Ist ein Spektiv Reiseteleskop?

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Am besten Wolfi Ransburg von TS fragen
(info(ät)teleskop-service.de)
er kann dir das best. am genauesten erklären.

Grüße
Ralf
 
Hallo Chian.

Die meisten Spektive sind äusserst kompakt und robust, weil sie ja "zum Mitnehmen" konstruiert werden.

"Spektiv" = Teleskop mit aufrechter und seitenrichtiger Abbildung = mit irgendwo eingebautem Umkehrelement.

Wenn nun ein Spektiv optisch "genug leistung" bringt, (dazu zähle ich auch den möglichen Einsatz verschiedener Okulare) um als astronomisch sinnvolles Teleskop durchzugehen, dann ist es sicherlich ein tolles Reiseteleskop!

Andersrum wird ein Reiseteleskop (=Kompakt & robust) durch den Einsatz eines Umkehrelementes (Amiciprisma oder Porro- oder Dachkantelement) auch zum tollen Spektiv, um terra-Beobachtungen zu machen.
 
Hallo Cihan,

das ist sicher ein gutes Reiseteleskop, ich hatte auch schon mal überlegt eines anzuschaffen.

22 fache Vergrößerung ist für Planetenbeobachtung allerdings etwas wenig, Jupiter und Saturn sind dann zwar schon als Scheibchen zu erkennen - Einzelheiten sieht man dann aber noch nicht viel.

gruß Aebby
 
Ne! Echt ich bin ja ein Seltenheitsposter, aber jetzt kann ich mich nicht mehr zurückhalten, wenn ich die anderen Antworten lese!

@Cihan:
Richfield bietet dieses Gerät definitiv nicht und der Planetenknüller ist es schon mal wegen der geringen Vergrößerung auch nicht. Wennst in dieser Größenklasse etwas schönes und astrogeeignetes zu vergleichbaren Preisen haben möchtest, dann schau Dir den WO-Megrez an. Alternativ gibt es noch den Synta ED-80, den man aber nicht so schön zusammenfahren kann.

@Alle:
Der Wolfi beschreibt das Gerät wirklich gut. Leßt doch wenigstens die Texte, wenn Ihr das Gerät schon nicht kennt.

Naturfreunde, Jäger und Vogelbeobachter werden ihre volle Freude haben. Für Astronomie ist es dagegen nur gut einsetzbar. Wenn ich Himmelsbeobachtungen in der Nacht praktizieren möchte, dann brauche ich für Vergrößerungen bis max. 108x doch kein Gerät mit ED-Gläsern für € 650? Und nochdazu nicht so eines, wo man schon mit 25mm Okularen ein eingeschränktes scheinbares Gesichtsfeld hat und die Okularauswahl wirklich extrem beschränkt ist. Das Umkehrelement trägt im höheren Vergrößerungsbereich nicht unbedingt einem guten Bild und auch nicht der Transmission bei.

 
Moin Silvio!

> Die meisten Spektive sind äusserst kompakt und robust, weil sie ja "zum
> Mitnehmen" konstruiert werden.

Sagen wir's mal so: Solche Spektive sind IMO in erster Linie für die Erdbe-
obachtung konstruiert. 100 mm Spektiv-Öffnung hören sich sicher im ersten
Moment viel an, doch bei dieser Konstruktion ist doch einiges zu bedenken.
Das Prismensystem zur Bildaufrichtung und die Innenfokussierung über
ein Linsensystem kosten immer Licht - abgesehen von den hohen Anforderungen,
die an die Qualität der opt. Bauteile für die astronomische Beobachtung
gestellt werden müssen - ganz zu schweigen von der Bildkorrektur bei einem
f/5,4-System, wie es bei diesem Spektiv eingesetzt wird.
Nicht umsonst sind reine astronomisch ausgerichtete Kurzrefraktoren mit ED-
Gläsern oder als APO in dieser Baugröße "normalerweise" um ein Vielfaches
teurer.

Dann die Okulare: Das mitgelieferte Zoom-Okular (22-66x) - naja... - 1,8°
Gesichtsfeld bei 22x (entsprechend knapp 40° scheinb. GF) würde ich nicht
gerade als "Richfield" bezeichnen - eher als Blick durch die berühmte
"Klorolle". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Bis 66x wird das etwas besser (60° sGF).
Das festbrennweitige Oku mit 25 mm und 52° sGF entspricht auch nur knapp
einem normalen Plössl-GF - (Was leistet so ein Oku für 49 Euro, das man auch
nur an diesem Spektiv nutzen kann?!). Das ist sicher alles kein Vergleich
mit dem, was man in einem Kurzrefri (z.B. "Volks-APO" ED-80/600) und 2"-
WW-Okular sehen kann.
 
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