Interstellarum Deep Sky Atlas

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Hisaak

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Hallo,

heute kam der Interstellarum Deep Sky Atlas in der Premiumversion bei mir an. Für alle Interessierten hier ein paar erste Eindrücke und ein nicht besonders gelungenes Foto:

Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/130919/temp/t6noccoy.jpg
Die dunklen diagonalen Streifen sind nur Schatten. Der Einband ist gleichmäßig schwarz.

Zum Inhalt des Atlas kann man sich auf der Verlagsseite informieren. Daher werde ich mich hier auf die Beschaffenheit der Premiumversion beschränken. Nur soviel: das Kartenbild ist so wie beschrieben und gefällt mir gut.

Buchdeckel und Buchrücken bestehen aus einem zusammenhängenden flexiblen Kunststoff-Element. Der Buchdeckel wölbt sich im geschlossenen Zustand (siehe Foto). Bei geöffneten Atlas liegen die Deckel flach auf dem Tisch. Man kann die Seiten nicht wie bei einem normalen Ringbuch ganz umklappen (wie z.B. beim Reiseatlas Mond vom gleichen Verlag), da wie schon angesprochen Deckel und Rücken fest zusammenhängen. Man hat am Teleskop also einen aufgeklappten und recht weichen Atlas auf dem Schoß, da der Einband nicht steif ist. Trotzdem liegt er ganz gut auf dem Schoß. Die Seiten sind dünn, sollen aber laut Verlag aus einem reiß- und wasserfesten Material bestehen. Durch die Stanzung für die Ringbindung hängen die meisten Seiten direkt an der Bindung noch zusammen. Vor dem ersten Einsatz muss man also einmal komplett durchblättern und die Seiten voneinander trennen.

Der erste Test mit Rotlicht im dunklen Abstellraum viel positiv aus.

Soweit mein erster Eindruck von der "technischen" Seite des Atlas.
 
Sehr schön,


dann dürfte der bei mir doch auch bald eintrudeln.

CS

Peter
 
Noch eine kleine Anmerkung: mit "weichen Atlas" meine ich, das der Einband flexibel ist. Er biegt sich also, wenn man ihn auf den Beinen ablegt. Das gefällt mir gut, da er so bequemer liegt als Bücher mit starren Einband. Ins Bücherregal werde ich ihn allerdings nicht stellen sondern legen, da die Ringbindung in Verbindung mit den dünnen Seiten nicht so gut fürs 'auf der Seite stehen' geeignet ist. Aber der Atlas ist ja für den Einsatz am Teleskop optimiert, da fallen die Steherqualitäten ;) für mich nicht ins Gewicht.
 
Hallo

Trotz des umfangreichen Kartenwerks leicht und handlich. Hatte mir das viel größer/schwerer vorgestellt.
Das System mit der Symbolik was mit welcher Oeffnung sichtbar sein kann ist eingängig.
Der Masstab (1, 5cm pro Grad) scheint mir passend gewaehlt, das kann ich im 10x60 Sucher und Uebersichtsokular ganz gut zuordnen und orientieren.
Das Material ist wirklich sehr robust und ich kann mir vorstellen, ist es schmutzig, mit einem feuchtem Tuch drueber und gut. Outdoorfaehig.
Was mir nicht so gefällt ist die Ringbindung und Einband, das ist doch sehr steif/störrisch. Für das Geld haette man das evtl. eleganter lösen können, aber das tut jetzt den positiven Ersteindruck nicht wirklich trüben.

Gruss

Peter
 
Hallo Peter,

was die äußere Erscheinung des Atlas angeht, kann ich dir nur zustimmen. Schön ist anders. Durch die feste Verbindung von Deckel und Buchrücken sieht er, wenn er so im Regal liegt, mit dem gewölbten oberen Deckel etwas unförmig aus. Ich hatte angenommen, dass die Buchdeckel nicht zusammenhängen und es so gemacht ist wie beim Stropek.

