DerOndre
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Hallo zusammen,
vorgenommen hatte ich es mir ja schon lange, aber inspiriert durch den Beitrag von @Dane Vetter habe ich es dann endlich auch mal durchgezogen, meinen ersten ISS-Sonnentransit zu fotografieren.
Nötig waren dafür drei kurze Ausflüge in die Eifel und am 9.6. hatte es dann endlich funktioniert. Beim ersten Versuch sah ich zwar die ISS auf dem Bildschirm vorbeihuschen, aber Firecapture hingegen sah sich nicht im Stande die Daten in ausreichender Geschwindigkeit ohne Verlust auf der SSD des Notebooks zu speichern. Für den zweiten Versuch bin ich dann auf ASICap umgestiegen, was seinen Job zwar ohne Probleme machte, aber die Wolkenlücke war im maßgeblichen Moment schon vorbeigezogen, so dass ich mit 50GB Dunkelheit nach Hause fahren musste. Beim dritten Versuch sah das Wetter nicht unbedingt besser aus, und obwohl ich dem am Beobachtungsposten befindlichen Wegekreuz den unpassenden Arbeitstitel "Lebensfreude" unterstellte, hatte da oben wohl doch jemand Nachsicht mit meinen Unternehmungen und es gab exakt zum Zeitpunkt des Transits eine einsekündige Wolkenlücke. Schakalaka!
Der Transit war mit 0.6s recht kurz, allerdings dafür mit solider Winkelauflösung der ISS von ca. 57".
Fotografiert habe ich mit dem Tak FC-76 mit Reducer, Baader Sonnenfolie, der ASI678MC und nachgeführt auf der AM3. Mit der Kombination passt die Sonne komplett auf den Sensor, so dass die exakte Position des Transits auf der Sonnenscheibe nicht berücksichtigt werden muss.
Mit der Bearbeitung von Sonnenfotos kenne ich mich noch nicht so gut aus. Die maßgeblichen 28 Frames aus dem Raw-Video habe ich mit ffmpeg extrahiert und dann in PixInsight bearbeitet. Die Schritte waren:
Hier noch eine Animation des Vorbeiflugs:
Und ein paar Bilder der schönen Eifelumgebung dürfen ja auch nicht fehlen:
...so wie etwas Lebensfreude
(Hoffe damit fühlt sich niemand auf den Schlipps getreten, aber für mich als Nicht-Katholik wirkt das schon etwas seltsam. Sowohl in Intensität als auch in Häufigkeit.)
Trotz der zwei Fehlschläge hat's viel Spaß gemacht die geeigneten Beobachtungsorte ausfindig zu machen, durch die Gegend zu fahren teilweise in dicker Jacke auf dem Campingstuhl dem Eifelsommer zu trotzen.
Viele Grüße,
André
vorgenommen hatte ich es mir ja schon lange, aber inspiriert durch den Beitrag von @Dane Vetter habe ich es dann endlich auch mal durchgezogen, meinen ersten ISS-Sonnentransit zu fotografieren.
Nötig waren dafür drei kurze Ausflüge in die Eifel und am 9.6. hatte es dann endlich funktioniert. Beim ersten Versuch sah ich zwar die ISS auf dem Bildschirm vorbeihuschen, aber Firecapture hingegen sah sich nicht im Stande die Daten in ausreichender Geschwindigkeit ohne Verlust auf der SSD des Notebooks zu speichern. Für den zweiten Versuch bin ich dann auf ASICap umgestiegen, was seinen Job zwar ohne Probleme machte, aber die Wolkenlücke war im maßgeblichen Moment schon vorbeigezogen, so dass ich mit 50GB Dunkelheit nach Hause fahren musste. Beim dritten Versuch sah das Wetter nicht unbedingt besser aus, und obwohl ich dem am Beobachtungsposten befindlichen Wegekreuz den unpassenden Arbeitstitel "Lebensfreude" unterstellte, hatte da oben wohl doch jemand Nachsicht mit meinen Unternehmungen und es gab exakt zum Zeitpunkt des Transits eine einsekündige Wolkenlücke. Schakalaka!
Der Transit war mit 0.6s recht kurz, allerdings dafür mit solider Winkelauflösung der ISS von ca. 57".
Fotografiert habe ich mit dem Tak FC-76 mit Reducer, Baader Sonnenfolie, der ASI678MC und nachgeführt auf der AM3. Mit der Kombination passt die Sonne komplett auf den Sensor, so dass die exakte Position des Transits auf der Sonnenscheibe nicht berücksichtigt werden muss.
Mit der Bearbeitung von Sonnenfotos kenne ich mich noch nicht so gut aus. Die maßgeblichen 28 Frames aus dem Raw-Video habe ich mit ffmpeg extrahiert und dann in PixInsight bearbeitet. Die Schritte waren:
- Debayering
- Crop
- Richardson-Lucy Deconvolution
- MLT
- Einfärben mit der Solar-Toolbox
Hier noch eine Animation des Vorbeiflugs:
Und ein paar Bilder der schönen Eifelumgebung dürfen ja auch nicht fehlen:
...so wie etwas Lebensfreude
(Hoffe damit fühlt sich niemand auf den Schlipps getreten, aber für mich als Nicht-Katholik wirkt das schon etwas seltsam. Sowohl in Intensität als auch in Häufigkeit.)
Trotz der zwei Fehlschläge hat's viel Spaß gemacht die geeigneten Beobachtungsorte ausfindig zu machen, durch die Gegend zu fahren teilweise in dicker Jacke auf dem Campingstuhl dem Eifelsommer zu trotzen.
Viele Grüße,
André