Jupiter 02.01.2013 und 06.12.2012

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TorstenHansen

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Hallo,

am 06.12.2012 und 02.01.2013 durfte ich mal wieder bei brauchbaren Bedingungen filmen. Interessanterweise zeigte sich während einiger Sequenzen fast dieselbe Region.
Zum Vergleichen hilft als Orientierung die wellenartige Struktur im NEB oder das kleine ringförmige Oval am Südrand der Nordpolarzone.


06.12.2012:

Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20121206/Jupiter20121206v1b11rgbw.jpg



02.01.2013:

Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20130102/Jupiter20130102vv1b9rgb1p1wfs.jpg



Viele Grüße,
Torsten
 
Hallo Torsten,

ob es nun am Seeing oder an der Derotation oder an beidem liegt, ich muss gestehen, dass mir Deine Bilderserie vom 18./19. November doch entschieden besser gefällt. Die aktuellen Aufnahmen wirken demgegenüber in der Feinzeichnung der bänderförmigen Strukturen für mein Empfinden insgesamt ein wenig "zerzaust". Vielleicht orientiert sich die Derotation ja besser an klar begrenzten Oberflächendetails wie etwa diesen kleinen Ovalen oder auch an anderen Spots?

Kannst Du noch etwas Genaueres zu den Unterschieden hinsichtlich der Aufnahmebedingungen und Weiterverarbeitungen sagen?

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

Zitat von Jan_Fremerey:
...
ob es nun am Seeing oder an der Derotation oder an beidem liegt, ich muss gestehen, dass mir Deine Bilderserie vom 18./19. November doch entschieden besser gefällt. Die aktuellen Aufnahmen wirken demgegenüber in der Feinzeichnung der bänderförmigen Strukturen für mein Empfinden insgesamt ein wenig "zerzaust". Vielleicht orientiert sich die Derotation ja besser an klar begrenzten Oberflächendetails wie etwa diesen kleinen Ovalen oder auch an anderen Spots?
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Da die Neubearbeitungen vom 18.11.12 auf ähnliche Art erstellt wurden wie die Bilder hier, könnte der Grund für die von Dir als minder eingeschätzte Qualität wohl das wesentlich schlechtere Seeing, vor allem im B-Kanal, gewesen sein.


Viele Grüße,
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Torsten,


nach meinem Wiedereinstieg in die Planetenbeobachtung
stelle ich fest, dass es gar nicht so einfach ist den
Anschluss zu finden.

Nicht zuletzt waren es Deine, faszinierenden Impressionen,
die mich dazu anregten, mal zu schauen, was heute in dem
heimlichen Sonnensystem eigentlich so geht.

Gar nicht so einfach durch die heutige Softwarevielfalt den
Weg des richtigen Workflows zu finden.
 
Hallo Thomas,

Zitat von Thomas_Wahl:
Hallo Torsten,


nach meinem Wiedereinstieg in die Planetenbeobachtung
stelle ich fest, dass es gar nicht so einfach ist den
Anschluss zu finden.

...

Gar nicht so einfach durch die heutige Softwarevielfalt den
Weg des richtigen Workflows zu finden.
Vielen Dank für Deine nette Rückmeldung. Mir ging und geht es ähnlich wie Dir. Durch die schnelleren Kameras eröffnen sich zusammen mit den neuen Softwareanwendungen Möglichkeiten, die
man zu Zeiten der ToUCam niemals gehabt hätte!


Viele Grüße und weiter viel Spaß am Planetenfilmen wünscht
Torsten
 
Hallo Torsten,

Zitat von TorstenHansen:
Vielleicht wird das aus dem Blinkvergleich deutlicher:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/THansen_Jupiter_121118vs121206.gif

Das sind zwar recht unterschiedliche Winkelstellungen, aber die Aufnahme vom 18.11. wird für mein Empfinden beherrscht von griffigen und kompakten Wolkenstrukturen mit deutlich gezeichneten Konturen, während die derotierte Aufnahme vom 06.12. diese Griffigkeit vermissen lässt und eher ein Gesamtbild von in Umfangsrichtung "ausgefransten" bzw. "zerzausten" Bandstrukturen vermittelt. Mir erscheint der Unterschied schon recht bemerkenswert.

Zunächst hatte ich eher die Derotation als Ursache in Verdacht, mangelhaftes Seeing mag aber durchaus schon ein hinreichender Grund sein.

Gruß, Jan
 
Hallo Planetenfreunde,

bei dieser hohen Qualität der Bilder erscheint mir jegliche Diskussion wie Erbsenzählerei. Oder geht es inzwischen unter den Planeten-Bildern-Experten nur noch darum, wer das nächste Bild mit noch mehr Details und womöglich einer Explosion in der Jupiteratmosphäre veröffentlicht?

Sternfreundlicher Gruß

Günther
 
Hallo Günther.
Ja, irgendwie ist es sicher sowas. Eigentlich könnten wir mit Ergebnissen dieser Art hochzufrieden sein, uns im Sessel zurücklehnen und sie einfach nur anschauen. (Mach ich des öfteren sogar ;)
Auf der anderen Seite ist es wie im Sport. Ohne Ehrgeiz keine höheren Leistungen. Auch diese hier wären ohne den Trieb, es noch besser hinzubekommen, vielleicht erst viel später zustande gebracht worden. So aber arbeitet eine kleine Gruppe derer, die über das entsprechende Equipement, die nötige Zeit und das Know How einer ausgefeilten Nachbearbeitung verfügen, auch immer daran, die Latte noch ein kleines Stückchen höher zu schieben. Das ist nicht verwerflich.
Wiederum wie im Sport sind die Zugewinne dabei in dünner Höhenluft bei großem Aufwand oft nur noch marginal. Soll heißen, mit den selben Umstandsvoraussetzungen werden wir nur noch kleine Verbesserungen erreichen können. Den nächsten großen Schub gibt es vermutlich erst mit neuer, schnellerer, rauschärmerer Kameratechnik, die gewiss irgendwann kommen wird.

Das alles steht auf der einen Seite. Die andere wirft die Frage auf, wozu wir das alles eigentlich machen.
Ich für mich kann dazu antworten, das mich als früherem Leistungssportler der Aspekt des "besser" schon deutlich reizt. Daneben vergesse ich aber keineswegs, dass meine Bilder nicht nur als "pretty pictures" Sinn machen, sondern als Situationsaufnahme in einer lange Serie und mit anderen zusammen zu Zustandsbeschreibungen und Dokumentation von Veränderungen herhalten können. Dazu sind gerade die Planeten bestens geeignet, vor allem mit entsprechendem Historienhintergrund. Wobei es dann wieder nicht von Schaden ist, die bestmöglichen Aufnahmen dazu beitragen zu können. So schließt sich der Kreis.
LG
Rudolf
 
Zitat von saturn61:
Hallo Günther und Torsten,

eigentlich geht es mir an dieser Stelle doch vorrangig um die Frage, wie sich diese spezielle Technik der Derotation, die Torsten in der Aufnahme vom 6.12. angewendet hat, auf die Bildwiedergabe auswirkt. Es wäre in diesem Zusammenhang gewiss auch interessant, wenn Torsten hier zum Vergleich noch eine Auswertung desselben Videomaterials ohne Derotation zeigen könnte.

Gruß, Jan
 
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