immer wieder Anfänger

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Ollum

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Hallo liebe Community !!
Ich bin neu hier und stelle mich erstmal kurz vor:
ich bin Hendrik Husmann, 17 jahre alt und ausm emsland...so^^
ich habe astronomie als hobby für mich entdeckt und dank weihnachten hätte ich auch wohl geld für ein teleskop (ich habe zwar eins, allerdings ist das ziemlich billig verarbeitet, das stativ wackelt und es macht einfach keinen spaß damit)..
nun ist die frage, da ich eigentlich blutiger anfänger bin, was man denn für ein teleskop nehmen sollte, einen "refraktor" glaube ein "normales" teleskop für außenstehende, oder so ein newtonteleskop..doch ich weiß nicht welche vorteile welcher typ hat, könnt ihr mir dazu was sagen? und als budget hatte ich mir 200€ gesetzt, reicht das wohl aus? ich möchte nicht wieder durch etwas derart schlampig verarbeitetes von nem hobby abgelenkt werden! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />

frohe weihnachten, mfg Hendrik
 
Hallo Hendrik <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />,
Also mit ca. 200 € sollte schon etwas machbar sein, was Dir mehr Freunde macht als Dein Wackelteleskop.
Wie wäre es, wenn Du mal auf der Startseite schaust, ob es im Emsland einen Verein gibt oder sich
im Treffbpunktboard jemand aus Deiner Nähe oder gar eine Beobachtungsgruppe meldet.
Kontakt zu Gleichgesinnten, Mitbgeobachtungsgelegenheiten und persönliche Gespräche helfen sehr, das
richtige eigene Teleskop zu finden.
Zwischenzeitlich sieh Dich mal auf der HP der deepsky-brothers und auf den Einsteigerseiten
von Sven Wienstein um. Da gibt es jede Menge Lesestoff und auch Basiswissen rund um Teleskope.
Es ist wichtig, dass Du ein klein wenig Grundwissen bekommst. Die dann auftauchenden Fragen
werden schon etwas konkreter und dann auch besser zu beantworten sein.
CS
*entfernt*
 
Hallo Ollum!

Das mit dem "normalen" Teleskop sollte man besser nicht die Glaubenskrieger beider Lager hören lassen.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> trotzdem hast Du Recht mit der Unterscheidung: Refraktor = Linsenteleskop = "bekannteres / klassisches" Konstruktionsprinzip; Reflektor = Spiegelteleskop. Der Newton ist eine bestimmte Unterart von Spiegelteleskop.

Wenn du noch wenig Wissen über die theoretischen und praktischen Aspekte der Astronomie hast, empfehle ich dir zwei Homepages mit sehr guten Einsteigerbereichen (alphabetisch geordnet):
http://www.deepsky-brothers.de
http://www.svenwienstein.de

Schau dir die Beiträge zu den Grundlagen der verschiedenen Optiktypen an, stöbere ein wenig in den Praxistips für Einsteiger und lies vor Allem die Pflichtlektüren bei Sven Wienstein über Teleskop-Werbungen & Sonnenbeobachtung!

Die wichtigste und schwierigste Aufgabe wird es für Dich sein, Deine Vorlieben in der Astronomie ausfinding zu machen und deine Ausrüstung dahingehend zu spezialisieren. Denn jedes Teleskop hat seine ganz eigenen Stärken und Schwächen und liefert nur an bestimmten Objektarten die besten Ergebnisse.
Hier hilft am besten Praxis: Versuche andere Sternfreunde in deiner Umgebung ausfindig zu machen, damit du möglichst an verschiedenen Teleskopen verschiedene Objekte beobachten kannst.

Andererseits mag es auch sein, daß du erst in alle Richtungen experimentieren willst, bevor du dich festlegst. Und bei dem recht begrenzten Budget wirst du auch noch keine großen Sprünge machen können. Insofern möchte ich mal die Behauptung aufstellen, daß ein kleiner "Allrounder" eine gute Sache wäre.

