Irisnebel mit TS-Apo, ca. 22h Belichtungszeit mit f5.6

iReckyy

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Hier das erste Bild mit ordentlicher Belichtungszeit mit meinem neuen Setup nach dessen Vervollständigung.

Der Irisnebel - NGC 7023.
Ein Reflexionsnebel im Sternenbild Kepheus bei dem das intensive Licht des eingebetteten Sterns HD 200775 vom umgebenden kosmischen Staub gestreut wird.
Der umgebende Dunkelnebel-Komplex LDN 1173 absorbiert durch seine hohe Staubdichte das Licht der Hintergrundsterne und erzeugt so die kontrastreichen braunen Strukturen.

NGC 7023 -Irisnebel 24Mp.JPEG


In der Woche vor dem ersten Mai konnte ich über ca. 7 Nächte insgesamt etwa 28h Belichtungszeit sammeln, von denen ich nach Aussortierung durch Pixinsight knapp 22h für das Bild verwendet habe. Es war zwar zunehmender Mond bis hin zum Vollmond, trotzdem ist der Ergebnis recht ansehnlich geworden.

Der PC musste Höchstleistungen bringen um über 650 Einzelbelichtungen mit 120s im 2x Drizzleverfahren zu stacken. Auf der SSD waren zeitweise über 1,6Tb belegt.

Wie ich finde, zeigt das Ergebnis aber, dass sich die kurze Belichtungszeit und die schiere Anzahl an Bildern gelohnt haben um ein detailreiches Bild zustande zu bringen.

Hier die Daten zusammengefasst:

Teleskop: TS Triplett Apo 115/800 mit 0.79x Reducer bei ca. 644mm Brennweite - f5.6
Montierung: Proxisky Ragdoll 17 Pro Hub + CW
Kamera: ZWO Asi 2600 MC-Pro bei -10°C
Guidescope/Kamera: SvBony Sv165 40mm/170mm ZWO Asi 120MM-Mini
Filter: Astronomik L3 UV/IR Cut

655 x 120s ≈ 21,8h Belichtungszeit

Sortiert mit PixInsight Subframeselector, Stacken mit Drizzlen in Siril.
Bearbeitung in PixInsight: Crop, Graxpert BE, BXT correct only, SPCC, BXT, NXT, Graxpert BE, SPCC, SXT, SCNR.
Zusammensetzen und Finish in Photoshop.

Bearbeitet wurde das Bild mit der durch das Drizzle-Stacken auf 96MP erhöhten Auflösung. Danach habe ich es wieder auf die Hälfte, also ca. 24Mp, heruntergerechnet.


Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Viele Grüße

Dennis
 

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Hallo Dennis,

sauber geworden dein NGC7023. Schöne Sterne und soweit ich sehen kein ausgebranntes Zentrum.
Die Dunkelwolke sollte eigentlich bei 22h mehr Informationen hergeben. Da könntest du sicher noch mehr rausholen. Vielleicht liegst aber auch an der Himmelsqualität. Aber auch so sehr schön.
Bei den Angaben zur Bearbeitung fiel mir auf das du SPCC zweimal angewendet hast. Ist das korrekt ? Und auch Graxpert doppelt ?
Was fehlt ist die Angabe wie du gestreckt hast. Aber das wäre nur der Vollständigkeit halber.

CS,
Franz
 
Hallo, vielen Dank.

Das mit Graxpert BE und SPCC doppelt ist korrekt.

Nach dem Entrauschen lassen sich Gradienten nochmal ganz gut entfernen.

Da Graxpert aber etwas Farbe abzieht mache ich die Farbkalibrierung nochmal.

Beim Strecken mit GHS (habe ich oben vergessen) bin ich mir immer wieder unschlüssig, wie ich den Symmetriepunkt richtig setzen soll, dass der Himmel nicht zu hell wird, aber das Objekt gut da steht.

Gruß

Dennis
 
Moin Dennis,

bei 22h würde ich da deutlich mehr erwarten. Aber für den Iris braucht es guten Himmel und kein Mond. Von daher würde ich Dein Ergebnis als gut bezeichnen. Ich habe da als first light mit meinem Epsi mal 2.5h unter gutem Himmel und ohne Mond drauf gehalten:
iris Epsi

Vielleicht versuchst Du noch mal etwas weiter zu strecken und Deine Bearbeitung komplett in Pix zu machen. Sterne und Nebel getrennt, dann sollte da noch etwas mehr gehen.

Gruß Markus
 
Hallo Dennis,

eine gelungene Aufnahme vom Irisnebel in einem natürlichen Erscheinungsbild, ohne ausgebranntes Zentrum. Ich bin auch der Meinung, dass du die Staubschwaden noch etwas prägnanter bekommen könntest.

Vielleicht kann folgendes Video hierbei inspirierend sein, welches nebenbei ebenfalls den Irisnebel angeht: Enhancing Dust in Astrophotos
 
Hallo,

danke für die Rückmeldungen und den Input.
Ich werde mir den Stack nochmal vornehmen und mal schauen, ob ich den Staub noch etwas besser heraus bekomme.

Vielleicht versuchst Du noch mal etwas weiter zu strecken und Deine Bearbeitung komplett in Pix zu machen. Sterne und Nebel getrennt, dann sollte da noch etwas mehr gehen.

Gestreckt hatte ich die Sterne und den Nebel schon getrennt voneinander. Vielleicht braucht der Nebel einfach etwas mehr.
Vielleicht kann folgendes Video hierbei inspirierend sein, welches nebenbei ebenfalls den Irisnebel angeht: Enhancing Dust in Astrophotos

Das Video werde ich mir nacher mal ansehen und gucken, was ich davon umsetzen kann.


bei 22h würde ich da deutlich mehr erwarten. Aber für den Iris braucht es guten Himmel und kein Mond. Von daher würde ich Dein Ergebnis als gut bezeichnen. Ich habe da als first light mit meinem

Die Gradienten vom Mond waren schon recht heftig. Vielleicht hat Graxpert auch etwas viel weggenommen.


Die neue Bearbeitung werde ich hier dann zeigen, wenn es so weit ist.


Gruß

Dennis
 
Hier ist die neue Variante, deutlich stärker gestreckt.

Leider habe ich wohl ein Flat Problem gehabt... Das habe ich versucht in Photoshop zu kaschieren.

Das fiel vorher garnicht auf. Im STF getrecken Stack sieht man das noch gar nicht.
Den habe ich mal angefügt.

Außerdem wurde irgendwie ein vertikale Streifenmuster erzeugt, welches ich auch noch nicht gesehen hatte.
Das konnte ich mit dem CanonBandingReduction Script einigermaßen beheben.

Wo kann das denn her kommen?



Was haltet ihr von der zweiten Version?


Gruß

Dennis

NGC 7023 -Irisnebel v2 24Mp.jpg
 

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Hallo Dennis,
mir gefällt Deine zweite Version sehr gut. Die bunten Streifen sind vermutlich irgendwann beim Gradienten-Entfernen reingekommen und werden dann durch das Strecken extrem verstärkt. In solchen Fällen reduziere ich auf dem Hintergrund die Farbsättigung - das hast Du vermutlich auch so gemacht. Du musst eben sehr selektiv vorgehen und den blauen Kern vor dem Strecken abschirmen.

Wenn Du magst, kannst Du noch selektiv versuchen, den blauen Kern des Iris-Nebels zu schärfen. Da sollte noch Einiges z.B. mit LHE in PixInsight gehen.
VG Wolfgang
 
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