Interessante Jupiterdetails im 6-Zöller

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Lotz

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Hallo Planetenfreunde,

Gestern, am 1.9. konnte ich bei nahezu perfektem Seeing Jupiter mit dem 6"-Refraktor ablichten und dabei
einige interessante Details entdecken. Die Wolken südlich des SEB fallen durch eine deutlich graubraunere
Färbung gegenüber den eher rötlichen Haupt- und nördlichen Bändern auf. Vom Südlich temperierten Band verläuft
eine Wolkenstruktur schräg (!) in die süd tropische Zone, wobei sie den GRF tangiert. Schaut man genau hin,
erscheint an der Stelle, wo dieses Wolkenabnd den GRF berührt, eine keilförmige, radiale Störung im GRF
aufzutreten. Hier aber erstmal das Bild:


Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/db500800.jpg



Auf meiner Planetenseite
findet Ihr in der Jupiterrubrik den mit NEU gekennzeichneten Link zum Bild mit einigen weiteren
technischen Details zu Optik und Kameraeinstellungen und vor allem zu den Aufnahmebedingungen,
sowie noch ein weniger stark geschärftes Bild, bei dem aber die Strukturen im GRF nicht so gut rüberkommen.





Viele Grüße,


Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory at freenet.de
 
Hallo Markus,

da hast Du wirklich sehr gute Verhältnisse gehabt, was man Deinem Foto ansieht. Du hast unheimlich viele Details festhalten können, was für 6" schon bemerkenswert ist. Lediglich die Farbgebung ist nicht ganz mein persönlicher Geschmack. Jupi erscheint auf meinem (kalibrierten) Monitor einen Tick zu rotbraun. Aber das ist auch Geschmacksache.

Zu der von Dir erwähnten Struktur kann ich leider nichts sagen. Meine letzte Jupiteraufnahme ist vom 24./25.8. Dabei ist bei meiner Aufnahme der GRF etwas links vom Meridian, und das von Dir angesprochene Gebiet deshalb gerade außerhalb des Sichtbereiches. Es wäre durchaus interessant, ob sich die Struktur neu gebildet hat.
Vielleicht hat ein anderer ja mehr Glück gehabt, und kann etwas dazu beitragen.

Gruß
Helmut
 
Hallo Helmut,

danke für Dein Feedback.
Also, ich geb zu, mit RGB eine gleichbleibende Farbgebung hinzukriegen finde ich extremst schwierig! Wenn Du auf meiner Seite das zweite Bild dieser Serie ansiesht, welches aus den gleichen R- G- und B- Rohbildern entstanden ist, ist sogar da die Farbe etwas anders, natürlicher. Ich habe versucht das schärfere, hier geziegte Bild ebenfalls dorthin zu drehen, es ist mir aber nicht überzeugend gelungen.
Wie stellst Du gleichbleibende Farbgebung in Deinem Workflow sicher?

Gruß

Markus
 
Hallo Markus,

wenn ich mir das Histogramm Deines Jupiters anschaue, bist Du eigentlich schon auf dem richtigen Weg. Die zweite Aufnahme, auf die Du verweist, erscheint mir eher etwas zu rot.

Die fleischfarbenen Bänder habe ich bei einem Planetenfreund aus USA im amerikanischen cloudynights Forum des öfteren gesehen. Auch er hat durch einen 150mm FH gefilmt und ähnliche Detailauflösungen erzielen können wie Du. Leider hat er die Fleischfarbe nie brauchbar korrigieren können und ist irgendwann auf einen 200m Newton umgestiegen.
Der Forums-Name des Kollegen lautet "solshaker" (leider auf die Schnelle habe ich keinen Link finden können).


Viele Grüße
Torsten
 
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Hallo Torsten,

dem muß ich hinzufügen, daß ich ja keinen FH habe, sondern einen von 450nm-750nm beugungsbegrenzt farbkorrigierten Refraktor, was man ja auch daran sieht, daß alle Farbkanäle scharf und gleich groß sind. Durch den Defokus bestimmter Spektralbereiche wird im FH Jupiter natürlich Farbstichig, was haupts. daraus resultiert, daß der Blauanteil nicht mehr passt.

Von daher müßte eigentlich die Farbbalance hinzukriegen sein. Ich weiß nur (noch) nicht genau, wie ich das reproduzierbar hin bekomme.

Gruß

Markus

 
Hallo Markus,

nachdem ich anfangs keinen Grund sah, an der Echtheit der gezeigten Bilddetails zu zweifeln, scheint ein Vergleich mit zwei am selben Abend aufgenommenen Jupiterbildern anderer Autoren doch auf Artefakte in Deiner Ausarbeitung hinzudeuten.

Die Ergebnisse von RobertR und Samson stimmen untereinander weitgehend überein. In beiden Fällen ist aber weder ein keilförmiger Einschnitt im GRF zu sehen, noch das auffällige Merkmal Deines Jupiter am linken Rand der Südhalbkugel bei ca. "Halbacht".

Wenn es sich hier um Artefakte handelt, kann ich mich nur wundern, warum diese vereinzelt auftreten, und nicht die gesamte Planetenoberfläche entstellt ist.

Vielleicht hast Du aufgrund der von Dir durchgeführten Bildbearbeitungsprozesse eine Erklärung hierzu?

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo jan,

danke für Dein feedback.
Werde mal versuchen, die Gründe rauszufinden.
Aber erst in 3 Wochen, bin jetzt erstmal mit der family in Urlaub und muß heut noch Köfferchen packen...

Gruß

Markus

 
Hallo Markus,

Dein Sturktur hat mich interessiert, ich habe auf ALPO Japan Zwei Bilder von Antony Wesley gefunden (bei beide den zweiten Beitrag von Oben):

http://alpo-j.asahikawa-med.ac.jp/kk09/j090915z.htm
http://alpo-j.asahikawa-med.ac.jp/kk09/j090905z.htm

Er hat eine ähnlich schräge Struktur auf sein Bild erzielen können, bei Ihm sieht man das die Struktur den GRS nicht berührt.. (übrigens ist das erste Bild von 15-09 wirklich gut, siehe mal die Struktur innerhalb den GRS.. Ach ja, traumen darf mann :/ )

Gruß und CS,

Fredrick
 
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