Infrarot-Mond mit Satellitendurchgang...

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StKorth_privat

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Na so etwas aber auch - jahrelang in Sachen Astrofotografie pausiert, und dann flitzt mir ein Satellit vor den Mond.
Anbei ein Testbild, dass ich am 28.10.2012 mit einer ImageIR 9300 und 200mm-f/2-Optik aufgenommen habe. Sicher nicht hübsch, aber irgendwie kurios (abgebildeter Spektralbereich 2 ... 5.5 µm).
Sobald ich die Sequenz hochgeladen habe, folgt noch ein Link dahin.

Gruß,
Stefan Korth
 

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    Mond+Satellit.jpg
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Hallo Stefan,

interessante Aufnahme - solche "Test"bilder kann man eigentlich immer gebrauchen. :)

Was mich aber wundert, ist der Spektralbereich. Der Hersteller gibt für dieses Modell nur (3,6 … 4,9) µm an, nicht, wie bei den kleineren Modellen, auch (2,0 …5,7) µm. War ein Filter eingebaut, welcher entfernt wurde, oder hast Du eine Sonderausführung?

Grüße

fquadrat
 
Da hat sich in der Tat jemand beim Eingeben der Spezifikatinen auf unserer Website vertippt, der von mir genannte Bereich ist schon der spezifizierte, weil hier ein InSb-Detektor zum Einsatz kommt. Die schmalere Bandbreite ist bei unseren gekühlten Systemen üblicherweise bei den MCT-Detektoren zu finden (die man aber - je nach Anwendung und Messbereich - auch auf größere Bandbreite aufbohren kann).

Thermische Grüße,
Stefan Korth
 
Ach so ...

Und ich bin beruhigt, weil Du wohl keine Bank ausrauben oder ein großes Teleskop verkaufen mußtest, um die Kamera kaufen zu können. ;)

Was ist eigentlich mit Extended-InGaAs-FPAs? Mit drei Filtern (J-, H- und Ks-Band) könnte man mittels normaler Reflektorteleskope Tricoloraufnahmen im NIR machen, ohne das Teleskop ändern zu müssen. Eine "Tiefkühlung" ist nicht nötig, Wobbeln auch nicht. Dafür kann man die Lichtverschmutzung ignorieren und sogar am Tag beobachten.

Wolkenlose Nächte wünscht

fquadrat
 
a) Die Mini-Animation gibt es unter hier
b) In der Tat sind die Mondbilder "nur" Nebenprodukt anderer beruflich bedingter Tests gewesen, die ich vom Büro aus gemacht habe.
c) InGaAs ist eine interessante Sache, leider hatte ich noch keine Möglichkeit, eine solche Kamera auch astronomisch einzusetzen - ich bin von Berufswegen mit anderen Aufgabenstellungen konfrontiert (Messtechnik, Sicherheitstechnik), bei denen ich sehr selten zum "Spaßgucken" komme. Leider...

Gruß,
Stefan Korth
 
Schlußfolgerungen:

1. Solche Nebenprodukte versüßen jeden Test.
2. Du solltest Dich um mehr Tests dieser Art bemühen.
3. Du brauchst aber auch andere Aufgabenstellungen im Beruf.

Wenn Du mal InGaAs bis etwa 2,3 µm für ein paar Astroaufnahmen zur Verfügung hast, z. B. die 2,4er mit zusätzlicher Kühlung, dann bitte mal ausprobieren und natürlich die Ergebnisse hier veröffentlichen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Stefan,

Zitat von StKorth_privat:
Na so etwas aber auch - jahrelang in Sachen Astrofotografie pausiert, und dann flitzt mir ein Satellit vor den Mond.
interessante Bilder! Ungewöhnliche Bilder interessieren mich immer.
Aber wie kommst Du auf einen Satelliten?
So dick und fett erscheint nur die ISS vor dem Mond (die kann bei optimalen Bedingungen gut auf um 50 Bogensekunden scheinbaren Durchmesser kommen), und die flog an diesem Abend nicht durch die passende Gegend.
Dazu stand der Mond selbst in abendlicher Kulmination nur knapp über 50 Grad hoch, dieser "Satellit" müsste also grösser als die ISS gewesen sein ...
Natürlich kenne ich Deine Aufnahmefrequenz nicht und kann damit keine Winkelgeschwindigkeit abschätzen - aber es war Zugvogelzeit, und Dein Satellit scheint auch seine "Gestalt" zu verändern ... könnte das nicht auch Flügelschlag sein?

Gruß+cs,
Dietmar

 
Das da auch niemand drauf gekommen ist ;-) Das dürfte in der Tat kein Satellit gewesen sein - es sei denn, er wäre retrograd gewesen...
Zugvögel oder Flugzeuge kann ich ausschließen, dass ist mir bei anderer Gelegenheit schon mehrfach vor die Infrarotoptik geraten und hätte eine thermische Signatur hinterlassen - auch neben dem Mond. Würde daher eher auf Wetterballon tippen, aber viel mehr fällt mir dazu auch nicht ein. Egal, werde bei Gelegenheit die Mondbilder einmal aufpeppen, bei 40 Hz-Bildfrequenz ist da einiges zum Stacken zusammengekommen.

Gruß,
Stefan Korth
 
Hallo Stefan,

noch ein Gutes Neues Jahr auch Dir - und aha, danke für die Infos, ich weiss dann Bescheid. ;)

Und ich bin notorisch neugierig - magst Du mal eines Deiner Beispiele für eine thermische Signatur eines Zugvogels vor dieser Infrarotoptik zeigen? Danke im Voraus!

Gruß+cs,
Dietmar
 
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