Interstellarum Deep Sky Atlas

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Hallo zusammen auch von mir,

tja, die Lücke schließt der Atlas eindeutig im Bereich transportables, wetterfestes Kartenmaterial. Das ist nur eine Lücke. Die nächste ist das ureigene Konzept der Darstellung mit den für die jeweiligen Geräte sichtbaren Objekten.

Das mit der Adaptation fällt bei Astrotreffen wirklich am besten auf. Trotz tiefdunkler roter Folie musste ich einen Kollegen ibtten, seienn Laptop wegzudrehen, der 10 m weiter weg stand. ernsthaftes visuelles Beobachten wird einfach massiv gestört durch Laptop & Co.

Die Premiumvariante hat auch nicht so helles "Papier", sodass es weniger blendet - auch vorteilhaft.

Auch froh, sich den Atlas geangelt zu haben grüßt

Norman
 
Hallo,

in Sachen Dunkeladaption muss ich das echt nochmal unterstreichen: Gift für ernsthafte Beobachtungen die über M31 und M45 hinausgehen.

Ich habe da mal einen Versuch gestartet und auch die dunkelste Einstellung des Smartphones im "Nachtmodus" ist noch heller als mein dunkelstes Lämpchen und selbst DIESES kostet mich beim Zeichnen für einige Zeit Details die ich vorher noch sah.

Natürlich muss man die Kirche im Dorf lassen, wer im Garten sitzt oder auf dem Balkon in der Stadt beobachtet, der wird lächeln und muss wahrscheinlich das Display sogar heller drehen umd noch was zu erkennen, aber wenn der Himmel stimmt, dann stört eben alles. Und wenn man an der Wahrnehmungsgrenze beobachtet dann ohnehin.

Ich kenne eine Ausnahme im nahen Bekanntenkreis. Ein wirklich ambitionierter Galaxien- und Quasarbeobachter, der nutzt auch Sky&Telescope im Feld. Allerdings nur zu Beginn des Objektwechsels, geht es dann tiefer hat er seine gedruckte Karten. Sein Notebook steht im Kofferraum, hat tiefrote Folie drauf und er trägt dazu noch eine Sonnenbrille (kein Witz).

Dazu noch zwei Fotos, mit den selben Einstellungen.

1.) Smartphone (etwas älter mein aktuelles kann sicher halb so hell) mit minimaler Helligkeitseinstellung und schwarz/rotem Bild (Nachtmodus)

2.) meine beiden schwächeren Taschenlampen

Link zur Grafik: http://www.joern-lenhardt.de/benny/artikel_gfx/lampen_00.jpg

Link zur Grafik: http://www.joern-lenhardt.de/benny/artikel_gfx/lampen_dunkel.jpg

CS Benny
 
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Zitat von Benny:
Ich kenne eine Ausnahme im nahen Bekanntenkreis. Ein wirklich ambitionierter Galaxien- und Quasarbeobachter, der nutzt auch Sky&Telescope im Feld. Allerdings nur zu Beginn des Objektwechsels, geht es dann tiefer hat er seine gedruckte Karten. Sein Notebook steht im Kofferraum, hat tiefrote Folie drauf und er trägt dazu noch eine Sonnenbrille (kein Witz).
Hört sich ganz nach eurem Quasarfreund Rainer an. Dazu fällt mir nur ein Kommentar ein: "I wear my sunglasses at night ..."

Und du meinst bestimmt Eye&Telescope, nicht die US-Zeitschrift.
 
Hallo Nico und Benny,
das mit der Sonnenbrille ist aber auch ein guter Tipp fürs Lesen der Aufsuchkarten, denn ich habe wie Benny selbst mit schwachem Rotlicht das Problem des spürbaren Adaptionsverlustes. Danke!
Vielleicht finde ich eine mit rötlichen Gläsern.
Einen Versuch wäre es wert, oder?
 
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Hallo Kay,

wenn Dein Rotlicht wirklich rot ist, wie sollen rötliche Gläser dann das Rotlicht dämpfen???
Ansonsten probiere mal Akkus statt Batterien - die haben weniger Spannung und das macht die LEDs entsprechend dunkler. Blos ist an den üblichen Akkus die Selbstentladung nervig - leer, wenn man sie braucht. Eneloopes sind dann wieder ungehörig teuer.

Clear Skies
Sven
 
Da wir hier ursprünglich eine Sammel-Rezension erstellt haben, möchte ich ergänzen: bei um die Minus 10 Grad wird der Einband sehr steif und ist schweirg aufzublättern. Am Ende geht er wiederum nicht mehr richtig zu. Es steht zu befürchten, dass der einband unter solchen Bedingungen brechen kann. Für die Zukunft sollte man diesbezüglich evt. eine Lösung finden. Ansonsten hat sich der Atlas sehr gut bewährt. Welchen Atlanten kann man schon in den Schnee schmeißen?

CS
Norman
 
Zitat von AstroCarsten:
Zitat von klassikmann:
Ich war während der Frankfurter Buchmesse am Oculum-Stand. Dort sagte man mir, dass die Premium-Version fast schon ausverkauft sei und eine Neuauflage vorerst nicht geplant wäre. Als Begründung gab man an, zuerst müsse sich erst auch die Normalversion verkaufen.

Hallo Herbert,

danke für die Info. Dies hatte ich auch bereits vermutet, nachdem ich an anderer Stelle vom Ausverkauf der Premiumausgabe gehört habe. Geschäftstechnisch ist dies einleuchtend, zeigt jedoch, dass der Bedarf am Markt vorbeikalkuliert wurde. Ob nun jeder, der gerne Premium hätte auch Normal kauft, wird sich zeigen.

Viele Grüße

Carsten

Nachtrag: Aktuell (09.11. 18:23 Uhr) sind bei Amazon.de noch 16 Exemplare der Premiumausgabe verfügbar.

Oculum's Bestellseite der Premiumversion meldet jedenfalls "Ein Nachdruck ist nur zusammen mit der normalen Ausgabe zu einem fairen Preis möglich. Wir können Ihnen deshalb leider bis auf weiteres nur die Normalausgabe anbieten."

Ich habe keine Ahnung, wie viele Exemplare der Normalversion gegenwärtig noch unverkauft auf Halde liegen. Hoffentlich schreitet dieser Verkauf zügig voran, damit bei Oculum möglichst bald eine zweite Druckauflage der begehrten Premiumversion gestartet wird.
Rechtsrandig dann bitte mit ca. 5mm mehr Papierrand, da mir verschiedene Atlasse (Normal- und Premiumversion) unter die Augen kamen, bei denen bei einem Teil der Karten die Gradkringel bzw. Koordinaten ganz am rechten Kartenrand an- bzw. weggeschnitten waren. Da hat jemand in der Ausrüsterei wohl nicht aufgepasst.

Grüsse,
Stephan
 
Hi.

Hoffentlich schreitet dieser Verkauf zügig voran

Ich kann mir fast nicht vorstellen, das der Verkauf der
Normalversion zügig vorangeht.

Die mit einem solchen Atlas überhaupt etwas anfangen können
werden die Normalversion nicht kaufen, da er nicht für draußen
geeignet scheint.

Bei uns wurde in der Sternwarte eine Normalversion herumgereicht,
der Besitzer hätte sie fast schon verschenkt, keiner wollte diese
haben, der Tenor ist eindeutig: Die Normalversion will keiner
haben.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Zitat von *entfernt*:
Hi.

Hoffentlich schreitet dieser Verkauf zügig voran

Ich kann mir fast nicht vorstellen, das der Verkauf der
Normalversion zügig vorangeht.

Die mit einem solchen Atlas überhaupt etwas anfangen können
werden die Normalversion nicht kaufen, da er nicht für draußen
geeignet scheint.

Bei uns wurde in der Sternwarte eine Normalversion herumgereicht,
der Besitzer hätte sie fast schon verschenkt, keiner wollte diese
haben, der Tenor ist eindeutig: Die Normalversion will keiner
haben.

Viele Grüße
Gerd

Hallo Gerd,

Ja, das deckt sich auch mit meinen bisherigen Beobachtungen. Auch ich habe gleich von Anfang an die feuchtigkeitsresistente Premiumversion gekauft und erst nachträglich, aus eher informellen Gründen, noch die Normalversion hinzugekauft. Ich hätte mir das eigentlich schenken können.
Denn es ist die Premiumversion, die wir praktischen Nutzer am Fernrohr einsetzen. Die Vorteile der Premiumversion sind so überzeugend, dass der Aufpreis dafür geradezu läppisch ist.

Grüsse,
Stephan
 
Hallo Gerd

Und das untersteiche ich gerne noch. Selbst wenn Oculum den Atlas aus lauter Verzweiflung noch schnell für € 20 "verramschen" würde - ich wollte ihn nicht!
Ich kann ihn ja nichtmal aus Mitleid aus seiner Bindung befreien und selbst wasserdicht laminieren damit er hält.

Eine Karte für den Einsatz draußen muß zwingend wasserfest sein, da gibt es gar kein Vertun.

Grüße von
Abell :cool:
 
Hallo

Ich kann ihn ja nichtmal aus Mitleid aus seiner Bindung befreien und selbst wasserdicht laminieren damit er hält

Dazu hat er das falsche Format.
Beim Stropek hat das funktioniert, der hat DIN A4 Format.
Diesen habe ich von seiner Bindung befreit und in A4 Hüllen
gesteckt.

Er ließ sich dadurch in einer Mappe besser blättern und einzelne
Karten ließen sich dann herausnehmen, ohne das ganze Werk mit
zum Okular nehmen zu müssen.

Inzwischen habe ich den verschenkt, der Beschenke freute sich
sehr.

Mit den Deep Sky Atlas geht das leider nicht, sonst hätte
ich den schon "umgebaut" - dann würde auch die Normalversion
reichen, wenn man diese in Hüllen oder Laminierfolie stecken
könnte.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,
Zitat von *entfernt*:
Die mit einem solchen Atlas überhaupt etwas anfangen können
werden die Normalversion nicht kaufen, da er nicht für draußen
geeignet scheint.
Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich bin im Besitz der Normalversion, die seit September schon etliche Nächte im Einsatz war. Selbst widrigen Bedingungen (Nässe, orkanartiger Wind, Frostschicht, „freier Fall“ auf den Boden, …) hat der Atlas tapfer getrotzt, und trotzdem hat das Papier nicht wirklich gelitten. Zugegeben, ich kenne die wasserdichte Version nicht, und will auch gar nicht abstreiten, dass sie wesentlich besser ist und sich der Aufpreis lohnt, aber dass die „Billigvariante“ für den Außeneinsatz nichts taugt, halte ich für eine Mär.
Ja, ich benötige einen solch tiefgehenden Atlas, und ja, mit der Normalversion bin ich doch sehr zufrieden ;)
Viele Grüße - Anne
 
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Hallo Abell,

Zitat von Abell76:
Eine Karte für den Einsatz draußen muß zwingend wasserfest sein, da gibt es gar kein Vertun.
Ich kenne zwar nicht die Umstände, unter denen du beobachtest, aber selbst meine "einfachen" Atlanten (Karkoschka, Kosmos Sternatlas kompakt) haben schon etliche Nächte hinter sich und leben noch. Selbst meine gedruckten Karten nutze ich teils über Monate hinweg. Und da ist nichts wasserfest oder dergleichen.

Wir reden ja nicht von Wasser in großen Mengen, sondern lediglich von Tau, den man durchaus vermeiden kann. Man muss ja den Atlas nicht stundenlang auf einem klatschnassen Alutisch oder der Wiese ablegen ;) Oder muss der Atlas im Winter auch noch als Schneeschieber herhalten ?)

Gruß,
Robert
 
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Hi Zusammen,

das eigentliche Problem ist doch, dass vor lauter Getöse, was die Premium-Ausgabe alles hat Oculum völlig vergaß, mal irgendwo zu beschreiben, wie die Normalversion verarbeitet ist. Zeitungspapier gebunden mit den Resten von übriggebliebenen Klorollen...?

