Interstellarum Deep Sky Atlas

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Hallo Robert

natürlich dürfen und müssen Dinge hinterfragt werden, da hab ich nix gegen. Man müsste dann von einem einzelnen widersprüchlichem Fund auf den ganzen Atlas schliessen; das halte ich für verfrüht, dass müsste man schon für viele Objekte nachweisen.

Und dann ist das auch ziemlich subjektiv.

Die DSDB sagt zu beiden Objekten ab 150mm Öffnung, diesselbe Flächenhelligkeit 14m an, wobei natürlich die Ausdehnung eine grosse Rolle spielt. Ich würde nach der DSDB davon ausgehen diese GXen mit 8" sehen zu können (wenn ich nicht wüsste was alles dazu kommen muss das es klappt.) Wie gehe ich denn damit um?

Gruss

Peter

 
Hallo Peter,
Zitat von sparrows69:
natürlich dürfen und müssen Dinge hinterfragt werden, da hab ich nix gegen. Man müsste dann von einem einzelnen widersprüchlichem Fund auf den ganzen Atlas schliessen; das halte ich für verfrüht, dass müsste man schon für viele Objekte nachweisen.
Natürlich will ich nicht auf den gesamt Atlas schließen. Aber es bleibt halt immer wieder die Frage offen, ob das gerade beobachtete Objekt, welches ich vielleicht nicht gesehen habe, eben einem solchen "Fehler" unterliegt. Es herrscht dann bei mir ein grundlegendes Misstrauen. Und hier wurden ja auch schon andere Beispiele genannt.

Zitat von sparrows69:
Die DSDB sagt zu beiden Objekten ab 150mm Öffnung, diesselbe Flächenhelligkeit 14m an, wobei natürlich die Ausdehnung eine grosse Rolle spielt. Ich würde nach der DSDB davon ausgehen diese GXen mit 8" sehen zu können (wenn ich nicht wüsste was alles dazu kommen muss das es klappt.) Wie gehe ich denn damit um?
Wenn ich es richtig verstanden habe, sind in diese Sichtbarkeitsdaten neben der Kontrastreserve (siehe E&T) auch noch visuelle Beobachtungen eingegangen, aber sicher nicht für alle Objekte. Ich würde gerne einmal für einige schwierigere Objekte mit E&T die Kontrastreserve berechnen lassen und mit meinen Beobachtungen vergleichen. Da werden sicher ein paar Überraschungen dabei sein ;) Aber nur für diesen Test möchte ich mir ungern E&T kaufen. Aber vielleicht findet sich mal jemand, der E&T hat und mal für einige Objekte das ganze durchrechnet.
Ich will hier keinesfalls diesen Atlas oder gar E&T schlecht machen, aber meine eigenen Erfahrungen und dem, was mir der Atlas suggeriert, passen in diesem Fall einfach nicht zusammen. Vielleicht hätte man sich mehr auf visuelle Beobachtungen stützen sollen, was aber sehr aufwendig ist.

Schau dir einfach mal ein Foto der beiden Galaxien (z.B. DSS) an. Du wirst schnell sehen, welche von beiden einfacher sein wird. NGC6928 ist übrigens deutlich größer, heller und von der Helligkeitsverteilung gutmütiger. Gerade die Helligkeitsverteilung scheint ein Punkt zu sein, wo verlässliche Formeln (wie in E&T) nicht mehr einfach zu finden sind. Daher ist meine Devise: Selbst anschauen ;)

Aber trotzdem schön zu hören, dass der Atlas einen durchaus positiven Eindruck hinterlässt :super:

PS: Tut mir leid für meine kritische Haltung als Nichtbesitzer des Atlas :blush:

Gruß, Robert
 
Hi Robert

Ich schau es mir in E&T mal an.


Gruss

Peter

P.S.: Kritik ist erlaubt, dies ist ein Diskussionsforum;-)
 
Hallo Robert,

ein Versuch als PDF:

Del_GX.pdf

Und hier mit Himmel 6.5
http://www.file-upload.net/download-8119335/Del_GX2.pdf.html

Ich habe ein paar Stichproben gemacht, was im Atlas als für 8" und ein Himmel 6.5 geeignet ist, listet E&T auch als machbar aber durchweg als schwierig aus.

