Ein sinnvolles Einsteigerteleskop
Hallo Jürgen,
wie Sven schon geschildert hat, ist Deine Forderung nach einer "Eierlegenden Wollmilchsau" nachvollziehbar aber in dem vorgegebenen Preisrahmen wohl nicht realisierbar.
Du solltest vielleicht abwägen, mit welchem Start und mit welchen Schritten Du diesem Ziel am nächsten kommst.
Der beste Start sollte sicherlich ein etwas stabiler montierter Newton sein, der im Hinblick auf Deep Sky + Astrofotografie ruhig etwas kurzbrennweitiger sein sollte.
Ich denke, ein preiswerter 150/750 auf einer Montierung der GP-Klasse ist hier der beste Einstieg.
Ein solches Teleskop findest Du beispielsweise hier:
http://www.teleskop-service.de/Astro/Reflektor/reflektor.htm#150
Für 598.- gibt es dort den 150/750 auf der Astro5.
Mit diesem Gerät kannst du bereits sehr gut visuell beobachten und von Hand sogar Huckepack Teleobjektive bis so 135 oder 200 mm nachführen.
Der nächste Schritt wäre die dazu erhältliche 2-achsige Motorisierung. Damit sind dann Teleobjektive bis 300 mm problemlos nachführbar und sogar Webcam-Fotografie (Sonne, Mond, Planeten) durch das Fernrohr selbst. Der nächste Schritt, um mit dem Newton selbst langbelichtete Deep-Sky-Fotografie zu machen, wäre dann wohl die Anschaffung eines Leitfernrohres (so in der 70 mm -Klasse) und ein paar passender Leitrohrschellen. Sehr leicht, zum Newton passend und preisgünstig ist etwa das hier als zweites gezeigte Leitrohr:
http://www.teleskop-service.de/Aktion/Komplettgeraete/teleskope.htm
Mit den hier genannten Schritten bist Du zwar schon bei rund 950.- Euro, viel billiger dürfte eine ähnlich leistungsfähige Ausstattung aber nicht kommen. Wenn Du in die Fokalfotografie mit dem Newton einsteigst, würde ich das recht wackelige Alu-Stativ gegen einen massiven Selbstbau aus Holz (rund 30.- Euro) austauschen.
Die Goto-Option schließlich würde ich ganz hinten anstellen. Es sei aber gesagt, das es beispielsweise von ASTROCOM ein GOTO-Set gibt, mit dem GP-kompatible Montierungen nachgerüstet werden können.
Die hier genannten Beispiele sind mir jetzt so in der Kürze eingefallen. Sicherlich gibt es auch entsprechende Lösungen von anderen Anbietern Deiner Wahl. Hinsichtlich Instrumentengröße und Montierungsklasse würde ich aber keinesfalls mit einer kleineren Lösung anfangen.
Gruß,
Bernd