iOptron CEM60

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Oliver,

sieht auf den ersten Blick interessant aus, aber beim zweiten Hinkucken fällt mir auf, dass die verwinkelte Achse in meinen Augen eher suboptimal ist.
 
Nu ja, vorteilhaft dürfte sein das die Rektaszensionsachse unterhalb sowie oberhalb der Deklinatinsachse mit Lagern abgestützt wird.
Ob sich allerdings die RA Achse mit der Umleitung auf die GGW Stange stabil verhält muss die Praxis zeigen.
 
Man bekommt noch ein zusätzliches Torsionsmoment, das es eigentlich gar ned bräuchte.
Aber wie du schon sagst, die Praxis wird es beurteilen.
;)
 
60 pound Payload is 27 kg, müsste somit ein C14 oder einen 8" Apo tragen , hmmmmmm .....soll ich sowas ernthaft glauben ?
 
Hallo zusammen,
habe die CEM60 auf der AME besichtigen können - sieht schon sehr gut aus! Soll scheinbar auch einen 10" F/5 tragen können.

Gibt es hier zwischenzeitlich schon Erfahrungen mit dieser Montierung?

Ich plane längerfristig die Aufrüstung von meiner AVX und es wird von der Tragkraft her irgendwas im Bereich über 20 kg und preislich unter 4000 EUR, also zwischen EQ6, G11 und EQ8 werden, was noch transportabel ist. 10" F/5 wäre auch das Ende der Fahnenstange, was die Monti zukünftig tragen müsste.

Die grosse Schwester, die CEM60-EC hätte sogar noch Encoder verbaut.

Ich kann bei Bedarf auch einen neuen Thread in der Rubrik Montierung starten, da es hier im Forum nur diesen einen (ausser Biete-Threads) gibt.
 
Hallo zusammen,

irgendwie kann ich mich an den Anblick nicht gewöhnen. Die im Winkel angebrachte Gegengewichtsstange lassen mich staunen. Das generiert ein ordentliches Torsionsmoment. Wenn ich mir so vorstelle, das das Gegengewicht rund 30 kg Instrumentenlast kompesieren soll. Und dann ändert sich die Kräfte auch noch, je nachdem wie groß die Auslenkung ist. Klar kann man über die Dimensionierung der Achsen und Lager gegenwirken, aber warum Probleme beheben die an einer deutschen Montierung erst gar nicht auftreten.
Sicher wird diese Inovation ihre Freunde finden. Ich werde nicht dazugehören.

Gruß
Thomas
 
Hi!

Die Montierung sieht nach einer Kombination dreier Montierungen aus. Grundlage ist eine englische Balkenmontierung, bei der man die beiden Lager soweit aneinandergezogen hat, daß sie wie bei der deutschen Montierung auf eine Säule passen. Und dann hat man das Gegengewicht von der Fortsetzung der Deklinationsachse gelöst, was ja auch bei der Stütz- oder der Springfieldmontierung der Fall ist. Bei letzterer hängt das Gewicht inklusive Stange allerdings am Teleskoptubus, während bei ersterer die Stange in der Verlängerung der Deklinationsachse befestigt, aber geknickt ausgeführt ist.

Das Torsionsmoment erscheint mir nicht größer als bei einer deutschen Montierung, allerdings wird die Kragbelastung nicht direkt dort, wo sie auf die Stundenachse trifft, kompensiert, sondern verschoben. Das könnte ein Problem mit der Steifigkeit geben, muß aber nicht.

Das größere Problem sehe ich in der eingeschränkten Beweglichkeit im Vergleich zur deutschen Montierung.

Grüße

fquadrat
 
Hi fquadrat,

verstehe nicht wieso das Torsionsmoment nicht größer als an der parallaktischen Montierung sein soll.
Das Gegengewicht wirkt über den Hebel( Stange) auf die RA Achse. Das Torsionsmoment wirkt maximal, wenn die Gegengewichtsstange waagerecht steht. Ich weis nicht ob die Gegengewichtsstange und die Dek. Einheit formschlüssig oder über Flächenpressung( geklemmt) befestigt sind, aber bei voller Beladung wird an der RA Welle und an den Besestigungspunkten zur Dek Einheit und zur GGS ganz schön gedreht und das kann nicht gut sein, für die als Hohlwelle ausgeführte RA Achse.


Gruß
Thomas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thomas,

ok, in dieser Hinsicht ist es größer.

Normalerweise gelten Torsionsmomente, verglichen mit Biegemomenten, im Montierungsbau als wenig relevant. Man müßte mal durchrechnen, ob das hier zutrifft. Ich vermute: ja.

Man darf nicht vergessen, daß diese Achse auch bei deutschen Montierungen unter Umständen recht ordentliche Torsionsmomente aushalten muß, zum Beispiel dann, wenn man gegen den Tubus eines Teleskops auf einer Montierung von Alt stößt. Oben wird die Achse (nun Welle) beansprucht, das Schneckengetriebe, welches die Achse fixiert, befindet sich am anderen Ende. Das Torsionsmoment ist natürlich nicht größer als bei einer solchen Montierung mit obenliegendem Schneckenrad, aber die Steifheit ist geringer. Die Alt-Montierung gilt dennoch als sehr solide.

Grüße

fquadrat
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben