Indirektes Sehen im Fernglas

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Kay

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Hallo Leute,
ich selbst praktiziere o.g. Beobachtungstechnik seit Jahren und sehe dadurch wesentlich mehr als ohne.
Nun las ich vor einiger Zeit, dass andere Binogucker das nicht können, ich glaube, z.B. Uwe Glahn? Im PN-Sonderheft hat Uwe Pilz nun auch noch beschrieben, dass man beim indirekten Sehen mit dem rechten Auge rechts und mit dem linken Auge links vorbeisehen soll (oder umgekehrt, habe das Heft nicht vor mir), wegen des blinden Flecks o.ä..

Nun, ich experimentiere beim Beobachten immer ein wenig, jedes Mal ist es auch anders, aber die Frage bleibt: bilde ich mir nur ein, was zu sehen? Geht i.S. im FG eigentlich gar nicht?
Welche Erfahrungen habt ihr?
Gibt es wissenschaftliche Erklärungen, Modelle oder sogar Erfahrungen mit binokularen Sehtechniken?
 
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Hi Kay,

natürlich geht auch das indirekte sehen im FG, nur dürfte das viel weniger auffällig als im Teleskop sein aufgrund der geringeren Vergrößerung und dem beidäugigen sehen.

Gruß
Lots
 
Hallo,

Dass man durch das Fernglas durchschielen muss, glaube ich nicht. :-) Dass jemand nicht indirekt sehen kann ...hängt wohl vom Beobachter ab.
Gruß Hermann
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Natürlich geht indirektes Sehen auch im Fernglas. Es funktioniert ja auch mit dem freien Auge. Um gerade eben frei sichtbare Kometen zu erkennen, mach ich das immer so.

Es spielt im Grunde keine Rolle, ob man links oder rechts vorbeischielt, das Auge ist in den Peripheriebereichen weitgehend gleich aufgebaut. Es ist eher eine Sache der persönlichen Vorlieben. Das freiäugige oder binokulare Sehen wird vom dominierten Auge bestimmt, bei mir ist dies das rechte. Ich schiele etwas rechts unterhalb.

Einfach so machen, wie es bequem ist.
 
Wie wäre es denn, wenn man nicht nach links oder rechts, sondern nach oben oder unten guckt? Umgeht man dann nicht den blinden Fleck auf beiden Augen?
 
Hallo Leute,
danke für eure Antworten!

Lothar: Ich finde den Effekt im Fernglas genauso deutlich wie im monokularen Teleskop. Warum sollte die geringere Vergrößerung das beeinflussen?

Uwe: Danke, dass du dich auch selbst meldest. Klar habe ich auch vermutet, dass das "stärkere" Auge bestimmt, wohin man eher schaut bzw. der Effekt des i.S. stärker ist.

Du selbst hast ja auch schon verschiedene Filter im FG benutzt, um NGC 1499 zu sehen. Ich habe mal meinen OIII im 10x50 benutzt, zusammen mit der filterlosen Seite ergab das zwar einen gewöhnungsbedürftigen Anblick, aber ich bin immer wieder erstaunt, wozu das Auge so in der Lage ist.
 
Hallo Leute,

ein interessantes Thema habt ihr hier angesprochen. Ich nutze das indirekte Sehen häufig wenn ich mit meinem 23x80 Flakglas beobachte, gerade bei Objekten wie Galaxien oder nicht aufgelösten Sternhaufen ist der Gewinn enorm. Im Gegensatz zu Lots empfinde ich den Gewinn sogar als größer als beim monokularen Beobachten, das zeigt mal wieder wie unterschiedlich die Augen verschiedener Beobachter sind. Andererseits ist eine Vergrößerung von 23x nicht mehr typisch für Ferngläser, ich denke die meisten werden zwischen 7x... und 15x... bleiben. Fast immer komme ich am besten damit zurecht wenn ich unter den Objekten herschaue, seitlich löst "Sehstörungen" aus...

Viele Grüße Felix
 
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