die sich das ohne Komfort antun!

CS
Alex
 
Im Winter, ggf. bei Minusgraden auf dem Acker, darf es aber keinesfalls passieren, dass man - eine gewisse Grundmüdigkeit ignorierend - unbeabsichtigt im Campingstuhl einschläft, nachdem man etwa noch eine kleine per Campingkocher erwärmte Mahlzeit zu sich genommen hat, dann kann solch ein nächtlicher Ausflug trotz warmer Kleidung schnell der letzte gewesen sein...

CS
Stefan
Hallo Stefan,

Das ist - mit Verlaub - Unfug. Ich mache seit 30 Jahren Wintertouren in Skandinavien und habe schon oft bei starken Minustemperaturen draußen geschlafen. Daß man im Schlaf in warmer Winterkleidung erfriert ist nur bei totaler körperlicher Erschöpfung und längerer Zeit ohne Nahrungsaufnahme und ohne Flüssigkeitszufuhr denkbar. Oder man ist sternhagelvoll oder hat Drogen genommen.

Hier bin ich mit meiner Tochter in einer Schneehöhle bei -20° C in Norwegen. War in diesem Fall aber in der Nähe unserer Hütte.

CS,


Günther

1697312446449.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

mit den richtigen Klamotten hast Du sicher Recht! Ich spreche da aus eigener Erfahrung, Spass macht es mir aber nicht mehr!

CS
Alex
 
Hallo Alex,

es ging mir hier nur darum zu klären, dass man im Schlaf normalerweise nicht erfriert.

Für eine Beobachtungsnacht sollte man es sich doch so gemütlich machen, wie es geht. Am besten wäre ein Bus oder ein Camper. Da es sich um ein Fahrzeug handelt, kann man es im Prinzip auf jedem Parkplatz oder auch an der Strasse abstellen. Für einen Wohnwagen trifft das nicht zu.

Hier eine gemütliche Variante mit Lavvuu und Ofen bei -16° C im Garten:

1697316842187.jpeg


CS Günther
 
Hallo Alex,

unser Hobby hat neben vielen schönen offenbar auch ein paar dunkle Seiten. Ich überlege seit einer halben Stunde, was schlimmer ist: eine Nacht draußen bei -20 ° verbringen oder eine Dose Ravioli essen. Bin noch unentschieden. An Beidem ist mein Bedarf lebenslang bereits hinreichend gedeckt.

Auf der Astro-Börse Bad Kreuznach hat Dany Herzberg vor zwei Wochen ihren Anhänger, den sie für den Transport ihres Dobsons und die Nachtruhe nutzt, vorgestellt. Das kann man sich aber auch auf YouTube (ab 2:25 min) ansehen.

CS Jens
 
Hallo Günther,

dem Widerspreche ich Dir ausdrücklich nicht! In meiner Zeit bei der BW war ich im Winter hinter dem Polarkreis auf einer Übung in Norwegen und hätte beinahe meine Nase verloren, kein Witz! Waren so -40°C über eine Woche im Freien, da merkst Du nicht wenn was abfriert erst wenn's auftaut!

Nichts desto Trotz hatte Stefan Recht, wenn's blöd läuft, wacht man nicht mehr auf! Mit der richtigen Ausrüstung Kleidung sicher alles kein Problem!

jetzt noch einmal volle Zustimmung zu Deinem Beitrag, so gemütlich wie es geht, dem habe ich nichts hinzu zu fügen!!!!! Unterschreibe ich sofort und genau darauf zielte mein Thread ab! Zelt mit Ofen oder Feuerstelle unter einem Fallschirm habe ich hinter mir im Winter, wenn auch ein paar Jahre her, 30 um genau zu sein!

Heute mag ich es gemütlicher, kleiner Camper/Wohnwagen mit ausreichend Komfort, Heizung, WC, Dusche, min. 3-Flammen Gasherd, Kompressorkühlschrank! Das ist jedoch meine persönliche Meinung! Klappstuhl mit Thermoskanne unter freiem Himmel ist nicht das meine!

Leider haben die Behörden zu unserem Hobby ein merkwürdiges Verhältnis, zum einen unterbinden sie nicht die Lichtverschmutzung in den Städten und zum anderen dürfen wir nicht so einfach in die Heide fahren um unserem Hobby mit adäquaten Bedingungen zu frönen!

CS
Alex
 
Hallo Alex,

ich bin einige Jahre im einem als mini Camper umgebauten VW Caddy unterwegs gewesen und habe damit 14 Länder bereist.
Ich stand außer auf Island eigentlich immer so irgendwo rum.
Hintergrund für den kauf und umbau war damals, das ich so besser Landschaftsfotografie machen kann.
In der nähe vom Spot übernachten um dann schnell vor Ort zu sein.
Ich war auch ein paar mal Astrotechnisch damit unterwegs, da aber immer nur mit kleinem Equipment.
Da war ich aber immer etwas von den Ergebnissen enttäuscht.
Letztes Jahr habe ich mich dann vergrößert und mir einen Bus gekauft und ausgebaut.
Damit war ich jetzt im August, eine Woche mal nur zur Astrofotografie, in den französischen Alpen unterwegs.
Man findend eigentlich überall einen Platz wo man sich hinstellen kann.
Man muss sich halt entsprechen verhalten und keinen Müll hinterlassen.
Das Internet ist voll von Ausbau Idee für Autos, einfach mal nach mini oder micro Camper suchen.
Was ich auch für eine schicke und einfache Lösung halte ist ein Dachzelt.
Die werden auch immer beliebter und kann man sich zum testen auch erst mal mieten.

Bisschen Inspiration ;)
Bild5.jpg


Camper-Van.jpg


Bild6.jpg


Grüße
Carsten
 
Zuletzt bearbeitet:
im winter bin ich gerne mit meinem 30 jahre alten t4 mit womo-vollausstattung am weg. wir haben hier auf 1300m gerne mal -10 bis -18 grad. da werden nicht nur die kabel steif, auch ich verliere trotz 4-6 schichten (2 paar socken in übergroßen boots) dann die wärme.
im womo transportiere ich die sachen kinderleicht, begebe mich aber nur manchmal zum aufwärmen in den bus. der ist nicht geheizt (bewusst!), hat aber gegenüber draußen doch einen leichten temperatur-vorteil.
wenn mit dem pkw unterwegs sitze ich dann gerne mal drinnen, weniger feuchte, weniger wind.
alles in allem geht nichts über die richtige bekleidung.
bez. übernachtung: wenn ich im t4 unterwegs bin und dann am berg schlafe, hatte ich bisher noch nie ein problem. was soll die polizei denn machen? ich campiere nicht, ich betreibe ein hobby. und wenn ich nach dem hobby in der früh viel zu müde zum heimfahren bin, ist es besser, sich schlafen zu legen. stichwort sekundenschlaf.
solange man nicht die gesamte campingausrüstung aufbaut und nur im bus sich aufwärmt oder am schluss schläft, sehe ich da kein problem.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben