Irgendwie lustig ... Gabelmontierungen für SCT

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sindbad

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Im Biete-Forum las ich eine Anzeige, in der eine Gabelmontierung für Maks und SCTs (und auch andere) beworben wurde.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/950163/Neu_Space_Instruments_Gabelmon#Post950163


Wenn ich mir überlege für welche Spottpreise hier gelegentlich die alten Gabelmontierungen der Celestrons und Meades angeboten werden, die zumindest an einer Achse eine elektrische Nachführung haben und an der Dec-Achse wenigstens einen manuellen Feintrieb, finde ich es mutig, dass eine Gabelmoniterung mit Dobson-Eigenschaften für solch einen stolzen Preis auf den Markt gebracht wird.

Natürlich wünsche ich dem Anbieter viel Erfolg damit, jedoch fehlt mir der Glaube daran.

Die alten Gabel sahen doch ganz geil aus und hielten das Teleskop an zwei Stellen.

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/Celestron-C8-orange/Celestron-C8-43.jpg



Tom
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Tom,

das Angebot ist völlig in Ordnung. Aber ob der Bedarf da ist,
die andere Frage.

Wenn man die Teile sieht und läßt sowas fertigen, bist Du bei einzelnen Losgrößen bei Faktor 1,5 des hier angegebenen Preises.
Vorausgesetzt, Du beschaffst Dir das alles auf dem regulären Wege und gut versteuert.

Aber wenn ich vor der Wahl stünde, dann würde ich auch lieber auf eine Gabel von Celestron warten.

Grüße,
Gerrit
 
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Moin Tom!

> Die alten Gabel sahen doch ganz geil aus

"Ganz geil aussehen" ist leider nicht alles. Die alten Gabeln erinnern manchmal mehr an Stimmgabeln, sind also zu schwach ausgelegt mit zu langen Armen, gerade im äquatorialem Betrieb.

Der Preis dieser Neukonstruktion ist natürlich stramm. Ich denke, mit ein bißchen Bastelgeschick bekommt man sowas selbst hin. Wer fit ist, baut da sicher digitale Teilkreise oder gleich eine motorische Nachführung dran - wenn man's denn braucht.
 
Hallo Micha,

ich habe neulich mal Angebote für ein Projekt mit 15 mm Aluplatten eingeholt. Von daher kann ich Dir sagen: Das was da beworben wird, wirst Du als Privatmann zu dem Preis nicht hinbekommen. Alleine für die Grundplatte usw bist Du schon 250..300 Euro los. Man konnte aus den Angeboten ableiten 1/3 der Gesamtkosten fallen aufs Material. Sei denn Du läßt Dir die Fräs- oder Schnittarbeiten für ne Kiste Bier machen. Die Frage ist aber auch, ob man sowas - wenn es ein Selbstbau wird - nicht anders aufzieht.

Sicher sind die alten Celestron-Gabeln schön. Aber der besagte Nachteil ist wohl da. Spricht aber auch nichts dagegen, eine stabile Konstruktion zu konzipieren und sowas dann schweißen zu lassen. Hartlöten ist auch eine Alternative.

Grüße,
Gerrit
 
Hallo Sternfreunde,

Schön dass unsere neue Gabelmontierung so angeregt diskutiert wird. An uns wurde durch Kunden mehrfach der Wunsch herangetragen, mal wieder eine stabile Gabelmontierung für Beobachtung von Hand zu konstruieren (inbesondere für Starhopping), die auch mit verschiedenen Teleskopen benutzt werden kann. Deshalb haben wir uns entschieden nach dem Dobson Prinzip zu arbeiten, jedoch aus Stabilitätsgründen aus Vollmetall.
Wie immer bei unseren Konstruktion handelt es sich um Anfertigungen nach Kundenwunsch, also nichts von der Stange. Abhängig von der Nachfrage kann der Preis natürlich auch noch sinken.

Mit besten Grüßen
Christopher
 
Moin Gerrit!

> Das was da beworben wird, wirst Du als Privatmann zu dem Preis nicht hinbekommen.

