Ist der Fokus von einem Stern ident mit Planeten und dem Mond?

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Cepheus0815

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Hallo allerseits,

Ich kann mit einer Batinovmaske bzw. mit einem Motorfokus und einer "V-Kurve" einen nahezu perfekten Fokus auf einem Stern machen. Kann ich den dann belassen, wenn ich danach Mond oder Planeten aufnehmen will (keine Änderung am Setup versteht sich)? Oder muss ich den grundsätzlich für "nahe" Objekte (also unser Sonnensystem) neu anpassen?

Danke und lg, Rainer
 
Hallo Rainer,

die Fokuslage ist für Sterne und Mond, Planeten gleich.
Also, ist der Stern scharf, sind auch Mond, Planeten scharf.

Gruß Martin
 
Hallo Rainer,

die Fokuslage ist für Sterne und Mond, Planeten gleich.
Also, ist der Stern scharf, sind auch Mond, Planeten scharf.

Gruß Martin
Boah, das ist mir zu einfach. ;)

Von der Theorie muss sich die Fokuslage unterscheiden. Andere Entfernung, anderer Fokus.
Aber wieviel?
Mikro-, Nano, Piko-, Femto-Meter?

Wer hat die Formel?

Gruß
Peter
 
Hallo Rainer,

aus meiner Erfahrung heraus mit Brennweiten zwischen 1500 und 3000mm gibt es einen Unterschied, allerdings nur unwesentlich. Aber scharf ist eben scharf und nicht fast scharf! Ich persönlich fokussiere immer extra, obwohl ich selten Sterne und Mond/Planeten am gleichen Abend fotografiere.
LG und CS Erich
 
Wenn man es ausrechnet liegt der Unterschied Mond/Stern bei wenigen Nanometern.
Reproduzierbar einstellen kann man das in der Größenordnung meiner Meinung nach nicht.

Wenn es tatsächlich zu sichtbaren Unterschieden kommt, vermute ich eher, dass durch den Schwenk sich Spiegel oder andere Komponenten etwas bewegen.
 
Hallo,

irgendwann mal im weiten Netz aufgegabelt (ich weiss nicht mehr, woher ich die Formeln habe):

Die Fokusdifferenz x zwischen der Unendlich-Einstellung und einem Objekt in der Entfernung "Abstand" beträgt:

x = (Brennweite^2)/Abstand

Bei einem Teleskop mit 1m Brennweite ist der Fokus eines 100m entfernten Objekts z.B. etwa (1m)^2 / 100m = 1cm weiter außen als der Sternfokus.

Beim Mond mit einem mittleren Abstand von 384 000 000m ist die Fokusdifferenz bei f=1m etwa x=2,6 nm, also _sehr sehr_ weit innerhalb der Fokustoleranz ft.

Diese Fokustoleranz ft (=Schärfetoleranzbereich) ist abhängig vom Öffnungsverhältnis Ö des Teleskops (ergibt Öffnungswinkel des abbildenden Kegels) und der Pixelgrösse der abbildenden Kamera. Typisch sind Werte um 10-100 mikometer. Bei einer Pixelgrösse vom 5.6 mikrometer und 1m Brennweite und Ö=4 ist die Fokustoleranz z.B. etwa ft= 30 mikrometer. Die Fokusdifferenz des Mondes (=Unterschied zum Sternfokus) ist also _sehr viel kleiner_ als die Fokustoleranz eines gut fokussierten Sterns und damit absolut vernachlässigbar.

Gruß
Thomas
 
Das Stichwort lautet "Hyperfokaldistanz".
Diese ist abhängig vom Sensor, der Optik und dem Fokuspunkt. Beispielsweise liegt die Hyperfokaldistanz einer Optik mit 800mm und einem Öffnungsverhältnis von f/5 mit einer APSC Cam bei ca 7 km. Wenn man auf einen Punkt in 7 km Entfernung scharf stellt, wird alles dahinterliegende ebenfalls scharf dargestellt, egal wie weit weg.


Gruß
Jens
 
Hallo Jens,

das verstehe ich hier aber anders:

"wenn man genau auf diese Entfernung fokussiert, im Unendlichen liegende Objekte ebenfalls gerade noch mit akzeptabler Unschärfe abgebildet werden"

Quelle Wikipedia (Dein Link)

Das ist ja nicht Ziel der Übung!

CS.Oli
 
Hallo Oli,
Akzeptable Unschärfe heißt in diesem Fall, dass der Zerstreuungskreis in der Bildebene kleiner ist als ein Pixel. Somit ist zwar das Objekt physikalisch in der Bildebene unscharf, praktisch aber scharf, da deine Technik da nicht mehr differenzieren kann
Gruß Jens
 
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