Was den Kauf betrifft: Jetzt, nachdem Weihnachten vorbei ist, wird Ebay in den nächsten Monaten von ungeliebten Geschenken überschwemmt werden; da sind dann auch immer eine Menge Teleskope dabei. Man KANN dort viel Geld sparen, wenn man an qualitativ einwandfreie Gebrauchtware herankommt. Das setzt allerdings Wissen & Geduld voraus, man kann sich da auch ziemliche Gurken einhandeln. Nicht zuletzt deshalb, weil viele Händler selbst keine Ahnung von der Materie haben. Ich verweise hier nochmal auf Svens Werbungstext!

BTW: Emsland - wo genau wohnst du? Klick mal in meiner Signatur unten auf den Link zu meinem Wohnort, vielleicht kannst du ja mal bei mir vorbeischauen für ein Gastgucken. Ich selbst besitze ein Newton-Spiegelteleskop. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Gruß & klaren Himmel,

Frédéric.

Edit:
*brummel brummel*
Da war Günther schon wieder schneller... aber ich habs schöner ausformuliert! Link zur Grafik: http://cheesebuerger.de/images/smilie/frech/a015.gif
 
Mein Vorschlag:

Mit einem klassischen 114/900 Newton auf einer nicht allzu wackligen Montierung würdest du nicht allzu viel falsch machen.
 
Hallo Du SCHWARZER Prinz, <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />
ich war müde und wollte in die Heia, hängen lasen konnte ich ihn aber auch nicht.
Da bietet man halt Lesestoff an und gut ist´s. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Dein Smilie ist übrigens saugut!!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />
Sowas zu importieren, da bin ich dann zu dumm zu. Was Computer angeht, bin ich eine Vollniete.
CS
*entfernt*
PS: Ein Newton ist keine Unterart, sondern die Urform der Spiegelteleskope.
 
also..ich habe mir beide seiten mal genau durchgelesen..wenn ich das jetzt richtig verstanden habe:
refraktor eignet sich gut zur planetenbeobachtung, weniger zur deepsky beobachtung weil weniger licht als bei reflektoren "durchgelassen" wird? und reflektoren besser zur deepsky beobachtung eben deshalb?

also wenn ich mir mal die ganzen verlockenden bilder auf den seiten angucke muss ich sagen, dass mich deepskyobjekte mehr interessieren als planeten(obwohl man die mit nem reflektor doch auch sehen müsste^^), weil die objekte nun mal zahlreicher sind...daher würde ich eher zu nem newton 114/900 tendieren, welches ja auch auch einer der seiten vorgeschlagen wurde. was ich noch nciht ganz so verstanden habe ist das mit den okularen: die 1" okulare sollen schlecht verarbeitet sein und verschlechtern damit das ganze ergebnis beim teleskop? und die 1,25" sind standard, es gibt sie in verschiedenen qualitäten? muss man denn beim teleskopkauf darauf achten, dass auch 1,25" okulare passen, ist das also sozusagen schon vorgegeben?
und lohnt es sich ganze teleskope beim onlinehändler zu bestellen? ein optiker in der stadt bei uns hat teleskope, habe dort aber nur refraktoren gesehen..

@ schwarzerprinz: ich wohne in papenburg..aber mitm fahrrad ist beelen etwas zu weit weg^^, trotzdem danke für das angebot!!
 
Bei Refraktoren ist es teurer, eine große Öffnung zu haben. Deshalb bekommt man für den gleichen Preis beim Reflektor eine größere Öffnung und damit mehr Lichtsammelvermögen, was im Deepsky vorteilhaft ist.
Ob ein Reflektor ein Deepsky- oder Planetengerät ist, hängt unter anderem von der Konstruktion des Fangspiegels und der Spinne, die den Spiegel hält, ab: Je dicker die Spinne gebaut ist, desto schlechter sind Kontrast und Details am Planeten.

Was die Okulare betrifft: Hier geht es um den Einsteckdurchmesser des Okulars. 1" ist ein altes Maß, das heute fast nur noch bei Billiggeräten verwendet wird und vor Allem nur ein kleines Gesichtsfeld zuläßt. Alle ordentlichen Teleskope haben 1,25" Okular-Auszüge und verwenden demnach auch 1,25"-Okulare.

Was sich beim Kauf auf jeden Fall lohnt, ist VERGLEICHEN! Bei Einzelhändlern, die nicht auf die Astronomie spezialisiert sind, bekommt man manchmal horrende Preise um die Ohren gehauen. Das heftigste Beispiel, das mir selbst begegnet ist, waren 179 Euro für ein Gerät, das der Hersteller online für 129 Euro verkauft.
 
ich hab im forum mal ein bisschen gescuht und bin dann auf folgenden händler gestoßen, der zahlreiche newtons anbietet:
http://www.teleskop-service.de/Aktion/Komplettgeraete/teleskope.htm#Reflektoren

da gibt es das 114/900 mit zahlreichem zubehör und alustativ (stabil??) für 139€...
aber auch ein 130/1000, mit weniger zubehör, auch wieder alustativ und 2" okularauszug für 199€.
ist der preisunterschied gerechtfertigt? vor allem weil beim 1. viel mehr zubehör da ist... in meinem "budgetrahmen" passt beides...aber ka ob ich lieber das klassische anfängermodell mit viiieeel zubehör nehme, oder das mit mehr öffnung...was meint ihr...und überhaupt habt ihr erfahrung, vllt sogar genau mit diesem anbieter?

mfg Hendrik Husmann
 
Hi Ollum,
Deine Begründung ist falsch.
Für DS Beobachtung brauchst Du Lichtsammelleistung, weil Du schwache Objekte sehen willst. Da isses erst mal egal ob Refraktor oder Reflektor.
Für Planetenbeobachtung spielt Lichtsammelleistung keine so wichtige Rolle, die Planeten sind viel heller ( das kann schnell 100000mal so hell sein ! )
Genaues zu den Anforderungen findest Du in meiner Einsteigerecke ( Stichwort Beobachtungsziel... ).

Das Okularsteckmaß wird bestimmt von Teleskop. 1,25" ist die Standartgröße.

Ein 114/900er Newton ist zum Einstieg ok - auch für DS. Erwarte aber keine bunten DS--Bilder sondern eher graue vor dunklem Hintergrund. Manche davon sind mit 114mm Öffnung schon sehr schän anzusehen, viele werden aber nur schwach erkennbar sein. Dennoch ist es bei gescheitem Himmel möglich alle Objekte des Atlas für Himmelsbeobachter zu sehen. Wenn Du kein Freak bist, der nur draußen ist, brauchst Du schon dafür leicht 2-3 Jahre.
Am Planeten sind die 114/900 gut. Vergrößerungen von 160-200fach sind realistisch und bringen schon einiges. Am Mond auch.

CS
 
danke erstmal für die ganzen antworten!!!

würdet ihr mir denn eher zum günstigeren 114/900 (139€) raten oder zu nem 130/1000(199€) ?

mfg Hendrik
 
Hallo Hendrik,
diese beiden Teleskope geben sich nicht viel und die Montierungen sind für das jeweilige
Teleskop die Untergrenze, also nicht wirklich stabil.
Da würde ich also eher zu dem 114/900 greifen und eine stabilere Montierung drunter setzten, damit
das Teil auch gut zu handhaben ist.
Da Du so von Deepsky schwärmst und noch nichts von Fotografie geschrieben hast, könnte
auch ein gebrauchter 8" f/6 Dobson (200/1200) das richtige Teleskop sein, wenn Du denn einen brauchbaren
Standort am Haus oder in erreichbarer Entfernung hast. Die Teile sind zwar nicht unbedingt schwerer
als ein 114er mit Monti und Stativ, aber vom Volumen her halt schlechter zu handhaben.
Ich würde noch warten, da bald nach Weihnachten erfahrungsgemäß diverse Teleskope auf dem
Gebrauchtmarkt auftauchen und zwischenzeitlich würde ich schauen, dass ich Kontakt zu Sternenfreunden
aufbaue. Wenn dich zum Beispiel mal jemand zu Frédérik hinfahren könnte und Du nur eine Stunde
mitbeobachtest, ist das jeden Kilometer Fahrt wert. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
 
hallo günther!
ich werd dann erstmal warten und im anfang nächstes jahr mal einen verein in der umgebung aufsuchen - vllt haben die auch was gebrauchstes..ansonsten ist fotografie natürlich interessant, schien mir bis jetzt aber immer zu anspruchsvoll, aber ich werd mal auf ein paar webseiten drüber lesen...morgen fahr ich erstmal in die stadt und kauf mir ein buch über astronomie wenn was da ist..