Sowas würde ich mir auch nicht aus Metall, sondern aus Holz bauen. Mein 120er Kometensucher sitzt seit über 8 Jahren auf einer so selbstkonstruierten Dobson-Montierung, die auf meiner Fensterbank Platz hat. Die Idee ist also nicht neu, die Umsetzung weitaus preisgünstiger zu realisieren, auch wenn's nicht so hübsch aussieht wie vom Händler. Es soll funktionoieren, und das tut es. (Ich hab weniger als 20 EUR für meine Konstruktion bezahlt, wenn's hochkommt.)
 
Hallo,
also eine mechanische Gabel, die mindestens genauso stabil ist, habe ich auch mal angeboten.
Aber selbst zu einem deutlich günstigeren Preis wollte die auch niemand.


@ Gerrit, ich weis nicht, wie Du auf solche Preise kommst, das Rohmaterial ist deutlich billiger zu bekommen :/
 
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Geht es nur mir so oder geht es anderen auch gegen den Strich, dass hier gegen andere Astrohersteller gewettert wird?
Zuletzt Herr Ludes vs. ExploreScientific und nun - wenn auch etwas subtiler - das hier.
Wer Fremdartikel in solch einem Zusammenhang mit "lustig" tituliert hat zumindest sicherlich nicht die Absicht Werbung für das Produkt zu machen oder lediglich eine sachliche Diskussion zu führen.

Ich kann mir ja vorstellen, dass der Markt auf Grund der doch recht begrenzten Kundenzahl hart umkämpft ist. Solche Aktionen machen mir es aber zumindest leicht mich schon einmal nicht für den öffentlich kritisierenden Händler zu entscheiden.

Bitte nicht falsch verstehen - ich begrüße solche Themen sehr, weil man so als normaler Kunde auch mal ein paar Infos über die Hintergründe bekommt. Andere Hersteller schlecht zu machen, um sich selbst zu profilieren, gehört für mich aber nicht gerade zum guten Ton.


Gruß
Christoph
 
Hallo Stefan,

dann schicke ich Dir mal eine Zeichnung von dem, was ich haben will und Du schaust, ob Du das machen kannst und machst mir ein Angebot?
Wäre doch mal ein Wort :)

Ein paar Vierkantprofile kosten nicht viel. Aber das Material für die Basis ist da schon etwas teurer. Und dann kommt noch die Bearbeitungszeit dazu. Und noch weitere Nebenkosten. Dann noch der Stundensatz.

Grüße,
Gerrit
 
Hi Christoph,

wenn das die Händler unter sich hier öffentlich machen, geht mir das gegen den Strich. Wenn ich aber das Gefühl und das Wissen habe, daß der Amateurastronom abgezockt werden soll, dann lasse ich mich aber auch mal zu dem ein oder anderen Kommentar hinreißen.

Beispiele für Abhocke:
- SkyQ Link Box für Celestron Montierungen
- Meade WTS
- DAnn die Distanzringe von Teleskop-Service für 4,- Euro das Stück (Cent-Artikel beim Hersteller -> Seeger Passringe tuns auch)

Zu einem Beispiel habe ich jetzt mal was geschrieben.

CS
 
Zitat von winnie:
> Die alten Gabel sahen doch ganz geil aus

"Ganz geil aussehen" ist leider nicht alles. Die alten Gabeln erinnern manchmal mehr an Stimmgabeln, sind also zu schwach ausgelegt mit zu langen Armen, gerade im äquatorialem Betrieb.
Hallo Micha, lese das jetzt erst, muss dieser Einschätzung aber aus eigener Erfahrung energisch widersprechen. Die auf dem von Tom gezeigten Photo dargestellte Celestron-Gabel ist nicht aus Spritzguss, wie das später üblich wurde, sondern aus ganz solidem Sandguss. Da schwingt absolut gar nichts. Ich habe lange mit der größeren 14" - Gabel gearbeitet, und zwar sowohl mit dem C14 SC als auch mit der längeren 14" Schmidt-Camera, also nicht nur visuell, sondern vor allem auch photographisch. Wer da von 'Stimmgabeln' schwadroniert, verwechselt da etwas. Das mag wohl für die späteren Spritzgussmodelle zutreffen, die anscheinend diesen Onus geprägt haben, für die abgebildete Gabel ist so eine Charakterisierung aber völlig daneben. Sorry, aber das musste um der Wahrheit willen gesagt sein. - Gruß, Peter

 
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