Im Atlas schreiben die Autoren, solche Fälle wie deinen sollte man bei deepskyatlas.de melden.

Unter dem Strich könnte man sagen das die Klassifizierung optimistisch ist, es wird aber auch darauf hingewiesen das die Bedingungen gut sein müssen, ergo schön dunkel.

Für mich gilt halt, ich möchte wissen was ich unter guten Bedingungen sehen kann. Was ich unter schlechten Bedingungen nicht sehen kann ist nicht so interessant :cool:



Gruss

Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nachtrag nach weiter Begutachtung des Deep Sky Atlas und Vergleichsatlanten:

Was mir auffällt das im PN Bereich, mir der gebräuchliche PK-Katalog fehlt! PNG sowiso!!Dafür sind viele Objektnamen angegeben, die ich noch nie gehört habe!!

Lg von Hajü
 
Hallo miteinander, hier noch eine positive Rückmeldung aus der Schweiz.

Die beiden vorbestellten Atlasversionen habe ich sehnsüchtig erwartet und vor wenigen Tagen endlich erhalten.
Da ich die beiden Versionen an zwei verschiedenen Tagen separat bestellte, erhielt ich diese in zwei separaten Lieferungen, jedoch zufällig gleichentags. Der robuste und über die Kanten und Ecken des Atlas weit vorstehende Versandumschlag aus stabilem Karton gewährleistete einen 100% schadenfreien Versand ohne irgendwelche Kantenbestossungen, etc. Beide Atlasse waren in Klarsichtfolie eingeschweisst. Oculum weiss offensichtlich, wie man Drucksachen schadenfrei versendet und das schätze ich sehr. Denn lieblos verpackte und während dem Transport beschädigte (Astro-) Publikationen gehören wohl nicht nur für mich zu den grössten Nervtötern.


Das Format beider Atlasversionen ist genau identisch und liegt bei 28x28cm. Zu den Einzelheiten:

Die Normalversion zu 79,90 EUR wiegt 1'415 Gramm (mit einer präzisen Briefwaage gewogen). Der Umschlag der Normalversion besteht aus einem ziemlich stabil wirkenden laminierten Karton, der zur Ausnahme sicherlich feucht abgewischt werden kann. Der nicht feuchtigkeitsfeste Kartenteil ist auf hochweisses, matt gestrichenes Offsetpapier gedruckt, was ein sehr sauberes Druckbild mit gutem Kontrast gewährleistet. Die Falzmasse des Umschlags sind gut gewählt, die Kartenblätter liegen plan in der Ringbindung und der Umschlag bildet einen guten Buchschluss, ohne sich abzuheben. Feuchtigkeitsgeschützt und sorgfältige Nutzung vorausgesetzt, wird man jahrelange Freude an diesem Atlas haben.

Das Gewicht der Premiumversion zu 129,90 EUR ist knapp 400 Gramm leichter und beträgt 1'055 Gramm. Der Umschlag dieser Premiumversion besteht aus mattschwarzem Priplak (Plastik) und macht optisch einen gefälligen, praxisorientierten und überaus soliden Eindruck. Der Kartenteil ist - mit gleicher Sorgfalt wie bei der Normalversion - auf feuchtigkeitsbeständiges Polyart (syntethisches Papier auf Polyethylenbasis) gedruckt. Dieses synthetische Papier ist leicht, weiss, jedoch nicht reinweiss wie das bei der Normalversion verwendete matt gestrichene Offsetpapier, weshalb der Druckkontrast im direkten Vergleich leicht reduziert ist, was aber für die Praxis unwesentlich ist.
Bei den Falzmassen des Priplak-Umschlags ist das letzte Wort ganz offensichtlich noch nicht gesprochen, da sich in der gegenwärtigen Ausführung der Kartenteil nicht plan in der Ringbindung befindet und sich der Umschlag ausserdem ein wenig abhebt und keinen sauberen Buchschluss bildet.

Die Abmessungen beider Atlasversionen liegen wie erwähnt identisch bei 28x28cm, wobei Kartenteil und Umschlag genau gleich gross zugeschnitten ist, was im Hinblick auf den Schutz der Kartenblätter leider nicht gut durchdacht wirkt. Denn die mit Spiel in der Spiralbindung liegenden Kartenblätter können an drei Seiten über die Umschlagkante hervorstehen und so bei Transport oder Gebrauch rasch beschädigt werden. Es wäre erfreulich gewesen, wenn der Verlag die Umschlagdimensionen etwas grösser als den Kartenteil gewählt hätte.

Zum Inhalt:
Nach dem Titelblatt folgen die Danksagungen, Impressum und Vorwort. Die folgenden zwei Seiten informieren in übersichtlicher Form über Philosophie, Kartenschnitt, Objektauswahl, Benutzungshinweise und verwendete Quellen.
Danach folgen auf sechs Seiten die Übersichtskarten und eine Seite mit einer Liste der Katalogkürzel, dann folgt der Hauptteil mit 114 doppelseitigen Karten, direkt anschliessend folgen 11 Seiten mit Detailkarten. Ganz am Schluss folgt auf 15 Seiten der nach Kategorien sortierte Deep-Sky Objektindex.

Die ganz am Anfang und dann beim Objektindex am Schluss verwendete Schriftgrösse ist einer meiner ganz wenigen Kritikpunkte an diesem Atlas. Denn diese Schriftgrösse ist sehr klein und bewirkt im Zusammenhang mit dem feinen Schrifttyp eine auffällig schlechte Lesbarkeit. Ich vermisse hier definitiv ein leicht grösseres und fetteres Schriftbild, wie beispielsweise verwendet im Deep-Sky Reiseatlas vom Oculum-Verlag.

Die Anordnung der Kartenblätter ist überaus intelligent und praxisfreundlich gelöst. Die Karten lassen sich sehr gut und widerstandslos in der Ringbindung durchblättern.
Zu den weiteren Details der Kartengestaltung und des Informationsgehaltes haben sich meine Vorredner schon ausgiebig geäussert, weshalb ich mich hier zurückhalte.
Nur so viel: Die Einteilung der Sichtbarkeitskategorien für 4" (100mm), 8" (200mm), 12" (300mm) sowie zusätzliche schwierigere Objekte finde ich, gerade als visueller Beobachter, ganz hervorragend umgesetzt. Dieser Atlas versetzt den Benutzer auf sehr übersichtliche Weise in die Lage, sich auf Objekte zu konzentrieren die in visueller Sichtbarkeitsreichweite liegen, anstatt wie bisher wertvolle Zeit zu vertrödeln auf der Suche nach Objekten ausser Reichweite.

Abgesehen vom weiter oben erwähnten Nachbesserungspotential am Umschlag und der Typographie im Textteil zu Anfang und besonders am Schluss beim Deep-Sky Objektindex, können keine nennenswerten Schwächen bemängelt werden. Gewicht und Dimension sind ideal, die übersichtlichen, farbig gedruckten Karten weisen einen hervorragenden und praxisbezogenen Informationsgehalt auf, ohne je überladen zu wirken.
Der Preis ist hoch, jedoch absolut angemessen in Anbetracht, was dieser Atlas zu bieten hat und dem gewaltigen vorbereitenden Aufwand, der hier getrieben wurde.
Für den Ausseneinsatz empfehle ich definitiv die auf feuchtigkeitsbeständiges Polyart gedruckte Premiumausgabe, der Mehrpreis wird in der Praxis rasch vergessen sein.

Fazit:
Interstellarum ist mit dem Deep Sky Atlas, an welchem die Autoren mehr als zehn Jahre (!) gearbeitet haben (siehe Seite 1 unter "Danksagungen"), ein echter Wurf gelungen.
Es ist für mich persönlich bereits absehbar, dass dieser phantastische Atlas mein neuer ständiger Exklusivbegleiter am Fernrohr sein wird.

