Hallo Walter,
die Brillentauglichkeit ist so ein typischer "probier es selbst aus" Parameter, da sich jedes Brillenmodell anders verhaelt, d.h. einen anderen Wert eines minimalen Augenabstands zulaesst. Die Austrittspupillen-Schnittweite des Nobilem ist 15mm, die des Ultravid 18mm, wenn ich mich richtig erinnere. Wie wir wissen, muss das nicht zwangslaeufig bedeuten, dass auch der NUTZBARE Wert der Schnittweite des Leica um 3mm groesser ist. Wenn Du sagst, Du kommst mit dem Leica und Brille nicht zurecht, dann nehmen wir das doch einfach mal zur Kenntnis. Als Nicht-Brillentraeger habe ich mich in meinem Beitrag zum Test nur ueber das Einblickverhalten ohne Brille aeussern koennen, und das war beim Leica, mit den verstellbaren Okularmuscheln, fuer mich am besten. Wenn Frank die Brillentauglichkeit des Docter bemaengelt hat, nicht aber die des Leica, dann schliesse ich daraus, dass er mit dem Leica keine Probleme hatte.
Es ist uebrigens nicht so leicht, kurzbrennweitige Okulare mit grosser Austritspupillen-Schnittweite zu konstruieren, insbesondere dann, wenn auch noch das Sehfeld weit sein soll. Daher hat das Leica 8x50 noch keine Probleme, beim 10x50 wird es schon kuerzer und beim 12x50 richtig eng. Leica muss daher den Kompromiss suchen: Will man ein kurzes Dachkant-Fernglas, dann braucht man kurzbrennweitige Objektive und entsprechend kurze Okulare, und dann kann unter Umstaenden die Brillentauglichkeit darunter leiden.
Im Uebrigen hat der Frank, der die endgueltige Version des Berichts verfasst hat, eine, wie ich meine, Meisterleistung vollbracht, indem er viel Information auf engem Raum untergebracht hat, und das auf eine Art und Weise, dass der Text trotzdem nicht zu technisch wirkt, sondern locker und fluessig zu lesen ist. Frag mal Walter E. Schön, wie schwierig es ist, etwas praezise zu beschreiben, ohne dabei genug Platz zur Verfuegung zu haben
Gruss,
Holger