Jupiter 02.01.2011

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TorstenHansen

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Hallo,

ich hoffe, dass ich die Sofi-Orgie mal mit ein paar aktuellen Jupiterbildern stören darf.

Leider war das Seeing nur im Dunkelroten teilweise brauchbar. Einen Farbeindruck, wie bei Thomas Winterers Bildern im Nachbarbeitrag, kann ich bei meinen Bildern leider nicht feststellen; liegt möglicherweise am kleineren Teleskop oder den Problemen bei der Aufnahme, da die Nachfokussierung der einzelnen Farbkanäle wegen des schlechteren Seeings einfach zu lange gedauert hat.


RRGB:

Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20110102/Jupiter20110102v1910rrgbw.jpg

Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20110102/Jupiter20110102v1951rrgbw.jpg


RGB:

Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20110102/Jupiter20110102v1910lrgbw.jpg



Viele Grüße,
Torsten
 
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Hallo Torsten,

schöne Ergebnisse!

Also wenn ich eines von dir gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass die naturgetreueren Farben nur dann zu Stande kommen, wenn man keine Infrarotfilter einsetzt. Der RG610 ist zwar noch nicht so heftig wie der IR742, sorgt aber auch hier für eine Beruhigung des Rotkanals und für eine weniger realistischere Farbgebung. Ich glaube, man muss sich entscheiden, ob man möglichst naturgetreue oder möglichst Scharfe Ergebnisse erzielen möchte. Beides zusammen ist kniffelig..

Viele Grüße,
Thomas

PS.: Hab mir jetzt auch mal einen Baader FFC geleistet und bin gespannt, ob sich da am Bildergebnis irgendetwas tut.
 
Hallo Torsten,
Hallo Thomas,

sehr schöne Ergebnisse habt Ihr da erzielt! Ich habe den Jupiter schon aufgegeben, wird bestimmt nichts mehr.

Da Thomas es gerade anspricht: Ich habe mich auch mal über den FFC informiert. Am schnellen Newton ist er durchaus sinnvoll, aber am C11 in Verbindung mit der DMK21AF04.AS? Laut Spezifikation ist ja der geringste Verlängerungsfaktur = 3x, dann landet man am C11 bei ca. F/30. Ich finde das ist zu viel. Oder habe ich da was übersehen?

Wünsche Euch noch viel Erfolg am Jupiter (und wahrscheinlich in Kürze auch am Saturn).

CS

Frank
 
Hallo Torsten und Thomas,

ich hatte ja im Dezember eine , zugegeben saumässige Aufnahme vom 12.12. hier eingestellt mit scheinbar deutlicher Farbe im SEB. Bei der mangelhaften Qualität hätte das ja auch ein Artefakt sein können, aber nach den Bildern besonders vom Thomas war's wohl echt. Für mich ein kleines Zeichen dafür, dass ich doch so langsam meine Fähigkeiten verbessere.

Die Nachfrage von Frank bezüglich des FFC interessiert mich auch. Ich träume schon vom FFC, aber da ist das Problem mit dem Verlängerungsfaktor und auch die Frage ob sich dieses doch recht teure Teil an einem 8" SC überhaupt lohnen würde.

Gruss
horst anders
 
Zitat von fbrand:
Am schnellen Newton ist er durchaus sinnvoll, aber am C11 in Verbindung mit der DMK21AF04.AS?
Hallo Frank,

eine preiswerte Alternative zum FFC wäre vielleicht die Chameleon mit 3,75 µm Pixelweite und ohne optische Nachvergrößerung bei f/10. Mit f/11 geht das jedenfalls schon ganz ordentlich, siehe hier. Bei f/30 müsstest Du ca. neunmal länger belichten als bei f/10 und hättest dann möglicherweise schon Probleme mit der rotationsbedingten Bewegungsunschärfe. Die Lichtempfindlichkeiten bzw. Rauschabstände der DMK und der Chameleon sind nämlich trotz der unterschiedlichen Pixelgrößen weitgehend vergleichbar.

Gruß, Jan
 
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Hallo Torsten,

Gratuliere zu Deinen aktuellen Jupiteraufnahmen. Da hattest Du offensichtlich Glück mit den Sichtbedingungen. Die Veränderungen schreiten schnell voran, und das SEB sieht gerade jetzt sehr "dekorativ" aus. Schön, dass Du die Situation eingefangen hast und sie uns in dieser attraktiv ausgearbeiteten Form hier zeigen kannst.

