Interessanter Link über eine neue Zusammenarbeit

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Re: Interessanter Link über eine neue Zusammenarbe

Die China Röhren erfüllen eindeutig nicht die Standarts von LZOS, LOMO,TAK, TEC und wie sie alle heissen.
Die Händler könnten jedoch dafür sorgen indem Sie den Chinesischen/Taiwanesischen Herstellern nur die Geräte abnehmen würden die an die Vorgaben heranreichen.
Nur dann gäbe es ein weiteres Problem, die Gewinnspanne währe nicht so hoch. Also bedienen die vorhandenen Optiken einen ganz anderen Markt.
Noch ein weiterer Punkt:
Die wirklichen High End Röhren bedürfen eines solch immensen Aufwands, das der Preis prinzipiell in absehbarer Zeit nicht für den Massenmarkt bestimmt sein kann.
Warum sollten die Chinesen also ein Werk mit Strengsten Produktions und Endkontrollen aus dem Boden Stampfen um dann "nur" etwa vergleichbare Produkte mit den Russen zu bauen, die dann nicht mal Absatz finden wegen des exotischen Preises ? Denn sind wir mal ehrlich: Wie viel Prozenzt der Spechtler können sich wirklich einen 130mm Vollapo mit entsprechender Montierung leisten ???

Die Chinesen/Taiwanesen werden erst dann anfangen solche Röhren zu bauen wenn es entweder dafür einen Markt gibt (was man wohl bezweifeln darf), oder wenn die Fertigungstechniken in ein paar Jahren wieder solch einen Sprung gemacht haben wie die ED Optiken die schon durchaus brauchbar sind, und mit denen vor 10 Jahren auch niemand gerechnet hat.


 
Re: Interessanter Link über eine neue Zusammenarbe

jo .... hatte sven glaube ich auch schonmal angesprochen.

ohne markt=kein bedarf und exklusivitäten in kleinem rahmen muss man sicher auch nicht nach china vergeben, was im umkehrschluss aber dann nicht heisst, dass diese es gar nicht könnten.

gruß
andi
 
Das wird alles so gewünscht...

Hallo Andi,

wenn die chinesen zu blöde zum linsen herstellen sind und vielleicht mal 1,2,3 auf hundert hinbekommen, dann würde das die gewichtigen konzerne schon wissen und dort nichts produzieren lassen.
Die gewichtigen Konzerne wissen das und lassen in China produzieren, z.B. weil "der Aktionär" eine höhere Marge verlangt.
Im astronomischen Bereich sind handfeste Beispiele schludriger Produktion zu sehr verbreitet, als dass der Ruf "China-Schrott" nicht eine gewisse Allgemeingültigkeit verdienen würde. Ich erinnere gern auch nochmal an das 3,8mm ED Okular mit eingebautem Streulichtgenerator, und andere Dummheiten habe ich ja schon genannt. Auch die von Karsten genannte Schwärzungs-Problematik ist ein Thema, dass auch die EDs betrifft (bei denen nur keiner davon redet). Das Seben Farbfilter-Set fällt sicher auch in die Kategorie Ramsch.

Solange es bei chinesischen Produkten üblich ist, diese Problematik anzutreffen, solange hält sich der Dir unangenehme Ruf Chinas.
Als Kunde schaue ich mir ein Produkt an und kann den Kopf schütteln. Wenn ich einen Artikel schreibe, lege ich den Finger gern in die Wunde (mache ich auch bei TeleVue). Als Händler oder Importeur vor allem von nicht chinesischen Produkten, würde ich mir den Luxus nicht erlauben, auf meinen Lorbeeren zu sitzen und zu glauben, das würde immer so bleiben. Daran sind schon große Unternehmen ganz anderer Branchen gestorben.

Gerade die High-End-Firmen können doch von Glück sagen, dass in China gefertigte Artikel inkonsequent konstruiert sind. Hätte man die TMB/Burgess von Anfang an korrekt geschwärzt und verblendet, wären die ab Markteinführung als Radian-Killer gelaufen. Mit Sicherheit gibt es von Seiten hiesiger Händler und Importeure aber auch ein Interesse daran, dass genau das nicht passiert, denn wenn jeder Kunde gleich für 70 Euro das "endgültige Okular" kaufen würde, wo bliebe denn da der Umsatz? Es ist doch allemal besser, wenn der Kunde erstmal für 70 Euro das Chinateil kauft und dann nach einem Jahr wegen der kleinen Konstruktionsmangel nochmal den Umsatz für ein "High-End-Okular" zum Händler bringt. Selbiges gilt auch für Teleskope, wobei die Milchmädchenrechnung sicher drin steckt, dass viele Käufer der unter 200 Euro Ramschware so abgeschreckt sind, dass die erhofften Folgekäufe ("Aufsteiger") nicht kommen.

Klar ist, dass der jetzige Zustand nicht Kunden- sondern Händlerwunsch ist. Wobei "Händlerwunsch" die Importeure mit einschließt und als "Summe der Verhaltensweisen aller" zu sehen ist. Soweit mir bekannt ist, lernen BWLer auch was von Spieltheorie, also dem Verhalten konkurrierender Marktteilnehmer. Das sich ergebende Gleichgewicht (im Sinne eines Nash-Gleichgewichts) scheint sich eben in der heutigen Marktsituation wiederzufinden. Optimiert wurde dabei auf Umsatz und Gewinn, und das bedeutet billigster Ramsch (unabhängig vom Herkunftsland) hat einen großen Marktanteil. Zum Gesamtbild gehört es natürlich auch, diesen Ramsch zu verkaufen wie Goldbarren in Samtschatulle. Das kann man mit China-Ware sehr gut tun, denn die Tendenz, hervorragende optische Lösungen gegen gerade noch verkaufbare Qualität mit modernem Design (bunte Eloxierung...) auszutauschen ist sowas von offensichtlich...

Clear Skies
Sven
 
Re: Das wird alles so gewünscht...

1,2,3 von 100 wäre in dem segment eher unrentabel und da du ja auch sagst, dass die "gewichtigen konzerne" es dennoch tun, unterstreicht meine these :)

"mir unangenehm" kann man nicht sagen, ich bin kein chinese.
eher jemand, der sehr oft mit dieser region geschäftlich zu tun hat und das schon ne ganze weile lang.

wie der vice president einer grossen chinesischen firma mir mal sagte: "wir einige zeit eine grosse pumpe aus japan, die ging dauerd kaputt. wir haben diese dann gegen eine aus deutschland ausgetauscht und die läuft und läuft und läuft.

gruß
andi

 
Re: Das wird alles so gewünscht...

Hallo alle miteinander,

als positives Beispiel habe ich ein sog. "Marine" Fernglas 10,5x70, das ist sogut vergütet, dass man die Linsen nur noch ahnen kann. Ich glaube nicht, dass man noch irgendeine Weiterentwicklung der chinesischen Produkte stoppen kann.

Gruß Claus
 
Re: Das wird alles so gewünscht...

Hallo Claus,

da kann ich Dir nur zum Teil zustimmen. Ich habe das entsprechende 7x50 Modell, die Transmission und die Schärfe auf der Achse sind richtig gut, insofern hast Du recht.

Allerdings sind diese Gläser im Grunde veraltete Marinekonstruktionen mit extrem hohem Gewicht ( 7x50: 1,6 kg ), umständlicher Einzelokularverstellung und kleinem Sehfeld.

Ein modernes Spitzenfernglas sieht völlig anders aus. Ich kenne momentan jedenfalls kein Chinaglas, dass einem Nikon HG, einem Leica Ultravid, einem Zeiss Victory FL oder einem Swarovski EL in der Gesamtheit der Eigenschaften auch nur annähernd Paroli bieten könnte.

Beste Grüße

Manfred
 
Re: Das wird alles so gewünscht...

Hallo Manfred,

ist klar, ich habe die Optik angesprochen, habe wohl besonderes Glück gehabt - aber das Gewicht ist hoch, macht aber auf dem Stativ nicht soviel aus.

Gruß Claus
 
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