Innenadapter hat sich gefressen

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Andreas_Reifke

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Hallo,

um an meinen Refraktor den Riccardi einsetzen zu können, verwende ich einen Adapter, der von M68 auf M63 verkürzt. Es handelt sich um den "M68a-M63i" von TS.

Und diese Adapter hat sich jetzt "gefressen".

Der Adapter hat nur 1 mm optische Länge. D.h. keinen Angriffspunkt, um den rauszudrehen. Er hat auch keinen Überstand, um den mit einer Art Dosenöffner oder so anzupacken.
Meine Versuche, den Adapter mit dem Riccardi zusammen rauszudrehen, sind gescheitert.

Wie kriege ich den Adapter da wieder raus ?
Das Ende vom Okularauszug läßt sich abschrauben, könnte ich also zur Verfügung stellen. Die Zerstörung des Adapters würde ich notfalls in Kauf nehmen, solange das Innengewinde des Okularauszugs erhalten bleibt.

Hat hier jemand ein paar Tipps ? Oder: wo kann ich den Adapter entfernen lassen ?

Vielen Dank für eure (Mit-)Hilfe !

Gruß,
Andreas
 
Hallo Andreas,

OAZ raus, Ballistol in das Gewinde, das sich gefressen hat. Einwirken lassen, nochmal Ballistol.
OAZ vorsichtig aber fest einspannen, z.B. in einer Werkbank. Wichtig: nicht am OAZ-Innenrohr einspannen. Das verformt sich sonst oval, und es geht gar nix mehr.

Mit Feuerzeug oder Heissluftpistole das voll ausgezogene OAZ-Innenrohr erwärmen, dabei mit einem KLEINEN! Hammer, den man vorher mit Klebeband vorne dick abgeklebt hat, immer wieder radial um den Umfang klopfen und drehen.

Wenn das nicht funktioniert, must Du bohren und den Stiftschlüssel verwenden. Aber auch das wird dann problematisch sein, weil dann wahrscheinlich das Gewinde im Eimer ist.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Andreas,
ich würde es mal mit etwas Physik probieren bevor du die Holzhammer Methode einsetzt.
Den kompletten OAZ ins Gefrierfach legen bis alles richtig abgekühlt ist. Dann das OAZ Rohr erhitzen damit dies sich ausdehnt. Wahlweise noch den Innenring mit Kältespray "behandeln". Das ganze vielleicht sogar in Kombination mit Ballistol.
 
Hallo Andreas,

eine Möglichkeit wäre, bei TS vorbeizufahren und die Technik zu fragen.

Eine andere Möglichkeit wäre, den winzigen Überstand mit einer Kleinbohrmaschine (Proxxon, Dremel) und einer Trennscheibe diametral einzukerben und dann mit einem Stück Blech, z. B. einem Spachtel, loszudrehen. Mit einer Nadelfeile ginge das Einkerben vielleicht auch.

Solltest Du das vom Riccardi eingesetzte Gewinde noch irgendwo an einem Adapter oder einem Verlängerungsring zur Verfügung haben, könntest Du das Gewinde feucht eindrehen, mit Kältespray vereisen und dann versuchen, das auf diese Art temporär "eingeklebte" Gewinde mitsamt dem festgefressenen Adapter herauszudrehen.

Ballistol kommt mir etwas wenig kriechend vor, da würde ich ein kapillaraktiveres Öl bevorzugen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

Danke für eure Tipps !

Bin nochmal in mich gegangen und habe eine einfache "minimalinvasive" Lösung gefunden.
Der Adapter ist nur 1 mm dick, hat aber einen ca. 3 mm breiten Rand. Und durch entsprechenden Anpressdruck sollte der doch rauszubekommen sein...

Habe eine alte Spachtel genommen und mit doppelseitigen Klebeband beklebt und gegen den Adapterring gepresst. Und das hat gottlob geholfen.

Bin froh, um das Löchle bohren, Ballistol, Einfrieren, ... nochmal drum rum gekommen zu sein. Lasse mir jetzt einen "richtigen" Adapter mit 1 cm optischen Weg anfertigen. Da sollten solche Probleme dann der Vergangenheit angehören.

Vielen Dank nochmal !

Gruß,
Andreas
 
Hallo Andreas,

das wäre dann noch eine Möglichkeit. Gut zu wissen!

Viele Grüße

fquadrat
 
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