Quanten
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
gestern war ein herrlich sonniger Tag bei uns, fast schon Frühlingshaft und das Wetter meinte es auch noch in der Nacht gut mit mir.
Daher stellte ich schon gegen 16:00 Uhr, den 16" Newton raus in den Schatten.
Danach schaute ich mir auf SkySafari die Jupiteranimation an und siehe da eine kleine Besonderheit wäre zu beobachten, eine Io Verfinsterung würde stattfinden.
Also habe ich mir die genauen Urzeiten aufgeschrieben und das Ganze noch mal bei maximalem Zoom angesehen um auch alle Kontakte genau mit zu bekommen.
Beim Blick durchs Binokular zeigte sich Jupiter auf Anhieb bei relativ gutem Seeing mit einigen Details in den Bändern und Zonen.
Interessant war das NEB welches farblich ganz dezent zweigeteilt aussah, der nördliche Teil war in rostrot und der südliche Teil in eher gelblichen Farben zu sehen.
Die NPR und SPR war in der Farbe beige getaucht und zeigten mehrere dunklere gräuliche Verknotungen, interessant war hier, dass das NTB im Laufe der Nacht bzw. während der Rotation des Planeten in mehrere dunklen Abschnitte geteilt war, was aussah wie kleine Kometenschweife die hintereinander auftraten.
Die Jupitermonde zeigten schöne unterschiedlich große Scheibchen in unterschiedlichen Farben.
Io leicht gelblich, Ganymed in dunklem braun-grau, interessant fand ich wieder, dass man die unterschiedlichen Durchmesser von 0,6" Bogensekunden zwischen Io und Ganymed deutlich sehen konnte.
SkySafari zeigte Io mit 1,1" und Ganymed mit 1,7", da beide relativ dicht beieinander im Okular standen konnte man das schön sehen.
Gegen 20:04 Uhr war es dann endlich soweit der Jupitermond Io schickte sich an hinter dem Planeten zu verschwinden (Okkultation/Bedeckung).
Das Ganze dauerte ca. 3,5min dann war Io`s Scheibchen hinter Jupiter verschwunden.
So jetzt erstmal eine Pause machen und sich wieder aufwärmen dachte ich.
Gegen 22:30 Uhr wieder ans Okular, um erst einmal festzustellen "Mist" das Seeing hat sich etwas verschlechtert, was mich auch nicht wunderte, da die Temperatur um ca. 4°C deutlich gefallen war, aber egal es haben sich wieder neue Details auf der Jupiterscheibe in die Mitte gedreht und der erste Test bei Io zeigte, dass er tatsächlich im Schatten des Jupiters unsichtbar blieb.
Gaymed zeigte sich zwar immer noch als schön grau-braun geflecktes Scheibchen, allerdings mit deutlicheren und hefigen Seeing Ausbrüchen.
Dann schon gegen 22:55 Uhr ungeduldiges starren auf den schwarzen Raum neben Jupiter auf Höhe des SEB.
Gegen 23:01 Uhr war es dann endlich soweit wie ein kleiner Sternenregen blitzten schon die ersten Funken bzw. Seeingausbrüche hinter dem schwarzen Vorhang hervor und langsam zeigte sich eine kleine gelbliche Rundung hinter dem schwarzen Vorhang hervor zu schieben, dann der erste Halbmond und letztlich wieder das ganze Io-Scheibchen.
Wunderbar, sowas live erleben zu können!
Hier noch ein kleiner Hinweis, mit einer solchen Io Verfinsterung wie sie gestern Abend stattfand, hat der Astronom Ole Römer im Jahr 1676 die Lichtgeschwindigkeit gemessen.
de.wikipedia.org
LG
gestern war ein herrlich sonniger Tag bei uns, fast schon Frühlingshaft und das Wetter meinte es auch noch in der Nacht gut mit mir.
Daher stellte ich schon gegen 16:00 Uhr, den 16" Newton raus in den Schatten.
Danach schaute ich mir auf SkySafari die Jupiteranimation an und siehe da eine kleine Besonderheit wäre zu beobachten, eine Io Verfinsterung würde stattfinden.
Also habe ich mir die genauen Urzeiten aufgeschrieben und das Ganze noch mal bei maximalem Zoom angesehen um auch alle Kontakte genau mit zu bekommen.
Beim Blick durchs Binokular zeigte sich Jupiter auf Anhieb bei relativ gutem Seeing mit einigen Details in den Bändern und Zonen.
Interessant war das NEB welches farblich ganz dezent zweigeteilt aussah, der nördliche Teil war in rostrot und der südliche Teil in eher gelblichen Farben zu sehen.
Die NPR und SPR war in der Farbe beige getaucht und zeigten mehrere dunklere gräuliche Verknotungen, interessant war hier, dass das NTB im Laufe der Nacht bzw. während der Rotation des Planeten in mehrere dunklen Abschnitte geteilt war, was aussah wie kleine Kometenschweife die hintereinander auftraten.
Die Jupitermonde zeigten schöne unterschiedlich große Scheibchen in unterschiedlichen Farben.
Io leicht gelblich, Ganymed in dunklem braun-grau, interessant fand ich wieder, dass man die unterschiedlichen Durchmesser von 0,6" Bogensekunden zwischen Io und Ganymed deutlich sehen konnte.
SkySafari zeigte Io mit 1,1" und Ganymed mit 1,7", da beide relativ dicht beieinander im Okular standen konnte man das schön sehen.
Gegen 20:04 Uhr war es dann endlich soweit der Jupitermond Io schickte sich an hinter dem Planeten zu verschwinden (Okkultation/Bedeckung).
Das Ganze dauerte ca. 3,5min dann war Io`s Scheibchen hinter Jupiter verschwunden.
So jetzt erstmal eine Pause machen und sich wieder aufwärmen dachte ich.
Gegen 22:30 Uhr wieder ans Okular, um erst einmal festzustellen "Mist" das Seeing hat sich etwas verschlechtert, was mich auch nicht wunderte, da die Temperatur um ca. 4°C deutlich gefallen war, aber egal es haben sich wieder neue Details auf der Jupiterscheibe in die Mitte gedreht und der erste Test bei Io zeigte, dass er tatsächlich im Schatten des Jupiters unsichtbar blieb.
Gaymed zeigte sich zwar immer noch als schön grau-braun geflecktes Scheibchen, allerdings mit deutlicheren und hefigen Seeing Ausbrüchen.
Dann schon gegen 22:55 Uhr ungeduldiges starren auf den schwarzen Raum neben Jupiter auf Höhe des SEB.
Gegen 23:01 Uhr war es dann endlich soweit wie ein kleiner Sternenregen blitzten schon die ersten Funken bzw. Seeingausbrüche hinter dem schwarzen Vorhang hervor und langsam zeigte sich eine kleine gelbliche Rundung hinter dem schwarzen Vorhang hervor zu schieben, dann der erste Halbmond und letztlich wieder das ganze Io-Scheibchen.
Wunderbar, sowas live erleben zu können!
Hier noch ein kleiner Hinweis, mit einer solchen Io Verfinsterung wie sie gestern Abend stattfand, hat der Astronom Ole Römer im Jahr 1676 die Lichtgeschwindigkeit gemessen.
Ole Rømer – Wikipedia
LG