Mein grosser Dank und mein Respekt geht an Interstellarum und den Oculum-Verlag, uns, der Astrogemeinde, so ein echtes Hammerteil zur Verfügung zu stellen. Ganz klarer Kauftipp!

Gruss,
Stephan

 
Hallo zusammen,

eine Frage an die Besitzer dieses Werks: Lohnt sich die Anschaffung Eurer Meinung nach für mich als Besitzer kleinerer Teleskope (5" MAK, 4" Richfielder) oder stolpert man da nicht häufig die Objekte, die mit kleinen Optiken unter Nicht-Alpenhimmel eh nicht sehen kann.

Ich habe den Karkoschka und den Tirion SkyAtlas 2000.0

Danke für Eure Einschätzungen!

Achim
 
Hallo Achim,

Persönlich beobachte ich mit einem 6" APO Refraktor. Also ich würde den Atlas ohne Zögern auch mit einem *entfernt* wie von Dir erwähnt kaufen. Grund: Die sehr informative, gleichzeitig aber übersichtliche Kartengestaltung. Nebst den Deep Sky Objekten denke ich da gerade auch an die Informationen bei den Doppelsternen (Einteilung in drei Abstandskategorien, Helligkeitsunterschiede bzw. Trennbarkeit nach Rayleigh-Kritrium ja/nein und Positionswinkel). Mittels entsprechender Symbolgestaltung ist dies alles direkt auf der Karte ablesbar, ohne irgendwo einen separaten Index nachschlagen zu müssen.

Mein Kauftipp bezieht sich speziell auf die wasserfeste Premiumausgabe, an der man lange Freude haben wird.

Gruss, Stephan
 
Hallo Achim,

Ich denke, der Atlas lohnt sich auch für Dich. In Verbindung mit einem guten OIII wirst Du die zahlreichen großflächigen Emissionsnebel sehr gut mit dem Richfielder abgrasen können. Aber gerade hier gilt natürlich, dass ein dunkler Himmel durch nichts zu ersetzen ist, auch nicht durch mehr Öffnung.
Mit dem 5"-Mak wirst Du auf jeden Fall die helleren Galaxien, Sternhaufen und PNs erreichen können. Ob Du alle erreichst, bezweifleich allerdings.

Meine Meinung: schaden kann er nicht. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Deepsky erst ab 8" so richtig anfängt Spaß zu bringen. Darunter kann man zwar eine Menge finden und auch gut sehen. Aber ab 20cm Öffnung steigt der Detailreichtum der beobachteten Objekte deutlich an.
Ob sich der Atlas damit für Dich lohnt, musst Du in Anbetracht des respektablen Preises selbst entscheiden. Aber wenn, dann solltest Du gleich die Premiumversion nehmen, das wasserfeste Folienpapier ist einfach nur genial! Ich benutze ihn in Kombination mit dem Deepsky Beobachteratlas ("Stropek"), der im Grund eine deutlich tiefer reichende Version des Karkoschka ist.

Karkoschka und Tirion habe ich auch, benutze aber beide schon lange nicht mehr. Als Alternative kann ich Dir den Deepsky-Reiseatlas empfehlen. Deutlich günstiger, auch wasserfest und alle dargestellten Objekte in Deiner Reichweite.

Bis dann:
Marcus
 
Hi Leute,

ich konnte kürzlich einmal durchblättern. Bisher nutze ich den SkyAtlas 2000 von Tirion.

Fachlich prüfen und tief einsteigen konnte ich in den Atlas nun nicht beim Durchblättern - logo. Allerdings fiel mir sofort die übersichtliche Darstellung der Deepskyobjekte auf und vor allem deren Anzahl. Auf einer x-beliebiegen Seite sprangen mich gleich zig Arp- und Abell-Objekte an - all das, was ich mir bisher mühsam in den Skyatlas übertragen musste. Dabei wirkt der Atlas von Oculum aber keinesfalls überfüllt.