Es gibt genug Leute, die sich über die Jahre schon den zweiten Karkoschka durchgeweicht haben. Aber solang man gar nicht weiß, wie das Ding ausschaut, ist doch klar, dass man wünscht, was beschrieben ist. Und was die Aussage zum Nachdruck der Premium-Version angeht: Da habe ich erst spontan den Kopf geschüttelt und nun schüttel ich den Kopf nochmal mit Bedenkzeit. Sagt man doch somit nichts anderes, als dass man durch eine zu teuer verkaufte Normalversion eine zu billig verkaufte Premium-Version gegenfinanziert. Wofür denn das nun wieder? Und was soll das Wort "fair" in dieser Formulierung? Ich zitiere sie nochmal, falls sie plötzlich verschwindet:
Zitat von Oculum:
Ein Nachdruck ist nur zusammen mit der normalen Ausgabe zu einem fairen Preis möglich. Wir können Ihnen deshalb leider bis auf weiteres nur die Normalausgabe anbieten.
Muss man so nicht interpretieren. Kann auch heißen, dass man auf der Normalversion nicht sitzenbleiben will.
Wie man es auch dreht und wendet, diese Formulierung verkauft einen doch für dumm. Dass ein Verlag wie Oculum nicht riskieren kann, zehn jahrelang auf hunderten Normalversionen sitzen zu bleiben, finde ich allerdings verständlich. Da ich das für den Hintergrund halte, würde ich sagen, man ist hier bemüht, nicht auf dem Schaden einer Fehlkalkulation sitzen zu bleiben. Daher denke ich, dass man einfach herumlaviert, dass man die Normalversion in absehbarer Zeit hinreichend weit abverkauft bekommt. Schließlich braucht's ja auch eine gewisse Kapitaldecke, einen Schwung neuer Premium-Versionen zu produzieren. (Aber wie man es auch dreht und wendet, wenn man Normalversionen noch dazu druckt, dann kostet das immer mehr, als wenn man's lässt. Man lässt es vermutlich nicht, weil bei einmal eingerichteten Maschinen die Normalversion für vergleichsweise fast umsonst noch hinterher vom Band purzeln kann.)
Ergo: Schlauer Spruch vom Verlag, aber ein Hintergrund, um den man nicht herum kommt.

Clear Skies
Sven
 
Hall0,

ich lese es anders:

Nach Abschluß der Aufträge ist keine Maschine mehr eingerichtet.

Für einen Neudruck muß neu eingerichtet werden.

Das kostet.

Die kosten müssen sich auf eine große Stückzahl verteilen (Normalausgabe + Luxusausgabe), damit die Sache rentabel bleibt.

Also abwarten, bis beide Ausführungen zusammen gedruckt werden können.

Grüße

Kurt
 
Fehlkalkulation? Wenn die Premiumvariante nach einem halben Jahr schon ausverkauft ist, kann man doch nur gratulieren! Ich hätte nie gedacht, dass ein Atlas für 130 Euro in Zeiten der kostenlosen www-Atlanten und solcher Freeware wie CdC überhaupt noch verkauft werden kann. Da muss doch irgendwer etwas richtig gemacht haben!

Meckern, dass es ein Produkt nicht mehr gibt... Fast möchte ich rufen: "Ihr verwöhnten Westgören wisst doch gar nicht, wie es ist, nach Bananen/Kirschen/Haschisch anzustehen!" Aber das mach ich nicht...
 
Hallo Kurt,

wenn eine Normalausgabe verkauft werden muss, damit eine Luxusausgabe rentabel wird, beißt sich die Katze in den Schwanz, dann zahlt der Käufer der Normalausgabe die Luxusausgabe mit, also ist die Luxusausgabe noch zu billig. Würde man die Luxusausgabe allein nachproduzieren, wäre sie deutlich teurer, weil man sie nicht verdeckt über die Normalausgabe mitfinanziert hätte.

Ich möchte nicht für Oculum den Bedarf einschätzen, ob in den nächsten 12 Monaten noch 500, 1000 oder 2000 Stück der Luxusausgabe weggehen. Aber: Wer den Profit machen will, wird wohl auch das Risiko gehen müssen. So ist das nunmal, und da gebe ich Oculum recht: Niemand sollte sie zwingen können, auf eigene Kosten nachzudrucken. Ist natürlich auch blöd, wenn man's vorher so gemacht hat, dem Kunden nachher zu sagen, dass die 2. Auflage Premium nun 199,- kosten soll. Weil, der Bild-Leser dann natürlich sagt "jetzt langen sie hin". Aber auch nicht ganz zu unrecht, siehe oben...
Übrigens, probates Mittel und auch in Anwendung gewesen: Vorbestellung. Dann hat man eine grobe Ahnung, was geht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Swen,

Ich würde es nicht unbedingt so interpretieren, dass der Verkauf der Normalausgabe die Rentabilität der Premiumausgabe erst gewährleistet, bzw. die Premiumversion herstellungsseitig von der Normalversion subventioniert wird.
Oculum ist ganz einfach "nur" total daneben gelegen, was die veranschlagten Absatzzahlen der Premiumausgabe anbelangt.
Dass keine zweite (korrigierte) Auflage gestartet wird, solange die Normalversion noch auf Halde liegt, ist nachvollziehbar. Ansonsten könnte man die unverkauften Exemplare der Normalversion ja gleich verschenken oder einstampfen.

Und wegen der von Dir erwähnten Vorgehensweise mit Vorbestellung: Genau dies hat Oculum klugerweise ja getan. Beide Atlasversionen konnten auf der Homepage des Oculum-Verlags viele Wochen vor Erscheinung schon vorbestellt werden. Offenbar hat dann aber die Premiumversion erst nach Drucklegung und Auslieferung eine völlig unerwartete Nachfrage ausgelöst. Kein Wunder, denn erst in der Praxis zeigte sich, was die Premiumversion für ein phantastisches Teil ist. Das hat man sogar auch schon in Übersee realisiert, wenn man z.B. auf Cloudy Nights in den entsprechenden Thread reinschaut.

Grüsse,
Stephan
 
Zum Thema Normalausgabe: Weiter oben wurde behauptet, selbst ein Ramschpreis von 20 EUR würde keinen zum Kauf bewegen. Das ist doch abwegig! Neben den vielen anderen Besonderheiten werden die Barnard-Dunkelnebel komplett gezeigt. ALLEIN DAS macht den Atlas für mich sein Geld wert, Premium hin oder her! Eine ganze Generation von Hobby-Astronomen läuft herum, ohne diese schaurig-wundervolle und umfangreiche Objektgruppe zu kennen. Dies liegt vermutlich vor allem daran, dass Tirion zwar den Becvar eins-zu-eins kopierte, jedoch unter Auslassung der Dunkelnebel, die Becvar noch prominent zeigte. Ich habe mir so sehr einen Atlas der Dunkelnebel gewünscht - jetzt ist er da. Endlich hat Oculum die Tür zu den DNs wieder aufgemacht. Danke!
Christopher

 
Hallo Christopher

Eine ganze Generation von Hobby-Astronomen läuft herum, ohne diese schaurig-wundervolle und umfangreiche Objektgruppe zu kennen.

In der Tat bedauerlich daß diese Nebel wenig Beachtung finden - ein Alleinstellungsmerkmal für den Oculum Atlas sind sie jedoch nicht, denn sie finden sich durchaus auch in anderen, kostenlosen, Atlanten. Dass "sie keiner kennt" kann ich nicht nachvollziehen, ich stolperte schon in meinen ersten paar Wochen mit Teleskop darüber und schätze die "Bs" sehr :) meinen Mitbeobachtern sind sie ebenfalls wohlbekannt, also täuscht dich dein Eindruck zumindest ein bisschen.

Ich schrieb auch nicht daß "keiner" den Atlas für € 20.- kaufen würde, sondern ich schrieb , daß ich ihn in der unlaminierten Version nicht kaufen möchte!
Da sich mein Kartenwerk in der Hauptsache aus frei erhältlichen (gedruckt + selbst laminiert) Atlanten zusammensetzt in denen ich bereits alle Objektgruppen - auch Exoten - finde müsste ein Atlas für den ich bereit bin Summen jenseits der Preisregionen eines schönen Abendessens zu zahlen schon etwas mehr bieten. Das tut die Standardversion in meinem besonderen Fall aber nicht und das war der Punkt.

Sie bietet mir keinen Mehrwert, denn meine jetzigen Karten gehen a.) tiefer, sind b.) größer und kosteten mich einen Bruchteil und sind c.) leichter zu ersetzen wenn sie aufweichen und unlesbar werden sollten, was mir zugegeben aber auch noch nicht passiert ist ;)

Mein Kaufgrund für einen kommerziellen Atlas ist die Aufarbeitung der Objekte! Das hat Oculum auch schön gelöst, wie ich feststellen konnte (nicht daß noch untergeht, daß ich das Werk gelungen finde!) Die Liste der "unschlagbaren Vorteile" gegenüber den freien Lösungen ist allerdings kurz! Sehr kurz! Und wenn einer der wichtigsten Punkte (wasserfest) nicht erfüllt wird, kann ich mir das Geld eben auch sparen...

PREMIUM würde ich kaufen! "Standard" ist mir zu wenig für zu viel. Egal was "Standard" kostet.


Grüße
Abell :cool:

 
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Hallo Stephan,

ja-ha... gerne, alles... aber ich amüsiere mich über die Art und Weise, wie man versucht, diese Geschichte den Leuten zu erklären.
Trotzdem: Bei Oculum hat man ja offensichtlich langfristige Pläne (Portal für Errata, etc.). Ich habe mich auch für das Wort "Standardwerk" entschieden. Nur, wie passt das mit "auf absehbare Zeit nicht lieferbar" zusammen?

Entweder man kann die Premiumausgabe kostendeckend für 130 Euro verkaufen, dann kann man sie aber auch nachdrucken, oder aber die Premiumauflage ist ohne einen Finanzausgleich durch gleichzeitigen Verkauf von Standardausgaben nicht für den Preis machbar.

Was im Moment passiert ist doch der Versuch, Interessenten für die Premium-Version zum Kauf der Standard-Version zu drängen. Und falls die wissen, warum sie eigentlich premium wollen, dann kaufen die also in zwei bis drei Jahren gleich nochmal, wenn nämlich Premium wieder zu haben ist. Und das finde ich nun wirklich nicht so gut.

Eigentlich ist man es bei den heutigen Märkten gewohnt, dass eine Produktverknappung nur künstlich zur Schaffung eines Sammlerwerts erzeugt wird. Ansonsten sind wir gewohnt, dass auf Nachfrage hin durch Produktion, also Angebot reagiert wird. Ich glaube auch nicht, dass man ein Absatzproblem bei der Normalversion wirklich durch Verknappung der Premiumversion beheben kann. Wie schon von mir gesagt: Oculum hat versäumt, die Verarbeitung der Standardversion darzustellen.

Clear Skies
Sven
 
Wegen der überraschend schnell vergriffenen Premiumversion: Bin gespannt wie lange es dauert, bis die noch auf Halde liegenden Exemplare der Standardversion endlich abverkauft sind und damit der Weg zu einer zweiten Auflage der Premiumversion frei wird.

Es ist ganz klar die Premiumversion, die trotz deutlich höherem Preis den besseren Gegenwert liefert und sich als Top-Seller herausstellte.

Grüsse,
Stephan
 
Also ich finde die diversen Spekulationen und Überlegungen schon witzig. Da ich selbst nebenberuflich im Verlagswesen tätig bin: es ist äußerst schwierig, Preise zu kalkulieren, dazu gibt es manchmal Angebote von Druckereien betr. bestimmter Papiersorten, Mischkalkulationen usw.

Oculum hat sich unter Wahrung des Geschäftsgeheimnisses durchaus erhellend geäußert, wie das alles zu erklären ist.

Und mal ehrlich, die Normalausgabe hält doch feuchte Nächte auch aus. Ich sehe nüscht, was meinen Atlas beschädigt hat.
Ihr solltet einfach nicht bei Regen beobachten! Man kann Handtücher drüberlegen in feuchten Nächten, am nächsten Tag den Atlas offen trocknen lassen, evtl. was zwischen die Seiten legen. Das musste ich bei der Papierqualität der Normalausgabe noch nicht, aber es wäre mir die Sache wert. Der Mehrpreis der Premiumausgabe ist ja auch nicht ohne...