Aber was solls. Der Atlas schlägt meinen ausgedruckten Taki 8,5 in Klarsichthüllen um Längen.
 
Hi

Ja, ich seh es so, es ist für draussen und nicht fuers Regal, liegt schon in meiner Zubehör box.
Und für den Arbeitseinsatz ist derr Atlas richtig gut.

Gruss

Peter
 
Mhmm, meine Suche nach der Detailkarte D8 (Plejaden) blieb gerade erfolglos. Dann nehme ich eben die zweite D7... . Na ja, ist ja nur ein kleiner Fehler. Aber einer, den man leicht erkennen kann.
 
Mahlzeit,

nur damit das von den Mitlesern nicht missverstanden wird: Die entsprechende Detailkarte für die Plejaden ist vorhanden und auch an der richtigen Stelle. Sie hat nur eine falsche Bezeichnung. In der Sternkarte wird der entsprechende Bereich mit D8 bezeichnet. Im Abschnitt mit den Detailkarten folgt auf D7 (Orionnebel und Umgebung) noch einmal D7 mit den Plejaden.
 
Hallo Peter, hallo Heiko,

ich habe mich am Anfang auch über den gewölbten, zusammenhängenden Buchdeckel und Buchrücken gewundert, wenn man das aber mal durchdenkt und praktisch händelt, wird einem schnell klar, das der Einband in einem Stück dieser umfangreichen Kartenzahl, sprich einzelner "Blätter", den nötigen Zusammenhalt und Stabilität gibt, der sowohl auf dem Tisch als auf dem Schoß zum tragen kommt. Man muß sich das mal getrennt am Ring vorstellen, das würde vielmehr an der Spirale ziehen.
Vielleicht wäre ein zugehöriger Transport Schuber nicht schlecht gewesen.

Darüber hinaus ist der Einband aus wirklich stabilen feinem Kunstoff, da sieht man kein Fingerabdruck drauf, und der Druck der Karten ist schon beeindruckend.


Der Rest muß die Praxis zeigen. Ich freue mich drauf!

 
Hallo Mike

Ist schon richtig. Ich meinte ja das evtl. Etwas eleganter gegangen wäre als mit dem sturen Einband. Ich bin zu, ich bleib zu. Ich bin aufgeschlagen, ich bleib aufgeschlagen.
Der Atlas ist klasse, auf jeden Fall.

Gruss

Peter
 
N'Abend,

konnte jemand die beiden Versionen vergleichen ? Lohnt die doch erhebliche Mehrausgabe für den "Premium" ?

Der Verlag ist ja leider nicht bereit zur Ansicht zu liefern.

Vielen Dank und cs
peter
 
Hi

Da ich nicht beide habe kann ich sie nicht vergleichen. Mir war halt die Gewichtsersparnis und die Robustheit wichtig, denn dann geht das Teil auch wirklich mit raus.

Gruss

Peter
 
Hallo,
auch mein Atlas (Normalausgabe) ist daheim angekommen. Die Objektauswahl und Kategorisierung ist sind schon großes Kino. Sehr gut gefällt mir das Format und der randlose Druck. Das Ding kann man ohne großen Ballast mit nach draußen nehmen. Ich würde sagen, klare Kaufempfehlung.
Thomas
PS: Die Premiumausgabe kann man wohl auch in der Badewanne ohne Risiko durchschauen :-)
 
Hallo Coathanger/Peter,

ich konnte beide Varianten ausgiebig vergleichen.
Der Inhalt ist gleich, nur die Legende wurde der teureren Version als extra Karte in einer Tasche am Einband beigelegt.
Die Premiumausgabe ist halt wirklich wasserfest, während die "normale"
Variante hochwertig auf festen und guten Papier, das ein wenig weisser ist, gedruckt wurde.
Auch diese Version sieht sehr robust aus und wird einiges gut aushalten können.

Ob es sich lohnt die Premiumausgabe zu kaufen, hängt wohl vom Einsatz und den Vorlieben ab. Ständig draussen unterwegs und im Koffer transportiert, dann kann man zur Premiumvariante greifen, die zudem leichter ist.

Grüsse,
Peter
 
=> Hr_Ranger

Hi Peter,

vielen Dank für die Einschätzung. Mich reizt auch das geringere Gewicht der Premiumversion
da mein Handgepäck für den Flieger schon jenseits von grenzwertig ist.
Der Preisunterschied ist halt auch ganz ordentlich...
Vielleicht kann ich beim HTT mal einen Blick drauf werfen, Stoyan vom Oculum Verlag ist ja angekündigt.

Merci und cs
peter
 
hallo,

ich hab mir den neuen Deepsky Atlas auch gleich auf der AME eingesackt, und zwar in der wasserfesten Premium Version. Ein beeindruckendes Werk in meiner Atlassammlung, und sehr innovativ konzipiert.

Pluspunkte:
- wasserfest und praxisgerecht
- extrem viel Info zu den Objekten codiert, ohne überladen zu wirken. zB Doppelstern Abstand und pos. Winkel mit einem kurzen Strich. Im Tri Atlas wird dadurch das Bild sehr gestört.
- zu den Nebeln gleich die Filterempfehlung (UHC, OIII, Hb)
- viele neue PNs mit Eigennamen die man sonst kaum wo beschrieben findet, zB auf Blatt 30 Cygnus links: "Cloverleaf nebula", "Seahorse nebula", "Patchick I"
- Unterteilung in 4 Sichbarkeitsklassen nach Teleskopgrösse. Wobei ich Schwierigkeiten Klasse 3 und 4 zu unterscheiden, schon hier im Wohnzimmer.
- kompakt und trotzdem viel Info. Maßstab und Tiefe ähnlich der Uranometria, aber wesentlich handlicher.

Minuspunkte:
- Blattschnitt nicht im Umschlag, muss man immer rumblättern um die Übersicht aufzuschlagen
- Sichtbarkeiten IMHO extrem optimistisch, zB Sh2-91 mit 8" sichtbar, aber ich habe den mit stundenlanger CCD Belichtung nur im Schmalband herausarbeiten können. Oder NGC6692 in Lyra, ein 13mag Gx Fuzzy als 8" Objekt. Das gilt also bestenfalls nur für besten Bergspitzen-Himmel.
- Farbcodierung im Rotlicht verschwunden, aber alles leserlich
- leider keine invertierte Ausgabe erhältlich. Himmelshintergrund schwarz, das wäre IMHO noch wesentlich praxistauglicher gewesen. Vielleicht kommts ja noch...?

Es wäre wunderbar, wenn es dazu einen Begleitband mit Beschreibungen gäbe, ähnlich wie den field guide zur Uranometria. Aber den kann man ja auch dazu benutzen.

Insgesamt bin ich von dem Wurf sehr angetan. Jetzt hoffe ich auf Himmel um den Atlas auch in der Praxis erproben zu können!

lg Tommy
 
Vielleicht hätte auch noch jemand das bisschen Fließtext Korrekturlesen sollen. Ein vorangestelltes + für südliche Deklinationen klingt zwar nicht gleich so negativ ;) (siehe Benutzerhinweise), macht aber zusammen mit der falsch nummerierten Detailkarte einen etwas nachlässigen Eindruck.

Aber ich will jetzt mal nicht päpstlicher als die Post sein. Das Kartenmaterial ist ganz nach meinem Geschmack.
 
Hallo leute,

Ich habe habe mir eben einfach mal todesmutig die Premiumvariante bestellt. Ich bin gespannt. Ich hoffe auf eine sinnvolle Ergänzung zum Deepsky Beobachteratlas (dem "Stropek"), dessen Kartenmaterial mir nicht so gut gefällt. Bislang bin ich mit meinem 16"er kaum über den Deepsky Reiseatlas hinaus gekommen. Mal schauen ob sich das mit diesem Atlas ändert.

Neugierig:
Marcus
 
Hallo zusammen,

Zitat von mettling:
Bislang bin ich mit meinem 16"er kaum über den Deepsky Reiseatlas hinaus gekommen.
Na dann aber mal ganz schnell hinters Okular geklemmt, wenn das Wetter passt :biggrin:

Zum Thema "Welches Objekt ist mit welcher Öffnung sichtbar ": Da bin ich generell etwas skeptisch, zumal es eben auch sehr auf die Bedingungen ankommt. Geht man beim Atlas von mittleren ländlichen Bedingungen aus oder doch Hochgebirge? Hier wurden ja schon einige Beispiele genannt, die irgendwie nicht so ganz passen. Da hätte ich dann bei den meisten unbekannten Objekten etwas Bauchschmerzen.

Ich habe mir den Atlas allerdings nicht bestellt, da mir persönlich der Preis zu hoch ist. Denn für viele Objekte werde ich unter normal guten Bedingungen für den 8"er immer wieder eine zusätzliche Aufsuchkarte drucken müssen. Sonst guckt man sich die Augen aus, weil man die genaue Position nicht kennt. Aber dennoch ein sehr ansprechender Atlas. Ist irgendwie die Deluxe-Variante vom "Kosmos Sternatlas kompakt": Reines Kartenmaterial mit weiteren, codierten Infos und zusätzlicher, wetterfester Version.

Gruß, Robert
 
Hallo Robert,

im Atlas steht, das die Kategorien für einen typischen Landhimmel gelten. Auf der Homepage zum Atlas gibt es eine genaue Angabe:

Grenzgröße mit bloßem Auge von 6m,5 für erfahrene Beobachter
 
Zitat von Hisaak:
im Atlas steht, das die Kategorien für einen typischen Landhimmel gelten. Auf der Homepage zum Atlas gibt es eine genaue Angabe:

Grenzgröße mit bloßem Auge von 6m,5 für erfahrene Beobachter
Danke für diese mir entgangene Info :blush: Allerdings sind 6.5m Grenzgröße schon etwas mehr als ein typischer Landhimmel. Zumindest hier in Deutschland ;) Die meisten dürften sich über einen 6.0m Himmel freuen :hochachtung:
 
Hallo Leute


gleich mal der erste Härtetest. Weil Frühdienst wollte ich nicht weit weg, also Garten, ab und zu ist auch von dem Platz trotz Bebauung (sehr kleingemeindlich) was zu erhaschen.

Das Allererste noch bevor irgend was anderes der Ausrüstung feucht wurde war der Einband des Atlas, der zog die Feuchte magisch an. Das kann ja heiter werden.

Ich hatte dann zwei Seiten länger auf dem Tisch liegen, da ich mich bei SGR und Cyg herumgetrieben habe. Die Seiten zogen nicht soviel Nässe an wie der Einband, aber es war schon pappig.
Es ist dann auch schon so das mal Seiten zusammenkleben oder sich beim Blättern nicht schön falten.

Trotzdem blieb der Atlas brauchbar, die Nässe war vorhanden, hat aber die Arbeit nicht gestört.

Während ich das schreibe trocknet das Teil und tut so als ob nix war...
Ich möchte nicht wissen wie das mit Papier abgegangen währe, mein ausgedruckter E&T Beobachtungsplan sieht mitgenommen aus, Papierkorb.

Praxisnote: 2

Gruss

Peter
 
Hallo Leute,

Vor drei Tagen habe ich den Atlas in der Premiumversion bestellt, heute ist er in der Post.

Erster Eindruck: ist das wirklich wasserfeste Folie oder dünnes Papier? Ja, es ist Folie. :cool:

Zweiter Eindruck: Was für ein hervorragender Atlas. Angenehm großer Maßstab, ein genial einfaches System zur Unterscheidung der Sichtbarkeiten, sehr übersichtlich. Dabei robust und leicht. Ein engmaschiges Koordinatennetz, mit dem ich Koordinaten schnell so genau ablesen kann, dass es für meine digitalen Teilkreise und das Übersichtsokular reicht.
Viele Himmelsobjekte eingezeichnet, dich ich problemlos mit 16" auch unter widrigen Bedingungen erreichen sollte und die ich bislang noch nicht kannte.