Der Skyatlas geht mir schon eine Weile auf den Keks - einige helle Objekte oder bekannte wie Stephans Quintett sind nicht drinnen aber dafür andere Augenverrenker an denen ich mir die Zähne ausbeiße. Der Atlas hat nun 10 Jahre hinter sich und ich denke, ich kann nun getrost sagen - danke für die Dienste - Du wirst nun abgelöst!

Allein schon der Handlichkeit und Wetterfestigkeit halber ist dieses Werk mit Sicherheit auch toll für 4"er & Co.

Ich werde mir das Teil sehr wahrscheinlich zu Weihnachten gönnen.

CS
Norman



 
Hallo,

danke für die Antworten. Ich werd's vielleicht so machen wie Norman und die Premiumausgabe auf meinen Wunschzettel kritzeln.

Beste Grüße,

Achim
 
soooo..., das Ding is bestellt. Was nützt mir das Teil zu Weihnachten, wenn in Kürze die Inversionswetterlage in den Alpen anfängt ;)

Praktisch für mich, dass der 12"er hier in Sachen Schwierigkeitsstufen eine Kategorie bildet... Ich bin gespannt und freu mich schon...

Grüße,
Norman
 
Ick habn jetz ooch.

Wenn man noch mehr meckern möchte, kann man sich über den oberflächlichen Druck des Umschlags hermachen: dieser ist mit Sicherheit in Nullkommanichts heruntergerubbelt. Schon wenn ich mit dem Finger drüber streiche, habe ich silbrige Körnchen dran.

Das Ganze hätte man besser eingeprägt und dann gesilbert, sodass der Druck nciht ständig in Kontakt mit der Außenwelt kommt.

Aber das sind natürlich nur Feinheiten, welche allerdings irgendwo auch in der Qualitätskontrolle erwähnt werden wolle...

Ansonsten bin ich nach wie vor begeistert. Ein wetterfester, transportabler Atlas - das allein dürfte ein Novum sein. Das bisherige wetterfeste Kartenmaterial war eher laminiert und dreimal so schwer und groß...

Superaktuelle Objekte, beliebte Gruppen wie Arp und Hickson vollständig drin, einige Sterne mit Exoplaneten!! (völlig neue Beobachtungsziele tun sich da auf - natürlich nicht die Planeten ;) ) etc... Toll.

Irgendwo ist der Atlas auch ein Stück Astro-Szene-Kultur - immerhin haben da einige dran mitgewirkt, die man schon gesprochen oder zumindest gelesen hat :cool:

Und dann wird einem das Ding aus einem Kaff was kein Schw... kennt geliefert, wo die familiären Wurzeln liegen... auch witzig :biggrin:

Bin auch gespannt auf den ersten Outdoortest.

Greeets
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, der Atlas in der wasserfesten Premiumversion ist phantastisch und meiner Meinung nach der neue Goldstandard eines für die visuelle Beobachtungspraxis orientierten und optimierten Deep Sky Atlasses. Meinen Kauf der teuren Premiumversion habe ich jedenfalls in keiner Weise bereut.

Die einzigen Kritikpunkte, wenn man diese überhaupt als solche bezeichnen kann, beschränken sich auf den Einband und die verwendete superfeine, bei Rotlicht schlecht lesbare Schriftgrösse des Deep-Sky-Objektindexes ganz am Schluss (vergleiche dazu auch meinen ausführlichen Beitrag vom 29/09/2013 weiter oben).

Zum Priplak-Einband: Dieser sollte 1.) minim grösser als die Kartenblätter sein (zum Kantenschutz derselben während des Transports), und 2.) sollten die Einband-Falzmasse überarbeitet werden, damit der Atlas samt Inhalt nicht nur in geöffnetem, sondern auch geschlossenem Zustand flach und eben liegt, und der Deckel einen sauberen Buchschluss bildet. Es würde ästhetisch mehr hermachen.

Zur Schriftgrösse:
Ein minim fetterer und grösserer Schrifttyp würde die Lesbarkeit des Indexes bei Rotlicht massiv verbessern.


Ansonsten ist dieser einzigartige Atlas einfach nur da bomb und ich kann ihn der Astrogemeinde wärmstens empfehlen.

Tipp: Oculum's Deep Sky Reiseführer in solide gebundener Buchform, der ursprünglich als Ergänzungswerk für den Deep Sky Reiseatlas herausgegeben wurde, harmoniert in perfekter Weise auch mit dem neuen Deep Sky Atlas. Wer den Reiseführer noch nicht hat: Unbedingt kaufen!

Grüsse,
Stephan
 
So, den ersten Outdooreinsatz hat der Atlas hinter sich...

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/b70a1e-1382872854.jpg

Aber es wr mit 40% Luftfeuchte kein Härtetest. Zumindest im Handling fand ich den recht angenehm. Dass der Umschlag starr ist, fand ich eher vorteilhaft. aber das wird Geschmacksache sein. Draußen im Feld konnte ich mit dem Rotlicht alles gut erkennen, als richtig toll hat sich herausgestellt, dass einige Objekte Eigenamen haben, die neugierig machen. So wird aus dem Atlas direkt ein kleiner Himmelsführer bzw. liefert Beobachtungstips. Das hat sich in meinem Fall voll ausgezahlt und meine Beobachtungsnacht war gerettet!

Die Flexibilität des Atlas ist auch super, sodass ich den in meinen Rucksack schmeißen kann, ohne dass er sperrig ist, irgendwo hängen bleibt o.ä.! Hat den Transport sehr gut überlebt.

CS
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Norman:
Die Flexibilität des Atlas ist auch super, sodass ich den in meinen Rucksack schmeißen kann, ohne dass er sperrig ist, irgendwo hängen bleibt o.ä.! Hat den Transport sehr gut überlebt.

CS
Norman

Ja, ich wünschte mir allerdings einen Schuber aus dem gleichen Priplak-Material wie der Einband. Gerade bei Transport wären so die seitlich leicht überstehenden Seitenränder optimal vor Beschädigung geschützt.

Grüsse,
Stephan
 
Gemäss Angabe des Oculum-Verlags ist die Premium-Version des Interstellarum Deep Sky Atlasses bereits ausverkauft (!), vorerst soll trotzdem keine Neuauflage geplant sein, siehe hier

Das ist aber schnell gegangen...

Gruss,
Stephan
 
Hoppla. ?)

Da bin ich aber verdammt froh, dass ich mir eine gesichert habe. Die gebe ich auch nicht wieder her.

Bis dann:
Marcus
 
Huuaaah, das ging aber echt schnell.

Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es bei einem anscheinend so großen Erfolg keine Neuauflage geben sollte.

Na ja, man wird's sehen ...
 
Zitat von Stellarfire:
Gemäss Angabe des Oculum-Verlags ist die Premium-Version des Interstellarum Deep Sky Atlasses bereits ausverkauft (!), vorerst soll trotzdem keine Neuauflage geplant sein,
Ich war während der Frankfurter Buchmesse am Oculum-Stand. Dort sagte man mir, dass die Premium-Version fast schon ausverkauft sei und eine Neuauflage vorerst nicht geplant wäre. Als Begründung gab man an, zuerst müsse sich erst auch die Normalversion verkaufen.

Gruß
Herbert
 
Zitat von klassikmann:
... zuerst müsse sich erst auch die Normalversion verkaufen.

Kann ich durchaus verstehen. Was mir bei der Normal-Version allerdings nicht gut gefällt, ist wie offenbar mindestens ein Teil der Auflage einen zu engen Beschnitt des rechten Randes erhielt. Im Vergleich mit meinem in jeder Hinsicht tadellosen Exemplar der Premium-Version, war bei bereits zwei Exemplaren der Normal-Version der gesamte Kartenteil rechtsranding so eng beschnitten, dass teilweise sogar die Gradzeichen an- bzw. weggeschnitten wurden. Habe beide Exemplare an den Verlag retourniert und gestern inständig darum gebeten, vor Lieferung eines dritten Ersatzexemplars den Atlas zu kontrollieren. Antwort ist noch ausstehend.