Wenn es bessere Atlanten gibt, dann nur zu. Ich möchte nicht mehr auf die Uranometria zurückgeworfen sein. Der Stropek wäre evtl. eine Ergänzung v.a. zur Beobachtungsplanung, der gute alte Karkoschka aus Gewohnheit zur Übersicht... Aber die ganze Zettelei draußen im Dunklen? Wenn man sich dann mit der Lampe trotz Rotlicht noch die Dunkeladaption versaut? Was wir heute zur Verfügung haben, ist im Vergleich zu, sagen wir 1994, sensationell. Gar nicht zu schweigen von der DDR. Und das, obwohl der Sternenhimmel im Wesentlichen gleich aussieht...
 
Hallo,

ich habe jetzt seit kurzem auch den Atlas in der "Normalversion". Eigentlich wollte ich nach den Kritiken hier die "Premiumversion", aber die ist ja bekanntlich vergriffen.
Aber jetzt, da ich die Normalversion in den Händen halte, muss ich mich schon fragen, warum ich die Premiumversion hätte kaufen sollen.
Auch die Normalversion macht nämlich auf mich den Eindruck, als würde sie feuchte Nächte klaglos überstehen.
So ziehe ich z. b. seit ca. 20 Jahren den allerersten Karkoschka durch meine Beobachtungsnächte und selbst der hat, obwohl auf empfindlicheres Papier gedruckt, das alles klaglos überstanden. Auch der allererste DeepSky-Reiseführer hat schon Jahre im Feldeinsatz auf dem Buckel und sieht aus wie neu.
Also ich habe da keine Bedenken der Normalversion, die vom Papier her einen deutlich robusteren Eindruck macht als die beiden vorgenannten Werke, jahrelang den Außeneinsatz zuzumuten.
Einige hier haben geschrieben, dass die Sichtbarkeitsangaben im Atlas zu optimistisch sind.
Nun, da gibt es auch genau umgekehrte Fälle. So z. B. "Pickerings Triangular Whisp". Ist im Atlas ab 8 Zoll angegeben. In der Realität aber, selbst bei meinem aufgehellten Stadthimmel (fst 4,5), mit meinem TV85 (als mit knapp über 3 Zoll) einwandfrei zu sehen.

Kurz und bündig also:
Auch die Normalversion taugt m. M. nach für den harten Feldeinsatz und die Sichtbarkeitsangaben sind nicht immer zuverlässig.

VG
Günter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tom,

das zweimal "offenbar" wundert mich ein wenig. Du hast Dein E&T doch auch im Verlagsprogramm untergebracht und eng verzahnt (bspw. Beobachtungsprojekt DSRA)? Ich hätte gedacht, Ihr informiert Euch gelegentlich gegenseitig. Aber Denken ist das eine, Wissen das andere ;-)
An dieser Stelle noch ein Riesenlob an Dich Tom, Dein E&T ist wunderbar intuitiv und gut durchdacht.

Aber zurück zum Deep Sky Atlas - soviel Text hat der Atlas ja nicht, da dürfte es eher eine untergeordnete Rolle spielen, in welcher Sprache er erscheint.
Ich bin mal gespannt, wie Ronald Stoyan & Co. diesmal das Verhältnis zwischen Normal- und Premiumversion kalkuliert haben. Der Verkaufserfolg der Premiumversion hier in Deutschland dürfte sich sicherlich auch anderswo wiederholen ... wennn nicht sogar deutsche Astronomen für eine erste Bestellflut im Ausland sorgen ;-)

Beste Grüße

Rene
 
Hallo René,

naja... ich fand, dass man vielleicht einfach nur hätte schreiben müssen, wie die Standardversion gefertigt ist. Als ich die Rezension geschrieben habe, habe ich nämlich versucht, mal herauszubekommen, wie die normale Version ausschaut. Ich erinnere mich, dass ich mich doch sehr gewundert habe, wie wenig man darüber hat verlauten lassen.

Clear Skies
Sven
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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