Vorläufiges Fazit: den behalte ich!

Zufrieden:
Marcus
 
Zitat von mettling:
ein genial einfaches System zur Unterscheidung der Sichtbarkeiten, sehr übersichtlich.
Wobei ich da immer noch Bauchschmerzen habe, was die tatsächliche Grundlage für die Sichtbarkeit ist.

Ich habe mir gerade zufällig eine Beispielseite vom Delphin mit den Galaxien NGC6928 & NGC6930 angeschaut. Für die erste werden 12" empfohlen, für NGC6930 8". Ich habe in den letzten Wochen mehrfach nach diesem Paar geschaut und kann vom Gegenteil berichten. NGC6928 ist deutlich einfacher zu sehen und für 8" unter einem 6.0m Himmel kein Problem. Bei NGC6930 habe ich etliche Anläufe mit 8" benötigt, bis ich sie sehen konnte.

Gerade diese Sichtbarkeitsinfo macht einen solchen Atlas für mich besonders interessant. Wenn sie denn auch praktisch nachvollzogen werden kann.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

eine 100%ige Ableitung und Garantie wird halt nicht möglich sein, dazu sind halt die Bedingungen zu unterschiedlich. Du schreibst ja das du (auch nach mehreren Versuchen) NGC6930 gefunden hast mit 8". Also nicht unmöglich.
Will man eine Atlas der auf 5.0m Himmel basiert, dann mag das lebenswirklicher sein, und dann fährt man eine Stunde in den Pfälzer Wald, hat tatsächlich 6,5m und dann ist man wieder limitiert.
Irgendwie kann man das niemand recht machen, es ist halt ein ungefähre Indikation, nicht mehr, und nicht weniger.

Gruss

Peter
 
Hallo Peter,
Zitat von sparrows69:
eine 100%ige Ableitung und Garantie wird halt nicht möglich sein, dazu sind halt die Bedingungen zu unterschiedlich. Du schreibst ja das du (auch nach mehreren Versuchen) NGC6930 gefunden hast mit 8". Also nicht unmöglich.
Will man eine Atlas der auf 5.0m Himmel basiert, dann mag das lebenswirklicher sein, und dann fährt man eine Stunde in den Pfälzer Wald, hat tatsächlich 6,5m und dann ist man wieder limitiert.
Irgendwie kann man das niemand recht machen, es ist halt ein ungefähre Indikation, nicht mehr, und nicht weniger.
Ich habe beide Galaxien, die direkt nebeneinander liegen, unter exakt den selben Bedingungen beobachtet! Nach dem Atlas müsste dann NGC6930 deutlich besser mit 8" zu sehen sein als NGC6928, da Letztere eher für 12" empfohlen wird. Es ist aber genau umgekehrt.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich finde einen solchen Atlas großartig mit toll umgesetzten Ideen. Aber bei dem Preis erwarte ich dann schon zumindest inhaltlich etwas mehr. Vor allem bei den Dingen, die diesen Atlas deutlich von anderen Atlanten abgrenzen.

Gruß, Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus
Hier mein erster Eindruck nach einer Nacht und genauer Ansicht des Atlas:

Nach 2 Tagen Bestellung landet die Premiumedition bei mir zu Hause!


Nach dem Auspacken aus einer Klarsichtfolie hab ich einen quadratischen 28x28cm großen Atlas in der Hand. Der Umschlag ist aus Priplak und soll Wasser und Temperaturunempfindlich sein. Gewöhnungsbedürftig ist, das sich der Umschlag sich ein wenig abhebt und einen exakten Buchschluß verhindert.
Auffällig bei der Premiumausgabe ist die Leichtigkeit des Atlanten. Er wiegt ein wenig mehr wie 1kg und kann bequem auf dem Schoß unter dem Teleskop aufgelegt werden. Die Normalversion ist da wohl einiges schwerer!!