Wer nicht auch gleichzeitig die Premium-Version zum Vergleich vorliegen hat, dem fällt das Beschnittproblem auf den ersten Blick vielleicht nicht auf.
Mich hat es jedoch sehr geschmerzt zu sehen, wie dieser hervorragende und aufwendig gefertigte Atlas ganz am Schluss der Produktionskette in der Ausrüsterei so lieblos zugeschnitten wurde. Und ich hoffe, dass es baldmöglichst eine 2. Auflage gibt, wo dieser Mangel durch leichte Formatzugabe (als Sicherheitsmarge) behoben wird.

Grüsse,
Stephan
 
Zitat von klassikmann:
Ich war während der Frankfurter Buchmesse am Oculum-Stand. Dort sagte man mir, dass die Premium-Version fast schon ausverkauft sei und eine Neuauflage vorerst nicht geplant wäre. Als Begründung gab man an, zuerst müsse sich erst auch die Normalversion verkaufen.

Hallo Herbert,

danke für die Info. Dies hatte ich auch bereits vermutet, nachdem ich an anderer Stelle vom Ausverkauf der Premiumausgabe gehört habe. Geschäftstechnisch ist dies einleuchtend, zeigt jedoch, dass der Bedarf am Markt vorbeikalkuliert wurde. Ob nun jeder, der gerne Premium hätte auch Normal kauft, wird sich zeigen.

Viele Grüße

Carsten

Nachtrag: Aktuell (09.11. 18:23 Uhr) sind bei Amazon.de noch 16 Exemplare der Premiumausgabe verfügbar.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo,

nach Outdooreinsatz bei feuchtem Herbstwetter hatte sich Tau auf den Seiten gebildet, der natürlich drin bleibt wenn man umblättert weil es nicht rauskann. Ich hatte das am nächsten Tag bemerkt und den Atlas dann liebevoll trockengelegt, das Wasser war zwischen allen benutzten Folien als feiner Film noch verteilt. Abwischen war kein Problem, nur vergessen sollte mans nicht.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

Das habe ich auch schon festgestellt. Soweit ich sagen kann, der einzige Nachteil des Folienpapiers: es trocknet nicht von allein aus. Auch ich habe die benutzten Seiten nach einer Beobachtungsnacht mit einem Handtuch trocken gewischt.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo,

danke ans Forum für die "Warnung", dass die Premium-Ausgabe vergriffen ist. Ich habe dann jetzt noch schnell ein Restexemplar bei Amazon bestellt - ist gestern angekommen.

Der Einsatz muss aber noch bis nach Weihnachten warten ;)

Grüße,

Achim
 
Hallo liebe Deep Sky Atlas Fans,

ich gehöre zugegebenermaßen ja auch noch zu der Bücher-Generation. Trotzdem würde mich interessieren, wo ihr bei dem DeepSkyAtlas den Vorteil gegenüber einem Planetarium- oder Kartenprogramm wie z.B. Stellarium oder Cartes du Ciel seht?

Das Laptop ist jetzt vielleicht unhandlich, aber ich habe es beim Beobachten sowieso immer dabei. Ausserdem gibt es ja auch noch Tablets die ich als griffiger als den Atlas ansehe.

Welche Lücke schliesst der Atlas ?

Danke und Gruß,
Marc
 
Hallo,

da ich auch ein "Bücherwurm" bin, hier nur meine persönlichen, subjektiven Argumente:

- braucht keinen Strom
- beeinträchtigt nicht die Dunkeladaption

Beste Grüße,

Achim

 
Hallo Marc,

Der Vorteil von gedruckten Karten (nicht nur diesem Atlas, sondern allgemein) ist, dass man eben keinen Laptop, Tablett oder Handy braucht.
Zum einen weil der Laptop wie gesagt sperrig und schwer ist und Tablets und Handys nervig in der Bedienung. Aber das ist Geschmackssache. Was aber nicht weg zu diskutieren ist, auch denn die App-Befürworter das immer wieder versuchen, dass leuchtende elektronische Karten die Dunkeladaption beeinträchtigen.

