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Ritsches

Neues Mitglied
Hallo,

erstmal möchte ich mich kurz vorstellen, bin bald 45 Jahre alt und komme aus einem kleinen Ort 30km östlich von Frankfurt/Main.
Das Forum lese ich schon etwas länger, habe mich aber erst jetzt registrieren lassen.
Das Seeing ist hier recht gut.

Ich bin eigentlich noch blutiger Anfänger obwohl ich seit einem Jahr ein Teleskop besitze.
Es handelt sich "leider" nur um ein 60/700er Refraktor auf einer sehr wackeligen Gabelmontierung. Die Original Hxx Objektive habe ich schon seit geraumer Zeit gegen Plössels mit 30mm und 10mm sowie ein ED 5,2mm ausgetauscht.
Eine recht gute 2x Barlow kam auch noch hinzu.

Nun möchte ich etwas "aufrüsten". Bisher konnte ich ja fast nur Mond und Planeten beobachten, in Richtung Deep Sky war nicht viel drin.
Für das erste möchte ich nicht mehr als ca. 200,-€ ausgeben. Es sollte in Richtung DS gehen ohne aber einen "Totalversager" am Planeten zu haben.
Desweiteren sollte es möglichst kompakt sein, was aber nicht unbedingt ausschlaggebend sein muss.

Habe nun auch einige Anzeigen studiert und habe für mich folgende Vorauswahl getroffen:

1. Skywatcher 130/650
2. Bresser N130 (Konnte hier leider niergends lesen welchen
Spiegel es hat (parabol oder asphärisch))
3. Bresser R90/900

Was haltet ihr davon oder habt ihr andere Vörschläge?

Gruß
Ritsches
 
Hallo Ritsches,

willkommen im Forum! :-)

Wenn Du nur beobachtest und nicht vorhast zu fotografieren, würde ich Dir ein Dobson empfehlen, weil es fürs Geld das meiste Licht sammelt. Es gibt inzwischen wirklich günstige Dobsons, die eine passable Qualität liefern. Ich selbst beobachte mit einem 10"-Galaxy-Dobson von ICS, das ich unbedingt empfehlen kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Aber wir wollen hier ja nicht Werbung für bestimmte Händler machen, weshalb nur diese Bemerkung gestattet sei: Es wird fürs selbe Geld wie für ein Galaxy-Dobson auch oft totaler Schrott verkauft, weshalb ich obigen Händler uneingeschränkt empfehlen kann... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo Ritsches,

die beiden 130er Newtons gehen in die richtige Richtung, wenn Du Deepsky in den
Vordergrund schiebst aber m.E. nicht weit genug.

Bei identischem Lichtsammelvermögen hat Nr. 1 ein Öffnungsverhältins von f/5 was
große Gesichtsfelder ermöglicht, aber auch hohe Ansprüche an die Okulare stellt, wenn man auf
gute Sternabbildung auch in Nähe des Gesichtsfeldrandes Wert legt.
Nr. zwei ist da viel unkritischer, auch erreicht man wegen der größeren Brennweite leichter höhere
Vergrößerungen, das erreichbare Feld bei Minimalvergrößerung ist allerdings kleiner.
Nr. 3 sammelt einfach viel zu wenig Licht um Dich bei Deepsky weiter zu bringen.
Mir scheinen, bei Deiner Zielsetzung, alle drei genannten Geräte nicht wirklich empfehlenswert.

Ich würde mich für das genannte Budget nach einem gebrauchten 8" f/6 Dobson umsehen.
Eine solche Röhre erscheint unter dem von Dir genannten Gesichtspunkt der Transportabilität zunachst
riesig, ich denke aber, Du solltest Dir so etwas erst mal life ansehen und auch durchsehen, ob es sich
nicht doch machen lässt.
Ich selbst habe einen solchen Dobson und der Transport in den Garten geht in einem Stück (bin 47 jahre alt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />),
auch in einem Auto der unteren Mittelklasse ist so ein Teil locker zu trtansportieren.
Die Vorteile gegenüber den anderen Geräten sind enorm. Ich halte solch einen Dobson für den visuellen
Allrounder schlechthin, da er bei gut händelbaren Abmessungen genügend Licht, Gesichtsfeld, Auflösungsvermögen
und Brennweite für Deepsky und Planeten/Mond/Sonne (nur mit geeigneten Objektivfilter) zur Verfügung stellt.
Schau mal, ob es nicht in Deiner Nähe einen Verein oder eine Beobachtergruppe gibt
(Treffpunktboard/Vereinsregister) und nimm vor einem Kauf Kontakt auf. das wäre <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />!

CS
*entfernt*
 
Hi,

ich meine auch, daß es besser für Dich wäre, an einen gebrauchten 8" Dobson zu denken. Der wird nämlich das vorhandene Gerät in allen optischen Disziplinen ganz entsetzlich an die Wand klatschen...
Für die Deepsky-Beobachtung ist das auch "der Schritt", während der Sprung von 60mm Öffnung auf 130mm zwar "richtig groß" ist, aber eben für die meisten Deepsky-Objekte noch nicht in den richtigen Bereich vorstösst.
Außerdem verspricht der typische 200/1200 Dobson eben genau deine Anforderungen zu erfüllen: Gut für Deepsky und bei weiten kein Versager am Planeten.
Sogar die vorhandenen Okulare passen ganz nett dazu damit lässt sich der Dobson gut ausreizen. (Außer 5,2mm plus Barlow, das wäre zuviel.)

Clear Skies
Sven
 
Hi,

danke für die Antworten, fotografieren habe ich nicht vor.
Habe mal den Gebrauchtmarkt abgeklappert, sieht in meiner
Preisklasse momentan nicht so doll aus :-(
Aber ob das 8" für meine Ansprüche nicht schon etwas überdiemensioniert ist muss ich auch noch überdenken.
Ist ein 130er denn nun wirklich so unterdimensioniert?
Im Vergleich zu meinem 60er ist es bestimmt um Lichtjahre besser.

Gruß
Ritsches
 
Hallo Ritsches,
ich verstehe Deine Zweifel durchaus.
Daher ist der Rat, Dich mal mit Leuten zu treffen, die verschiedene Teleskope haben und Dich
mitbeobachten lassen, der beste Rat den man Dir geben kann.
Nimm Dir die Zeit und lass Dich auch von 50 km Fahrt nicht abschrecken. Jeder Kilometer lohnt sich.

Ich habe einen 114er (4,5") Newton und wegen meiner Begeisterung für Deepsky den 8 Zöller
dazu geholt.
Da liegen Welten dazwischen, obwohl auch der "Kleine" noch als Reisegerät seine Berechtigung hat.
Kugelsternhaufen sind im 8er schon gut auf- oder wenigstens angelöst.
Der Orionnebel gewinnt gewaltig an Struktur.
Saturn bei 300fach und gutem Seeing ein Hochgenuss.
Die Zahl der Galaxieen im Virgohaufen steigt sprunghaft und so weiter....

Durchaus möglich, dass ein 130er für Dich etwas unterdimensioniert ist oder auch für den
Anfang reicht.
Der 8er hätte in dem Fall das Zeug, Dir lange (immer?) auszureichen.
Meine Meinung: Das Tor zu DS öffnet sich mit 8"!
CS
*entfernt*
 
Servus Ritsches

Auch ich würde dir empfehlen dich mit gleichgesinnten zu treffen.
Hier bieten sich Vereine rund um Frankfurt an.
Ich selbst bion Mitglied im Astronomischen Arbeitskreis Freigerichtm, das ist ja nicht so weit wech von dir.
Wir haben allmonatig einen öffentlichen Abend, da könntest du dich informieren.

asto-freigericht.de

Gruß
Ralph
 
Hallo Ritsches,

eine kleine Ergänzung zum Vergleich Newton 130/650 mit Parabolspiegel zu 130/1000 mit sphärischem Spiegel:

Man kann bei letzterem zwar nicht von einem Totalversager bei Planeten sprechen aber die Abbildung wird trotzdem hinter einem Gerät mit Parabolspiegel zurückstehen.

Auch die Sternabbildung auf der Achse ist beim Parabolspiegel besser, weil ein Parabolspiegel das Bild eben besser zentrieren kann.

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/Newton/Parabolspiegel.gif
Diese Abbildung kann das gut veranschaulichen (links der Kugelspiegel, rechts der Parabolspiegel)

Auch im Deep Sky Bereich ist, zumindest in gewissen Bereichen, der kurzbrennweitige Spiegel überlegen, nähmlich wenn es um Großfeldbeobachtungen geht. Mit 1,25" Okularen erreicht man mit dem langbrennweitigerem 130/1000 nur etwa 65% des möglichen Gesichtsfeldes, welches man mit dem 130/650 erreicht.

Und bei einem f/5 Newton genügen gute Plössl Okulare, um ein vernünftiges Feld mit guter Schärfe am Rand zu haben. Erst unter f/5 , z.B. f/4,5, wird es mit Okularen deutlich kritischer.

Beim Kauf eines Dobsons würde ich als Einsteiger immer auf ein Modell mit Volltubus gehen, insbesondere, wenn es ein kleiners Modell ist. Der Grund ist einfach.

Wenn man sich noch nicht festgelegt hat, kann es gut sein, daß man sich später mal das Gerät auf eine parallaktische Montierung befestigen möchte um z.B. Astrofotografie zu betreiben, das ist bei 8" noch gut möglich.

Herzliche Grüße und viel Erfolg bei der Suche.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Hi Wolfi,
ok ok, aber ein guter Kugelspiegel mit knapp f/8 bekommt schon ein ansprechendes Planetenbild hin.
Der schnelle Parabolspiegel muss ja auch erst mal gut genug geschliffen sein.
Da wäre dann schon der direkte Vergleich angesagt, um ein definitives Urteil treffen zu können.

Aber....ganz was anderes!
Ritsches ist wieder so ein typischer "Kandidat" für mein, leider fiktives, "Lieblingseeinsteigerteleskop": <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
6 f/6 Newton mit Parabolspiegel, 2" OAZ, Dobson Montierung zum Einstieg, ausbaufähig bis GoTo,
parallaktisch und Foto.
So ein 150/900 ist deepskyfähig, planetentauglich, transport-, montierungs- und justier- und okularfreundlich,
folglich für Anfänger, die noch nicht recht wissen, wohin die Reise geht, sehr geeignet und wenn er,
nach Spezialisierung, letztlich nur noch für die Reise und den schnellen Einsatz hergenommen wird.
Vorstellbar ist auch, dass er Manchem ein Leben lang genügt.
Ich habe schon mehrfach, auch bei Deinen Kollegen, ein solches Teleskop erfolglos angeregt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
"Man kann den Chinesen ja nicht vorschreiben, wass sie produzieren sollen!" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
Oder ..."Man ist am Ball!" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Der 150/750 hat seine "Einschränkungen" (zu kurz).
Der 150/1200 hat seine "Einschränkungen" (zu lang und in vielen Belangen zu dicht am 200/1200er).

Also...wenn sich mal jemand überwinden könnte, solch einen 6" f/6 Newton aufzulegen und zum Einstieg
als Dobson für ~ 200 € aufwärts anzubieten, sollte sich das m.E. nicht nur für den Kunden lohnen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Wäre ein solches Teleskop nicht der logische, der fortschreitenden Entwicklung im Okular- und
Spiegelbereich angepasste, Nachfolger des 114/900er Newtons als Einsteigerteleskop. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
 
Hallo,

habe mir die ganze Sache noch mal durch den Kopf gehen lassen, ihr habt recht, werde mir einen 200/1200 Dobso zulegen. Was nutzt es wenn man nach 6 Monaten noch mal von vorne anfängt.
Danke an alle.

Gruß
Ritsches
 
So ein 150/900 ist deepskyfähig, planetentauglich, transport-, montierungs- und justier- und okularfreundlich,
folglich für Anfänger, die noch nicht recht wissen, wohin die Reise geht, sehr geeignet und wenn er,
nach Spezialisierung, letztlich nur noch für die Reise und den schnellen Einsatz hergenommen wird.
Vorstellbar ist auch, dass er Manchem ein Leben lang genügt.

Hallo *entfernt*GMS,
ich stimme auch was du geschrieben hast. So was fehlt am markt.
Ich habe von meiner seite so ein Dobson oder Newton sofort gekauft. Aber es gibt nur von Intes Mikro und es ist sehr teuer.
Irgendmal vielleicht...
Mit freundlichen Grüßen
Cihan
 
Hi Ritsches,
es dürfte, wenn Du etwas Geduld hast, kein Problem sein, ein gutes gebrauchtes Gerät innerhalb Deiner
Preisvorstellungen zu erwerben.
Es gibt immer wieder Sternenfreunde, die sich ein größeres Teleskop zulegen oder sich spezialisieren
und dann so einen Dobson abgeben.
Für die Zwischenzeit hast Du ja ein Angebot zum "Mitbeobachten", wobei auch sicher gute Tips
herausspringen, auf was Du beim Kauf achten musst. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/appl.gif" alt="" />
Egal ob Du abwartest oder etwas mehr Geld in einen Neukauf investierst, Du bewegst Dich im
Billigpreissegment. Da sind Wunder selten, aber ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis kann man
erwarten und und gerade mit Hilfe erfahrener Leute auch problemlos erreichen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
CS
*entfernt*

Hi Chian,
da bist Du längst nicht der Einzige, der solch ein Teleskop gerne genommen hätte. Man könnte fast
ein wenig böswillig vermuten, es passt nicht in die Ex & Hop - Marketingstrategie nach der so
viele "Einsteiger" -nicht nur im Bereich Astronomie- erst mal Lehrgeld bezahlen bevor sie
erfahren genug sind, "was richtiges" zu verlangen.
CS
*entfernt*
 
Guten Morgen Ritsches,
will hier keineswegs mit meiner "Beob.-Einrichtung" protzen. Wollte mich nachdem der 25x100 Bino auf Holzdreibein-Selbstbaustastiv für den Einsatz an Veränderlichen Sterne "ausgedient" hatte, optisch verbessern. Da stieß ich auf Astrocom, das war 1998, und so kaufte ich mir aus der "Schnäppchenliste" ein gebr. 12,5" Dob auf Rockerbox, 1524 mm brW und Plössl-Okus der Serie 3000. Bin Damit moch heute sehr zufrieden. Am Gerät habe ich nichts getunt. Komme hier (10° 8' ö. L., +52° 1' N. Br, 125 m ü. N.N.) bei gutem Seeing eindeutig bis unter 15.0mag. Das war z.B. am 4.8. d.J. hier der Fall, sah auch in der Polsequenz bis 7mag mit bl. Auge. Habe mir auch von (Seben) ein Zoom-Oku von 8-24mm zugelegt. So spart man sich manchen Okuwechsel. Der kauf war ein "Trotzkauf", weil mir ein Optiker strickt davon abgeraten hatte. Außerdem habe ich noch eine Barlow mit 2fach hier. Als "Spielerei" mal beim Saturn mit 609fach (5 mm Oku) eingesetzt, da hats mich "vom Hocker gehauen". Ansonsten hat man die besten Bilder mit 76fach, da erreiche ich bei gutem Seeing bis 14mag. Habe das Gerät beim Nichtbeobachten in einem kleinen Holzschuppen auf dem Plastikkorb, 10 cm weg, vom Erdboden stehen. Auf den Gartenweg (Betonplatten) sind es keine 20 Schritte, brauche keine Auskühlzeit, der Dob ist sofort einsatzbereit zum Beobachten (sorry, das will man mir nicht so recht glauben....., verstehe auch nicht die Argumentation wg. eines Lüfters zum Auskühlen).
Man könnte manches vielleicht noch verbessern, habe nur den 6x30 Sucher gegen einen 8x50 getauscht.
Über die Preise von 1998 zu heute darf ich natürlich nicht nachdenken, würde jedoch heute auch nicht weniger als 30 cm Öffnung gehen, brauche keine "Leiterakrobatik" beim Beobachten, schnell aufgebaut ...und los gehts.