mfg Hendrik
 
Hi Hendrik,
das Thema Fotografie würde ich, gerade bei Einsteigern, auch gerne nach hinten schieben, da dies ein
sehr anspruchsvolles und teures Hobby im Hobby ist, wenn man von Digiknipse und Mond/Planeten mal absieht.
Das geht aber nicht immer weil Viele sofort da hin wollen und Manche auch das Zeug dazu haben.
Bücher kaufen?
Dann stöber mal nach dem "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka und dem
"Fernrohrführerschein in vier Schritten" von Ronald Stoyan.
Das wären zwei Beispiele für preiswerte Bücher die man als Einsteiger sehr gut gebrauchen kann.
Wenn dann noch irgendwo im Haus ein altes 8x40 oder 10x50 Fernglas rumliegt, kann es schon
losgehen mit der beobachtenden Astronomie.
CS
*entfernt*
 
ich hab mal ne frage zu astronomiebüchern:

also den atlas für himmelsbeobachter hab ich bei amazon schon gefunden, allerdings gibt es da noch ein paar andere die sich mit dem einstieg in die astronomie befassen. habt ihr irgendwelche empfehlungen für mich, und wenn ihr den atlas habt, sind die bilder darin in farbe oder s/w ? die bilder bei amazon sind nämlich nur s/w

edit : das mit den farbabbildungen hat sich geklärt, ist s/w

mfg Hendrik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hendrik,
auf der Startseite dieses Forums gibt es auch Buchbesprechungen!
Die beiden vom mir empfohlenen Bücher sind wirklich gut und brauchbar.
Der Atlas im reisetauglichen Format gibt einen schönen Überblick über erreichbare Objekte
(vom Fernglas bis zum 6" Teleskop).
Der Fernrohrführerschein (Oculum Verlag) vermittelt die wesentlichsten Grundlagen über
Technik und Handhabung.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl guter Bücher mit tollen Farbfotos und Beobachtungsvorschlägen
oder auch zur Vertiefung des theoretischen Wissens.
CS
*entfernt*
 
nur mal ne kurze frage:
wenn ich früher oder später astrofotografie versuchen möchte, lohnt es sich da nicht, schon ein teleskop, das man darauf ausrichten kann kauft? meine frage ist viel mehr, da ich keine ahnung habe: was ist die beste teleskop-bauart für astrofotografie? bzw. lohnt sich ein darauf ausgerichteter einstieg?

mfg Hendrik
 
Hi!
Zu den Büchern wollte ich noch was sagen: Ich empfehle jedem, mal seine Stadtbibliothek abzuchecken. Wir haben hier in Aalen eine recht kleine Bibliothek, aber zum Thema Astronomie gibt's sicher über 100 Bücher, diverse DVDs, drehbare Sternkarten usw. Da find ich echt alles was man so braucht, und sie wird ständig erweitert (z.B. das Himmelsjahr 2006 hab ich auch schon von dort.)
Die Jahresgebühr von in meinem Fall 14€ lohnt sich auf jeden Fall.

Gruß, Andy
 
Hallo,
also in der Regel würde ich einem Beginner eher einen Reflektor empfehlen. Man hat eher mal die Chance auch lichtschwache Objekte zu sehen, da Spiegelteleskope in der Regel eine größere Brennweite haben. Dies gibt einem die Möglichkeit, auch Nebel oder Sternhaufen adäquat zu beobachten, was bei einem Refraktor mit einer geringeren Öffnung immer etwas schwieriger ist.

Als Empfehlung. Auf www.nightsky-online.de gibt es ein kostenloses Archiv aller Berichte aus der Zeitschrift, in der Auch Berichte wie über das Lidl-Scope oder 114mm Teleskope zu finden sind.

MfG und clear skies
Thorsten
 
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