Wenn Du richtig dunkeladaptiert ist, blendet jedes Display. Egal ob Nachtmodus, niedrigste Helligkeit oder rote Folie. Oder alles zusammen. Und wenn man die Helligkeit tatsächlich so weit dimmt, dass es nicht mehr blendet, ist der Kontrast so schlecht, dass das Display nicht mehr abzulesen ist. Ich habe das bei Teleskptreffen mehrfach beobachtet. Jedes leuchtende Display ist bei der Deepskybeobachtung unangenehm hell. Und wenn ich dann doch mal auf einen PC mit dunkelroter Folie geschaut habe, merkte ich deutlich, dass meine Adaption beeinträchtigt war und einige Minuten brauchte um sich zu erholen. Bei einer gedruckten Karte und in der Hand gehaltenen Rotlichtlampe habe ich das nicht, oder zumindest deutlich weniger ausgeprägt.

Viele Leute sagen nun, dass es ihnen nicht so geht und dass ihre Displays ihre Dunkeladaption nicht beeinträchtigen. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass diese Leute gar nicht (mehr) wissen wie es ist, richtig dunkeladaptiert durch ein Teleskop zu schauen und beim Creschentnebel nicht nur die Sichel, sondern auch Strukturen in der Sichel zu erkennen.

Besuchst Du manchmal Teleskoptreffen? Dann achte mal darauf, ob die Benutzer der großen Dobsons gedruckte Karten verwenden oder Lapptops, Tablets oder Handys.
Rate mal warum...

Was den Atlas angeht: er zeigt sehr viele Objekte die in Reichweite eines Dobsons ab 8" liegen, dabei deutlich mehr als der Deepsky Reiseatlas, ist äußerst praxisgerecht gestaltet und durch die Folie unverwüstlich. Für mich die beste Investition die ich seit meinem 16"er getätigt habe. Den gebe ich nie wieder her! :biggrin:

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marc.

Trotzdem würde mich interessieren, wo ihr bei dem DeepSkyAtlas den Vorteil gegenüber einem Planetarium- oder Kartenprogramm wie z.B. Stellarium oder Cartes du Ciel seht?

Das hat für mich zwei Gründe:

1. Handling:
Ein gedruckter Atlas, oder eigene gedruckte Karten sind viel
handlicher bei der Beobachtung.

Bin ich mit einer Karte oder Atlas am Okular, kann ich diese
zusammenrollen, ich kann mich daraufsetzen, um die Hände frei
zu haben, sie kann auch mal herunterfallen.
Das alles geht schon mal nicht mit einem Laptop.

Auch kann ich sie drehen und wenden wie ich will, sie ist
nicht sperrig.
Eine Karte benötigt keinen Strom, sie kann auch während der
Nacht nicht "abstürzen" um dann neu gestartet werden zu
müssen.


2. Dunkeladaption:
Auch ich habe es draußen schon erlebt, das Beobachter den
Laptop/Smartphone etc. dabei hatten.
Ich vermeide es, da auch nur einen Blick daraufzuwerfen,
denn, die Adaption leidet darunter, egal wie dunkel diese
eingestellt sind, egal ob eine Folie angebracht ist.

Ich bin mir sicher, mit einer Displaybeleuchtung erreicht
man nicht die völlige Anpassung der Augen an die Dunkelheit.

Bei schwachen Objekten oder Strukturen entscheidet das dann
zwischen gesehen und nicht gesehen.


Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Zusammen,

das mit der Dunkeladaption kann ich nachvollziehen!

Da ich zu der Fraktion gehöre, die mit der Kamera den Himmel erkundet und eigentlich gar nicht selber beobachtet, hatte ich das nicht so auf dem Schirm.

Dann viel Erfolg mit dem Atlas!
Marc
 
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