Gruß
Günther
 
Hallo *entfernt* und die anderen,
Ebenfalls Einsteiger, deshalb: hochinteressante Beiträge <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Meine Frage: einen Dobson sehe ich immer nur auf dem Boden stehen. Wie ist das mit der Nachführung?
Gruß
Samstag
 
Hi Samstag,
die Holzkiste in welcher der Tubus hängt ist die Montierung.
Drehteller unten für "links/rechts" und Höhenlagerung an den seitlichen Wangen für "hoch/runter".
Dann fasst Du den Tubus (am besten an einem angeschraubten Griff) und führst nach.
Genial einfach, einfach genial, dadurch sehr stabil, billig herzustellen und bei Bedarf leicht zu optimieren.
Ob einem so etwas liegt, sollte man probieren, aber das trifft auf parallaktische Montierungen
ebenso zu.
Optimieren kann man an einem günstigen Newton/Dobson immer etwas.
Dobson-Gucker braucht das nicht und er irrt, wenn er meint, man (ich) würde ihm das nicht glauben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
Andere haben nicht so optimale Rahmenbedingungen und da lohnt sich die eine oder andere Massnahme sehr.
Berichte zu solchen Maßnahmen gibt´s z. B. auf der HP der deepsky-brothers unter Tips und Tricks.
CS
*entfernt*
 
Hallo *entfernt*,
also damit werde ich mich mal näher befassen, danke für die Hinweise
Gruß
Samstag <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Cao Ritsches,

kauf Dir für 400 Euro einen 8" f/5 Dobson mit Zubehör und ein für allemal fertig !!! Ist das Ideale für DS und auch Planeten kommen gut. Für 200 Euro wieder was halbgares (120mm Öffnung und Schnickschnack - sorry!) kaufen ist wirklich Quatsch, tu's nicht !
Hier mein Standard-Ratschlag:

Als Grundausrüstung an Literatur braucht man (in dieser Reihenfolge):
- Irgendein Einführungsbuch zu Astronomie
Ein Beispiel:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/34...6016674-4710463
- Drehbare Sternkarte (wie sieht der Himmel im Moment aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
DIESE und keine andere !!!
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/34...6016674-4710463
- Astronomisches Jahrbuch (für jedes Jahr vorher neu zu kaufen, wo stehen die Planeten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
Das Himmelsjahr ist OK (es gibt auch andere):
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/34...7120469-4285055
- Ein Beobachtungsatlas zum Auffinden der Objekte (was gibt es, wo finde ich es, wie sieht es aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />:
DIESER und NUR DIESER - reicht für Jahre !
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/34...7120469-4285055

Als Basisausstattung ist SEHR hilfreich (auch Jahre später noch)
- ein ganz normalen Feldstecher (optimal 8x50)
- ein Adapter zum Anbringen des Feldstechers auf einem Fotostativ
- ein hohes Fotostativ


Ein gutes Einsteiger-Teleskop ist: (beschäftigt einen jahrelang wenn man will)
- Dobson-Teleskop Durchmesser=200mm Brennweite=1000mm...1200 (f/5...f/6)
- am besten mit 2" Okular-Auszug !
- Peilvorrichtung 'Telrad' oder Sucher-Fernrohr 8x50 (alternativ zum Telrad)
- Okulare + Zubehör (Standard 1.25 Zoll) - in dieser Reihenfolge:
30mm (für Übersicht, grosse Objekte + Aufsuchen)
10mm (für Planeten)
Barlowlinse (zur Verdoppeleung der Vergrösserung)
UHC-Nebelfilter (zur Beobachtung von Gasnebeln auch aus der Stadt heraus)


Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dobson_Gucker,
so eine Himmel wie bei dir träume viele, mich eingeschlossen.
Was für ein glück <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Mit freundlichen Grüßen
Cihan
 
Hallo PeterSurma,

da kann ich mich glücklich schätzen, bis auf das Dobson und den UHC Filter habe ich alles.