Das Papier ist kein Papier. Es besteht aus einer Polyethylenfolie und läßt sich bedrucken wie Papier. So ist die Folie reißfest, wasserundurchlässig, fettabstoßend und chemikalienbeständig soll es auch sein.

Eine ausführliche Einführung bringt einem die Neuerungen und Details des Atlanten nahe. Für mich ausreichend!
Der Atlas beginnt mit Übersichtskarten Frühling bis Winter. Hier kann man schnell sein Zielgebiet finden. BEkannte Vorgehensweise!

Eine Legendenkarte steckt vorne im Umschlag und ist ausführlich bestückt.(Premiumedition)

Die Karten sind farbig gedruckt. Die roten aufgedruckten Nebelregionen, die man ja Nachts im Rotlicht nicht sehen würde, sind mit einer dünnen schwarzen Linie umrandet. So sieht man auch im Rotlicht die Objekte im Umriss! Sehr gut gelöst!! Der Maßstab,5cm pro Grad und die Blattgröße von 26 - 28cm sind ideal gewählt. Ebenso werden bei den Emisionsnebeln das ideale Filter angezeigt!! Das ist für mich bis dato eine einmalige Geschichte!
Sichtbarkeitskategorien für 4" (100mm), 8" (200mm), 12" (300mm) sowie zusätzliche schwierigere Objekte finde hervorragend umgesetzt.
Schwarz-Weiß, Veränderliche mit Maximal- und Minimalhelligkeit, Doppelsterne mit Symbol für Abstand, Helligkeitsunterschied und Positionswinkel, werden für jede Komponente einzeln dargestellt und ist somit für mich auch aufwendig und einzigartig gemacht.

MIt den Abell (PN), Arp, Basel, Barnard, Berkeley, Bochum, Fleming, Hartl-Weinberger, Hickson, Holmberg, Klemola, King, Menzel, Messier, Palomar, Terzan, Stock, Tombaugh, Trümpler-Katalogen, ist der Atlas praktisch vollständig.

Die letzten Seiten bieten noch einen sehr guten Serviceteil. Zum Beispiel wird der Virgohaufen in zwei großen Karten dargestellt. Ebenso große Nebelkomplexe wie schwache Galaxienhaufen. Abschließend wird der Atlas mit einem "Deep-Sky-Objektindex", der alle Objekte nach Objektgruppe mit der dazugehörigen Seitenzahl auflistet.

Fazit:

Die Spiralbindung mit dem Umschlag finde ich nicht ganz ideal, da sich der Umschlag nicht exakt auf die Seiten legen läßt. Der Umschlag ist dafür zu starr!

Sonst finde ich keine Schwächen! Ein ideales Gewicht, bei großen übersichtlichen, farbig gedruckten Karten, läßt eigentlich keine Wünsche offen. Man hat bei Interstellarum versucht, auf Schwächen der anderen Atlanten praktisch einzugehen. Und das ist durchaus gelungen!!

Der Preis ist mit Versand bei 133 € kein Niedrigpreisprodukt und wird doch Einige vom Kauf abschrecken. Die Normalversion kostet 79,90 und wird daher von einigen Beobachtern bevorzugt werden. Die Normalversion ist jedoch einiges schwerer, wie die Premiumedition und wäre daher bei mir nur die zweite Wahl gewesen. Durch die besondere aufwendige Herstellung der Premiumedition, ist der Preis jedoch wohl angebracht, was mir ein Buchdrucker auch bestätigte!

Also abschließend finde ich den Atlas sehr gut durchdacht und für die Praxis am Teleskop ein idealer Begleiter!!
Meine Daumen hoch!!

Lg von Hajü
www.astromerk.de

 
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