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo an Alle,

zur FFC-Frage: der Vergrößerungsfaktor ist linear zum Abstand FFC-CCD. Um so näher ihr an den FFC mit dem CCD rankommt, um so geringer wird der Vergrößerungsfaktor. Ich nutze z. B. den FFC mit direkt angeflanschter 1,25" Clicklock-Klemme vom Baader und in selbiger steckt die Kamera. Das macht ein Auflagemaß von 54mm. Da hat der FFC einen Vergrößerungsfaktor von 2,22 fach. Verringert sich das Auflagemaß, wird auch der Vergrößerungsfaktor noch kleiner. Ich habe ein kleines Exelprogramm geschrieben, wo man Brennweite, Teleskopöffnung und Abstand FFC-CCD eingeben muss, dann bekommt man automatisch die resultierende Brennweite mit FFC und das resultierende Öffnungsverhältnis ausgerechnet. Wenn daran jemand Interesse hat, kann ich das gerne an eure Emailadressen verschicken. Schickt einfach eine PM mit der selbigen an mich.

Grüße Markus
 
Hallo Torsten,

wieder ein ganz tolles Ergebnis mit klasse Details!
Sehr interessant, wie sich das SEB wieder immer deutlicher zeigt.
Über den FFC kann ich nur sagen, dass sich dessen Anschaffung durchaus lohnt, wenn einen der hohe Preis nicht gerade zu sehr das Konto strapaziert.
Bezüglich des geringstmöglichen Verlängerungsfaktors kann ich in meinem Fall am C11 einen Wert von etwa 2,3-fach ermitteln.
In Verwendung mit der DMK21 bei 5,4my-Pixeln ist dieser Wert durchaus angebracht,
selbst für meine DMK31 möcht ich nicht weniger haben.
Da dieser Faktor allerdings seltenst noch höher getrieben werden kann, wäre vielleicht die Anschaffung einer guten 2,5-fach Barlow ebenfalls noch interessant.
Es kann nämlich auch nerven, wenn man ständig Verlängerungshülsen hin- und wegschrauben muss.
Persönlich setze ich für den Rotkanal auch nur noch einen Rotfilter ein und keinen IR-Passfilter, einfach weil der mehr Licht durchlässt und immer noch beruhigend wirkt.
Sicher ist eine Chameleon mit 3,75er Pixeln eine interessante Alternative, dazu hab ich allerdings keine persönliche Erfahrung.

Gruß Wolf Manfred
 
Hallo,

ich bedanke mich für das Lob und die zahlreichen Rückmeldungen vor allem zum Thema FFC.

Zitat von fbrand:
...
Da Thomas es gerade anspricht: Ich habe mich auch mal über den FFC informiert. Am schnellen Newton ist er durchaus sinnvoll, aber am C11 in Verbindung mit der DMK21AF04.AS? Laut Spezifikation ist ja der geringste Verlängerungsfaktur = 3x, dann landet man am C11 bei ca. F/30. Ich finde das ist zu viel. Oder habe ich da was übersehen?
...
Die Frage ist oben schon beantwortet worden, möchte hier jetzt nur meine Sicht ergänzen.
Der FFC stammt noch aus der Zeit der chemischen (Mittelformat-)Fotografie und war, soweit ich mich an die Werbung der Fa. Baader erinnere, für die Mond- und Planetenfotografie bei größeren Formaten ausgelegt. D.h. großes, plan ausgeleuchtetes Feld z.B. beim Mond.
Der untere Faktor 3 war vermutlich konstruktiv bedingt durch das Mindestauflagemaß der Kamera gegeben. Eine Videokamera lässt sich nun näher an der kameraseitigen Linse des FFC installieren, was, wie Markus schon richtig gesagt hat, zu kleineren Faktoren führt. Ich nehme derzeit, bedingt durch meine etwas lange Hülse und den an der Hülse angebrachten Klarglasfliter, am C11 bei ca. f/26 auf.


Zur Farbe im SEB möchte ich noch ergänzen, dass dies sicher von der Bearbeitung und vor allem den Seeingbedingungen abhängt. Man braucht sich nur die internationalen Ergebnisse anzuschauen, wo die Farbe teilweise deutlich sichtbar ist.

10-Zoll Refraktor:http://groups.yahoo.com/group/ALPO_Jupiter/photos/album/1471859378/pic/959545541/view


Alpo-Japan gleiches Datum (02.01.2011, insbes. Hideo Einaga):
http://alpo-j.asahikawa-med.ac.jp/kk11/j110102z.htm


Alpo Zusammenstellung:
http://alpo-j.asahikawa-med.ac.jp/kk10/j101230r.htm


Viele Grüße,
Torsten
 
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