An alle:
Nach Studium der Angebote will ich mir nun ein 200/1200 Dobson zulegen; in Betracht kommen da das von Skywatcher, Galaxy und GSO. Wer hat so eines und kann mir bei der Wahl helfen?
Gruß
Ritsches
 
Hallo Peter,
Als Auch-Einsteiger finde ich deine klare Empfehlung wirklich Spitze. Habe lange Zeit die verschiedensten Prospekte und Anzeigen von 114 oder 150er Newton studiert. Der deutliche Hnweis auf einen Dobson, der hier von mehreren Astros kommt, ist eine halbe Erleuchtung. Jetzt muß ich nur einen finden, wo ich so ein Trum mal bedienen kann. Habe nämlich noch keinerlei Vorstellung über die Handhabung, insbesondere die Nachführung bei der Beobachtung. Wenn Du dazu noch etwas sagen könntest...
viele Grüße
Ralf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Leute,
ich versuche es Mal.
Die Geräte in der günstigen Preisklasse (Skywatcher, GSO, Celestron, ICS-Galaxy pp. unterscheiden
sich, soweit ich sie vor dem Auge hatte, in der Spiegelqualität nicht. Es wird ein ordentliches
Preis-/Leistungsverhältnis geboten, ich habe keine Ausrutscher nach unten (auch nicht nach oben)
gesehen, es ist aber sicher, dass es sie gibt. Von daher ist Rückgaberecht bei Nichtgefallen und Vereinbarung
einer ausreichenden Testzeit, sowie die Garantie einer Mindestqualität ("Beugungsbegrenzt")wünschenswert.

Unterschiede liegen im Spiegelträger, Float-Glas ist nicht empfehlenswert, BK 7 ok, Pyrex oder Suprax eine
gute, aber nicht zwingend erforderliche Wahl.
Weiterhin unterscheidet sich das Zubehör.
Die beigelegten 2" Okulare sind z.B. teilweise so eben akzeptabel, Verhandlungen können da Verbesserungen
bringen.
Teilweise verbaute Lüfter sitzen offen hinter dem Hauptspiegel und blasen recht wirkungslos in die
Gegend, also kann man drauf verzichten oder muss sie auf geschlossen saugend umbauen.
Die Standardokularauszüge sind inzwischen durchaus brauchbar, die teilweise angebotenen Upgrades
auf bessere Auszüge durchaus eine Überlegung wert, soweit sie in´s Budget passen.

Alle Dobsons dieser Preisklasse funktionieren von Haus aus, bieten aber Verbesserungspotential von
der Tubusschwärzung über Lüfter bis zur Gängigkeit der Rockerbox, welche mit wenig Geld und normalem
Basteltalent nach der Testzeit zu machen sind.
So weit zum Gerät an sich.

Nun gibt es jede Menge wünschenswertes Zubehör wie Winkelsucher oder Peilsucher (Red-Dot bis Telrad)
sowie die Frage nach einer geeigneten
Okular-/Zubehörausstattung. Dies sollte nach der Gerätewahl im Einzelfall abzuhandeln sein.
Nur mal als Richtwert: Mein Skywatcher hat mit Pyrex-Spiegel 350 € gekostet. Inzwischen hab ich mit
sinnvollem (!) Zubehör (Okulare, Nebelfilter pp)
die 1000 € Marke locker hinter mir. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />

Schaut Euch die Angebote an, vergleicht, redet mit den Anbietern, handelt und kauft, wo ihr Euch
gut aufgehoben fühlt.

CS
*entfernt*

Nachtrag für Samstag: Die nachführung geschieht durch Schieben oder Ziehen mit der Hand
und funktioniert von Haus aus bis ~ 200fach ganz gut.
Mit meiner optimierten Rockerbox schiebe oder ziehe ich quer über beide Achsen problemlos 400fach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Handhabung und Nachführung

Hallo,

bin seit einigen Wochen Besitzer eines 10" GSO-Dobson der BCR-Reihe.

Zur Nachführung: sie ist wirklich einfach, da kommt sogar mein 8-jähriger Sohn mit klar. Er hat es geschafft den Mond bei 400 facher Vergrößerung nachzuführen (nachzuschubsen).

Guckst Du hier: Profi-Dobson-Nachführer

Mein Dobson war mit einem Rollenlager ausgestattet. Damit war ich nicht so zufrieden. Andere haben bessere Erfahrungen damit gemacht. Habe dann auf Teflon-Lager umgestellt (siehe auch Dobson-Optimierung.

Habe den GSO als Ausstellungstück ca. 100,- günstiger bekommen.

Von GSO gibts die Dobsons als BCR und als E(conomy)-Modell. Unterscheiden sich wohl im og. Rollenlager, Spiegellüfter, höherwertigen Okularauszug und etwas besserem Okular. Ob der Preisunterschied (150-200,-) gerechtfertigt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Beim nächsten Kauf würde ich das günstigere E-Modell kaufen und mit dem gesparten Geld den Dobs selbst optimieren , das macht auch mehr Spass.

Gruß

Thomas
 
Ciao,

die Nachschubserei ist bei geringen Vergrösserungen überhaupt kein grosses Problem (es dauert 4min bis ein Stern am Äquator durch ein Gesichts-Feld von 1 Grad durchgelaufen ist). Bei Planeten mit hoher Vergrösserung (0.2 Grad) ist es natürlich etwas mehr Aufwand, weil diese schneller aus dem Gesichtsfeld laufen (ca 50sec). Natürlich ist ein (gleich stabile !) parallaktische Montierung dafür dann besser, keine Frage. ABER: diese (gleich stabile !) ist auch um Grössenordnungen (Faktor > 10) teurer, und schon etwas komplizierter zu bedienen. Als Anfang (und noch lange danach) ist ein Doson deshalb das preis-werteste was man kriegen kann. (Das werden wenige Leute bestreiten). Deshalb ist diese klare Empfehlung glaube ich schon OK.

Ein 8" Dobson ist auch OK, weil man als Anfänger erstmal die Objekte überhaupt mal richtig sehen will. Daher ist die grosse Optik hier überaus willkommen. Wenn die Optik einigermassen gut ist, kann man das Teleskop später ja auch parallaktisch montieren. Dann kann man an Fotografieren etc gehen, und dann ist das ja auch OK. Am Anfang auf parallaktisch + Foto zu schielen finde ich verfrüht, weil Fotografieren doch recht kompliziert + kostspielig ist. Aber das ist meine persönliche Einschätzung :-)

Langfristig: Später will man mehrere Teleskope haben für verschiedene Spezialgebiete, weil es die eierlegende Wollmilchsau einfach nicht gibt. Aber den 8" Dobson wird man dennoch nicht hergeben, weil er auch später noch supertransportabel ist und schon recht viel zeigt am Himmel - jedenfalls (bei dunklem Himmel) (fast) alles, worüber die Leute hier im Forum so reden .... :-)

Letztlich, wer mal hören will, was man mit einem Teleskop dieser Klasse unter gutem Himmel alles sehen kann - vorausgesetzt man hat etwas Know-How :-) - der lese mal hier (hatte zwar keine (!) Dobson-Montierung, aber besagten 8" Newton, wie beim empfohlenen Dobson):
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...true#Post329581
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...true#Post329576


My 2 pence,
Peter
 
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